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	<title>Cheder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cheder&amp;diff=220210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 28. Juli 2025 um 06:46 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-28T06:46:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gyðingar.jpg|mini|Cheder in [[Lublin]] (1924). Foto von [[Alter Kacyzne]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cheder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{he|חֶדֶר&amp;amp;lrm;}}, Mehrzahl {{he|חֲדָרִים&amp;amp;lrm;|Chadarim}} bzw. aschkenasisch-hebräisch und jiddisch &amp;#039;&amp;#039;Chejder,&amp;#039;&amp;#039; Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;Chadorim&amp;#039;&amp;#039;) ist das [[Hebräische Sprache|hebräische]] Wort für „Zimmer“ und die Bezeichnung für die traditionellen, religiös geprägten [[Elementarschule]]n, wie sie im westeuropäischen [[Judentum]] bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, im [[Juden in Osteuropa|osteuropäischen Judentum]] bis zum [[Holocaust]] üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalt und Lehrplan ==&lt;br /&gt;
Der Unterricht im Cheder fand im Haus des Lehrers statt, der von der [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]] bzw. einer Gruppe von Eltern finanziert wurde. Der Cheder war üblicherweise mit der [[Synagoge]] verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Binder Kadden, Bruce Kadden: &amp;#039;&amp;#039;Teaching Jewish Life Cycle. Traditions and Activities.&amp;#039;&amp;#039; A.R.E. Publishing, Denver, CO 1997, ISBN 0-86705-040-3, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Form der Erziehung war in der Regel nur Jungen zugänglich, Mädchen lernten meist bei den Müttern nebenher. Der Unterricht fand in kleinen Gruppen mit Jungen verschiedener Altersgruppen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungen traten mit etwa drei Jahren in den Cheder ein. Sie erlernten zunächst das [[Hebräisches Alphabet|hebräische Alphabet]] und die [[hebräische Sprache]] (Umgangssprache des mittel- und osteuropäischen Judentums war vom [[Mittelalter]] bis zur [[Aufklärung]] das [[Jiddisch]]e). Auf dieser Grundlage studierten sie dann die [[Tora]], beginnend mit dem [[3.&amp;amp;nbsp;Buch Mose]], und anschließend den [[Talmud]], d.&amp;amp;nbsp;h. [[Mischna]], [[Gemara]] und zusätzliche Kommentare. Gegenseitiges Vorlesen und [[Auswendiglernen]] waren die vorherrschenden Lernformen. Im Alter von 13 bis 14 Jahren wurde die Ausbildung im Cheder mit der [[Bar Mizwa]] abgeschlossen. Bei dieser Zeremonie liest der heranwachsende Junge, der bei dieser [[Alijah laTora|Gelegenheit]] ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Bar Mizwa&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich „Sohn des Gebots“) genannt wird, im Rahmen eines [[Gottesdienst]]es vor der Gemeinde einen [[Parascha|Abschnitt aus der Tora]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das weitere Studium zum [[Rabbiner]] oder [[Sofer]] gab es [[Jeschiwa|Jeschiwot]], d.&amp;amp;nbsp;h. Talmud-Hochschulen, etwa in [[Worms]], [[Fürth]] oder in [[Prag]], das für jüdische Studien einen hohen Ruf genoss. Nachdem viele Juden im Mittelalter vor [[Judenpogrom]]en im Zusammenhang mit den [[Kreuzzug|Kreuzzügen]] nach Osteuropa geflohen waren, lag das intellektuelle Zentrum des europäischen Judentums während vieler Jahrhunderte in dieser Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Das Cheder-System wurde am Ende des 18. Jahrhunderts sowohl vonseiten der [[Orthodoxes Judentum|jüdischen Orthodoxie]] als auch von Anhängern der [[Haskala]] kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die orthodoxe Seite kritisierte vor allem die oftmals mangelhafte Qualifikation der Lehrer, die meist schlecht bezahlt waren und vor allem in kleinen Dörfern nebenher noch als [[Schächten|Schochet]], [[Chasan (Kantor)|Vorbeter]] oder Totengräber arbeiteten und somit die Lehrertätigkeit nur nebenberuflich betreiben konnten. Auch kam es nicht selten vor, dass Lehrer die Kinder zu früh auf die nächste Stufe des Studiums aufrücken ließen, weil sie für Fortgeschrittene etwas mehr Geld erhielten als für den [[Elementarunterricht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anhänger der Aufklärung kritisierten das ganze System, weil es durch seine sprachliche und räumliche Abschottung von der christlichen Umwelt die Integration und [[Judenemanzipation|Emanzipation]] der Juden behindere. Sie sprachen sich für zusätzlichen Unterricht in deutscher Sprache aus und forderten die Einbeziehung weltlicher und berufspraktischer Inhalte. Diese Ziele verwirklichten aufgeklärte deutschsprachige Juden seit dem Ende des 18. Jahrhunderts, indem sie jüdische [[Reformjudentum|Reformschulen]], auch „Freischulen“ genannt, einrichteten. Beispiel einer solchen Freischule war die [[Jüdische Freischule Berlin]]. Die Reformschulen-Bewegung und die Einführung der allgemeinen [[Schulpflicht]] führten im 19. Jahrhundert zur Auflösung des Cheder-Systems im deutschsprachigen Raum. In Osteuropa wurde die Ausbildung im Cheder vielerorts bis zum Holocaust fortgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Noch heute gibt es in [[Ultraorthodoxes Judentum|charedischen]] Gemeinden Chadarim, so in [[Antwerpen]], [[London]], [[Zürich]], [[New York City|New York]] und [[Jerusalem]]. Im Gegensatz zur früheren Organisation in den ländlichen Gegenden Osteuropas sind die Chadarim heute gut organisiert, die Kinder eines Jahrganges sind in Klassen zusammengefasst, die Lehrer (Rebbes) werden ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] besuchen Kinder aus nicht-orthodoxen jüdischen Familien neben dem regulären Schulunterricht meist eine &amp;#039;&amp;#039;Hebrew School&amp;#039;&amp;#039; (Hebräischschule), das jüdische Äquivalent der [[Sonntagsschule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marion Kaplan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des jüdischen Alltags in Deutschland vom 17. Jahrhundert bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2003, ISBN 3-406-50205-9.&lt;br /&gt;
* [[Simone Lässig]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Wege ins Bürgertum. Kulturelles Kapital und sozialer Aufstieg im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bürgertum.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 1). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-36840-2 (Zugleich: Dresden, Technische Universität, Habilitations-Schrift, 2002/2003: &amp;#039;&amp;#039;Ursachen eines prekären Erfolges.&amp;#039;&amp;#039; – Besonders zu den Reformschulen).&lt;br /&gt;
* Berl Kagan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Luboml. The Memorial Book of a Vanished Shtetl.&amp;#039;&amp;#039; KTAV Publishing House, Hoboken NJ 1997, ISBN 0-88125-580-7, S. 53&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schools of Jewish instruction|jüdische Religionsschulen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Schule|!Cheder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Schultyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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