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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Charge-Transfer-Komplexe</id>
	<title>Charge-Transfer-Komplexe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T20:24:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Charge-Transfer-Komplexe&amp;diff=432018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redonebird: Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-01-20T12:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KMnO4 in H2O.jpg|150px|mini|Das [[Permanganate|Permanganation]] ist das typische Beispiel einer Verbindung, deren intensive Farbe durch einen Charge-Transfer-Übergang hervorgerufen wird]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Charge-Transfer-Komplexe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: &amp;#039;&amp;#039;CT-Komplexe&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Elektronen-Donor-Akzeptor-Komplexe]], welche durch [[Absorption (Physik)|Absorption]] von [[Licht]] in einen ladungsseparierten Zustand wechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Spektroskopische Methoden in der organischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch strahlende und strahlungslose Übergänge kehrt der CT-Komplex anschließend wieder in den Grundzustand zurück. Charge-Transfer-Komplexe können rein organische Komplexe oder Übergangsmetallkomplexe sein. Häufig haben sie eine intensive Färbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wissenschaftlichen Publikationen werden CT-Komplexe auch mit Elektronen-Donor-Akzeptor-Komplexen gleichgesetzt. Strenggenommen ist die Definition für Charge-Transfer-Komplexe jedoch enger gefasst, Elektronen-Donor-Akzeptor-Komplex gilt als Oberbegriff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;March&amp;quot;&amp;gt;Jerry March: &amp;#039;&amp;#039;Advanced Organic Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; Wiley Interscience, New York 1997, ISBN 3-528-06657-1, S. 115 ({{Google Buch |BuchID=cm5s84-GeKMC |Linktext=Eingeschränkte Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charge-Transfer-Übergänge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallkomplexe ===&lt;br /&gt;
CT-Komplexe sind häufig Komplexe mit metallischem Zentrum. Je nachdem zwischen welchen Teilen und in welcher Richtung die partielle Ladungsübertragung stattfindet, können verschiedene Übergänge unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übergang Ligand zu Metall ====&lt;br /&gt;
Bei diesen Verbindungen und Komplexen ist es möglich, dass ein Elektron des [[Anion]]s oder [[Ligand]]en auf das Metallatom übertragen wird. Werden die Orbitale betrachtet, so erfolgt der Übergang zwischen p-Orbitalen des Liganden und d- oder s-Orbitalen des Metalls. Dieser Übergang wird vor allem bei Verbindungen mit hochgeladenen [[Kation]]en gefunden. Typische Beispiele sind das [[Permanganate|Permanganat]]- und [[Chromate|Chromat]]-Ion, bei dem ein Elektron des Sauerstoffs auf das [[Mangan]]- oder [[Chrom]]atom übertragen wird. Ein weiteres Beispiel sind [[Thiocyanate|Thiocyanat]]-Komplexe des dreiwertigen Eisens, bei dem ein Elektron vom Thiocyanat-Ion auf das Eisen(III)-Ion übertragen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot;&amp;gt;Shamshad Ahmad Khan: [https://www.jetir.org/papers/JETIR1701411.pdf Charge-Transfer Complexes: A Short Review], 2014 JETIR July 2014, Volume 1, Issue 2, abgerufen am: 14. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übergang Metall zu Ligand ====&lt;br /&gt;
Der Übergang von Metall zu Ligand ist das Umgekehrte zum Übergang Ligand-Metall, nun ist das Metall der Donor und der Ligand der Akzeptor. Der Übergang erfolgt nun von besetzten d-Orbitalen des Metalls in leere π*-Orbitale (antibindende π-Orbitale) des Liganden. Geeignete Liganden sind etwa [[Kohlenstoffmonoxid]], [[Pyridin]] oder [[Pyrazol]]. Bei [[Bipyridine|Bipyridin]]-Komplexen des zweiwertigen Eisens wird ein Elektron aus einem besetzten d-Niveau des Eisen(II)-Ions in das niedrig liegende unbesetzte π*-Orbital eines Bipyridin-Liganden übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übergang Metall zu Metall ====&lt;br /&gt;
Ein Charge-Transfer-Übergang von einem Metall auf das andere ist in Verbindungen möglich, in denen ein Metall in verschiedenen Oxidationsstufen in einer Verbindung vorliegt. Ein typisches Beispiel ist [[Berliner Blau]], bei dem Elektronen zwischen zwei- und dreiwertigen [[Eisen]]ionen verschoben werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übergang Ligand zu Ligand ====&lt;br /&gt;
Hierbei können Elektronenübertragungen zwischen unterschiedlichen Liganden auftreten, die allerdings weniger häufig vorkommen als bei den bisher beschriebenen Charge-Transfer-Übergängen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lösungsmittelkomplexe ===&lt;br /&gt;
Werden die Halogene [[Chlor]], [[Brom]], [[Iod]] oder manche organische Verbindungen in geeigneten [[Lösungsmittel]]n, häufig [[Benzol]], [[Halogenkohlenwasserstoffe]] oder [[Pyridin]] gelöst, kommt es zu charakteristischen Farben. Diese werden durch instabile [[Lewis-Säure]]-[[Lewis-Base|Base]]-Komplexe verursacht, bei denen Elektronen vom Lösungsmittel auf die gelösten Moleküle übertragen werden. Da unterschiedliche Lösungsmittel unterschiedlich stark binden können, kommt es in verschiedenen Lösungsmitteln auch zu unterschiedlichen Farben. Dieses Phänomen wird auch als [[Solvatochromie]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Catherine E. Housecroft, A. G. Sharpe&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Catherine E. Housecroft, A. G. Sharpe | Titel=Inorganic Chemistry | Verlag=Pearson Prentice Hall | ISBN=978-0-13-175553-6 | Datum=2008 | Online={{Google Buch | BuchID=3sy4ZAP4EGAC | Seite=541 }} | Seiten=541 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbigkeit ==&lt;br /&gt;
Wie die [[D-d-Übergang|d-d-Übergänge]] liegen auch Charge-Transfer-Übergänge in der Regel im sichtbaren oder nahen ultravioletten [[Elektromagnetisches Spektrum|Spektralbereich]]. Dies bedingt, dass viele Charge-Transfer-Komplexe farbig sind. Dabei sieht das Auge die [[Komplementärfarbe]] des absorbierten Lichtes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ananya Ganguly&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=Ananya Ganguly | Titel=Fundamentals of Inorganic Chemistry for Competitive Examinations | Verlag=Pearson Education India | ISBN=978-81-317-7622-3 | Datum=2011 | Online={{Google Buch | BuchID=GUBjdwIymyQC | Seite=26 }} | Seiten=26 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; So erscheint das bei etwa 560&amp;amp;nbsp;nm (grüner Spektralbereich) absorbierende [[Kaliumpermanganat]] charakteristisch violett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Übergängen ist der Charge-Transfer-Übergang [[Quantenmechanik|quantenmechanisch]] erlaubt. Daher sind eine hohe Absorption und damit auch intensive Farben möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löst man Charge-Transfer-Komplexe in verschiedenen Lösungsmitteln, so kommt es zu Farbverschiebungen ([[Solvatochromie]]). Hierbei spielen unterschiedliche Wechselwirkungen, z. B. [[Dipol-Dipol-Kräfte]], zwischen den Lösungsmittelmolekülen  und dem gelösten Komplex eine Rolle, die eine Verschiebung des Absorptionsmaximums von Licht zu längeren oder kürzeren Wellenlängen bewirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jetir.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkung ==&lt;br /&gt;
Die Farbe vieler [[Pigment]]e beruht auf Charge-Transfer-Übergängen. Wichtige Beispiele sind [[Cadmiumsulfid]] (gelb), [[Quecksilbersulfid|Zinnober]] (rot), [[Bleichromat]] (gelb) oder [[Eisenoxidpigment]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Holleman-Wiberg|Auflage=102.|Startseite=165|Endseite=166}}&lt;br /&gt;
* James E. Huheey, Ellen A. Keiter, Richard L. Keiter: &amp;#039;&amp;#039;Anorganische Chemie&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, de Gruyter, Berlin 2003, S.&amp;amp;nbsp;531–534, ISBN 3-11-017903-2.&lt;br /&gt;
* Stefan Kubik: &amp;#039;&amp;#039;Charge-transfer-Komplexe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Römpp Chemie-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Thieme Verlag, Stand November 2005.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kaim | W. Kaim]], S. Ernst, S. Kohlmann: &amp;#039;&amp;#039;Farbige Komplexe: das Charge-Transfer-Phänomen&amp;#039;&amp;#039; in: Chemie in unserer Zeit 21 (1987) S.&amp;amp;nbsp;50–58; {{DOI|10.1002/ciuz.19870210204}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Universität Ulm, Experiment des Monats: {{Webarchiv | url= http://www.chemie.uni-ulm.de/experiment/edm0012.html | wayback = 20080416122943 | text = Chinhydron}}&lt;br /&gt;
* Prof. Blumes Tipp des Monats: [https://www.chemieunterricht.de/dc2/tip/brenzkat.htm Experimente mit Brenzkatechin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4147587-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplex| Charge-Transfer-Komplexe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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