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	<title>Chatten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-08T08:48:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chatten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aussprache: Katten; {{laS|Chatti}} und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Catti&amp;#039;&amp;#039;}}, {{grcS|&amp;#039;&amp;#039;οἱ Χάττοι&amp;#039;&amp;#039;}}, {{lang|grc|&amp;#039;&amp;#039;Χάτται&amp;#039;&amp;#039;}}) waren ein [[Germanen|germanischer]] [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Volksstamm]], der im Bereich der Täler von [[Eder]], [[Fulda (Fluss)|Fulda]] und des [[Oberlauf]]es der [[Lahn]] seinen Siedlungsschwerpunkt hatte, was zu großen Teilen dem heutigen [[Niederhessen]] und [[Oberhessen (Region)|Oberhessen]] bzw. [[Nordhessen]] und z.&amp;amp;nbsp;T. [[Mittelhessen]] entspricht. Die Bezeichnung [[Hessen]] ist möglicherweise eine spätere Abwandlung des Stammesnamens der Chatten,&amp;lt;ref&amp;gt;„Der Name der &amp;#039;&amp;#039;Hessen&amp;#039;&amp;#039; wurde im 5./8. Jahrhundert durch ein diminuierendes &amp;#039;&amp;#039;-s-&amp;#039;&amp;#039;Suffix aus dem der &amp;#039;&amp;#039;Chatten&amp;#039;&amp;#039; entwickelt (Adolf Bach: &amp;#039;&amp;#039;Chatti - Hassi&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 1954, S. 1/20).“ Zitat aus: Adolf Bach: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. VMA-Verlag, Wiesbaden ohne Jahr, S. 117 (Abkürzungen aufgelöst). In: C.J. Wells: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch: eine Sprachgeschichte bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1990, S. 50 steht dagegen: &amp;quot;Hessen (&amp;lt; Chatti?)&amp;quot;. Er stellt die Etymologie also in Frage.&amp;lt;/ref&amp;gt; dann wären sie auch Namensgeber des heutigen Hessen. Die Schreibung mit ‚Ch‘ gibt das germanische ‚h‘ wieder, das als {{IPA-Phon|x}} ausgesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GermanenAD50.png|mini|300px|Karte der germanischen [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Stämme]] um 50&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. (ohne Skandinavien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick über den Chattengau.jpg|mini|Blick vom Heiligenberg bei [[Gensungen]] über die typische Hügellandschaft des Chattengaus]]&lt;br /&gt;
Kerngebiet des chattischen Siedlungsraumes waren nach 15&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. die [[Fritzlarer Börde|Ebene von Fritzlar-Wabern]] und das [[Kasseler Becken]], eine Gegend, die heute den Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Chattengau]]&amp;#039;&amp;#039; trägt, sowie die westhessische Senkenlandschaft bis ins [[Gießener Becken]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Rohde, Helmuth Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessen in der Antike - Die Chatten vom Zeitalter der Römer bis zur Alltagskultur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Kassel, 2006. S. 41 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ursprung des [[Stamm (Gesellschaftswissenschaften)|Stamm]]es liegt bis heute weitestgehend im Dunkeln, nach neuestem Forschungs- und Kenntnisstand wanderten die Chatten als unbedeutender Kleinstamm um 10&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. in das Gebiet an der oberen und mittleren [[Lahn]] ein, wo sie zu Nachbarn der [[Sueben]] wurden, die die niederhessische Senke dominierten. Mit der Errichtung des [[Markomannen]]-Reiches unter [[Marbod]] 3&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;thinsp;Chr. in [[Böhmen]] ging der Abzug dieser elbgermanischen (suebischen) Bevölkerungsgruppen aus Nordhessen einher. Gleichzeitig wanderten neue, mit der rhein-weser-germanischen Kultur verbundene Gruppen, höchstwahrscheinlich die Chatten, ins nördliche Hessen ein und füllten das dort entstandene [[Machtvakuum]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht Jockenhövel]]: Die Eisenzeit. In: Albrecht Jockenhövel und Fritz-Rudolf Hermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte Hessens&amp;#039;&amp;#039;. K. Theiss, Stuttgart 1990. S. 284.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vergleich zur eingesessenen Bevölkerung dürfte sich die Anzahl der Neusiedler auf einige wenige hundert waffentragende Männer sowie deren Familien beschränkt haben. Dieser als „chattischer Traditionskern“ in der Wissenschaft angesehene Sippenverband hat vermutlich für die Ethnogenese des gesamten Stammes eine wichtige Rolle gespielt, da unter seine Oberhoheit auch die [[Latènezeit|spätlatènezeitliche]] Vorbevölkerung sowie die verbliebenen Sueben Nordhessens gerieten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Rohde, Helmuth Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessen in der Antike - Die Chatten vom Zeitalter der Römer bis zur Alltagskultur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Kassel, 2006. S. 37 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Chattengau Fritzlarer Börde.jpg|mini|Die [[Fritzlarer Börde]], Kernsiedlungsgebiet der Chatten]]&lt;br /&gt;
Funde lassen darauf schließen, dass im späten 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;thinsp;Chr., zur Zeit der [[Markomannenkriege]], ein erneuter Zuzug elbgermanischer Bevölkerungsgruppen einsetzte, der in seiner Größenordnung jedoch noch schwer abzuschätzen ist. Ob die [[Ethnogenese|Stammesbildung]] friedlicher Natur war oder kriegerisch erfolgte, ist weiterhin umstritten, allerdings weisen Brandspuren bei zahlreichen Funden aus dem postulierten Siedlungsgebiet auf Zerstörungen hin, die aber nicht flächendeckend gewesen sein dürften.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde die einheimische Bevölkerung aber nicht restlos vertrieben, sondern siedelte dezimiert weiterhin an ihren alten Wohnplätzen, worauf die kontinuierliche Besiedlung des Fundortes [[Geismar (Fritzlar)|Geismar]] von der frühen Kaiserzeit bis ins frühe Mittelalter hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 77 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitlicher Abriss ===&lt;br /&gt;
Als die [[Ubier]], die an der unteren Lahn und im [[Westerwald]] lebten, 39&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;thinsp;Chr. vom römischen Feldherrn [[Marcus Vipsanius Agrippa]] auf linksrheinisches Gebiet umgesiedelt wurden, nahmen die Chatten mit Zustimmung der Römer zeitweise deren Land in Besitz. Ihr Siedlungsgebiet kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Nordhessen gelegen haben, da die Fläche vom Mittelrhein bis zur [[Fulda (Fluss)|Fulda]] für den hier noch zahlenmäßig und politisch unbedeutenden Stamm schlichtweg zu groß gewesen wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unklar ist zudem, welche Rolle die Chatten bei der Zerstörung des möglicherweise ubischen [[Oppidum]]s am [[Dünsberg]] (ca. 11/10&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;thinsp;Chr.) im Rahmen der [[Drusus-Feldzüge]] (12 bis 8&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) spielten. Im Jahr 11&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. gerieten sie in Konflikt mit den [[Sugambrer]]n, weil sie sich weigerten, ein gemeinsames Bündnis gegen Rom zu schließen. Ursache für die ablehnende Haltung der Chatten war vermutlich ein Vertrag mit den Römern, der sie zum Schutz der Rheingrenze gegen [[Sueben|suebische Gruppen]] verpflichtete und ihnen im Gegenzug die Inbesitznahme des rechtsrheinischen Ubierlandes gestattete.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Erkenntnis, dass die Römer Pläne zur Eroberung des unbesetzten [[Germania magna|Germanien]] hegten, zogen sie sich schon 10&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;thinsp;Chr. aus dem Gebiet der umgesiedelten Ubier zurück und wanderten zu den Sugambrern aus. Nachdem [[Tiberius]] als Oberbefehlshaber am Rhein 4&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. die Sugambrer auf linksrheinisches Gebiet deportiert hatte, veränderte sich auch das Siedlungsbild rechts des Rheins. In den nun entvölkerten Landschaften, etwa im unteren Lahntal, setzten sich nun [[Tenkterer]] und [[Usipeter]] fest, die dadurch unmittelbar zu Nachbarn der Chatten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]. Band 4. De Gruyter, Berlin 1981, S. 380 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 9&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. nahmen die Chatten wohl an der Rebellion des [[Arminius]] gegen [[Publius Quinctilius Varus]] teil und schlossen sich in den folgenden Jahren der anti-römischen Koalition unter Führung der [[Cherusker]] an. Dafür spricht, dass im Jahre 15&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. [[Mattium]] (nicht lokalisiert), einer der Hauptorte der Chatten, im Zuge der [[Germanicus-Feldzüge]] restlos zerstört wurde. Etwas später soll ein chattischer Adliger mit Namen [[Adgandestrius]] allerdings dem römischen Senat die Ermordung des Arminius durch Gift angeboten haben, die [[Tiberius]] jedoch ablehnte. [[Tacitus]] erwähnt, dass es um ca. 58&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. zu Kämpfen mit ihren östlichen Nachbarn, den [[Hermunduren]], um einen salzführenden Grenzfluss (vermutlich die [[Werra]]) kam, die in einer Niederlage für die Chatten endeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; 13,57,1 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anwesenheit des Germanicus an der Eder, wo Tacitus Mattium lokalisiert, sowie der spätere Konflikt mit den Hermunduren lassen darauf schließen, dass die Chatten spätestens ab 15&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. nach Nordhessen einwanderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. beteiligten sich die Chatten am [[Bataveraufstand]] unter der Führung des [[Iulius Civilis]]. Gemeinhin werden die [[Bataver]], die im Gebiet der späteren [[Niederlande]] ansässig waren, als ein nach inneren Konflikten abgespaltener und in der zweiten Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;thinsp;Chr. ausgewanderter, früherer Teil der Chatten angesprochen. Möglicherweise handelte es sich dabei um einen Großteil des chattischen Reiteradels, denn römische Autoren heben die besondere Rolle der Kavallerie bei den Batavern hervor, während den Chatten von Tacitus insbesondere die Kriegsführung zu Fuß zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]. Band 4. De Gruyter, Berlin 1981, S. 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandbild im Römerkastell Saalburg.jpg|mini|Wandbild zur Entstehung des Taunus-[[Wetterau-Limes]] in den &amp;#039;&amp;#039;Chattenkriegen&amp;#039;&amp;#039;, Saalburgmuseum]]&lt;br /&gt;
83 und 85&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. kämpften römische Truppen des [[Domitian]] in den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Chattenkriegen&amp;#039;&amp;#039; gegen Chatten, die im Vorland von [[Mogontiacum]] im Taunus und im Gießener Becken lebten. Dabei gelang den Römern die Unterwerfung des Gebietes der [[Wetterau]], was ein Bestandteil der [[Domitian#Aktivitäten in Germanien|Germanienpolitik Domitians]] (Neuordnung der Grenze) war. In der Folge entstanden die Grenzbefestigungen des [[Limes (Grenzwall)|Taunus- und Wetteraulimes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Wolters: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Germanien&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 66 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Putsch des [[Lucius Antonius Saturninus|Saturninus]] 89&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. gegen Domitian werden gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;Zweiter Chattenkrieg Domitians&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Jahre später scheinen sich die Chatten in die inneren Angelegenheiten der benachbarten Cherusker eingemischt zu haben und vertrieben um das Jahr 88&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. deren Fürsten Chariomerus.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio, &amp;#039;&amp;#039;epitome&amp;#039;&amp;#039; 67,5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tacitus berichtet zudem darüber, dass die Cherusker von den Chatten unterworfen worden seien, allerdings werden die Cherusker von einigen anderen Geschichtsschreibern in späterer Zeit mehrmals erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zahlreiche Beispiele bei [[Max Ihm]], s. v. &amp;#039;&amp;#039;Cheruski&amp;#039;&amp;#039;, in: RE III,2, 1899, Sp. 2272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über einen Zeitraum von fast einem Jahrhundert wird dann auch von den Chatten nichts mehr berichtet, denn erst 162&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. werden sie im Zusammenhang mit Einfällen in Obergermanien und [[Raetia|Rätien]] erwähnt, 170&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. plünderten sie die römische Provinz [[Gallia Belgica|Belgica]]. Um 213&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. begingen zahlreiche chattische Frauen [[Suizid]], um nicht in die römische [[Sklaverei]] verschleppt zu werden – ein Ereignis, das Parallelen zum Massenselbstmord bei der Eroberung der keltischen Stadt [[Numantia]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://historyofyesterday.com/hell-on-earth-the-siege-of-numantia-bf053c0ef63e |titel=Hell on earth: the siege of Numantia |werk=History of yesterday |datum=2020-09-25 |sprache=en |abruf=2021-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der jüdischen Festung [[Masada]]&amp;lt;ref&amp;gt;Flavius Josephus, &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Krieg&amp;#039;&amp;#039; 7,389. Deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Flavius Josephus: De bello Judaico. Der jüdische Krieg&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Otto Michel und Otto Bauernfeind. Band 2/2. Kösel, München 1969, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Chatten im Spiegel römischer Autoren ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der römische Geschichtsschreiber [[Tacitus]] berichtet in seiner [[Germania (Tacitus)|Germania]], dass die Chatten mehr als andere germanische Stämme Bergbewohner seien und aus diesem Grund über festere Körper, sehnigere Glieder und einen regsameren Geist verfügen. In ihrer Disziplin und ihrem Organisationsgeschick vergleicht Tacitus die Chatten mit den [[Römisches Reich|Römern]]. Wie die römischen Legionäre führten sie Marschgepäck mit sich, gehorchten Befehlen ihrer Heerführer, ständen in fester Schlachtordnung und verschanzten sich über Nacht. Des Weiteren nennt Tacitus einen [[Initiation]]sritus der Chatten: Diese würden, sobald sie erwachsen seien, ihr Haupt- und Barthaar wachsen lassen und einer [[Gott]]heit weihen. Über dem getöteten Feind und den [[Beutewaffe]]n schneiden sie sich die Haartracht ab und verkünden, dass sie nun ihres Stammes und ihrer Eltern würdig seien und ihre Geburt bezahlt hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Chatten unterstrichen ihre Tapferkeit im Kampf mit dem Tragen eines eisernen Ringes und behielten auch die wildwachsende Haartracht ihr gesamtes Leben lang bei. Zudem heirateten sie nicht und ließen sich von anderen Stammesangehörigen versorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martial]] erwähnt, dass Chatten und Bataver einen rötlichen [[Schaum]], die sog. &amp;#039;&amp;#039;spuma chattica&amp;#039;&amp;#039;, herstellten, der „teutonischem Haar Feuerfarbe“ gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Martial, &amp;#039;&amp;#039;Epigrammata&amp;#039;&amp;#039; 14,26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Schaum stellte im Handel mit den Römern ein nachgefragtes Tauschmittel dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingliederung in den fränkischen Stammesverband ===&lt;br /&gt;
Mit der [[Völkerwanderung]]szeit und der Herausbildung von Großstämmen auf germanischem Boden ging eine Siedlungsverdünnung in Hessen einher, die Chatten waren in diesem Zeitraum wohl dem Druck ihrer Nachbarn, den [[Franken (Volk)|Franken]] im Westen, den [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] im Norden, den [[Thüringer]]n im Osten und den [[Alamannen]] im Süden ausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]. Band 14. De Gruyter, Berlin 1999, S. 499 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise nahmen aktivere Teile der Chatten auch an der Entstehung jener germanischen Großstämme teil, worauf ein Bevölkerungsrückgang in chattischem Gebiet zurückzuführen sein könnte. Ein deutlicher Rückgang der Besiedelung ist aber auch für das 4. und 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und die Völkerwanderungszeit nicht feststellbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt und Marburg 1992, S. 79 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam auch zu Auseinandersetzungen mit Rom. So schildert der [[spätantike]] Geschichtsschreiber [[Sulpicius Alexander]] (nur erhalten als Auszug in den &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; des [[Gregor von Tours]]) einen Feldzug des römischen &amp;#039;&amp;#039;[[magister militum]]&amp;#039;&amp;#039; [[Arbogast der Ältere|Arbogast]] gegen die Franken am Rhein Ende des 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und berichtet in diesem Zusammenhang auch von den Chatten und anderen Stämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gerieten die Chatten wohl unter die Oberhoheit der ausgreifenden Franken und wurden in das fränkische Königreich eingegliedert. Das Gebiet der Chatten diente den Franken anschließend als Ausgangsbasis für Feldzüge gegen die nördlich siedelnden Sachsen, die immer wieder in chattisches und fränkisches Gebiet eindrangen. Die Behauptung einer gewissen Teilautonomie der Chatten gegenüber den Franken führte dazu, dass sich ihr Stammesname in abgewandelter Form bis heute halten konnte. Aus der Eingliederung in das [[Fränkisches Reich|fränkische Stammeskönigtum]] resultierte allerdings auch, dass aus dem Siedlungsgebiet der Chatten im [[Frühmittelalter]] kein eigenes [[Stammesherzogtum]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Missionierung der Chatten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:St Boniface - Baptising-Martyrdom - Sacramentary of Fulda - 11Century.jpg|mini|Taufe heidnischer Germanen (oben) Martyrium des Bonifatius in Friesland (unten)]]&lt;br /&gt;
Unter Oberherrschaft der bereits ab 498 zum Christentum übergetretenen Franken kamen von Westen her in das Stammesgebiet der Chatten schon früh irische [[Missionar]]e, die mit der Christianisierung begannen und erste Stützpunkte aufbauten. Die von starkem Sendungsbewusstsein geprägten Missionare aus [[Irland]] und [[Schottland]] missionierten mit mehr oder weniger großem Erfolg die Bewohner des chattischen Stammesgebietes und versuchten, sie zum Übertritt zum [[Christentum|christlichen Glauben]] zu bewegen. Auch Bevölkerungsteile im benachbarten [[Thüringen]] waren von den Mönchen missioniert worden, wie aus Sendschreiben des Papstes an den späteren, vom Papst eingesetzten Missionar und Kirchenreformer [[Bonifatius]] hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wirkte also bereits eine, in Konkurrenz zur Römischen Kirche stehende, [[Iroschottische Kirche|iro-schottische]] Kirchenorganisation im hessischen und thüringischen Raum, als Bonifatius hier auftrat. Nachgewiesene Spuren und Zentren dieser vorbonifatischen Mission ab der ersten Hälfte des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in Hessen finden sich in [[Büraburg]], [[Bad Hersfeld|Hersfeld]], [[Christenberg|Kesterburg]], [[Amöneburg]], [[Wetter (Hessen)|Wetter]], [[Schotten (Stadt)|Schotten]], dem [[Gießener Becken]], und der [[Wetterau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Schicht der Kirchen ([[Eigenkirche]]n) ließen meist Laien bauen, insbesondere der örtliche Adel, sowie die Grafen und Herzöge des Frankenreiches bis hin zum König selbst. Der iro-schottische Abt [[Beatus]] schenkte z.&amp;amp;thinsp;B. im Jahre 778 acht Eigenkirchen an sein St.-Michaelis-Münster bei [[Straßburg]]. Diese Kirchen standen in [[Mainz]], in der [[Wüstung]] [[Hausen (Lich)|Hausen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Gockel, [[Matthias Werner (Historiker)|Matthias Werner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunde des Beatus von Honau von 778.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Waldemar Küther]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wüstung Hausen.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 1971, S. 137–167, S. 155 Anm. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Lich]], in [[Wieseck]] bei Gießen, in [[Sternbach (Wüstung)|Sternbach]], in [[Bauernheim]] bei Friedberg, in [[Rodheim (Hungen)|Rodheim]] bei Hungen, in [[Horloff]] zwischen Hungen und Nidda, und in Buchonia (vermutlich [[Schotten (Stadt)|Schotten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem &amp;#039;&amp;#039;Bonifatius&amp;#039;&amp;#039; die [[Donareiche]], ein germanisches [[Naturheiligtum]], bei [[Geismar (Fritzlar)|Geismar]], nahe [[Fritzlar]], im Jahre 723 gefällt hatte, konnte er mit starker Unterstützung der [[Karolinger|fränkischen Herrscher]] durch deren eingesetzte Gaugrafen und nach erneuter Missionstätigkeit die Bevölkerung Althessens scheinbar endgültig für das Christentum gewinnen. Die fränkischen Königsburgen und -höfe dienten ihm dabei als Stützpunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die „Bekehrten“ fürchteten die Rache der Ahnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man huldigte dem neuen Glauben anfangs meist weniger aus Überzeugung, sondern weil die Macht des Königs dahinterstand und weil man sich davon Vorteile erhoffte und auch erhielt. Die Bischöfe von Mainz und Würzburg führten wiederholt Klage, dass ihre Schäflein „… immer noch und immer wieder heimlich an ‚heiligen‘ Bäumen, Felsen und Quellen opferten.“ Die „Bekehrten“ fürchteten offenbar die Rache der Ahnen, so ganz wollte man es sich mit ihnen nicht verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den bereits vor seiner Mission zum Christentum bekehrten Chatten, Thüringern und Franken bescheinigte Bonifatius wiederholt, dass „…sie auf Irrwege geraten und nicht rechten Christentums seien“. Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass er den bis dahin üblichen irisch-fränkischen Grundrisstyp der Kirchen ablöste, der aus einem rechteckigen Schiff mit einem eingezogenen rechteckigen Chor bestand. Bonifatius führte bei neuen Kirchen die Bauform der römischen Basilika mit Querschiff und Apsis ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bonifatius war mehr Kirchenorganisator als Missionar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bonifatius machte sich die bereits bestehende [[Kirche (Organisation)|kirchliche Organisationsstruktur]] zunutze, verdrängte dabei nach und nach die iro-schottischen Mönche und strukturierte in päpstlichem Auftrag die Kirche nach Vorbild der [[römisch-katholische Kirche|römischen Kirche]] um (u.&amp;amp;thinsp;a. entstand dabei das [[Bistum Mainz]]). Der Charakter seiner Missionstätigkeit war daher mehr ein organisatorischer als ein theologischer. Zentren der Aktivitäten des Bonifatius und seiner Nachfolger waren [[Fritzlar]] und die [[Büraburg]] im nördlichen Althessen, die [[Amöneburg]] und der [[Christenberg]] im südwestlichen Teil Althessens, sowie [[Geschichte der Stadt Fulda|Fulda]] und [[Geschichte der Stadt Bad Hersfeld|Hersfeld]] im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wandlung des Stammesnamens ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Geismar Mittelalterdorf.jpg|mini|200px|Nachbau chattischer Wohnhäuser in Fritzlar-Geismar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 738&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr. tritt der neue Name [[Hessen]] zum ersten Mal in der Geschichte auf: In einem Sendschreiben [[Gregor III. (Papst)|Papst Gregors III.]] an [[Bonifatius]] wurde von mehreren Kleinstämmen auf dem Gebiet der Chatten berichtet. Erwähnt wurde neben den &amp;#039;&amp;#039;Lognai&amp;#039;&amp;#039; im mittleren und oberen Lahntal, den &amp;#039;&amp;#039;Wedrecii&amp;#039;&amp;#039; (möglicherweise im [[Wetschaft]]tal) und den &amp;#039;&amp;#039;Nistresi&amp;#039;&amp;#039; (auf der Korbacher Hochfläche) auch das Volk der Hessen (&amp;#039;&amp;#039;populus hessiorum&amp;#039;&amp;#039;), das an der unteren [[Fulda (Fluss)|Fulda]] siedelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 14. De Gruyter, 1999. S. 503 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name &amp;#039;&amp;#039;Hessen&amp;#039;&amp;#039; wurde fortan als Sammelname auf alle chattischen bzw. klientel-chattischen Gruppen in Nieder- und Oberhessen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sprachwissenschaft|linguistische]] Herleitung der Namenswandlung von Chatten zu Hessen verlief in mehreren Zwischenschritten: Chatti (ca. 100&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr.) → Hatti → Hazzi → Hassi (um 700&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr.) → Hessi (738&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;thinsp;Chr.) → Hessen. (Siehe hierzu auch die [[zweite Lautverschiebung]] in der deutschen Sprache.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Etymologie|etymologische]] Herleitung des Namens der Hessen blieb – wegen der langen Überlieferungslücke zwischen der letzten Erwähnung der Chatten 213 und der ersten Erwähnung der Hessen 738 – nie unumstritten. Der Wandel der Stammesbezeichnung wird heute in den Kontext der Ausdehnung des fränkischen Machtbereichs auf ehemals chattisches Gebiet gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 14. De Gruyter, 1999. S. 502 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem stellte man Versuche an, durch archäologische Befunde eine Kontinuität zwischen Chatten und Hessen zu begründen, die in der Forschung als überzeugend betrachtet werden. Entscheidend waren dabei die Ausgrabungen in den Wüstungen [[Geismar (Fritzlar)|Geismar]] und [[Holzheim (Fritzlar)|Holzheim]] bei [[Fritzlar]] in den 1970er Jahren. Beide Orte waren wahrscheinlich von der römischen Eisenzeit bis ins Hochmittelalter durchgehend besiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Rohde, Helmuth Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessen in der Antike - Die Chatten vom Zeitalter der Römer bis zur Alltagskultur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Kassel, 2006. S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftlich erwähnte Chatten ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aktumerus (möglicherweise auch Catumerus)&amp;#039;&amp;#039;: chattischer Adliger, Schwiegervater des [[Flavus]] und Großvater des [[Italicus]] (erste Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arpus&amp;#039;&amp;#039;: chattischer Adliger, dessen Frau und Tochter bei einem römischen Feldzug vom [[Gaius Silius (Konsul 13)|Legaten Silius]] verschleppt wurden (erste Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; 7,2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gandestrius (bzw. Adgandestrius)&amp;#039;&amp;#039;: chattischer Adliger, der sich bei Tiberius anbietet Arminius mit Gift zu ermorden (erste Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; 2,88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Libes&amp;#039;&amp;#039;: chattischer Priester, der in römische Gefangenschaft geriet (erste Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon, &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; [https://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/Strabo/7A*.html# 7, 1, 292.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rhamis&amp;#039;&amp;#039;: Tochter des Ukromerus, Gemahlin des Cheruskers Sesithakus (erste Hälfte des 1. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;strabon7&amp;quot;&amp;gt;Strabon, &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; 7, 1–4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ukromerus&amp;#039;&amp;#039;: chattischer Adliger, Vater der Rhamis, Schwiegervater des Cheruskers Sesithakus (erste Hälfte des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;strabon7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Priscus&amp;#039;&amp;#039;: Sohn des Flanallus, chattischer Kavallerist in einer römischen Einheit, dessen Grabstein in [[Pannonien|Oberpannonien]] gefunden wurde (Datierung unsicher)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]. Band 4. De Gruyter, Berlin 1981, S. 384&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterstämme und/oder Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
* [[Bataver]]&lt;br /&gt;
* [[Cananefaten]]&lt;br /&gt;
* [[Chattuarier]]&lt;br /&gt;
* [[Landoudioer]]&lt;br /&gt;
* [[Marser (Germanien)|Marser]]&lt;br /&gt;
* [[Mattiaker]]&lt;br /&gt;
* [[Nertereanoer]]&lt;br /&gt;
* [[Nictrenses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Cassius Dio]]: &amp;#039;&amp;#039;Rhomaike historia&amp;#039;&amp;#039; (Übers.: &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2007)&lt;br /&gt;
* [[Martial]]: &amp;#039;&amp;#039;Epigrammata&amp;#039;&amp;#039; (Übers.: &amp;#039;&amp;#039;Epigramme&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Ditzingen 1997)&lt;br /&gt;
* [[Strabon]]: &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; (Übers.: Herausgegeben von Stefan Radt. 10 Bde. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2003ff.)&lt;br /&gt;
* [[Tacitus]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; (Übers.: &amp;#039;&amp;#039;Annalen&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2005)&lt;br /&gt;
* Tacitus: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; (Übers.: Artemis &amp;amp; Winkler, Düsseldorf 2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|4|377|389|Chatten|Wolfgang Jungandreas, [[Harald von Petrikovits]], [[Gerhard Mildenberger]]}}&lt;br /&gt;
* [[Dietwulf Baatz]], [[Fritz-Rudolf Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; K. Theiss-Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0267-2.&lt;br /&gt;
* [[Armin Becker]]: &amp;#039;&amp;#039;Rom und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission. Darmstadt, Marburg 1992.&lt;br /&gt;
* Armin Becker: &amp;#039;&amp;#039;Die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kai Ruffing]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germanicus. Rom, Germanien und die Chatten.&amp;#039;&amp;#039; R. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-036756-2, S. 123–151.&lt;br /&gt;
* Thomas Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999.&lt;br /&gt;
* [[Werner Guth (Autor)|Werner Guth]]: &amp;#039;&amp;#039;Mattium – Onomastische Überlegungen zu einem historischen Problem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 113 (2008), S. 1–16. ([https://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_113/01_Guth_Mattium.pdf Vollversion])&lt;br /&gt;
* Albrecht Jockenhövel, Hermann Jockenhövel, Fritz-Rudolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte Hessens.&amp;#039;&amp;#039; K. Theiss-Verlag, Stuttgart 1990.&lt;br /&gt;
* Arnulf Krause: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt/Main 2002.&lt;br /&gt;
* [[Walter Pohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2000. (Enzyklopädie deutscher Geschichte)&lt;br /&gt;
* Dorothea Rohde, Helmuth Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessen in der Antike - Die Chatten vom Zeitalter der Römer bis zur Alltagskultur der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Euregio-Verlag, Kassel 2006.&lt;br /&gt;
* Ludwig Rübekeil: &amp;#039;&amp;#039;Diachrone Studien zur Kontaktzone zwischen Kelten und Germanen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3124-0.&lt;br /&gt;
* Udo Schlitzberger, Klaus Fröhlich: Die Römer im Chattenland: &amp;#039;&amp;#039;Spuren römischer Präsenz in Nordhessen.&amp;#039;&amp;#039; euregioverlag, Kassel 2017, ISBN 978-3-933617-66-8.&lt;br /&gt;
* Alexander Sitzmann, Friedrich E. Grünzweig: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Ethnonyme. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie unter Benutzung einer Bibliographie von Robert Nedoma. Herausgegeben von Hermann Reichert.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philologica Germanica&amp;#039;&amp;#039;, 29) Fassbaender, Wien 2008, ISBN 978-3-902575-07-4.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Tausend]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Inneren Germaniens – Beziehungen zwischen den germanischen Stämmen vom 1. Jh.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zum 2. Jh.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geographica Historica&amp;#039;&amp;#039;, 25) Verlag Franz Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09416-0.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Wagner (Germanist)|Norbert Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Lat.-germ. Chatti und ahd. Hessi ‚Hessen‛.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Sprachforschung]]&amp;#039;&amp;#039; 124 (2011), S. 277–280.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Wolters (Althistoriker)|Reinhard Wolters]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Germanien.&amp;#039;&amp;#039; 7., durchgesehene und aktualisierte Auflage. C.H. Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72954-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hessische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhein-Weser-Germanen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chatten| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie (Germania magna)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elbgermanen]]&lt;/div&gt;</summary>
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