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	<title>Charlotte Holzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T05:24:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charlotte_Holzer&amp;diff=2037876&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Faehn: /* Mitgliedschaft in der KPD und der Gruppe Herbert Baum */</title>
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		<updated>2025-10-10T22:28:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mitgliedschaft in der KPD und der Gruppe Herbert Baum&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charlotte Holzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Abraham&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Dezember]] [[1909]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]; † [[29. September]] [[1980]] in [[Berlin-Pankow]]) war eine [[deutsche]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]], Angehörige der [[Herbert-Baum-Gruppe|Gruppe Herbert Baum]] und [[Krankenschwester]] [[Judentum|jüdischer Konfession]].&amp;lt;ref&amp;gt;Seite 159 bei Margot Pikarski: Jugend im Berliner Widerstand. Herbert Baum und Kampfgefährten. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Erika Charlotte Abraham wurde am 7. Dezember 1909 als zweite Tochter von Max und Margarete Abraham in Berlin-Charlottenburg geboren. Sie wuchs in einem gutbürgerlich-jüdischen Elternhaus auf, der Vater konnte der Familie als Vertreter der Lederbranche jedoch nur ein bescheidenes Auskommen sichern. Nach Abschluss der Mittelschule begann sie eine Ausbildung zur [[Säuglingsschwester]] im jüdischen Kinder- und Säuglingsheim in [[Berlin-Niederschönhausen]]. Anschließend wechselte sie an das [[Jüdisches Krankenhaus Berlin|Jüdische Krankenhaus]] in [[Berlin-Wedding]], um dort eine Ausbildung als Vollschwester anzuschließen. Sie war dort von 1927 bis 1942 als Krankenschwester angestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaft in der KPD und der Gruppe Herbert Baum ==&lt;br /&gt;
Abraham trat 1931 der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] bei. Im selben Jahr heiratete sie [[Gustav Paech]]; ihre Tochter Eva wurde am 21. August 1933 geboren. Fünf Tage später wurde ihr Mann als Mitglied einer illegalen kommunistischen Zelle festgenommen und zu zwei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach diesen Ereignissen war sie zunächst nicht mehr politisch aktiv. Das Paar ließ sich 1936 wegen Entfremdung scheiden.&lt;br /&gt;
1940 begegnete sie ihrem früheren Bekannten aus der jüdischen Jugendbewegung [[Herbert Baum]], der als Patient im Jüdischen Krankenhauses behandelt wurde. Sie schloss sich der Widerstandsgruppe um Baum an. Als diese am 18. Mai 1942 einen Brandanschlag auf die [[NS-Propaganda]]ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Das Sowjet-Paradies]]&amp;#039;&amp;#039; verübte, wurden eine Reihe der Mitglieder der Gruppe festgenommen. Charlotte Abraham, nun Charlotte Paech, die nicht an dem Anschlag beteiligt gewesen war, tauchte zunächst unter, wurde jedoch am 7. Oktober 1942 von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] wegen der illegalen Verteilung von [[Lebensmittelkarte]]n verhaftet. Nach einem Prozess wurde sie wegen „Verstoßes gegen die Kriegswirtschaftsordnung“ zu einer eineinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt und in ein Gefängnis in [[Leipzig]] überstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung und Flucht ==&lt;br /&gt;
Kurz darauf entdeckte die [[Gestapo]] ihre Mitgliedschaft in der [[Herbert-Baum-Gruppe]], worauf sie wegen [[Hochverrat]]s gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Gruppe am 29. April 1943 vom zweiten Senat des [[Volksgerichtshof]]es [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] wurde. Sie war bei der Urteilsverkündung wegen einer [[Scharlach]]erkrankung in [[Quarantäne]] und erfuhr erst später von dem Urteil. Nach mehrfachen Verlegungen in verschiedene Gefängnisse gelang ihr während eines Bombenangriffes die Flucht. Sie wurde zunächst von [[Dorothea Schneider]], einer Pfarrerswitwe in [[Potsdam]] aufgenommen und versteckt. Es gelang ihr anschließend unter falscher Identität in einem [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiterlager]] unterzutauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes heiratete sie 1946 Richard Holzer (* [[30. März]] [[1911]]; † [[21. Februar]] [[1975]]), einen Bekannten aus der Gruppe Herbert Baum. Am 2. Juni 1947 wurde ein gemeinsamer Sohn geboren, der jedoch kurz nach der Geburt verstarb. Sie nahm eine Tätigkeit in der Schwangeren- und Mütterberatungsstelle im Stadtbezirk [[Berlin-Pankow]] auf und engagierte sich in der [[Tuberkulose]]- und Säuglingsfürsorge. 1953 trat sie der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzte sich für das Gedenken an Herbert Baum und seine Mitstreiter ein, zu deren Andenken ein Gedenkstein auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee]] aufgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charlotte Holzer verstarb am 29. September 1980 in Berlin; sie, ihr Mann Richard, der gemeinsame Sohn und Richard Holzers Bruder [[Gerhard Holzer|Gerhard]] sind auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Charlotte Holzer: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die „Herbert-Baum-Gruppe“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas Lixl]]-Purcell (Hg): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen deutsch-jüdischer Frauen 1900-1990.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1992, ISBN 3-379-01423-0, S. 333–336. (Zum Attentat auf die Ausstellung).&lt;br /&gt;
* Mskr. 01/298 im [[Yad Vashem]]-Archiv Jerusalem.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Benz: &amp;#039;&amp;#039;Überleben im Dritten Reich: Juden im Untergrund und ihre Helfer.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-51029-9, S. 118–130.&lt;br /&gt;
* Horst-Peter Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Holzer, Charlotte.&amp;#039;&amp;#039; In: Horst-Peter Wolff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Pflegegeschichte. „Who was who in nursing history“.&amp;#039;&amp;#039; Urban&amp;amp;Fischer, 2001, ISBN 3-437-26670-5, S. 105.&lt;br /&gt;
* Berliner Geschichtswerkstatt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Arbeitserziehungslager Fehrbellin]]: Zwangsarbeiterinnen im Straflager der Gestapo.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 3-932502-38-8, S. 37–40. (online verfügbar bei der [https://www.politische-bildung-brandenburg.de/publikationen/pdf/fehrbellin.pdf Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung] ([[PDF]]; 1,1&amp;amp;nbsp;MB))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hriesop.beepworld.de/ho.htm &amp;#039;&amp;#039;Charlotte Holzer, geb. Abraham&amp;#039;&amp;#039;] auf Gerechte der Pflege&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |date=2022-01-09 |url=http://www.bpb.de/publikationen/T51O7L,3,0,Jugend_und_Studentenopposition.html |text=Bundeszentrale für politische Bildung: &amp;#039;&amp;#039;Herbert-Baum-Gruppe&amp;#039;&amp;#039; }}&lt;br /&gt;
* Raimund Dehmlow: [https://www.dehmlow.de/index.php/de/321-stolpersteine-zum-gedenken-an-gerhard-und-sophie-holzer-in-berlin &amp;#039;&amp;#039;Stolpersteine zum Gedenken an Sophie und Gerhard Holzer in Berlin&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=3992166237101196380004|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-05-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holzer, Charlotte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Widerstandsgruppe Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflegefachkraft (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holzer, Charlotte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-jüdische Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Krankenschwester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Dezember 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. September 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Berlin&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Faehn</name></author>
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