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	<title>Charnockit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T19:43:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charnockit&amp;diff=1273878&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-14T20:28:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Charnockite, ubatuba - br.jpg|mini|hochkant=1.2|Charnockit &amp;#039;&amp;#039;Verde Ubatuba&amp;#039;&amp;#039;, Mustergrösse ca. 12&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;10 cm]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charnockite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Gesteine mit granitähnlicher Zusammensetzung und magmatischem [[Gefüge (Geologie)|Gefüge]]. Der Name Charnockit leitet sich vom Namen des Gründers von [[Kalkutta]], [[Job Charnock]] (1630–1692), ab, dessen Mausoleum aus einem Charnockit erbaut worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Britannica 1911 |Lemma=Charnockite |Band=5 |Seite=947}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1893 (Journal of the Asiatic Society of Bengal) und 1900 (Memoirs of the Geological Society of India) durch den für Indien zuständigen Landesgeologen [[Thomas Henry Holland]], der den Namen nach dem für die Grabstätte verwendeten Gestein aus den Vorkommen am [[St. Thomas Mount]] prägte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Geological Survey of India|GSI]]: {{Webarchiv |url=http://www.portal.gsi.gov.in/portal/page?_pageid=127,529399&amp;amp;_dad=portal&amp;amp;_schema=PORTAL&amp;amp;linkId=1074 |wayback=20110721161438 |text=&amp;#039;&amp;#039;Charonockite, St. Thomas Mount, Chennai&amp;#039;&amp;#039; }} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Wieseneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zu Themen des XXII. Internationalen Geologenkongresses in New Delhi (Indien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 58, 1965, S. 239–245 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/MittGeolGes_58_0239-0245.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralbestand und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Czarnokit 3.jpg|mini|hochkant=1.2|Charnockit aus [[Varberg]] in Schweden]]&lt;br /&gt;
Sie führen in ihrem Mineralbestand [[Kalifeldspat]], [[Pyroxengruppe|Orthopyroxen]] ([[Ferrosilit]]), [[Plagioklas]] und [[Quarz]]. Wasserhaltige [[Silicate]] wie [[Hornblende]] und [[Glimmer]] fehlen. Besonders typisch sind die honiggelbe bis grüne Färbung der Kalifeldspäte und der ungewöhnliche Fett[[glanz]] der Feldspäte. Charnockite kommen vor allem in tief [[Erosion (Geologie)|erodierten]], [[Präkambrium|präkambrischen]] [[Grundgebirge]]n Afrikas, Antarktikas, Indiens und des nordöstlichen Südamerikas auf. In Mitteleuropa gibt es kein derartiges Gesteinsvorkommen, lediglich in Skandinavien gibt es kleinere Vorkommen.&lt;br /&gt;
[[Datei:IncipientCharnockite.jpg|mini|Granat-Biotit-Gneis mit grünlichen Charnockit-Adern. Die [[Schieferung]] ist in den charnockitischen Gesteinspartien nicht mehr vorhanden. [[Conradgebirge]], [[Königin-Maud-Land|Dronning Maud Land]], Antarktika.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In der [[Petrologie]] gab es bis in die jüngste Zeit die Auffassung, dass die Charnockite zu den [[Granit]]en gehören, also magmatischen Ursprungs sind.&amp;lt;ref&amp;gt;F. H. Hubbard, J. E. Whitley: &amp;#039;&amp;#039;Rapakivi granite, anorthosite and charnockitic plutonism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 271, 1978, S. 439–440.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen wurde nachgewiesen, dass zumindest ein Teil der Charnockite auf [[Metamorphose (Geologie)|metamorphe]] Prozesse zurückzuführen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Yoshida, M. Santosh: &amp;#039;&amp;#039;A tectonic perspective of incipient charnockites in East Gondwana.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Precambrian Research.&amp;#039;&amp;#039; 66, 1994, S. 379–392.&amp;lt;/ref&amp;gt; Charnockite entstehen in der mittleren [[Erdkruste]] bei hohen Temperaturen von 650 bis nahe 900&amp;amp;nbsp;°C und einem Druck von 3 bis 6 [[bar (Einheit)|kbar]]. Sie sind umgeben von [[Metamorphes Gestein|metamorphen Gesteinen]], aus denen sie bei den hohen Temperaturen aufgeschmolzen wurden. Dabei kam es zu einer Trennung von wasserhaltigem Magma mit niedriger [[Viskosität]], das vom Ort der Aufschmelzung in höhere Krustenbereiche aufstieg, von einer wasserarmen, zähen Restschmelze, die zu einem Charnockit kristallisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die metamorphen Charnockite entstehen beim Durchfluss CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-haltiger [[Fluid]]e entlang von [[Schiefer]]flächen oder [[Scherzone]]n. Dadurch erhalten die so teilweise umgewandelten Ausgangsgesteine ein fleckiges oder schlieriges Aussehen; in der englischen Fachliteratur wird dies als &amp;#039;&amp;#039;incipient charnockite&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Durch [[Reduktion (Chemie)|Reduktion]] der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Fluide werden an den Grenzen von Mineralkörnern und in Mikrorissen [[Graphit]] und andere mikroskopisch feine [[Mineral]]e ausgefällt. Durch diese Einschlüsse, die meist speziellen [[Kristallographie|kristallographischen]] Richtungen folgen, erhalten die Feldspäte einen fettigen Glanz, Orthopyroxen bekommt einen metallischen Schimmer und Quarz zeigt durch eingeschlossene, feinste [[Rutil]]nädelchen eine blaue Färbung. Die [[Isotopenuntersuchung]] an Flüssigkeitseinschlüssen in Kristallen und an Graphit, belegt eine Herkunft des [[Kohlenstoff|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] aus dem oberen [[Erdmantel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Vorkommen von Charnockiten werden in Indien, Brasilien und Nigeria abgebaut und nach Europa und Nordamerika als [[Werkstein]] exportiert. Vor allem in den 1960er Jahren wurden Charnockite in Deutschland als Grabsteine verwendet. In den Herkunftsländern werden sie auch zum Teil für Schotter und Straßenbau genutzt. Der Sockel für die weltbekannte Christusstatue in [[Rio de Janeiro]] besteht aus einem Charnockit, dem &amp;#039;&amp;#039;Verde Ubatuba&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charnockite können sich bei einer Verwendung im Freien als polierte [[Naturwerkstein]]e aufhellen, beispielsweise der Verde Ubatuba.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.natursteinonline.de/steindatenbank/verde-ubatuba-610 &amp;#039;&amp;#039;Verde Ubatuba.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;natursteinonline.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 21. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Allgemeinen sind diese Gesteine frost- und säurebeständig und polierfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cristo Redentor - Rio de Janeiro, Brasil.jpg|mini|Der dunkle Sockel ist aus &amp;#039;&amp;#039;Verde Ubatuba&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
* Verde Ubatuba (Brasilien, Bundesstaat Rio de Janeiro, [[Ubatuba]])&lt;br /&gt;
* Blue Star (Indien, Bundesstaat Andra Pradesh, [[Warangal]])&lt;br /&gt;
* Jos Dark Green (Nigeria, [[Jos]])&lt;br /&gt;
* Varberg, (Schweden, [[Varberg]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Maresch, O. Medenbach: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; Mosaik Verlag, 1987, ISBN 3-576-10699-5, S. 234.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Müller (Gesteinskundler)|Friedrich Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;INSK kompakt.&amp;#039;&amp;#039; Blatt 16.3. Ebner Verlag, Ulm o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* Friedrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinskunde. Lehrbuch und Nachschlagewerk über Gesteine für Hochbau, Innenarchitektur, Kunst und Restaurierung.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. komplett überarbeitet. Ebner Verlag, Ulm 2001, ISBN 3-87188-122-8, S. 82.&lt;br /&gt;
* M. Yoshida, M. Santosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Granulites of India, Sri Lanka and Antarctica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gondwana Research Memoir.&amp;#039;&amp;#039; 1, Osaka 1995, ISBN 4-9900375-1-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charnockite|Charnockit}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geomin/polarisationsmikroskopie/polges/gp86.htm Mineralogie des Charnockits]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plutonisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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