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	<title>Chaostage - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Punkertreffen. Für den gleichnamigen Film siehe [[Chaostage – We Are Punks!]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaostage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Treffen von [[Punk]]s in verschiedenen Städten bezeichnet, die mit Aufrufen zu Gewalt und Zerstörung im Vorfeld und großer medialer Aufmerksamkeit einhergehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nagel&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Nagel (Politiker, 1960)|Karl Nagel]]: [https://web.archive.org/web/20071220103758/http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1024/ordnung_ist_boese.html Chaos-Tage: Ordnung ist böse], [[einestages]], 18. Dezember 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten Chaostage fanden 1983 in der [[Niedersachsen|niedersächsischen]] Landeshauptstadt [[Hannover]] statt und richteten sich gegen eine geplante [[Punker-Kartei]] der [[Polizei]]. Bei den seitdem mehr oder weniger regelmäßig stattfindenden Chaostagen kam es – besonders bei den Chaostagen 1995 – immer wieder zu heftigen [[Ausschreitung]]en und [[Straßenschlacht]]en mit der Polizei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;intro&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Frömberg: {{Webarchiv|url=http://www.intro.de/kuenstler/interviews/23071546/ute-wieners-und-karl-nagel-ueber-chaostage-und-punk-sie-tanzten-auf-den-barrikaden |wayback=20130529030752 |text=Ute Wieners und Karl Nagel über Punk}}, [[Intro (Zeitschrift)|Intro]], 16. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei beteiligten sich neben Punks zum Teil auch [[Autonome]] und andere [[Politische Linke|linke]] und [[Linksradikalismus|linksradikale]] Gruppen, [[Hooligan]]s, [[Skinhead]]s sowie andere erlebnisorientierte und gewaltbereite Jugendliche und Erwachsene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Chaostage&amp;#039;&amp;#039; auch in anderen Bezügen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,541269,00.html Hessische Chaostage: Der Aussitzer], [[Der Spiegel]], 16. März 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/politik/ausland/2013-07/portugal-regierungskrise-chaos Chaostage in Portugal], [[Die Zeit]], 3. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 1980er Jahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BiafraAufruf82.ogg|mini|Aufruf zu den ersten Chaos-Tagen]]&lt;br /&gt;
Ein Vorläufer der &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Chaostage&amp;#039;&amp;#039; fand 1982 an mehreren Samstagen in [[Wuppertal]] statt. Anlass war der Versuch der dortigen Stadtverwaltung, den dort lebenden Punks zu verbieten, sich in Gruppen um einen zentralen Brunnen in der Innenstadt zu versammeln. Dies bewirkte jedoch, dass sich fortan nicht nur Wuppertaler, sondern auch Punks aus anderen Orten in Wuppertal trafen. Diese Treffen wurden „Wuppertaler Punk-Treffs“ genannt. 1982 kam es dann in [[Elberfeld]] zu Straßenschlachten zwischen Punks und der Polizei&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=René Haack |url=https://jungle.world/artikel/2025/01/chaostage-hannover-punks-gegen-alle |titel=Punks gegen alle |sprache=de |abruf=2025-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Jahr später gab es [[Krawall]]e zwischen Punks und [[Rechtsextremismus|rechtsradikalen]] [[Skinhead]]s mit mehreren Verletzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster Chaostag in Hannover kann bereits der 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 1982 gelten. Ein Tondokument {{Audio|BiafraAufruf82.ogg|Jello Biafra ruft zum Chaostag auf}} belegt, dass [[Jello Biafra]] während des Auftritts der [[Dead Kennedys]] zwei Tage zuvor am 16. Dezember 1982 im Kursaal in [[Bad Honnef]] ausdrücklich zu „Chaostagen“ aufrief und sich dabei ebenfalls auf die geplante [[Punker-Kartei]] bezog, in der Jugendliche mit auffälligem Aussehen registriert wurden, auch wenn sie in keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten verwickelt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Nagel: {{Webarchiv|url=http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Das-Chaos-hat-heute-Geburtstag-30-Jahre-Chaostage |wayback=20181203092018 |text=Das Chaos hat heute Geburtstag - 30 Jahre Chaostage |archiv-bot=2022-10-17 04:44:41 InternetArchiveBot }} [[Neue Presse (Hannover)|Neue Presse]] vom 17. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten „offiziellen“ Chaostage fanden vom 1.–3.&amp;amp;nbsp;Juli 1983 in Hannover statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gunkel: [https://web.archive.org/web/20130706001152/http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a28894/l0/l0/F.html 30 Jahre Chaostage: „So ein Leben hältst du nicht ewig durch“], [[einestages]] auf [[Spiegel Online]], 2. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Idee eines großen Punk- und Skin-Treffens war die, möglichst viele „karteiwürdige“ Menschen nach Hannover zu holen, um so diese Kartei ad absurdum zu führen.&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Reichardt: [https://www.ndr.de/kultur/geschichte/schauplaetze/chaostage101.html &amp;#039;&amp;#039;Chaostage oder die „Schutt-und-Asche-Legende“&amp;#039;&amp;#039;], [[NDR online]], 16. Dezember 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Chaos Days 1984.jpg|mini|Chaostage 1984 in [[Hannover]]]]&lt;br /&gt;
Auch 1984 und 1985 trafen sich dann, allerdings jeweils am ersten Augustwochenende, wieder Punks und andere linke Gruppen in Hannover. Diese Treffen standen ursprünglich unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;Punks &amp;amp; Skins United&amp;#039;&amp;#039;. Allerdings zeigte sich bald, dass die Skins rechtsradikal unterwandert waren, weshalb es auch 1984 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Punks und Skins in der Innenstadt kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/geschichte/chaostage-1983-in-hannover-punks-damals-und-heute-a-951176.html|titel=Chaostage 1983: „So ein Leben hältst du nicht ewig durch“|autor= |werk=Spiegel Online|zugriff=2016-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach diesen Auseinandersetzungen zogen sich die Punks auf das Gelände des [[Unabhängiges Jugendzentrum Glocksee|UJZ Glocksee]] zurück, wo sie von der Polizei eingekesselt wurden. Als die Polizei im Innenhof des Geländes Tränengas einsetzte, wurde in der darauf folgenden Panik das Café des UJZ Glocksee von den eingekesselten Punks zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 1989 waren „Internationale Chaostage“ geplant. Zu diesem Treffen kamen jedoch weniger Punks als erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte der 1980er nennen sich zahlreiche größere und kleinere Treffen von Punks auch außerhalb Hannovers &amp;#039;&amp;#039;Chaostage&amp;#039;&amp;#039;, haben aber außer dem Namen oft nicht viel mit diesen gemein.&lt;br /&gt;
1987 versammelten sich im Ostwestfälischen [[Lübbecke]] am zweiten Augustwochenende ca. 1000 Punks aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und England zu einem friedlichen und ruhigen [[Bierbrunnenfest]]. Drei Jahre später wurde kein Freibier mehr an die Punks ausgeschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jessica Kleinehelftewes: [https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/luebbecke/6948015_Als-das-Bier-in-Eimern-serviert-wurde.html Als das Bier in Eimern serviert wurde], [[Neue Westfälische]], 10. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Burmeister: [http://www.mopad.de/pdf/in_einem_land_wo_bier_und_honig_fliessen.pdf In einem Land wo Bier und Honig fließen], Chaostage 1987 in Lübecke (PDF), mopad.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1990er Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem es in den Jahren ab 1985 weitgehend ruhig geworden war, kam es 1994 und im August 1995 überraschend zu erneuten Chaostagen in Hannover. Die Chaostage der 1990er Jahre zeichneten sich durch teilweise heftige Auseinandersetzungen der Punks und einheimischer Jugendlicher mit der Polizei aus. Doch nicht nur Hannover wurde als Veranstaltungsort gewählt, auch die Insel [[Sylt]] war im März 1995 ein &amp;#039;Austragungsort&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matthies |Titel=Erinnerung an den Chaostag auf Sylt: Auf LSD in den Knast |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2022-05-21 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Erinnerung-an-den-Chaostag-auf-Sylt/!5855444/ |Abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Chaostagen vom 4. bis 6. August 1995 in der [[Nordstadt (Hannover)|Nordstadt]] von Hannover kam es zu [[Straßenschlacht]]en zwischen rund 2.000 Teilnehmern und bis zu 3.500 Polizisten und [[Bundesgrenzschutz]]beamten aus zehn Bundesländern, dabei wurden 180 Polizisten und eine nicht genau bekannte Anzahl Chaostage-Besucher verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Hannover/Uebersicht/Mit-aller-Gewalt-Chaostage-erschuettern-Hannover |wayback=20150924041032 |text=Als die Chaostage Hannover erschütterten }}. Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese fanden auch auf dem Sprengelgelände statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.haz.de/lokales/hannover/als-die-chaostage-hannover-erschuetterten-B2O6M4OBRFUDANZSCKDQ5K2AXI.html |titel=Mit aller Gewalt: Chaostage erschüttern Hannover |sprache=de |abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen 220 Chaostage-Besucher wurde später Anklage wegen verschiedener Delikte erhoben. Die [[Massenmedien|Medien]] sprachen von [[Bürgerkrieg|bürgerkriegsähnlichen]] Zuständen, Aufsehen erregte die Plünderung eines [[Penny Markt|Penny-Supermarktes]] in der Nordstadt. Der Chef der Landespolizei, Hans-Dieter Klosa, sagte im Nachhinein: „Das war fast wie im Bürgerkrieg“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHZ&amp;quot;&amp;gt;[https://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/leute/chaostage-1995-krawall-der-schluempfe-gegen-expo-staat-und-bezahlbier-id10315776.html Chaostage 1995: Krawall der Schlümpfe gegen Expo, Staat und Bezahlbier]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. August verlagerte sich das Geschehen in den Stadtteil [[Linden-Nord]], wo zeitgleich das [[Fährmannsfest Hannover]] als alternatives Open-Air-Festival stattfand. Nachdem am frühen Abend ein Bierstand mit den Worten „Freibier für alle!“ überfallen wurde, wurde das Fährmannsfest von der Polizei gestürmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.chaostage.de/a/geschichte/p/1995.php|titel=Die Ereignisse im Jahr 1995|hrsg=chaostage.de|zugriff=2015-07-30|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160308013140/http://www.chaostage.de/a/geschichte/p/1995.php|archiv-datum=2016-03-08 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch am [[Am Steintor (Hannover)|Steintor]] kam es zu Randale.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.haz.de/lokales/hannover/als-die-chaostage-hannover-erschuetterten-B2O6M4OBRFUDANZSCKDQ5K2AXI.html |titel=Mit aller Gewalt: Chaostage erschüttern Hannover |sprache=de |abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Polizei hatte bei den Chaostagen nach eigenen Angaben auf eine [[Deeskalation]]sstrategie gesetzt, die aber das Gegenteil bewirkte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHZ&amp;quot;/&amp;gt; so dass sich der damalige niedersächsische Ministerpräsident [[Gerhard Schröder]] und sein Innenminister [[Gerhard Glogowski]] bundesweit Kritik für ihre Strategie gefallen lassen mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Jach, Hans-Dieter Götz, Ludwig Rademacher: {{Toter Link |datum=2024-11 |url=http://www.focus.de/politik/deutschland/hannover-chaos-statt-sicherheit_aid_153589.html |text=Hannover: Chaos statt Sicherheit |archivebot=2024-11-14 08:50:14 InternetArchiveBot}}, [[Focus]], 14. August 1995&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt kam es zu 400 Verletzten,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/geschichte/Drei-Tage-im-August-Chaostage-in-Hannover,chaostage184.html |titel=Drei Tage im August: Chaostage in Hannover |sprache=de |abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 180 Verletzte waren Polizisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.haz.de/lokales/hannover/als-die-chaostage-hannover-erschuetterten-B2O6M4OBRFUDANZSCKDQ5K2AXI.html |titel=Mit aller Gewalt: Chaostage erschüttern Hannover |sprache=de |abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1996 kam es am ersten Augustwochenende zu einer bisher nicht dagewesenen Polizeipräsenz von über 10.000 Beamten in der gesamten Stadt Hannover, die jeden Versuch, Chaostage zu veranstalten, im Keim ersticken sollte. Dies gelang bei einer Anzahl von Punks, die nur im oberen dreistelligen Bereich lag, mühelos. Da an diesem Wochenende in vielen Stadtteilen buchstäblich an jeder Ecke Polizei stand, wurde von Kritikern auch ironisch von „Ordnungstagen“ gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.grundrechte-report.de/1997/inhalt/details/back/inhalt-1997/article/chaostage-1996-in-bremen-polizeigewahrsam-fuer-punktypisches-aussehen-2/ Martin Stucke, &amp;#039;&amp;#039;Grundrechte-Report 1997&amp;#039;&amp;#039;, „Chaostage“ 1996 in Bremen: Polizeigewahrsam für „punktypisches Aussehen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.grundrechte-report.de/1997/inhalt/details/back/inhalt-1997/article/soziale-saeuberung-per-platzverweis-2/ Rolf Gössner, &amp;#039;&amp;#039;Grundrechte-Report 1997&amp;#039;&amp;#039;, Soziale „Säuberung“ per Platzverweis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1996/33/hannover.txt.19960809.xml Thomas Kleine-Brockhoff, &amp;#039;&amp;#039;DIE ZEIT&amp;#039;&amp;#039;, 1996, „Chaostage 96: Hannover als Stadt der eingeschränkten Grundrechte“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 2000 ===&lt;br /&gt;
Für das [[EXPO 2000|EXPO]]-Jahr 2000 waren erneut Chaostage in Hannover angekündigt, die jedoch nicht die Ausmaße von 1995 erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article527015/Chaostage-in-Hannover-Die-Polizei-griff-schnell-durch.html Die Welt vom 7. August 2000: Chaostage in Hannover - Die Polizei griff schnell durch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Initiator [[Karl Nagel (Politiker, 1960)|Karl Nagel]] hatte eine umfangreiche [[Parodie|parodistische]] Website erstellt, die vollkommen überzogene Erwartungen weckte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ernst Corinth |url=https://www.heise.de/tp/features/Expo-und-Chaos-Tage-2000-3446840.html |titel=Expo und Chaos-Tage 2000 |abruf=2020-07-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem befanden sich zur Zeit der Expo sehr viele Jugendliche in der Stadt und es kam zu hunderten von Festnahmen durch die Polizei, vor allem auch auf dem [[Sprengelgelände|Gelände der besetzten ehemaligen Schokoladenfabrik Sprengel]] in der Nordstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.heise.de/tp/features/Regierung-setzt-im-Kampf-gegen-Rechts-auf-Bundesgrenzschutz-3450469.html Heise-Ticker zu Chaos-Tage 2000]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.welt.de/print-welt/article527015/Chaostage-in-Hannover-Die-Polizei-griff-schnell-durch.html Chaostage in Hannover - die Polizei griff schnell durch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hannoversche Allgemeine Zeitung |url=https://www.haz.de/lokales/hannover/20-jahre-chaostage-in-hannover-MG2K7PT6TC5G547XI4U6D2QBO4.html |titel=20 Jahre Chaostage in Hannover |datum=2015-08-03 |sprache=de |abruf=2024-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem gab es bereits im Vorfeld einen Anschlag von [[Autonome]]n auf die Bahnstrecke Hannover–Hamburg, der sich auf die Expo in Hannover bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.welt.de/print-welt/article517765/Anschlag-auf-Bahn-Autonome-nehmen-die-Expo-ins-Visier.html Anschlag auf Bahn: Autonome nehmen die Expo ins Visier] Welt.de, vom 8. Juni 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 3. bis zum 5. August 2001 wurden Chaostage in [[Cottbus]] und [[Dortmund]] angekündigt. In Cottbus versammelten sich relativ wenige Jugendliche; nach Berichten wurden 58 Personen in Cottbus kurzzeitig in [[Polizeigewahrsam]] genommen. In Dortmund trafen sich etwa 700 Punks, von denen mehr als 500, nach kleineren Zwischenfällen, in Gewahrsam genommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2002 sollten Chaostage vom 2. bis zum 4. August in [[München]] stattfinden. Sie waren nach Medienberichten als Protest gegen den Kanzlerkandidaten der CDU/CSU, [[Edmund Stoiber]], geplant. Die Münchner Polizei reagierte auf die Ankündigung mit einer „[[Null-Toleranz-Strategie]]“. Allerdings reisten ohnehin kaum Punks an, so dass die Chaostage praktisch ausfielen. Eine Sonderverfügung untersagte alle „Handlungen, die mit Chaostagen zu tun haben“. In der [[Boulevard-Presse]] wurde dieses Vorgehen sehr gelobt ([[Bild-Zeitung|Bild]]: „Punker prallen an Festung München ab“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 5. bis 7. August 2005 fanden wieder Chaostage in Hannover statt. Ungefähr 300 bis 500 Punks trafen sich in der Stadt. Die Polizei nahm bereits am Freitag, dem 5. August knapp 90 Punks in Gewahrsam. Bei einer Wahlveranstaltung der [[APPD|Anarchistischen Pogo Partei Deutschlands]] am 6. August am [[Kröpcke]] setzte die Polizei ein striktes Alkohol- und Hundeverbot durch. Nach ersten Ausschreitungen in der Innenstadt sowie an der [[Universität Hannover]] löste die Polizei die Veranstaltung auf, kesselte einen Großteil der anwesenden Punks vor dem Hauptbahnhof über ca. drei Stunden ein und nahm sie für bis zu acht Stunden in Gewahrsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 4. bis 6. August 2006 trafen sich ungefähr 300 bis 450 Punks, Skins und Freunde, viele in neutraler Kleidung, in Hannover. Etwa 1000 Polizisten waren im Einsatz und erteilten allen größeren Gruppen einen Platzverweis für die Innenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Juni 2007 trafen sich ungefähr 200 Punks, Skins und Autonome sowie Karl Nagel in [[Elberfeld|Wuppertal-Elberfeld]], um das 25-jährige Jubiläum der Chaostage zu feiern. Etwa 300 Polizisten nahmen letztlich 47 Punks fest, sprachen gegen 42 Randalierer Aufenthaltsverbote aus und erteilten 150 Platzverweise. Ein Beamter und mehrere Punks wurden verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 10. bis 14. Oktober 2012 fanden die „internationalen Chaostage“ in Karlsruhe statt. Als Begründung für den Austragungsort wurde das stattfindende „Karlsruher Stadtfest“ mit dem stattfindenden „Maskottchentreffen“ sowie die zahlreichen Baustellen der Stadt genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kaos10.noblogs.org/ Internetseite der Chaostage 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem starken Aufgebot hatte die Polizei den Versuch von etwa 60–70 Punks unterbunden, in das „Substage“ auf dem ehemaligen Schlachthofgelände einzudringen. In den Räumlichkeiten fand zu diesem Zeitpunkt ein von rund 300 Personen besuchtes friedliches Konzert der Altpunkband [[Slime (Band)|Slime]] statt. Bereits am späten Nachmittag und in den früheren Abendstunden hatten sich rund 60 Punks auf dem [[Messplatz]] eingefunden und sich friedlich niedergelassen. Bei der späteren Fest- beziehungsweise [[Polizeigewahrsam|Gewahrsamnahme]] von 71 Punks, die zum Teil bis zum nächsten Tag anhielt, setzte die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke ein.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=boulevard-baden vom 11. Oktober 2012: Punkertreffen vor Substage führte zu Polizeigroßaufgebot |url=http://www.boulevard-baden.de/lokales/polizei-news/2012/10/11/punkertreffen-vor-substage-fuhrte-zu-polizeigrosaufgebot-553062/ |wayback=20121014055544     }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-10 |url=http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=10431676/1p44lq8/ |text=swr.de vom 14. Oktober 2012: 70 Punker versuchen Musikclub zu stürmen |archivebot=2022-10-17 04:44:41 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt wurden über hundert Platzverweise durch die Polizei ausgesprochen, teilweise ein bis einschließlich Sonntagabend geltendes Aufenthaltsverbot für den innerstädtischen Bereich.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=boulevard-baden.de vom 14. Oktober 2012: Keine weiteren Störungen durch Punkertreffen |url=http://www.boulevard-baden.de/lokales/polizei-news/2012/10/14/keine-weiteren-storungen-durch-punkertreffen-554015/ |wayback=20121020124225   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 2013 wurde zu Chaostagen nach [[Heidelberg]] am ersten Juliwochenende aufgerufen.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Nur-Gerede-Autonome-drohen-Heidelberg-Chaostage-an-_arid,31915.html Nur Gerede? Autonome drohen Heidelberg „Chaostage“ an]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|wayback=20100329003018|url=http://chaostage2013.wordpress.com/aufruf/|text=Aufruf zu den Chaostagen 2013 in Heidelberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kamen allerdings weitaus weniger Teilnehmer als angekündigt. Zugleich wurde wieder für Hannover am ersten Augustwochenende mobilisiert. Ein Konzert der Fun-Punk-Band „[[Abstürzende Brieftauben]]“, der Band „Kein Hass da“ (mit Frontsänger Karl Nagel) und drei weiteren Bands fand am ersten Samstag im August begleitend zu den Chaostagen in Hannover statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oliver-herbertz.de/publikationen/Chaostage_2013.pdf Heidelberg und Hannover im Vergleich]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
* 1996 brachte Highdive Records mit dem Herausgeber [[Konrad Kittner]] den Sampler &amp;#039;&amp;#039;Chaostage „Schöne Grüße aus Hannover“&amp;#039;&amp;#039; auf den Markt, auf dem [[Schrottgrenze]], [[Recharge (Band)|Recharge]], [[Boskops]] und viele andere Hannover Bands vertreten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showFirstResultSite&amp;amp;currentResultId=partOfAuthority%3D330082620%26any&amp;amp;selectedCategory=any &amp;#039;&amp;#039;Konrad Kittner&amp;#039;&amp;#039;] im Katalog der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]; [https://www.discogs.com/Various-Chaostage-Grüße-Aus-Hannover/release/2912564 „Chaostage - Grüße Aus Hannover“], [[Discogs]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Für die Chaostage 2000 produziert die Band [[Knochenfabrik]] den Song &amp;#039;&amp;#039;Expo 2000&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=zgnWtYK-rqc Knochenfabrik - Expo 2000 Chaostage Hymne], [[YouTube]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2016 erschien auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;DER&amp;#039;&amp;#039; der Punk-Band [[WIZO (Band)|WIZO]] das Lied &amp;#039;&amp;#039;Chaostage94.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.youtube.com/watch?v=fL8W7XIFiAI|titel=WIZO - &amp;quot;Chaostage94&amp;quot; (official 7/13)|autor=WIZO|werk=[[YouTube]]|datum=2016-08-11|zugriff=2017-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Song „Motherfucker 666“ der [[Die Ärzte|Ärzte]] vom Album „[[Le Frisur]]“ werden die Chaostage erwähnt. („Ich scheiße auf die Chaos-Tage und auf das System“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.bademeister.com/v11/php/diskografie.php?tid=297&amp;amp;p=3&amp;amp;a=10&amp;amp;l=1113213656461&amp;amp;aid=42|titel=die ärzte – Offizielle Homepage|zugriff=2024-03-16|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170427100459/http://www.bademeister.com/v11/php/diskografie.php?tid=297&amp;amp;p=3&amp;amp;a=10&amp;amp;l=1113213656461&amp;amp;aid=42|archiv-datum=2017-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Song &amp;#039;&amp;#039;Was wird aus Hannover&amp;#039;&amp;#039; von [[Thees Uhlmann]] vom Album &amp;#039;&amp;#039;Junkies und Scientologen&amp;#039;&amp;#039; werden die Chaostage erwähnt. („Wir waren wie Hannover, Wie Chaostage unbeliebt.“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://genius.com/Thees-uhlmann-was-wird-aus-hannover-lyrics |titel=Thees Uhlmann – Was wird aus Hannover |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
1996 kam der Film &amp;#039;&amp;#039;Krieg der Welten – Chaostage Hannover 1995&amp;#039;&amp;#039; in Umlauf, der in der Punkszene schnell [[Kultstatus]] errang. Er besteht aus diversen Zusammenschnitten von [[Nachrichtensendung]]en und [[Spielfilm]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 wurde der [[Episodenfilm]] &amp;#039;&amp;#039;[[Chaostage – We Are Punks!]]&amp;#039;&amp;#039; von Regisseur [[Tarek Ehlail]] gedreht. Punks, die auch an den echten Chaostagen beteiligt waren, wirken mit. Die Geschichte an sich bezieht sich jedoch nicht auf die realen Ereignisse, sondern versucht mit einer [[Absurdität|absurden]] Verknüpfung von Zufällen die Entstehung des Phänomens auf [[Ironie|ironische]] und [[Satire|satirische]] Weise zu „erklären“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/chaos-in-saarbruecken/ „Chaos in Saarbrücken“, in: &amp;#039;&amp;#039;die tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 16. August 2007].&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese beziehen sich auf das gleichnamige Buch von [[Moses Arndt]]. Dokumentarischen Charakter erhält der Film durch Interviewszenen mit an den Chaostagen beteiligten Punks. Der Film feierte am 3. Oktober 2008 in Hannover Premiere. Der [[Chaostage – We Are Punks! (Soundtrack)|gleichnamige Soundtrack]] mit vielen Bezügen zu den Treffen wurde wegen des Liedes &amp;#039;&amp;#039;[[Wir wollen keine Bullenschweine]]&amp;#039;&amp;#039; von der [[Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien]] indiziert. Bei einem Punkkonzert am Tag der Premiere des Films kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Punks und der Polizei in der Nordstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.polylog.tv/videothek/videocast/15924/ |wayback=20081204014517 |text=„Kalkulierte Randale als Punkfilmpromotion“, in: &amp;#039;&amp;#039;ARD - Polylux / polylog.tv&amp;#039;&amp;#039;, 5. Oktober 2008 }}. Abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Polizei nahm 74 Personen in Gewahrsam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.express.de/chaostage-film-premiere-punkerrandale-in-hannover-22093842 |titel=Chaostage-Film-Premiere: Punkerrandale in Hannover |datum=2008-10-04 |abruf=2020-07-06 |sprache=de-DE |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chaostage als Medienbegriff für Turbulenzen aller Art ==&lt;br /&gt;
Etwa seit den 2000er&amp;amp;nbsp;Jahren wird der Ausdruck Chaostage für verwirrte oder ungewöhnlich ungeordnete gesellschaftlich-politische Ereignisse und Zustände von vielerlei Art und ohne Bezug zur Punkszene benutzt (z.&amp;amp;nbsp;B. Bundesregierung/Koalitionskrisen, Führungskrise in der Deutschen Bank, [[Griechische Staatsschuldenkrise|Griechenlandkrise]], AfD-Parteitag, [[G8-Gipfel in Genua 2001|G8-Gipfel in Genua]] u.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Von [[Konservatismus|konservativ]]-[[Bürgertum|bürgerlicher]] Seite wurden besonders die früheren Chaostage als reine „Randale“ wahrgenommen. Politische Ziele seien nicht erkennbar, es handele sich weniger um politische [[Demonstration]]en, sondern vielmehr um [[Ritual]]e der [[Gewalt]], vergleichbar mit dem [[Erster Mai in Kreuzberg|1. Mai in Berlin-Kreuzberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch von [[Alternativbewegung|alternativer]] und [[Politische Linke|linker]] Seite wurden die Veranstaltungen wegen Inhaltsleere und Bürgerschreck-Mentalität kritisiert: Die Treffen lieferten – so die Kritiker – einer [[Law-and-Order-Politik]] Argumente und dienten erlebnisorientierten sowie gewaltbereiten Jugendlichen als [[Abenteuerspielplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[APPD|Pogo-anarchistischer]] Sicht bestand die Zielsetzung der Chaostage früher hauptsächlich darin, provokativ gegen Repression und Entrechtung von Punks vorzugehen. Seit den 1990er Jahren ist vor allem das Bestreben erkennbar, den [[Mythos]] Chaostage am Leben zu erhalten und den sensationslüsternen Medien, Politikern und Bürgern künstlich übersteigerte Krawallgefahren anzubieten, die diese dankbar annahmen, um so ein Stück unterhaltsame [[Realsatire]] zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mlynek]] in: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 110.&lt;br /&gt;
* Oliver Herbertz (2011): [http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-531-92902-6_16 Die Organisation von Chaostagen]. Analyse zur Konstruktion von Objektivität. in: Betz, Gregor/Hitzler, Ronald/Pfadenhauer, Michaela (Hrsg.): Urbane Events. Wiesbaden: VS, S. 245–260.&lt;br /&gt;
* Scharf, Philipp (2020): [https://www.fodex-online.de/demokratie-dialog-artikel/dont-know-what-i-want-but-i-know-how-to-get-it/ „Don&amp;#039;t know what I want. But I know how to get it.“ Hannover versinkt im Chaos]. In: Demokratie-Dialog Nr. 7, 2020, {{ISSN|2568-0641}}, S. 20–27.&lt;br /&gt;
* Ute Wieners: &amp;#039;&amp;#039;Zum Glück gab es Punk. Autobiografische Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Arbeitskreis Regionalgeschichte, Neustadt 2012, ISBN 978-3-930726-18-9&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Frömberg: {{Webarchiv|url=http://www.intro.de/popmusik/ute-wieners-und-karl-nagel-uber-chaostage-und-punk |wayback=20150915012103 |text=»Sie tanzten auf den Barrikaden«: Ute Wieners und Karl Nagel über Chaostage und Punk   }}, [[Intro (Zeitschrift)|Intro]] #212, 16. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ute Wieners: &amp;#039;&amp;#039;Sprengel für alle.&amp;#039;&amp;#039; Edition Region + Geschichte, Neustadt 2017, ISBN 978-3-930726-32-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20071220103758/http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1024/ordnung_ist_boese.html „Ordnung ist böse“ ein Artikel des Mit-initiators Karl Nagel]&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;amp;dig=2001/04/28/a0223 Klaus Frick, &amp;#039;&amp;#039;Ein Reigentanz zum Knüppeltakt&amp;#039;&amp;#039;, taz 28. April 2001]&lt;br /&gt;
* [https://sensei-d.beepworld.de/chaostage.htm Prof. Heiko Geiling (Institut für Politische Wissenschaften, Universität Hannover), &amp;#039;&amp;#039;Punk als politische Provokation: Mit den Chaos-Tagen in Hannover zur Politik des &amp;#039;gesunden Volksempfindens&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/view_play_list?p=61F1DD6E359568EC 3 YouTube-Videos mit Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Über die Organisation von Chaos(-Tagen)&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_523481&amp;amp;list=PLEC6DE0120D32DE8F&amp;amp;src_vid=hs8gJqrDrbo&amp;amp;v=I1JBFZslX54 2 YouTube-Videos mit Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Chaostage in Zeiten von Facebook-Partys&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.oliver-herbertz.de/publikationen/Chaostage_2012.pdf Oliver Herbertz (Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Technische Universität Dortmund): Chaostage 2012. Erfahrungsbericht eines Ethnographen bei der Feldforschung.] (PDF; 422&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Hannoversche Allgemeine: Fotoserie [https://www.haz.de/lokales/hannover/20-jahre-chaostage-in-hannover-MG2K7PT6TC5G547XI4U6D2QBO4.html 20 Jahre Chaostage in Hannover]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktionstag in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufruhr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anarcho-Punk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugendkultur (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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