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	<title>Charrúa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T23:13:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charr%C3%BAa&amp;diff=595225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charr%C3%BAa&amp;diff=595225&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-16T22:54:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Debret2.jpg|miniatur|Charrúa-Krieger ([[Jean-Baptiste Debret]])]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charrúa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehörten zu den [[Indigene Völker Südamerikas|indigenen Völkern Südamerikas]], die vor allem in den Grenzen des heutigen [[Uruguay]], sowie zudem im nordöstlichen [[Argentinien]] und dem südlichen [[Brasilien]] lebten. Sie waren [[Nomaden|nomadische]] [[Jäger und Sammler]] (Großwild, Vegetabilien, Fisch), die in Zelten lebten. Schon seit Beginn der [[Conquista]] im 16. Jahrhundert machten sie sich die verwilderten Pferde und Rinder der Spanier – [[Cimarrones]] – zu Nutze und entwickelten sich zu gefürchteten Reiterkriegern. Lebten sie vorher unter ständigem Druck der Guarani – die an den Küsten Uruguays und den großen Flüssen lebten – so wendete sich dies nun zu ihren Gunsten.&amp;lt;ref&amp;gt;Waldemar Stöhr: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Völker und Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Westermann, Braunschweig 1972, ISBN 3-499-16158-3. S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Paideuma: Mitteilungen zur Kulturkunde, Band 8.&amp;#039;&amp;#039; 1962. S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://countrystudies.us/uruguay/2.htm Uruguay – &amp;#039;&amp;#039;From pre-columbian times to the conquest.&amp;#039;&amp;#039;] In countrystudies.us, U.S. Library of Congress, abgerufen am 26. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Volk ausgerottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeine Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Es wird geschätzt, dass die fruchtbaren Gebiete des heutigen [[Uruguay]] seit etwa 7000&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch Menschen besiedelt wurden, die nomadisch in kleinen Gruppen lebten. Die Besiedelung war jedoch aufgrund der klimatischen Verhältnisse sehr dünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Charrúas ==&lt;br /&gt;
Das erste [[Volk]], welches sich als solches später herauskristallisierte, waren die Charrúa. Erste Spuren wurden jedoch nur von einer später fortgeschritteneren Kultur gefunden, die neben der [[Fischerei]] bereits (in geringem Maße) [[Landwirtschaft]] betrieb und auch [[Keramik]] kannte. Da die Schrift bei diesem Volk unbekannt war, ist von den Charrúas heute so gut wie nichts bekannt. Bei der Ankunft der Europäer waren die Charrúas ein kleines, von den [[Guaraní (Volk)|Guaraní]] bedrohtes Volk. Die Charrúas wehrten sich heftig gegen die eindringenden [[Spanien|Spanier]], sodass der Entdecker, [[Juan Díaz de Solís]] und mit ihm 50 oder 60 Mann – je nach Quelle – seiner Mannschaft im gleichen Jahr von dem einheimischen Indianerstamm gegenüber der Insel [[Isla Martín García|Martín García]], auf dem Boden des heutigen Staates Uruguay, getötet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich lernten die Charrúas bereits Ende des 16. Jahrhunderts das Reiten und wurden zu einer gefürchteten [[Indigene Reiterkulturen Südamerikas|südamerikanischen Reiterkultur]]. Insbesondere die Kombination ihrer „Schleuderkugeln“ – der [[Bola]]s – mit der Reiterei erwies sich als ausgesprochen wirkungsvoll bei der Jagd auf die „Cimarrones“ und bei der Verteidigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Onofrio: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Indian Tribes of the Americas, Band 1.&amp;#039;&amp;#039; American Indian Publishers, Newport Beach (USA) 1993, ISBN 0-937862-28-2, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Kitzmantel: &amp;#039;&amp;#039;Die Jesuitenmissionare Martin Dobrizhoffer und Florian Paucke und ihre Beiträge zur Ethnographie des Gran Chaco im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; ([https://edoc.ub.uni-muenchen.de/3886/1/Kitzmantel_Angelika.pdf PDF-Version]), Wien 2004. S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Motz: &amp;#039;&amp;#039;Sprachen und Völker der Erde – Linguistisch-ethnographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Band 1, Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2007, ISBN 978-3-86634-368-9, S. 213–214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens im Laufe des 19. Jahrhunderts verschwanden die Charrúas vollständig, bedingt durch die jahrhundertelange Verfolgung durch die Europäer. 1831 ereignete sich das [[Massaker von Salsipuedes]], bei dem 40&amp;amp;nbsp;Charrúas getötet und 300 gefangen genommen wurden. Die Spanier überführten drei Charrúas auf die [[Iberische Halbinsel]] und [[Mumifizierung|mumifizierten]] sie. Heute können diese [[Mumie]]n in einem spanischen Museum besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Juli 2002 wurde das Skelett des letzten Häuptlings des Eingeborenenstammes der Charrúas, Vaimacá Pirú, von [[Paris]] nach [[Montevideo]] rücküberführt. Es war 169&amp;amp;nbsp;Jahre lang im Pariser [[Musée de l’Homme]] ausgestellt. Der Häuptling war im Jahr 1833 von einem Unternehmer als „Ausstellungsobjekt“ nach [[Frankreich]] verschleppt worden – zusammen mit drei seiner Untertanen, darunter die schwangere Frau [[Guyunusa]], die in Paris eine Tochter zur Welt brachte. Zwei der vier Indianer starben in einem „[[Anthropologie|Anthropologischen]] Garten“ (eine sogenannte [[Völkerschau]]), weil sie die Nahrungsaufnahme verweigerten. Die anderen „Attraktionen“ verkaufte der Unternehmer an einen Zirkus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charrúas heute ==&lt;br /&gt;
Die heute lebenden Nachfahren der Charrúas sind komplett in den anderen Völkern der [[Pampas-Indianer]] und der [[Mestizen]] aufgegangen. Neben &amp;#039;&amp;#039;La celeste&amp;#039;&amp;#039; (dt.: „Die Himmelblaue“) ist „Charrúas“ ein häufig benutzter Spitzname für die [[uruguayische Fußballnationalmannschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charrúas|Charrúa}}&lt;br /&gt;
* [http://www.muldia.com/Historia/charruas/salsipuedes.htm Historia de los charrúas (auf Spanisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.henciclopedia.org.uy/autores/Echavarren/Charruas.htm Uruguay: los primeros desaparecidos (auf Spanisch)]&lt;br /&gt;
* {{cite web |url=http://www.periodicas.edu.uy/o/Nuestra_tierra/pdfs/Nuestra_tierra_01.pdf |title=El Uruguay indígena |author=[[Renzo Pi Hugarte]] |accessdate=2015-05-12 |publisher=Nuestra Tierra |year=1969 |offline=yes | archive-url=https://web.archive.org/web/20150203011100/http://www.periodicas.edu.uy/o/Nuestra_tierra/pdfs/Nuestra_tierra_01.pdf | archive-date=2015-02-03 | language=es}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Huber: &amp;#039;&amp;#039;Entdecker und Eroberer – Deutsche Konquistadoren in Südamerika&amp;#039;&amp;#039;, Walter Verlag, Olten und Freiburg im Br. 1966 S. 24–26.&lt;br /&gt;
* Antonio Pagafetta: &amp;#039;&amp;#039;Mit Magellan um die Erde&amp;#039;&amp;#039;, Edition Erdmann, ISBN 978-3-86539-811-6, S. 88.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Charrua}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Uruguay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Uruguays]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiterkultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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