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	<title>Chatyn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chatyn&amp;diff=696376&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KHMELNYTSKYIA: /* Massaker der SS */</title>
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		<updated>2026-03-26T13:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Massaker der SS&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das ehemaligen weißrussischen Dorf Chatyn und das dortige Massaker. Zum sowjetischen [[Massaker von Katyn]] siehe dort.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Belarus&lt;br /&gt;
 |Name               = Chatyn&lt;br /&gt;
 |NameRussischLatein = &lt;br /&gt;
 |NameWeißrussisch   = Хатынь&lt;br /&gt;
 |NameRussisch       = Хатынь&lt;br /&gt;
 |Wappen             = &lt;br /&gt;
 |Flagge             = &lt;br /&gt;
 |Woblasz            = Minsk&lt;br /&gt;
 |Gegründet          = &lt;br /&gt;
 |Breitengrad        = 54/20/4/N&lt;br /&gt;
 |Längengrad         = 27/56/37/E&lt;br /&gt;
 |Höhe               = &lt;br /&gt;
 |Einwohner          = &lt;br /&gt;
 |EinwohnerStand     = &lt;br /&gt;
 |Metropolregion     = &lt;br /&gt;
 |Fläche             = &lt;br /&gt;
 |Telefonvorwahl     = &lt;br /&gt;
 |Postleitzahl       = &lt;br /&gt;
 |Kfz-Kennzeichen    = &lt;br /&gt;
 |Gemeindeart        = &lt;br /&gt;
 |Gliederung         = &lt;br /&gt;
 |Bürgermeister      = &lt;br /&gt;
 |BürgermeisterStand = &lt;br /&gt;
 |Partei             = &lt;br /&gt;
 |AnschriftStraße    = &lt;br /&gt;
 |AnschriftOrt       = &lt;br /&gt;
 |Webpräsenz         = &lt;br /&gt;
 |Karte              = &lt;br /&gt;
 |Kartenbreite       = &lt;br /&gt;
 |Beschriftung       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chatyn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{beS}}/{{RuS|Хатынь}}) ist ein ehemaliges Dorf in der [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik|Weißrussischen SSR]] in der [[Minskaja Woblasz]]. Seine Bevölkerung wurde 1943 in Reaktion auf Partisanenangriffe in der Umgebung von Mitgliedern der deutschen [[Schutzstaffel|SS]] ermordet, das Dorf niedergebrannt. Chatyn wurde nach 1945 nicht wieder aufgebaut. Die [[Sowjetunion|sowjetische]] Führung ließ dort 1969 die [[Nationale Gedenkstätte der Republik Belarus]] für alle im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieg]] von Deutschen zerstörten belarussischen Dörfer errichten. Der Ortsname bezeichnet daher auch das SS-Massaker von 1943 und das Gedenken an dieses und andere NS-Verbrechen in der Weißrussischen SSR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==   Massaker der SS ==&lt;br /&gt;
Am Vormittag des 22.&amp;amp;nbsp;März 1943 beschossen [[Partisan]]en auf der Straße von Minsk nach [[Witebsk]] nahe dem Dorf Kosyri ({{ruS|Козыри}}), wenige Kilometer westlich von Chatyn, eine Autokolonne der 1.&amp;amp;nbsp;Kompanie des [[Schutzmannschaft (Nationalsozialismus)|Schutzmannschafts]]-Bataillons 118. Beim Angriff wurden der Kompaniechef, Hauptmann [[Hans Woellke]], sowie drei Angehörige der Schutzmannschaft getötet. Das Bataillon setzte den Partisanen, die sich in Richtung Chatyn zurückzogen, zunächst nach, brach die Verfolgung aber aus Mangel an Kräften ab und forderte per Funk Unterstützung an. Auf dem Rückmarsch ermordeten die Schutzmannschaftsleute 20 bis 25 Waldarbeiter wegen angeblicher Unterstützung der Partisanen. Zur Verstärkung traf am Nachmittag die 1.&amp;amp;nbsp;Kompanie der [[SS-Sondereinheit Dirlewanger]] ein. Gemeinsam mit der Schutzmannschaft umstellten und besetzten sie am Nachmittag Chatyn, plünderten dann das Eigentum der Dorfbewohner und trieben diese in eine Scheune. Dabei vergewaltigten sie auch eine junge Frau und brachten sie danach zu den anderen in die Scheune, setzten diese in Brand und schossen auf die darin eingesperrten Menschen, die versuchten, sich aus dem Feuer zu retten. Der staatlichen Gedenkstätte Chatyn zufolge kamen dabei 149 Personen, darunter 75 Kinder unter 16 Jahren ums Leben. Teilweise werden die Opferzahlen auch mit 152 Personen, darunter 76 Kinder, beziffert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=André Böhm, Maryna Rakhlei |Titel=Weissrussland |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Trescher Verlag |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-89794-271-4 |Seiten=153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Dorfbewohner überlebten das Massaker: Vier Kinder – die beiden Jungen Anton Baranowskij und Wiktor Schelobkowitsch sowie zwei Mädchen – konnten sich aus der brennenden Scheune retten; die beiden Mädchen fielen einem späteren Massaker bei der Zerstörung des Dorfes Chwaraszjani zum Opfer. Drei weitere Kinder, die Geschwister Wolodja und Sonja Jaskewitsch und Sascha Schelobkowitsch, konnten sich rechtzeitig verstecken und blieben unentdeckt. Der damals 56-jährige Dorfschmied Josif Kaminskij überlebte das Feuer und entdeckte, nachdem die Täter den Ort verlassen hatten, seinen sterbenden Sohn Adam unter den Opfern. Der Dorfbewohner Stefan Rudak wurde von den Tätern als Kutscher für den Transport des geraubten Gutes mitgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Boll: &amp;#039;&amp;#039;Chatyn 1943.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Grauens.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2003, S. 22–25; Ministerium für Kultur der Republik Belarus: {{Webarchiv|url=http://khatyn.by/de/tragedy/ |wayback=20150220185746 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Tragödie Chatyn&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-10-17 09:57:48 InternetArchiveBot }} (2005)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nationale Gedenkstätte der Republik Belarus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Khatyn - Villages.jpg|mini|Mahnmal für die im Zweiten Weltkrieg ausgelöschten belarussischen Dörfer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chatyn wurde 1969 die Nationale Gedenkstätte der Republik Belarus eröffnet, die an die Zerstörung von 5295 weißrussischen Dörfern während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und die Opfer der nationalsozialistischen Kriegsverbrechen erinnert. Manchmal wird spekuliert, Chatyn könnte wegen der Ähnlichkeit des Ortsnamens zum Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;[[Katyn]]&amp;#039;&amp;#039;, der in Polen für die [[Massaker von Katyn|Ermordung tausender polnischer Offiziere]] durch den [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] 1940 steht, als Ort für die Gedenkstätte ausgewählt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Beyrau]]: &amp;#039;&amp;#039;The Long Shadow of the Revolution. Violence in War and Peace in the Soviet Union.&amp;#039;&amp;#039; In: Jochen Böhler et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Legacies of Violence. Eastern Europe’s First World War.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2014, S.&amp;amp;nbsp;314.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1974 besuchte der damalige [[US-Präsident]] [[Richard Nixon]] die Gedenkstätte von Chatyn.&amp;lt;ref&amp;gt;New York Times, 2.&amp;amp;nbsp;Juli 1974: [http://select.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F10A1FFD3E5E1A7493C0A9178CD85F408785F9&amp;amp;scp=1&amp;amp;sq=Nixon%20%20Soviet%20Memorial&amp;amp;st=cse &amp;#039;&amp;#039;Nixon Sees Khatyn, A Soviet Memorial, Not Katyn Forest&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strafverfolgung ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde nie jemand für diesen [[Massenmord]] strafrechtlich belangt. Ende 1975 stellte die Staatsanwaltschaft [[Itzehoe]], der der [[Bundesgerichtshof]] den Fall übergeben hatte, ein Ermittlungsverfahren dazu ein. Der Prozess gegen Hryhorij N. Wasjura, den Kommandeur des Schutzmannschafts-Bataillons 118 und Überläufer von der   Roten Armee, fand 1986 in der [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik|Weißrussischen SSR]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstlerische Verarbeitung und Gedenken ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte mehrerer solcher Dörfer beschreiben Augenzeugenberichte, die von [[Ales Adamowitsch]], [[Janka Bryl]] und Uladsimir Kalesnik zu einem Buch zusammengestellt wurden, das unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Ich bin aus einem verbrannten Dorf …]]&amp;#039;&amp;#039; (russ.: &amp;#039;&amp;#039;Я из огненной деревни&amp;#039;&amp;#039;, belaruss.: &amp;#039;&amp;#039;Я з вогненнай вёскі…&amp;#039;&amp;#039;) bekannt wurde. Das Massaker von Chatyn wurde von Adamowitsch auch in seinem 1972 zunächst auf Russisch, 1976 auch auf Belarussisch erschienenen Roman &amp;#039;&amp;#039;Хатынская аповесць&amp;#039;&amp;#039; (dt.: &amp;#039;&amp;#039;Stätten des Schweigens&amp;#039;&amp;#039;) behandelt, der später als Grundlage für das Drehbuch zu dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Komm und sieh]]&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Иди́ и смотри́}} / &amp;#039;&amp;#039;Idi i smotri&amp;#039;&amp;#039;) diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR war Chatyn Bestandteil des Geschichtsunterrichts, insbesondere die von den deutschen Soldaten selbst produzierten Filmaufnahmen des Einsatzes wurden als Beleg für die Grausamkeit des NS-Regimes genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
Orte mit ähnlichen Namen sind:&lt;br /&gt;
* [[Katyn]], Oblast Smolensk, Russland (Schauplatz für das sowjetische [[Massaker von Katyn]] von 1940)&lt;br /&gt;
* [[Chotyn]], Bessarabien, Ukraine&lt;br /&gt;
* [[Chotin]], Ukraine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Boll]]: &amp;#039;&amp;#039;Chatyn 1943.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Grauens. Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Primus-Verlag, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-232-0, S.&amp;amp;nbsp;19–29.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chatyn&amp;#039;. Tragedija i pamjat&amp;#039;. Dokumenty i materialy.&amp;#039;&amp;#039; NARB, Minsk 2009, ISBN 978-985-6372-62-2.&lt;br /&gt;
* Jochen Fuchs, Janine Lüdtke, Maria Schastnaya: &amp;#039;&amp;#039;Stätten des Gedenkens in Belarus: Chatyn und Maly Trostinec.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Chatyn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätten-Rundbrief.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 138, 2007, {{ZDB|1195828-5}}, S.&amp;amp;nbsp;3–10.&lt;br /&gt;
* Christian Ganzer: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an Krieg und Besatzung in Belarus’. Die Gedenkstätten „Brester Heldenfestung“ und „Chatyn&amp;#039;“.&amp;#039;&amp;#039; In: Babette Quinkert, Jörg Morré (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Besatzung in der Sowjetunion 1941–1944. Vernichtungskrieg. Reaktionen, Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2014, S.&amp;amp;nbsp;318–334 ([https://www.academia.edu/10971071/Erinnerung_an_Krieg_und_Besatzung_in_Belarus._Die_Gedenkst%C3%A4tten_Brester_Heldenfestung_und_Chatyn_ Text online]).&lt;br /&gt;
* Natallja V. Kirylava: &amp;#039;&amp;#039;Chatyn.&amp;#039;&amp;#039; Belarus’, Minsk 2005, ISBN 985-01-0564-X.&lt;br /&gt;
* Per Anders Rudling: &amp;#039;&amp;#039;The Khatyn Massacre in Belorussia: A Historical Controversy Revisited.&amp;#039;&amp;#039; In: Holocaust and Genocide Studies 26:1 (2012), S.&amp;amp;nbsp;29–58.&lt;br /&gt;
* Astrid Sahm: &amp;#039;&amp;#039;Im Banne des Krieges. Gedenkstätten und Erinnerungskultur in Belarus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 58, Nr. 6/8, 2008, {{ISSN|0030-6428}}, S.&amp;amp;nbsp;229–245.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Khatyn&amp;#039;|Chatyn}}&lt;br /&gt;
* [http://www.khatyn.by/de Website der Gedenkstätte von Chatyn] (russisch, belorussisch, deutsch, englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7598760-0|LCCN=nr92031297|VIAF=144686038}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Minskaja Woblasz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in Belarus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1943]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KHMELNYTSKYIA</name></author>
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