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	<title>Charles Leonard Hamblin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charles_Leonard_Hamblin&amp;diff=797238&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Asdert: PD-Präzisierung</title>
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		<updated>2024-05-14T15:20:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-Präzisierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charles Leonard Hamblin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. November]] [[1922]]; † [[14. Mai]] [[1985]]) war ein australischer Philosoph, Logiker und Computerpionier sowie Professor für Philosophie an der [[University of New South Wales|Technischen Universität (heute: Universität) von New South Wales in Sydney]]. Zu seinen bekanntesten Leistungen auf dem Gebiet der [[Informatik]] zählen die Einführung (manche Quellen meinen auch Erfindung) der [[Umgekehrte polnische Notation|umgekehrten polnischen Notation]] und –&amp;amp;nbsp;unabhängig von und etwa gleichzeitig mit [[Friedrich L. Bauer]] und [[Klaus Samelson]]&amp;amp;nbsp;– die Erfindung des [[Stapelspeicher]]s. Hamblins bekanntester Beitrag zur Philosophie ist sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Fallacies,&amp;#039;&amp;#039; bis heute ein Standardwerk auf dem Gebiet der [[Fehlschluss|Fehlschlüsse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem –&amp;amp;nbsp;durch den Zweiten Weltkrieg und den Radar-Dienst bei der [[Royal Australian Air Force|australischen Luftwaffe]] unterbrochenen&amp;amp;nbsp;– Studium von Mathematik, Physik und Philosophie an der [[University of Melbourne]] promovierte Hamblin 1957 an der [[London School of Economics]]. Von 1955 war er erst Lehrbeauftragter, schließlich bis zu seinem Tode Professor für Philosophie an der damaligen Technischen Universität von New South Wales.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Peter McBurney: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.csc.liv.ac.uk/~peter/this-month/this-month-3-030303.html | wayback=20031224215629 | text=Charles L. Hamblin: Computer Pioneer}}.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;This Month in Automated Decision-Making.&amp;#039;&amp;#039; Issue 3, 3. März 2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde Hamblin am dritten in Australien verfügbaren Computer aktiv, einem Exemplar des DEUCE (Akronym für &amp;#039;&amp;#039;Digital Electronic Universal Computing Engine&amp;#039;&amp;#039;, „digitale, elektronische Universalrechenmaschine“), einer von der (später in [[Marconi Company]] und [[British Aerospace]] aufgegangenen) Firma [[English Electric]] hergestellten kommerziellen Version des von [[Alan Turing]] maßgeblich mitgeplanten [[Automatic Computing Engine]] (ACE). Für den DEUCE entwarf Hamblin eine der ersten Programmiersprachen überhaupt, das auf umgekehrter polnischer Notation beruhende GEORGE (Akronym für &amp;#039;&amp;#039;General Order Generator&amp;#039;&amp;#039;, „allgemeiner Ablaufgenerator“), samt dem zugehörigen [[Compiler]] (Sprachübersetzer), der die in GEORGE formulierten Programme in die [[Maschinensprache]] des Rechners übersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinsichtlich der Informationen dieses Absatzes deckt sich die verfügbare Literatur; beispielhaft sei auf die [http://users.tpg.com.au/eedeuce/ ausführliche Darstellung eines ehemaligen DEUCE-Wartungstechnikers] hingewiesen, die auf [http://users.tpg.com.au/eedeuce/people.html#74 einer Unterseite] ausdrücklich auf Hamblin Bezug nimmt. Siehe die beiden im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Schriften&amp;#039;&amp;#039; angeführten Artikel Hamblins aus den Jahren 1957 und 1960.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hamblins Arbeiten gelten als die erste tatsächliche Beschäftigung mit umgekehrter polnischer Notation, weshalb er oft auch als Erfinder dieser Darstellungsweise genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Peter McBurney: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.csc.liv.ac.uk/~peter/this-month/this-month-3-030303.html | wayback=20031224215629 | text=Charles L. Hamblin: Computer Pioneer}}&amp;#039;&amp;#039; oder John Kennedy: &amp;#039;&amp;#039;RPN Perspective.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;PPC [Personal Programmable Calculators] Calculator Journal.&amp;#039;&amp;#039; Vol.&amp;amp;nbsp;9, No.&amp;amp;nbsp;5, August&amp;amp;nbsp;1982, S. 26–29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unabhängig von der Frage, ob man die umgekehrte polnische Notation als eigenständige Darstellungsweise oder –&amp;amp;nbsp;wie Hamblin selbst&amp;lt;ref&amp;gt;„[Polish] notation […] has some other advantages. In particular &amp;#039;&amp;#039;Reverse&amp;#039;&amp;#039; Polish […]“ (Hamblin&amp;amp;nbsp;1962, Seite&amp;amp;nbsp;210, Hervorhebung im Original), beachte das „in particular“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– als Variante der bereits zwischen 1920 und 1930 vom polnischen Logiker und Philosophen [[Jan Łukasiewicz]] entwickelten gewöhnlichen [[Polnische Notation|polnischen Notation]] betrachtet (und ob Łukasiewicz selber, was nahe liegt, beide Varianten gesehen hat), kommt Hamblin jedenfalls das Verdienst zu, den Vorteil der umgekehrten polnischen Schreibweise bei der Verarbeitung auf programmierbaren Computern erkannt&amp;lt;ref&amp;gt;„In particular &amp;#039;&amp;#039;Reverse&amp;#039;&amp;#039; Polish […] has the property that the operators appear in the order in which they are required in computation.“ Hamblin&amp;amp;nbsp;1962, S. 210, Hervorhebung im Original.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Algorithmen hierfür angegeben zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Überblicksdarstellung bietet sein Artikel &amp;#039;&amp;#039;Translation to and from Polish Notation&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1962.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite unmittelbare Ergebnis der Beschäftigung mit der Entwicklung von Compilern war das Konzept des Stapelspeichers, das Hamblin unabhängig von Friedrich L. Bauer und Klaus Samelson entwickelte, denen 1957 ein Patent für die Verwendung eines Stapelspeichers zur Übersetzung von Programmiersprachen erteilt wurde. Im selben Jahr –&amp;amp;nbsp;1957&amp;amp;nbsp;– stellte Hamblin sein Stapelkonzept bei der ersten australischen Computerkonferenz vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text hierzu, &amp;#039;&amp;#039;An Addressless Coding Scheme based on Mathematical Notation,&amp;#039;&amp;#039; ist ebenso wie die ausführlichere Darstellung &amp;#039;&amp;#039;GEORGE, an Addressless Coding Scheme for DEUCE,&amp;#039;&amp;#039; im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Schriften&amp;#039;&amp;#039; angeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hamblins Arbeiten gaben mit den Anstoß für die Entwicklung stapelbasierter Computer, deren Maschinenbefehle ihre Argumente von einem Stapel beziehen und das Ergebnis wieder auf diesem Stapel ablegen.&amp;lt;ref&amp;gt;„The English Electric KDF8 and Burroughs B5000 […] each of [which] uses a ‚push down‘ […] type of store for arithmetic operands and results, following a scheme suggested by the present author.“ (Hamblin&amp;amp;nbsp;1962, S.&amp;amp;nbsp;210)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren begann sich Hamblin wieder vermehrt philosophischen Fragestellungen zuzuwenden. Neben einem einflussreichen Einführungsbuch in die [[formale Logik]] entstand sein bis heute als Standardwerk geltendes und in Druck befindliches Werk &amp;#039;&amp;#039;Fallacies,&amp;#039;&amp;#039; das sich der Behandlung von Fehlschlüssen durch die traditionelle Logik widmet und mit dem er die [[formale Dialektik]] ins Leben rief. Ebenso gilt Hamblin als einer der Begründer der modernen [[Temporale Logik|temporalen Logik (Zeitlogik)]] und der modernen Fragelogik.&amp;lt;ref&amp;gt;Jim Mackenzie: &amp;#039;&amp;#039;Charles Leonard Hamblin, 1922-1985.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Australasian Journal of Philosophy.&amp;#039;&amp;#039; Vol.&amp;amp;nbsp;63, No.&amp;amp;nbsp;3, September&amp;amp;nbsp;1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monographien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Language and the Theory of Information.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Universität London, Oktober 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elementary Formal Logic: Programmed Course.&amp;#039;&amp;#039; Methuen, London 1967, ISBN 0-416-69820-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fallacies.&amp;#039;&amp;#039; Methuen, London 1970, ISBN 0-416-14570-1 und ISBN 0-416-70070-5 (Taschenbuch); Neuauflage Vale Press, 2004, ISBN 0-916475-24-7 (Taschenbuch) – bis heute ein Standardwerk zum Thema&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperatives.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell, Oxford 1987, ISBN 0-631-15193-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einflussreiche Artikel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An Addressless Coding Scheme based on Mathematical Notation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;W. R. E. Conference on Computing, Proceedings.&amp;#039;&amp;#039; Weapons Research Establishment, Salisbury 1957&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Computer Languages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Australian Journal of Science.&amp;#039;&amp;#039; 20, 1957, S. 135–139. Nachgedruckt in &amp;#039;&amp;#039;The Australian Computer Journal.&amp;#039;&amp;#039; 17/4, November&amp;amp;nbsp;1985, S. 195–198&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;GEORGE, an Addressless Coding Scheme for DEUCE.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Australian National Committee on Computation and Automatic Control, Summarized Proceedings of First Conference.&amp;#039;&amp;#039; Paper&amp;amp;nbsp;C6.1, 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Translation to and from Polish Notation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Computer Journal.&amp;#039;&amp;#039; 5/3, Oktober 1962, S. 210–213&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.csc.liv.ac.uk/~peter/hamblin.html | wayback=20031216233842 | text=Charles L. Hamblin}},&amp;#039;&amp;#039; Kurzbiografie von Peter McBurney (Universität Liverpool), 2003 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.csc.liv.ac.uk/~peter/this-month/this-month-3-030303.html | wayback=20031224215629 | text=Charles L. Hamblin: Computer Pioneer}},&amp;#039;&amp;#039; Artikel von Peter McBurney, 2003 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135933404|LCCN=n/84/120738|VIAF=51718445}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hamblin, Charles Leonard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of New South Wales)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computerpionier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Australier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hamblin, Charles Leonard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=australischer Philosoph, Logiker und Computerpionier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. November 1922&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Mai 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asdert</name></author>
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