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	<title>Charles Bonaventure de Longueval - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charles_Bonaventure_de_Longueval&amp;diff=117451&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2026-03-21T13:02:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Charles de Buquoy Seite 1 Bild 0001.jpg|mini|hochkant|Charles de Bucquoy, Kupferstich von [[Matthäus Merian]] mit dem aus dem Werk [[Theatrum Europaeum]] von 1662]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Snayers Bucquoy.jpg|mini|hochkant|Bucquoy in der Schlacht am Weißen Berg, Porträt von [[Pieter Snayers]], [[Schloss Rohrau]], Graf Harrach’sche Familiensammlung]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charles Bonaventure de Longueval, Comte de Bucquoy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Boucquoi&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Buquoy&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Januar]] [[1571]] in [[Arras]]; † [[10. Juli]] [[1621]] in [[Nové Zámky|Neuhäusel]]) war im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erfolgreicher Feldherr sowie [[Generalfeldmarschall#Kaiserliche Feldmarschalle 1618–1806|Feldmarschall]] der [[Habsburgermonarchie]], der die Militärstrategie der [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen]] maßgeblich beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beginn der Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren Maximilian von Longueval, Baron von Vaux (* 16. April 1537 in Arras; † 1581 gefallen vor Tournay) und – seit 1580 – Graf von Buquoy und Margueritha de Lille († 8. August 1581). Seine Vorfahren waren ein ursprünglich französisches Geschlecht, Uradel der Landschaft [[Santerre (Provinz)|Santerre]] in der Picardie. Sein Vater war als Kriegsoberster unter [[Alessandro Farnese (1545–1592)|Alexandro Farneses]] Führung vor [[Belagerung von Tournai (1581)|Tournai]] gefallen, der zuerst unter dem [[Albrecht VII. von Österreich|Erzherzog Albrecht von Österreich]] gedient hatte und später als General der Artillerie an den Feldzügen am Rhein 1596 bis 1598 und 1599 teilgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Bonaventura von Buquoy verdiente sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts zunächst in der Spanischen Armee in [[Flandern]] erste militärische Erfolge im Kampf gegen Franzosen und Niederländer. Vor [[Emmerich am Rhein|Emmerich]] gefangen und ausgelöst, bewies er, bei der [[Schlacht von Nieuwpoort]] 1600 von [[Johann Moritz (Nassau-Siegen)|Moritz von Nassau]] geschlagen, seine kriegerische Tüchtigkeit aufs Neue bei der Belagerung [[Ostende]]s und bei der Einnahme von [[’s-Hertogenbosch]]. 1602 zum kaiserlichen [[Generalfeldzeugmeister]] ernannt, wurde er 1606 Statthalter des [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]] und kam 1610 als Gesandter an den französischen Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren militärischen Erfolgen berief ihn [[Matthias (HRR)|Kaiser Matthias]] zum Oberbefehlshaber seiner Truppen und ernannte ihn zum [[Marschall|Feldmarschall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dreißigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen die [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|aufständischen Standesherren]] und die [[Protestantische Union]] in Südböhmen errichtete er in [[Dráchov]] sein Heerlager. Am 10. Juni 1619 legte Bucquoy einen Hinterhalt, in den ein nach [[Budweis]] vorrückendes Söldnerheer unter [[Peter Ernst II. von Mansfeld|Mansfeld]] geriet. In der daraufhin entbrennenden [[Schlacht bei Sablat]] im Juni 1619 bei Wodnian ([[Vodňany]]) in Südböhmen musste Mansfeld eine schwere Niederlage hinnehmen und Bucquoy konnte mit Hilfe des ihm untergebenen [[Wallenstein]] die Stadt Budweis in Südböhmen behaupten. In der Fortsetzung der Kämpfe bei Netolitz ([[Netolice]]) eroberten die Söldner Buquoys mehrere böhmische Städte und Schlösser. Auch die den protestantischen von Neidegg gehörende [[Burg Albrechtsberg an der Großen Krems]] wurde verwüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Kunde von [[Gábor Bethlen]]s Einfall in Ungarn im September 1619 drang Bucquoy mit 16.000 Mann bis an die [[Donau]] vor und machte dem Feind den Übergang über den Fluss mit Erfolg streitig. Anschließend [[Entsatz|entsetzten]] Bucquoys Truppen das von Bethlen Gábor belagerte [[Wien]]. Bei [[Eggenburg]] schlug Bucquoy ein böhmisches Heer unter [[Heinrich Matthias von Thurn|Thurn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug der evangelisch-lutherischen Böhmen und der Ungarn warb er eine Armee von 20.000 Mann, verteidigte Österreich gegen die erneut eingedrungenen Böhmen und konnte diese vertreiben. Im September 1620 stieß er bei [[Krems an der Donau|Krems]] zum Heer der [[Katholische Liga (1609)|Liga]] und wurde im Gefecht bei [[Rakovník|Rakonitz]] verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. September 1620 vereinigten sich seine Korps bei Krems mit dem Ligaheer unter [[Johann t’Serclaes von Tilly|Tilly]]. Diese überlegene Streitmacht schlug das protestantische Heer am 8. November 1620 in der [[Schlacht am Weißen Berg]]. Buquoy konnte in dieser Schlacht das Kommando des rechten Flügels allerdings nicht persönlich führen, sondern musste aufgrund seiner Verletzung vom Wagen aus die Schlacht mitmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach eroberte Buquoy für [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] die [[Burg Karlštejn|Burg Karlstein]] und zwang die mährischen Stände zum Huldigungseid auf den habsburgischen Kaiser. Anfang 1621 bat er um seine Entlassung, blieb jedoch im Dienst, als ihm der Kaiser die konfiszierten ehemals [[Schwanberg (Adelsgeschlecht)|Schwanbergschen]] Herrschaften [[Nové Hrady|Gratzen]], [[Rožmberk nad Vltavou|Rosenberg]], [[Žumberk u Nových Hradů|Sonnberg]] und weitere verlieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1621 marschierte Buquoy erneut gegen den in [[Königreich Ungarn|Ungarn]] eingefallenen [[Gábor Bethlen]]. Er zog zunächst nach kurzer Belagerung in [[Bratislava|Preßburg]] ein und begann im Juni 1621 die Belagerung von Neuhäusel (heute Nove Zamky in der [[Slowakei]]) gegen Stanislaus Thurzó. Dort kam er am 10. Juli 1621 bei der Abwehr eines Ausfalls der Belagerten ums Leben. Bei einer [[Rekognoszierung]] durch einen Flintenschuss verwundet, wurde er vom Pferd gerissen und nachdem er in wütender Gegenwehr drei Pistolenschüsse, sieben Lanzenstiche in den Leib und einen Stich an der rechten Hand erhalten hatte, schließlich durch einen letzten Lanzenstich getötet. Zunächst am 20. Juli 1621 in Wien eingesegnet, wurde der Leichnam am 22. August 1623 nach Rosenberg überführt und dort am 31. August 1683 in der Stadtkirche beigesetzt. Das Grab existiert nicht mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Antonio Schmidt‐Brentano |Hrsg=Österreichisches Staatsarchiv |Titel=Die kaiserlichen Generale 1618 – 1655. Ein biographisches Lexikon. |Ort=Wien |Datum=2022 |Seiten=86-90 |Online=https://www.oesta.gv.at/dam/jcr:2857f1c1-09bf-43b5-9f2e-1effc837552b/Antonio%20Schmidt-Brentano%20-%20Die%20kaiserlichen%20Generale%202022.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Oberbefehl über seine Truppen ging an [[Rudolf von Tiefenbach]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl von Buquoy hatte nie eine Schlacht gewagt, wenn der Ausgang ungewiss erschien und gilt als Meister der defensiven Kriegsführung &amp;#039;&amp;#039;(Ermattungsstrategie).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Longueval heiratete am 15. Juni 1606 &amp;#039;&amp;#039;Maria Magdalena Biglia Gräfin von Saronno&amp;#039;&amp;#039; (* 1585 in Mailand; † 27. März 1654 in [[Nové Hrady|Gratzen]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;auch:Maria Magdalena de Biglia&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie war die Tochter des &amp;#039;&amp;#039;Balthasar Biglia (Bia)&amp;#039;&amp;#039; Graf von Sarona und der &amp;#039;&amp;#039;Justine [[Visconti]]&amp;#039;&amp;#039; Gräfin von Carbonaro. Das Paar hatte einen Sohn:&lt;br /&gt;
* [[Karl Albert de Longueval]], Graf von Bu(c)quoy, Baron de Vau(l)x, Grande von Spanien, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, königlich spanischer Statthalter der [[Grafschaft Hennegau]], (* 1607 in Brüssel; † 23. März 1663 in Mons); er war verheiratet mit Marie-Guillemette de Croy, Comtesse de [[Solre-le-Château|Solre]], und hinterließ acht Kinder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HGM Statue Bucquoy.jpg|mini|hochkant|Statue im [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]].]]&lt;br /&gt;
Durch die kaiserliche Entschließung von [[Franz Joseph I.]] vom 28. Februar 1863 wurde Buquoy in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße [[Statue]] in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten &amp;#039;&amp;#039;[[Kaiserlich-königlich|k.k.]] Hofwaffenmuseums&amp;#039;&amp;#039; (heute: [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtliches Museum Wien]]) errichtet wurde. Die Statue wurde 1873 vom [[Bildhauerei|Bildhauer]] [[Carl Kundmann]] aus [[Carrara-Marmor]] geschaffen, gewidmet wurde sie von Graf Georg von Bucquoy.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christoph Allmayer-Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume&amp;#039;&amp;#039;. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jörg-Peter Findeisen&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Dreißigjährige Krieg&lt;br /&gt;
   |Ort=Graz&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |Seiten=168–172}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|3|497|500|Bucquoi, Karl Graf von|[[Karl von Landmann|Carl von Landmann]]|ADB:Bucquoi, Karl Graf von}}&lt;br /&gt;
* [[Golo Mann]]: Wallenstein – Sein Leben, 2. Auflage 1971 S.Fischer Verlag Frankfurt am Main. Graf Buquoy, ISBN 3-10-047903-3, S. 163 ff., 167, 176, 186, 201, 204, 235, 423 f.&lt;br /&gt;
* [[Roman von Procházka]]: Genealogisches Taschenbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien. Ergänzungsband, herausgegeben vom Vorstand des [[Collegium Carolinum (Institut)]], Forschungsstelle für die böhmischen Länder in München, 1990 R. Oldenbourg Verlag München, ISBN 3-486-54051-3, S. 85 bis 87.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|712|713|Bucquoi, Karl Bonaventura Graf von|Friedrich Hermann Schubert|118666061}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Sturmberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufstand in Böhmen. Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges.&amp;#039;&amp;#039; München 1959.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Arnold Baron von Weyhe-Eimke&lt;br /&gt;
   |Titel=Karl Bonaventura Graf von Buquoy&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1876&lt;br /&gt;
   |Kommentar=&amp;#039;&amp;#039;mit ausführlicher Schilderung der Schlacht&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Buquoi (de Longueval) Barone de Vaux.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Wappen des böhmischen Adels&amp;#039;&amp;#039;. Siebmacher’s Wappenbuch, IV. Band, 9. Abteilung. Nürnberg 1886, S: 109 f. und Wappentafel 59; Reprint: Neustadt an der Aisch 1979 (= J. Siebmacher’s großes Wappenbuch; Band 30)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karel Bonaventura Buquoy}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004294777}}&lt;br /&gt;
* Illustration von 1627: &amp;#039;&amp;#039;Bonaventura Comes a Buquoy ...&amp;#039;&amp;#039; ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-110349}})&lt;br /&gt;
* [http://w.genealogy.euweb.cz/bohemia/buquoy1.html Stammliste Buquoy]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118666061|LCCN=nr93008855|VIAF=77109699}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Longueval, Charles Bonaventure de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson im Dreißigjährigen Krieg (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher General (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Ancien Régime)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1571]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1621]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Longueval, Charles Bonaventure de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bucquoy, Charles Bonaventure de Longueval Comte de&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Feldherr der Kaiserlichen Armee&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Januar 1571&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Arras]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juli 1621&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nové Zámky|Neuhäusel]], [[Ungarn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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