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	<title>Chelicere - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:56:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chelicere&amp;diff=67007&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PhJ: von {{grcS|χηλή}} &#039;&#039;chēlḗ&#039;&#039; „Klaue“ und {{lang|grc|κέρας}} &#039;&#039;kéras&#039;&#039; „Horn“</title>
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		<updated>2026-01-24T11:14:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;von {{grcS|χηλή}} &amp;#039;&amp;#039;chēlḗ&amp;#039;&amp;#039; „Klaue“ und {{lang|grc|κέρας}} &amp;#039;&amp;#039;kéras&amp;#039;&amp;#039; „Horn“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ixodes ricinus.jpg|mini|[[Hypostom]] und Cheliceren beim [[Gemeiner Holzbock|Gemeinen Holzbock]] (&amp;#039;&amp;#039;Ixodes ricinus&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chelicere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|χηλή}} &amp;#039;&amp;#039;chēlḗ&amp;#039;&amp;#039; „Klaue“ und {{lang|grc|κέρας}} &amp;#039;&amp;#039;kéras&amp;#039;&amp;#039; „Horn“; auch &amp;#039;&amp;#039;Chelizere&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Chelizere | titel=Chelizere | werk=[[Duden online]] | zugriff=2019-06-25 | sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kieferklaue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird das kennzeichnende Merkmal der [[Kieferklauenträger]] (Chelicerata) bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine zu einem Mundwerkzeug umgewandelte Extremität im Kopfbereich, die vor der Mundöffnung liegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Chelicere ist primär dreigliedrig und mit einer [[Cheliped|Schere]] (Chela) versehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot;&amp;gt;Peter Weygoldt: &amp;#039;&amp;#039;Chelicerata, Spinnentiere.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Westheide, R. Rieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Einzeller und Wirbellose Tiere.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer, Stuttgart/Jena 1997, S. 449.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Embryonalentwicklung]] werden die Cheliceren hinter der Mundöffnung angelegt und rücken dann später nach vorne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der traditionellen Ansicht werden die Cheliceren vom dritten Hirnteil (Tritocerebrum) mit Nerven versorgt und wären entsprechend [[Homologie (Biologie)|homolog]] mit den zweiten [[Fühler (Biologie)|Antennen]] der Krebse. Neuere Untersuchungen legen auch für die Chelicerata ein dreiteiliges (tripartites) Gehirn nahe. Demnach werden die Cheliceren wahrscheinlicher vom Deutocerebrum innerviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Alessandro Minelli, Geoffrey Boxshall, Giuseppe Fusco: &amp;#039;&amp;#039;Arthropod Biology and Evolution: Molecules, Development, Morphology.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2013, ISBN 978-3-642-36160-9, S. 309–311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend wären sie den ersten Antennen der Krebse und den Antennen der Insekten homolog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Chelicerata wird die Chelicere sowie die nachfolgende Extremität ([[Pedipalpus]] bei den [[Spinnentiere]]n) auf vielfältige Weise abgewandelt. So findet sich die dreigliedrige Schere noch bei den [[Asselspinnen]], [[Pfeilschwanzkrebse]]n, [[Skorpione]]n, [[Palpenläufer]]n und [[Milben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den als Megoperculata zusammengefassten [[Geißelskorpione]]n, [[Geißelspinnen]] und [[Webspinnen]] besteht die Chelicere nur aus zwei Gliedern, wobei das zweite Glied gegen das erste einschlagbar ist (Pseudochela).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist bei den Webspinnen außerdem mit einer großen Giftdrüse versehen, die bis weit in den Vorderkörper der Spinne ([[Prosoma]]) reichen kann. Bei den ursprünglichen Webspinnen, etwa den [[Vogelspinnenartige]]n, sind die Cheliceren nach vorne gerichtet, die Klauen sind parallel zueinander nach unten eingeklappt. Dieser Zustand wird als &amp;#039;&amp;#039;orthognath&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Bei höherentwickelten Webspinnen ([[Echte Webspinnen]], Araneomorphae) sind die Cheliceren senkrecht gestellt und zugleich nach innen gedreht. Auf diese Weise können sie zangenartig an der Basis geöffnet werden und gegeneinander arbeiten; diese Anordnung wird als &amp;#039;&amp;#039;labidognath&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Bei zahlreichen Familien innerhalb der Webspinnen sind die Cheliceren mit &amp;#039;&amp;#039;[[Glossar der Spinnenanatomie#Chelicerenzähne|Zähnchen]]&amp;#039;&amp;#039; versehen, die, mit der [[Glossar der Spinnenanatomie#Chelicerengrube|Chelicerengrube]] als Widerlager, ein Zerquetschen der Beute ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FOELIX&amp;quot;&amp;gt;[[Rainer F. Foelix]]: &amp;#039;&amp;#039;Biology of Spiders&amp;#039;&amp;#039;, [[Oxford University Press]] New York, 3. Ausgabe 2011, ISBN 978-0-19-973482-5. S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die als Haplocnemata zusammengefassten [[Pseudoskorpione]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot; /&amp;gt; und [[Walzenspinnen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weygoldt 449&amp;quot; /&amp;gt; sowie die [[Kapuzenspinnen]] und [[Zitterspinnen]] besitzen eine zweigliedrige Chelicere, die hier jedoch eine echte Schere bildet. Bei den Pseudoskorpionen ist die Chelicere außerdem mit den Ausgängen von Spinndrüsen und Putzkämmen (Serrulae: Serrula exterior und Serrula interior) bestückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grammostola rosea chelicere.jpg|Nach vorne gerichtete Cheliceren (orthognath) einer [[Rote Chile-Vogelspinne|Roten Chile-Vogelspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Grammostola rosea&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Cheiracanthium punctorium frei 1 17 Forst Jungfernhdeide Jg 46 070920.jpg|Nach innen gerichtete (labidognathe) Cheliceren des [[Ammen-Dornfinger]]s (&amp;#039;&amp;#039;Cheiracanthium punctorium&amp;#039;&amp;#039;), einer [[Echte Webspinnen|Echten Webspinne]]. An den Enden der Klauen tritt Gift aus.&lt;br /&gt;
Eratigena atrica (C. L. Koch, 1843) 2.jpg|Chelicerenzähne am Rand des Grundglieds bei einer [[Große Winkelspinne|Großen Winkelspinne]] (&amp;#039;&amp;#039;Eratigena atrica&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Weygoldt: &amp;#039;&amp;#039;Chelicerata, Spinnentiere.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Westheide, R. Rieger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Einzeller und Wirbellose Tiere.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer, Stuttgart/Jena 2004, ISBN 3-8274-1482-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chelicerae}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbellose)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PhJ</name></author>
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