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	<title>Charles Dinarello - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T07:22:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charles_Dinarello&amp;diff=1771271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille am 17. Februar 2024 um 08:16 Uhr</title>
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		<updated>2024-02-17T08:16:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Charles Dinarello 2010-01.JPG|mini|Charles Dinarello, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charles Dinarello&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. April]] [[1943]] in [[Boston]]) ist ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] Arzt und seit Mitte der 1970er-Jahre Forscher auf dem Gebiet der [[Zytokin]]e, speziell des [[Interleukine#Interleukin-1|Interleukin-1]] und des [[Tumornekrosefaktor]]s. Er gilt als „Gründungsvater“ der Zytokinbiologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Charles Dinarello studierte zunächst [[Medizin]] an der [[Boston University]], wo er 1965 den [[Bachelor]]-Grad erwarb und danach an der [[Yale University]]. Dort erwarb er 1969 aufgrund einer Studie über die Ursachen für das Entstehen von [[Fieber]] den Doktorgrad. Anschließend arbeitete er zwei Jahre am [[Massachusetts General Hospital]] und von 1971 bis 1977 an den [[National Institutes of Health]] in [[Bethesda (Maryland)|Bethesda]]. Als [[Wissenschaftlicher Assistent]] (von 1977 bis 1982) unter [[Sheldon M. Wolff]] und danach als Professor für Medizin und [[Pädiatrie]] war er an der [[Tufts University]] in Boston sowie am New England Medical Center Hospital in Boston tätig, bevor er 1996 als Professor an die School of Medicine der [[University of Colorado Denver|Universität von Colorado]] in [[Denver]] wechselte, deren Lehrkörper er seitdem angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsthemen ==&lt;br /&gt;
Schon seine Doktorarbeit widmete Charles Dinarello 1969 den körpereigenen [[Protein]]en der [[Leber]], die zum Entstehen von Fieber führen. Die [[molekular]]e Struktur dieser damals so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[endogen]]en [[leukozyt]]ischen [[Pyrogen]]e&amp;#039;&amp;#039; war seinerzeit noch unbekannt. 1974 konnte Dinarello als erster nachweisen, dass diese leukozytischen Pyrogene aus zwei unterscheidbaren Gruppen von [[Molekül]]en bestehen; deren heutigen Bezeichnung lautet [[Interleukin-1α]] und [[Interleukin-1β]]. 1977 gelang Dinarello der Nachweis, dass hoch reine leukozytische Pyrogene des Menschen hohes Fieber auch beim Kaninchen verursachen können, und zwar noch in Spuren von 25 [[Nanogramm]] pro Kilogramm Körpergewicht; ferner, dass das gleiche Protein die [[Lymphozyt]]en von Mäusen aktiviert. 1979 wurde das von Dinarello nachgewiesene Pyrogen auf einer internationalen Konferenz zur Vereinheitlichung der [[Nomenklatur]] – da als erstes beschrieben – Interleukin-1 benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diversen Forschergruppen wurde Anfang der 1980er-Jahre nachgewiesen, dass das als Interleukin-1 bezeichnete Protein nicht nur Fieber verursachen kann, sondern zum Beispiel auch eine Rolle beim [[Septischer Schock|Septischen Schock]] und beim [[Schlaf]] spielt, [[Appetitlosigkeit]] und [[Muskeldystrophie|Muskelschwund]] hervorrufen und die [[Langerhans-Inseln|Insulin produzierenden β-Zellen]] der [[Bauchspeicheldrüse]] schädigen kann. Daher wurde weithin angezweifelt, dass ein einziges Molekül solche scheinbar unspezifischen Wirkungen im [[Immunsystem]] haben kann. Ab Februar 1982 wurde Dinarello von der ärztlichen Verpflichtung zur Patientenversorgung freigestellt, so dass er Zeit fand, zu versuchen, das für Interleukin-1 codiende [[Gen]] zu [[Klonierung|klonieren]] – was bedeutete, erneut wissenschaftliches Neuland zu betreten, denn effiziente Methoden zur [[DNA-Sequenzierung]] waren erst 1977 entwickelt und 1982 waren erst drei menschliche Gene isoliert worden. Schon im Dezember 1984 publizierte seine Arbeitsgruppe jedoch die DNA-Sequenz von Interleukin-1β&amp;lt;ref&amp;gt; Philip E. Auron et al.: &amp;#039;&amp;#039;Nucleotide sequence of human monocyte interleukin 1 precursor cDNA.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Proceedings of the National Academy of Sciences|PNAS]].&amp;#039;&amp;#039; Band 81, Nr. 24, 1984, S. 7907–7911, [https://www.pnas.org/content/pnas/81/24/7907.full.pdf Volltext (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was zur Folge hatte, dass die vielfältigen Wirkungen des Proteins nunmehr endgültig bewiesen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren identifizierte Dinarello weitere Interleukine, er erforschte deren Zusammenspiel mit dem [[Tumornekrosefaktor]] und etablierte die Anwendung von Interleukin-1-Hemmstoffen für die Therapie. Angewendet werden Interleukin-1-Hemmstoffe zum Beispiel bei der Behandlung von Patienten mit periodischen entzündlichen Symptomen wie [[Gicht]], [[Diabetes mellitus#Diabetes Typ 2|Typ-2-Diabetes]] und [[Multiples Myelom|Multiplem Myelom]] sowie bei Kindern, die an einer bestimmten schweren Form der [[Arthritis]] leiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charles Dinarello veröffentlichte mehr als 600 Originalarbeiten über Zytokine. Er gilt ferner als Experte für die Erforschung der [[Antiphlogistikum|entzündungshemmenden]] Wirkung von [[Omega-3-Fettsäuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1993 wurde Dinarello für seine Beiträge auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und Zytokine mit dem [[Ernst-Jung-Preis]] ausgezeichnet; das gesamte Preisgeld (125.000 US-Dollar) spendete er Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten und in Israel und gründete die Sheldon-M.-Wolff-Professur an der Tufts University zur Ehrung seines Mentors. 1996 erhielt er die Ludwig-Heilmeyer-Medaille in Gold der [[Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin|Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin]]. 1998 wurde Dinarello in die [[National Academy of Sciences]] gewählt. Weitere Auszeichnungen waren der Internationale Chirone-Preis der italienischen Nationalen Akademie für Medizin, der Carol-Nachman-Preis für [[Rheumatologie]], den Sheikh Hamdan bin Rashdid al Maktoum Award (Vereinigte Arabische Emirate) und der Beering Award (USA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 erhielt Dinarello den [[Albany Medical Center Prize]] und den [[Crafoord-Preis]] der [[Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften|Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]. Im März 2010 wurde ihm in [[Frankfurt am Main]] der [[Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis]] verliehen. Für 2020 wurde ihm der [[Tang Prize]] in der Kategorie „Biopharmazeutische Forschung“ zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tang-prize.org/en/first.php Tang Prize 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charles Dinarello ist [[Ehrendoktor]] der [[Universität Aix-Marseille|Universität Marseille]], der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Universität Frankfurt]] sowie des [[Weizmann-Institut für Wissenschaften|Weizmann-Instituts]] in [[Rechowot]], [[Israel]]. Er ist ferner Mitglied im Kontrollrat der [[Proceedings of the National Academy of Sciences]] sowie zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Zeitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Charles A. Dinarello}}&lt;br /&gt;
* [https://idw-online.de/de/news336289 &amp;#039;&amp;#039;Prof. Charles Dinarello erhält Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2010.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;idw-online&amp;#039;&amp;#039; vom 30. September 2009&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://feed.ne.cision.com/wpyfs/00/00/00/00/00/0E/01/C4/wkr0009.pdf | wayback=20120212145807 | text=&amp;#039;&amp;#039;The Crafoord Prize 2009.&amp;#039;&amp;#039;}} Auf: &amp;#039;&amp;#039;cision.com&amp;#039;&amp;#039;, eingesehen am 23. Juni 2015. Ausführliche Erläuterungen zu Dinarellos Forschung durch &amp;#039;&amp;#039;The Royal Swedish Academy of Sciences&amp;#039;&amp;#039; (auf Englisch, PDF; 266&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ucdenver.edu/academics/colleges/medicalschool/departments/medicine/InfectiousDiseases/idfaculty/Pages/CharlesDinarello.aspx |text=&amp;#039;&amp;#039;Charles A. Dinarello, MD, Professor of Medicine.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20120318222704}}. Kurzbiografie mit Literaturübersicht auf der Webseite der &amp;#039;&amp;#039;University of Colorado&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://profiles.ucdenver.edu/display/225361 &amp;#039;&amp;#039;Charles A. Dinarello.&amp;#039;&amp;#039;] Umfassende Literaturliste auf dem Server der &amp;#039;&amp;#039;University of Colorado&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143481606|LCCN=n/88/95788|VIAF=74145968}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dinarello, Charles}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immunologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Yale University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Tufts University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Denver)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor des Weizmann-Instituts für Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dinarello, Charles&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dinarello, Charles Anthony&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Immunologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. April 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Boston]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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