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	<title>Charlotte Diede - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:02:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charlotte_Diede&amp;diff=650685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-09-05T13:42:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charlotte Diede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1769]] als Charlotte Hildebrand in [[Lüdenhausen]]; † [[16. Juli]] [[1846]] in [[Kassel]]) war die [[Brieffreundschaft|Brieffreundin]] von [[Wilhelm von Humboldt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Charlotte Diede war die Tochter des Lüdenhausener [[Pfarrer]]s und [[Superintendent]]en &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ernst Hildebrand&amp;#039;&amp;#039; (* 1725, † 1800) und seiner Ehefrau (geborene Falckmann, † 1787). 1788 lernte sie in [[Bad Pyrmont|Pyrmont]] Wilhelm von Humboldt während einer [[Badekur]] kennen. Die Begegnung mit von Humboldt (* 1767, † 1835) schilderte sie später mit bewegenden Worten:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Wir lernten uns in früher Jugend im Jahe 1788 in [[Bad Pyrmont|Pyrmont]] kennen, wohin Herr von Humboldt, der in Göttingen studierte, von dort kam und wohin ich, nur wenige Jahre jünger, meinen Vater begleitete, der alljährlich ein Bad besuchte. Wier wohnten in einem Haus, waren Tischnachbarn an der Wirtstafel und lebten in Gesellschaft meines Vaters drei glückliche Jugendtage von früh bis spät als unzertrennlich Spaziergänger in Pyrmonts Alleen und reizenden Tälern. Wir hatten uns so viel zu sagen! so viele Ansichten und Meinungen mitzuteilen! so viele Ideen auszutauschen! wir wurden nicht fertig. Wie leise diese oder jene Saite angeschlagen wurde, sie fand den tiefsten Anklang. Es war die letzte Epoche einer schönen, blüten- und hoffnungsreichen, poetischen Zeit, worin ein Teil der Jugend ideal und begeistert lebte, während der andre wie heute im Realismus prosaisch fortschritt. Wir gehörten beide zu den ersten&amp;amp;nbsp;…&amp;amp;nbsp;Mein neuer junger Freund hatte auf mich einen tiefen, vorher nicht gekannten, nie in mir erloschenen Eindruck gemacht, der gesondert von anderen Empfindungen, in sich geheiligt wie ein geheimnisvoller Faden durch alle folgenden Verhältnisse meines Lebens ungesehen lief und fest in mir verborgen blieb, den ich immer gesegnet und als eine gütige Fügung der [[Vorsehung]] angesehen habe&amp;amp;nbsp;…&amp;amp;nbsp;Ich fühlte mich unendlich bereichert im Inneren, und meine Seele war mehr noch als vorher aufs Ernste gerichtet. Manches, was wir besprochen hatten, beschäftigte mich noch lange, und’das Gefühl fürs Wahre, gute und Schöne’ wurde klarer und stärker in mir. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Wehrmann |Titel=Burgen, Schlösser, Herrensitze, Kirchen, Bauernhöfe, Bürgerhäuser in Lippe |Hrsg=[[Lippischer Heimatbund]] |Kapitel=Charlotte Diede und Wilhelm von Humboldt |Auflage=3 |Verlag=Topp&amp;amp;nbsp;+ Möller |Ort=Detmold |Datum=1985 |Seiten=130&amp;amp;nbsp;f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Humboldt übergab ihr zum Abschied am 20. Juli 1788 ein [[Stammbuchblatt]], welches als [[Facsimile]] noch erhalten ist. Nach diesen Tagen hatten beide über viele Jahre hinweg keinerlei Kontakt mehr. Später trafen sie sich noch zweimal, 1819 in [[Frankfurt am Main]] und 1828 in Kassel. Ein dauerhaftes Zusammenleben mit Charlotte, und sei auch als seine [[Gouvernante]], sein [[Dienstmädchen]] oder seine [[Pflegeperson|Pflegerin]], hat Humboldt nicht gewünscht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Maurer (Historiker)|Michael Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Humboldts Briefe an eine Freundin (Charlotte Diede).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Berghahn Books|C. F. Berghahn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Humboldt-Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[J. B. Metzler]], Stuttgart 2022, ISBN 978-3-476-05481-4, S. 328. [[doi:10.1007/978-3-476-05481-4_33]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1789 ging sie eine Ehe mit dem [[Prokurator|Obergerichtsprokurator]] Rudolf Wilhelm Diede († 1840) in Kassel ein, die jedoch schon nach drei Jahren wieder getrennt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie infolge der Kriegsunruhen durch [[Napoléon Bonaparte]] ihr angelegtes [[Geldvermögen]] verloren hatte, begann Charlotte Diede mit der gewerbsmäßigen Herstellung von [[Kunstblume|künstlichen Blumen]] und Ballgarnituren („Ihren künstlichen Beschäftigungen“ – „Kunstarbeit“ – „Fabrication künstlicher Blumen“ im Sinne einer „arbeitenden Beschäftigung“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert Leitzmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Humboldts Briefe an eine Freundin – Zum ersten Male nach den Originalen herausgegeben von Albert Leitzmann.&amp;#039;&amp;#039; [[Insel-Verlag]], 2. Auflage, Leipzig 1909, Zitate 1. Band S. 136, 279 und 300 und 2. Band S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;). 1814 wandte sie sich an Humboldt um Rat und Hilfe. Humboldt wohnte damals als [[Preußen|preußischer]] Minister dem [[Wiener Kongress]] bei. Er unterstützte sie finanziell (mit fünf [[Friedrich d’or]] pro [[Quartal]]) und blieb mit ihr bis zu seinem Tod in Briefkontakt. Später gewährte ihr der [[Liste der Könige von Preußen|König von Preußen]] eine [[Pension (Altersversorgung)|Pension]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humboldts klassische Briefe an sie wurden nach ihrem Tod von [[Therese von Bacheracht]] 1847 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Briefe an eine Freundin&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. Außerdem erschienen noch die &amp;#039;&amp;#039;Briefe von Charlotte Diede, der Freundin Wilhelm von Humboldts, an Karl Schulz&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1883), den Bruder von Humboldts Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
* Nach ihr wurde der &amp;#039;&amp;#039;Charlotte-Diede-Weg&amp;#039;&amp;#039; in [[Kalletal]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Humboldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Sentenzen für eine Freundin.&amp;#039;&amp;#039; Laturner Verlag, Darmstadt 1944, 31 Seiten.&lt;br /&gt;
* [[Albert Leitzmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Humboldts Briefe an eine Freundin – Zum ersten Male nach den Originalen herausgegeben von Albert Leitzmann.&amp;#039;&amp;#039; [[Insel-Verlag]], 2. Auflage, Leipzig 1909, zwei Bände.&lt;br /&gt;
* [[Therese von Bacheracht]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe von Wilhelm von Humboldt an eine Freundin&amp;#039;&amp;#039;, 1854, Verlag [[Friedrich Arnold Brockhaus]], Leipzig 1847, 1. Theil ([https://archive.org/details/bub_gb_rX8EAAAAQAAJ Digitalisat]); 2. Teil ([https://archive.org/details/bub_gb__3dCAAAAcAAJ Digitalisat]); 4. Auflage, 1. Teil ([https://archive.org/details/briefeeinefreund01humbuoft/page/n7/mode/2up Digitalisat]); 5. Auflage, 2. Teil ([https://archive.org/details/bub_gb_Qd0qAAAAMAAJ_2/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube|Wilhelm von Humboldt’s „Freundin“|Autor=Christian Friedrich Melm |Jahr=1877 |Heft=16 |Seite=264–267}}.&lt;br /&gt;
* Philippine Charlotte Auguste Piderit, Otto Hartwig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Charlotte Diede, die Freundin von W. von Humboldt. Lebensbeschreibung und Briefe&amp;#039;&amp;#039;. [[Max Niemeyer Verlag]], Halle 1884 ([https://archive.org/details/charlottedieded00pidegoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Albert Leitzmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Freundin Wilhelm von Humboldts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Rundschau]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1909, Band 140, Kapitel 13, S. 204–230 (Juli – August – September), Siehe  ([https://archive.org/details/deutscherundscha140stutuoft/page/204/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Inge Brose-Müller: &amp;#039;&amp;#039;Humboldt und Charlotte: eine Freundschaft in Briefen&amp;#039;&amp;#039;. wjs, Berlin 2010, ISBN 978-3-937989-61-7.&lt;br /&gt;
* Briefe von Charlotte Diede, der Freundin Wilhelm von Humboldts, an Karl Schulz. Mit einer Einleitung von [[Gustav Lothholz|G. Lothholz]]. [[Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus|Brockhaus-Verlag]], Leipzig 1883, XXVIII, 105 Seiten.&lt;br /&gt;
* [[Michael Maurer (Historiker)|Michael Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Humboldts Briefe an eine Freundin (Charlotte Diede).&amp;#039;&amp;#039; In: Cord Friedrich Berghahn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm von Humboldt-Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; [[J.B. Metzler|J.-B.-Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl-Ernst-Poeschel-Verlag]], Stuttgart 2022, ISBN 978-3-476-05481-4. [[doi:10.1007/978-3-476-05481-4_33]].&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Humboldt|Wilhelm von Humbold]] [sic], [[Alfred Huhnhäuser]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe an eine Freundin.&amp;#039;&amp;#039; www.lexikus.de/bibliothek/Briefe-an-eine-Freundin, Erscheinungsjahr 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118810871}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|73}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nzz.ch/wilhelm_und_charlotte-1.6786022 NZZ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118810871|LCCN=no2004032476|VIAF=18018760}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diede, Charlotte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1769]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1846]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Diede, Charlotte&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Brieffreundin von Wilhelm von Humboldt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1769&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lüdenhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juli 1846&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Hartwig Raeder</name></author>
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