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	<title>Chatichai Choonhavan - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Noah.Albert.ZivMilFü: HC: Entferne Kategorie:Militärattaché; Ergänze Kategorie:Thailändischer Militärattaché</title>
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		<updated>2026-03-01T21:56:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Milit%C3%A4rattach%C3%A9&quot; title=&quot;Kategorie:Militärattaché&quot;&gt;Kategorie:Militärattaché&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Thail%C3%A4ndischer_Milit%C3%A4rattach%C3%A9&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Thailändischer Militärattaché (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Thailändischer Militärattaché&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Chatichai Choonhavan.jpg|mini|hochkant|Chatichai Choonhavan (1989)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chatichai Choonhavan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Thailändische Schrift|Thai]]: {{lang|th|ชาติชาย ชุณหะวัณ}}, [[Thailändisches Umschriftsystem|RTGS]]: Chatchai Chunhawan, Aussprache: {{IPA|[ʨʰâːtʨʰaj ʨʰunhàwan]}}; *&amp;amp;nbsp;[[5. April]] [[1920]] oder [[1922]] in [[Bangkok]]; †&amp;amp;nbsp;[[6. Mai]] [[1998]] in [[London]]) war ein thailändischer Heeresoffizier, Diplomat und Politiker. Er war von 1986 bis 1991 Vorsitzender der [[Chart-Thai-Partei]] und von August 1988 bis zum Militärputsch im Februar 1991 [[Premierminister von Thailand|Premierminister]] von [[Thailand]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurzbio&amp;quot;&amp;gt;thaigov.go.th: {{Webarchiv |url=http://www.cabinet.thaigov.go.th/eng/pm_17.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;General Chatichai Junhavan – Biography&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150514150458 }} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Chatichai wurde als Sohn von [[Marschall|Feldmarschall]] [[Phin Choonhavan]] und Khunying Wibhulak Choonhavan geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurzbio&amp;quot; /&amp;gt; Sein Geburtsjahr wird in manchen Quellen mit 1920&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurzbio&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald W. Fry, Gayla S. Nieminen, Harold E. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Thailand.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Scarecrow Press, Lanham MD/Plymouth 2013, S.&amp;amp;nbsp;96;&amp;lt;br /&amp;gt;[[Chris Baker (Autor)|Chris Baker]], [[Pasuk Phongpaichit]]: &amp;#039;&amp;#039;A History of Thailand.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Cambridge University Press, 2009, ISBN 978-0-521-76768-2, S. 295;&amp;lt;br /&amp;gt;Donald F. Cooper: &amp;#039;&amp;#039;Thailand. Dictatorship Or Democracy?&amp;#039;&amp;#039; Minerva Press, Montreux WA 1995, ISBN 1-85863-416-4, S. 326.&amp;lt;/ref&amp;gt;, in anderen 1922&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Indep&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leifer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.munzinger.de/search/go/document.jsp?id=00000014341 Munzinger Internationales Biographisches Archiv Nr. 31/1998 vom 20. Juli 1998];&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Enzyklopädie. Jahrbuch 1998.&amp;#039;&amp;#039; F.A. Brockhaus, Leipzig/Mannheim 1998, S. 364;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of World Biography.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. 2. Auflage, Gale Research, Detroit 1998, S. 479;&amp;lt;br /&amp;gt;Kham Vorapheth: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;ASEAN de A à Z. Histoire, Géopolitique, Concepts, Personnages.&amp;#039;&amp;#039; L’Harmattan, Paris 2011, S. 89;&amp;lt;br /&amp;gt;John Hutchinson: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of modern political biography.&amp;#039;&amp;#039; Boulder CO 1999, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; angegeben. Der Vater war von 1948 bis 1954 Oberkommandierender des thailändischen Heeres und auch im Wirtschaftsleben des Landes stark vertreten. Chatichai hatte vier Schwestern. Die älteste war mit dem General [[Phao Siyanon]] verheiratet, der in den 1950er-Jahren einer der drei mächtigsten Männer des Landes war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Indep&amp;quot;&amp;gt;Judy Stowe: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.independent.co.uk/news/obituaries/obituary-chatichai-choonhavan-1160898.html Obituary Chatichai Choonhavan.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Independent.&amp;#039;&amp;#039; 7. Mai 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Schwester war mit Chatichais politischem Weggefährten [[Pramarn Adireksarn]] verheiratet. Chatichai selbst heiratete Boonruen Sopoj, die eine enge Vertraute von Prinzessinmutter [[Srinagarindra]], der Mutter von König [[Bhumibol Adulyadej]], war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chatichai und Boonruen hatten einen Sohn und eine Tochter. Ihr Sohn ist der Politikwissenschaftler, Sozialaktivist und ehemalige Senator [[Kraisak Choonhavan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung, militärische und Diplomatenkarriere ==&lt;br /&gt;
Seine Ausbildung erhielt Chatichai zunächst an der [[Debsirin-Schule]], anschließend an der Königlichen [[Chulachomklao-Militärakademie]]. 1940 diente er im [[Thailändische Streitkräfte|thailändischen Heer]] als [[Zugführer]] sowie am königlichen Leibgarde-Kavalleriebataillon I. Später wurde er Truppenführer und stand beim Hauptquartier des 1. Kavalleriebataillons. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] diente Chatichai in der von seinem Vater kommandierten Phayap-Armee und nahm an der [[Japanische Eroberung Burmas|Eroberung Birmas]] teil. Nach Kriegsende setzte Chatichai seine Ausbildung an der Kavallerieschule des thailändischen Heeres (in Thailand heißt die Panzertruppe traditionell noch „Kavallerie“) sowie an der [[US Army Armor School]] in [[Fort Knox]], [[Kentucky]] fort. 1949 wurde er zum [[Militärattaché]] in [[Washington, D.C.|Washington]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 übernahm das Militär unter Führung von Chatichais Vater und seinem Schwager Phao faktisch die politische Macht im Land. Sie nutzten ihre Macht außerdem, um ihren Einfluss auf die Wirtschaft des Landes auszudehnen. Während des [[Koreakrieg]]es war Chatichai [[Kommandeur]] des 1. Kavalleriebataillons und Leiter sowie später der Oberkommandierende der Panzerschule. 1956 war er bereits Generalmajor. [[Putsch in Thailand 1957|1957 putschte]] Feldmarschall [[Sarit Thanarat]]. Er entmachtete den Ministerpräsidenten [[Plaek Phibunsongkhram]] sowie Chatichais Schwager Phao Siyanon und besetzte alle wichtigen Positionen in Militär und Politik mit seinen eigenen Vertrauten. Dem Choonhavan-Clan (oder, nach dem Wohnort der Familie, &amp;#039;&amp;#039;Soi-Rajakru-Clan&amp;#039;&amp;#039;) wurde vorgeworfen, Millionen von Dollars veruntreut und auf Konten in der Schweiz gebracht zu haben. Chatichais Militärkarriere war damit beendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Indep&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen wurde er in den Diplomatischen Dienst und auf den relativ unbedeutenden Botschafterposten in [[Argentinien]] versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Indep&amp;quot; /&amp;gt; Anschließend war er nacheinander Botschafter Thailands in [[Österreich]], der [[Schweiz]], der [[Türkei]], [[Jugoslawien]], dem [[Vatikanstadt|Vatikan]] und bei der [[Vereinte Nationen|UNO]]. 1972 kehrte er nach Bangkok zurück, um als Direktor der Politischen Abteilung im [[Außenministerium (Thailand)|Außenministerium]] zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chatichai Choonhavan 1974 (cropped).jpg|mini|hochkant|Chatichai im Jahr 1974]]&lt;br /&gt;
Während der Regierung von Feldmarschall [[Thanom Kittikachorn]] wurde Chatichai 1972 zum stellvertretenden [[Außenminister]] ernannt. In dieser Position spielte er eine Rolle während der Geiselnahme in der israelischen Botschaft durch ein Kommando der palästinensischen Terrororganisation [[Schwarzer September (Terrororganisation)|Schwarzer September]] im Dezember 1972. Zusammen mit dem Landwirtschaftsminister [[Dawee Chullasapya]] leitete er die Verhandlungen und flog schließlich selbst, im Austausch gegen die Freilassung der israelischen Diplomaten, als Garantie für ihr [[freies Geleit]] mit den Terroristen nach [[Kairo]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leifer&amp;quot;&amp;gt;Michael Leifer: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of the modern politics of South-East Asia.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Routledge, London/New York 1996, S. 85. Stichwort „General Chatichai Choonhavan“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blieb auch nach dem [[Volksaufstand in Thailand 1973|demokratischen Volksaufstand 1973]] stellvertretender Außenminister in der Übergangsregierung von [[Sanya Dharmasakti]]. Im Dezember 1973, eineinhalb Jahre bevor Thailand offizielle diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufnahm, besuchten Chatichai und Dawee, der inzwischen Verteidigungsminister war, als erste thailändische Regierungsvertreter Peking. Dort handelten sie einen Vertrag über die Lieferung von 50.000 Tonnen Dieselöl „zum Vorzugspreis“ aus und sagten eine Lockerung der Handelshemmnisse zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Gene T. Hsiao: &amp;#039;&amp;#039;The Foreign Trade of China. Policy, Law, and Practice.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley/Los Angeles 1977, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kim Woodard: &amp;#039;&amp;#039;The International Energy Relations of China.&amp;#039;&amp;#039; Stanford University Press, Stanford CA 1980, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 gründete er mit seinen Schwägern Pramarn Adireksarn und [[Siri Siriyothin]], die ebenfalls aus dem aktiven Militärdienst ausgeschiedene Generalmajore waren, die konservative und aggressiv anti-kommunistische [[Chart-Thai-Partei]]. Diese trat zur ersten demokratischen Wahl 1975 an und wurde drittstärkste Kraft. Chatichai wurde als Abgeordneter für die [[Changwat|Provinz]] [[Nakhon Ratchasima (Provinz)|Nakhon Ratchasima]] in das [[Repräsentantenhaus (Thailand)|Repräsentantenhaus]] gewählt. Die Chart-Thai-Partei trat einer Koalitionsregierung unter [[Kukrit Pramoj]] bei, in der Chatichai als Außenminister diente. Nach der vorgezogenen Neuwahl 1976, bei der die Chart-Thai-Partei ihren Sitzanteil deutlich ausbauen konnte, war er in der Regierung [[Seni Pramoj]] Industrieminister. 1980 bis 1983 war er erneut Industrieminister, diesmal unter [[Prem Tinsulanonda]]. Nach drei Jahren in der Opposition kehrte seine Partei 1986 in die Regierung zurück und Chatichai wurde stellvertretender Ministerpräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtszeit als Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bush &amp;amp; Choonhavan.jpeg|mini|Chatichai (links) mit US-Präsident [[George H. W. Bush|George Bush]] (1990)]]&lt;br /&gt;
Am 4. August 1988 wurde Chatichai zum Premierminister ernannt, nachdem er als Vorsitzender der [[Chart-Thai-Partei]] die Wahlen gewonnen hatte. Damit war er der erste gewählte Regierungschef nach 12 Jahren der Militärherrschaft und „Halb-Demokratie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der letzten auf den [[Vietnamkrieg]] folgenden Auseinandersetzungen in Südostasien verfolgte Chatichai eine Politik der Annäherung und wirtschaftlichen Öffnung. Sein Motto war, Indochina „von einem Schlachtfeld in einen Marktplatz“ zu verwandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Venzky: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1990/17/vom-schlachtfeld-zum-marktplatz Vom Schlachtfeld zum Marktplatz.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17/1990, 20. April 1990, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezog eine versöhnlichere Haltung gegenüber dem kommunistisch regierten [[Vietnam]] und der pro-vietnamesischen Regierung von [[Kambodscha]], deren Gegenspieler Thailand zu Zeiten des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] gewesen war. Außerdem unterstützte er [[Norodom Sihanouk|Prinz Sihanouk]] von Kambodscha bei dessen Bemühungen, die Lage im Land zu stabilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele [[Infrastruktur]]-Projekte in Thailand wurden unter Chatichai erstmals angestoßen: die Verbesserung der [[Telekommunikation]] (das Drei-Millionen-Telefone-Projekt), die Aufwertung der Küstenorte im Süden des Landes, die Hochstraßen zur Verbesserung der Verkehrsströme im Ballungsraum Bangkok sowie das Massenverkehrs-Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[Bangkok Metro|Mass Rapid Transit Authority]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Wirtschaft Thailands sah während Chatichais Regierungszeit Wachstumsraten von bis zu 13 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot;&amp;gt;Seth Mydans: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.nytimes.com/1998/05/07/world/chatichai-choonhavan-76-ex-prime-minister-of-thailand.html Chatichai Choonhavan, 76, Ex-Prime Minister of Thailand.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The New York Times.&amp;#039;&amp;#039; 7. Mai 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Chatichais Amtszeit war aber auch Korruption weit verbreitet. Die an der Regierung beteiligten Parteien und Politiker balgten sich unverhohlen um die Verteilung der Staatsgelder. Die thailändische Presse sprach vom „Buffet-Kabinett“.&amp;lt;ref&amp;gt;Pasuk Phongpaichit, [[Chris Baker (Autor)|Chris Baker]]: &amp;#039;&amp;#039;Power in transition. Thailand in the 1990s.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Political Change in Thailand. Democracy and Participation.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 1997, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Chatichais Markenzeichen wurde die Standardantwort „No problem“, wann immer er von der Presse mit Schwierigkeiten oder Korruptionsvorwürfen gegen Mitglieder seiner Regierung konfrontiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot; /&amp;gt; In der verballhornten Variante „no plomplam“ wurde diese Wendung durch einen Folk-Song des Sängers [[Aed Carabao]], der die negativen Aspekte der Industrialisierung thematisiert, verbreitet und ging in die thailändische Umgangssprache ein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Southeast Asian Affairs 1991.&amp;#039;&amp;#039; Institute of Southeast Asian Studies, Singapur 1991, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt; Chatichai wurde heftig kritisiert, als er versuchte, auch die durch den Zyklon „Gay“ im November 1989, dem über 360 Menschen zum Opfer fielen, hervorgerufenen Schäden auf diese Weise herunterzuspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich rechtsgerichtete Chart-Thai-Partei hatte sich inzwischen entideologisiert und vertrat die Interessen der aufstrebenden Schicht von Geschäftsleuten aus der Provinz. Sie verfolgte eine Politik, die deren Geschäfte vereinfachte und sie an lukrativen Staatsaufträgen beteiligte. Außerdem vertrat sie eine Stärkung des Parlaments, in dem Politiker aus der Provinz stark vertreten waren, gegenüber den ungewählten Entscheidungsträgern in Verwaltung und Militär, die unter Chatichais Vorgänger Prem Tinsulanonda stets das letzte Wort gehabt hatten. Außerdem betonte sie stark die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz, auf Kosten der Bangkoker Großunternehmen sowie der Ausgaben für das Militär.&amp;lt;ref&amp;gt;Pasuk, Baker: &amp;#039;&amp;#039;Power in transition.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 31–32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Politik forderte Chatichai die konservative Elite des Landes heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Kevin Hewison: &amp;#039;&amp;#039;Introduction. Power, oppositions and democratisation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Political Change in Thailand.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entmachtung und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Im Februar 1991 putschten der Oberkommandierende der Streitkräfte [[Sunthorn Kongsompong]] und die Generäle der 5. Abschlussklasse der Militärakademie [[Suchinda Kraprayoon]], [[Issarapong Noonpakdi]] und [[Kaset Rojanarin]]. Diese warfen der Regierung massive Korruption, Amtsmissbrauch zum eigenen Vorteil und mehreren Kabinettsmitgliedern, einschließlich Chatichai, „ungewöhnlichen Reichtum“ vor. Sie vertraten damit aber auch die Interessen der alten Eliten aus Beamtenschaft, Militär und Bangkoker Wirtschaftskreisen, deren Einfluss Chatichai mit seiner Politik zu schmälern versucht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Pasuk, Baker: &amp;#039;&amp;#039;Power in transition.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Chai-Anan Samudavanija: &amp;#039;&amp;#039;Old soldiers never die, they are just bypassed. The military, bureaucracy and globalisation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Political Change in Thailand.&amp;#039;&amp;#039; 1997, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bezeichneten die Regierungsform unter Chatichai als „parlamentarische Diktatur“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael K. Connors: &amp;#039;&amp;#039;When the dogs howl. Thailand and the politics of democratization.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;At the Edge of International Relations. Postcolonialism, Gender and Dependency.&amp;#039;&amp;#039; Continuum, 1997, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt; und behaupteten einen Verfall von Sitten und Moral.&amp;lt;ref&amp;gt;John Girling: &amp;#039;&amp;#039;Corruption, Capitalism and Democracy.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 1997, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Chatichai ging zunächst ins Exil nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr arbeitete er wieder in der Politik, gründete im Sommer 1992 die [[Chart-Pattana-Partei]] und wurde erneut für seinen Wahlkreis in der Provinz [[Nakhon Ratchasima (Provinz)|Nakhon Ratchasima]] in das Repräsentantenhaus gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurzbio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chatichai Choonhavan starb am 6. Mai 1998 im Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus in London an [[Leberkrebs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Chatichai war für seine Vorliebe für Zigarren, edle Weine und Motorräder der Marke [[Harley-Davidson]] bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYT&amp;quot; /&amp;gt; Er spielte Geige, betrieb bis ins hohe Alter mehrere Sportarten, besuchte Parties und Diskotheken. Dies trug ihm den Ruf eines „Playboys“ ein.&amp;lt;ref&amp;gt;David Murray: &amp;#039;&amp;#039;The coup d&amp;#039;etat in Thailand, 23 February, 1991. Just another Coup?&amp;#039;&amp;#039; Indian Ocean Centre for Peace Studies, Perth 1991, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;That&amp;#039;s a bit better.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Economist.&amp;#039;&amp;#039; 13. August 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000014341|Choonhavan Chatichai||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 31/1998 vom 20. Juli 1998}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cabinet.thaigov.go.th/eng/bb2_main21.htm History of Thai Prime Ministers]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Premierminister Thailands}}&lt;br /&gt;
{{Hinweis Thailändische Namen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1280444436|LCCN=n89101651|VIAF=93425140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Premierminister (Thailand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Premierminister (Thailand)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Ordens von Chula Chom Klao]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Chart-Thai-Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thailänder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Thailand)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärattaché in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chatichai Choonhavan&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=thailändischer Offizier, Politiker und Diplomat, Premierminister von Thailand (1988–1991)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. April 1920 oder 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bangkok]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Mai 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bangkok]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Noah.Albert.ZivMilFü</name></author>
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