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	<title>Chaos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chaos&amp;diff=218163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Verlinkung</title>
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		<updated>2025-08-23T06:45:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈkaːɔs}}] (von {{grcS|χάος|cháos|de=der weite leere Raum}}) bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;alltagssprachlich&amp;#039;&amp;#039; zumeist einen Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung (Wirrwarr), also fehlender Ordnung bzw. [[Organisation]]. In der &amp;#039;&amp;#039;antiken Mythologie&amp;#039;&amp;#039; und in der &amp;#039;&amp;#039;Philosophie&amp;#039;&amp;#039; fungiert er im Rahmen von [[Kosmogonie]]n und [[Kosmologie]]n als Gegenbegriff zu &amp;#039;&amp;#039;Kosmos&amp;#039;&amp;#039;, dem griechischen Begriff für die (Welt-)Ordnung oder das geordnete [[Universum]], in &amp;#039;&amp;#039;modernen naturwissenschaftlichen Theorien&amp;#039;&amp;#039; ([[Chaosforschung]]) hingegen zur Bezeichnung der Unvorhersagbarkeit von Prozessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Lobenhofer (2019): &amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039; [deutschsprachige Fassung]. In: Thomas Kirchhoff (Hrsg.): [https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/oepn Online Encyclopedia Philosophy of Nature / Online-Lexikon Naturphilosophie], [[doi:10.11588/oepn.2019.0.68092]]; https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/oepn/article/view/68092&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Etymologisch hängt das Wort mit dem griechischen Verb {{lang|grc|χαίνειν|chaínein|de=klaffen, gähnen}} zusammen, bedeutet also ursprünglich etwa „klaffender Raum“, „gähnende Leere“, „[[Kluft (Geologie)|Kluft]]“. Das Wort {{lang|grc|χαίνειν}} wird ebenso wie Deutsch &amp;#039;&amp;#039;gähnen&amp;#039;&amp;#039; auf eine vermutete Wortwurzel der [[Indogermanische Ursprache|Indogermanischen Ursprache]] &amp;#039;&amp;#039;*ghen-&amp;#039;&amp;#039; zurückgeführt. &amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039; ist mit dem älteren Wort &amp;#039;&amp;#039;chabos&amp;#039;&amp;#039; verbunden und &amp;#039;&amp;#039;Chabos&amp;#039;&amp;#039; („Gähnschlucht“) heißt eine tiefe Schlucht südlich der Burg von [[Mykene]] auf der [[Peloponnes]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kai Brodersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Stätten am Mittelmeer: Metzler Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; J. B. Metzler, Stuttgart 2016, S. 321.&amp;lt;/ref&amp;gt; vergleichbar der Urschlucht [[Ginnungagap]] („gähnende Kluft“) der [[Nordische Mythologie|nordischen Mythologie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Mann: &amp;#039;&amp;#039;Kosmik und Tragik – Grundzüge der altgriechischen Religions- und Geistesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In:  [https://www.karawane.de/fileadmin/Karawane-Verlag/1982_-_Heft_1_-_Peleponnes_-_1204-1715_-_Im_Zeichen_des_Markusloewen.PDF &amp;#039;&amp;#039;Die Karawane. Vierteljahreshefte der Gesellschaft für Länder- und Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039;] Heft 1/2 (&amp;#039;&amp;#039;Im Zeichen des Markuslöwen. Die Peloponnes 1204–1715&amp;#039;&amp;#039;) 23. Jahrgang, Karawane-Verlag, Ludwigsburg 1982, S. 5–26, hier S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Theogonie]] des griechischen Dichters [[Hesiod]] (ca. 700 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ist das Chaos der Urzustand der [[Welt]]: „Früher als alles entstand das Chaos, aber sodann ward [[Gaia (Mythologie)|Gaia]]…“&amp;lt;ref&amp;gt;Hesiod, &amp;#039;&amp;#039;Theogonie&amp;#039;&amp;#039; 116: {{lang|grc|ἤτοι μὲν πρώτιστα Χάος γένετ᾽· αὐτὰρ ἔπειτα Γαῖ᾽… }} Übersetzung nach [[Heinrich Gebhardt (Altphilologe)|H. Gebhardt]] ([https://www.gottwein.de/Grie/hes/thgde.php online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Chaos besitzt in diesem [[Kosmogonie|kosmogonischen]] Mythos Ähnlichkeit mit dem [[Nichts]] und der Leere. Kinder oder Abkömmlinge des Chaos bei Hesiod sind [[Nyx]] (die Göttin der Finsternis, der Nacht) und [[Erebos]] (der Gott der Finsternis in der Unterwelt). Beide Götter sind zeitgleich aus dem Chaos entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Car garage used for storing lots of junk.jpg|mini|Eine Garage, in der &amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039; herrscht.]]&lt;br /&gt;
Die in der [[Schöpfungsgeschichte (Priesterschrift)|Schöpfungsgeschichte]] der [[Bibel]] ({{B|Gen|1|2}}, vgl. auch {{B|Jer|4|23}}) stehenden Worte „wüst und wirr“ (Lutherübersetzung: „wüst und leer“) bezeichnen eigentlich – ursprünglich das urzeitliche – &amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Gesenius |Titel=Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament |Auflage=18 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-25680-6 |Seiten=1425 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Tanach|hebräischen Bibel]] steht an dieser Stelle {{he|תֹהוּ וָבֹהוּ&amp;amp;lrm;|tōhū wā-ḇōhū}}, das später als &amp;#039;&amp;#039;[[Tohuwabohu]]&amp;#039;&amp;#039; in die deutsche Sprache Einzug gehalten hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Tohuwabohu |titel=Tohuwabohu |werk=Duden |hrsg=Cornelsen Verlag GmbH |datum=2022 |sprache=de |abruf=2022-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Hendiadyoin]] setzt sich aus den Worten {{he|תֹהוּ &amp;amp;lrm;|tōhū}} „Leere“, „Öde“, „Chaos“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, einem verbindenden {{he|וְ&amp;amp;lrm;|wə}} „und“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Gesenius |Titel=Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament |Auflage=18 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-25680-6 |Seiten=288}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und {{he|בּהוּ&amp;amp;lrm;|bōhū}}  „Leere“, „Einöde“, „Chaos“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Gesenius |Titel=Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament |Auflage=18 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-25680-6 |Seiten=126}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammen. Diese entsprechen in der babylonisch-sumerischen Mythologie den Ur-Drachen-Wesen [[Tiamat]] und [[Abzu (Gottheit)]], die vom Gott [[Marduk]] besiegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]] des römischen Dichters [[Ovid]] (ca. 1 n. Chr.) wird das Chaos als eine rohe, ungeordnete Masse, nichts als träges Gewicht und auf einen Haufen zusammengeworfene, im Widerstreit befindliche Samen von Dingen, ohne rechten Zusammenhang beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ovid, &amp;#039;&amp;#039;Metamorphoseon libri 1,7-10&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chaos-Begriff bei [[Paracelsus]] ähnelt in gewisser Weise der späteren Vorstellung von [[Gas]] bei [[Johan Baptista van Helmont]], bleibt jedoch in seiner Bedeutung einigermaßen okkult.&amp;lt;ref&amp;gt;Willem Frans Daems: &amp;#039;&amp;#039;Der Chaos-Begriff bei Paracelsus.&amp;#039;&amp;#039; In: Josef Domes u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Licht der Natur. Medizin in Fachliteratur und Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; Göppingen 1994, S. 65–76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jahrhundert bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Chaos&amp;#039;&amp;#039; in der [[Alltagssprache]] die &amp;#039;&amp;#039;Unordnung&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Gewirr&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Durcheinander&amp;#039;&amp;#039; (etwa eines unaufgeräumten Zimmers). Im Neugriechischen hat sich neben dieser auch die ursprüngliche Bedeutung (als klaffender, unüberbrückbarer Abgrund) bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chaot ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chaot&amp;#039;&amp;#039; wird in der Regel abwertend und [[Polemik|polemisch]] verwendet. Im Alltag bezeichnet man damit meist einen sehr unordentlichen und schlecht organisiert auftretenden Menschen. Des Weiteren dient das Wort „Chaot“ (wie auch „Krawallmacher“) als [[Politisches Schlagwort|politischer Kampfbegriff]], um Angehörige [[Gewaltbereitschaft|gewaltbereiter]] sozialer Gruppen zu bezeichnen, besonders im Zusammenhang mit [[Straßenschlacht]]en und [[Ausschreitung]]en. Die Geburtsstunde dieser Chaoten waren die großen Demonstrationen gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage in [[Wackersdorf]] und das Kernkraftwerk in [[Brokdorf]]. In vielen [[Massenmedien]] wird der Begriff auch für [[Hooligan]]s verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stern.de/sport-motor/fussball/:Krawalle-Leipzig-60-Spiele/582476.html &amp;#039;&amp;#039;Krawalle in Leipzig: 60 Spiele abgesagt&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, 13.&amp;amp;nbsp;Februar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem [[Anarchismus|Anarchisten]], [[Autonome]] und [[Punk]]s werden in politischen Auseinandersetzungen abwertend als „Chaoten“ bezeichnet. Der Begriff wird aber auch für [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] [[Skinhead]]s verwendet. Die Punkszene bezieht sich selbst positiv auf den Begriff und veranstaltete seit den 1980er Jahren mehrmals sogenannte „[[Chaostage]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
* Mathematik und [[Physik]]: ein Zustand nichtlinearer, dynamischer Systeme, siehe [[Chaosforschung]] und [[Entropie]] &lt;br /&gt;
* [[Einsatzlehre]]: die Chaosphase bei [[Lage (Notfalleinsatz)|Einsatzlagen]] aufgrund einer fehlenden Führungsstruktur bzw. eines fehlenden Lagebildes&lt;br /&gt;
* [[Managementlehre]]: geringfügige Einflüsse können ein labiles [[Gleichgewicht (Systemtheorie)|Gleichgewicht]] in massives Ungleichgewicht stoßen ([[Schmetterlingseffekt]]), siehe [[Edward N. Lorenz]]&lt;br /&gt;
* Im [[Diskordianismus]] ist das Chaos, symbolisiert durch [[Eris (Mythologie)|Eris]], als [[Antagonist (Literatur)|Antagonistin]] der durch Aneris symbolisierten Ordnung, von zentraler Bedeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietrich Busse: [http://wwwalt.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ1/mitarbeiter/busse/mat/busse-1989-02.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Chaoten und Gewalttäter“. Ein Beitrag zur Semantik des politischen Sprachgebrauchs.&amp;#039;&amp;#039;] In: Burkhardt, Hebel, Hoberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprache zwischen Militär und Frieden. Aufrüstung der Begriffe?&amp;#039;&amp;#039; G. Narr, Tübingen 1989, S.&amp;amp;nbsp;93–121. (PDF; 337&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Theodor Leiber: &amp;#039;&amp;#039;Kosmos, Kausalität und Chaos. Naturphilosophische, erkenntnistheoretische und wissenschaftstheoretische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spektrum Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Ergon, Würzburg 1996, ISBN 978-3-928034-70-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/chaos/|Chaos|Robert Bishop}}&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w1651}}&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,481072,00.html &amp;#039;&amp;#039;Das bedrohte Wort: Es lebe der Chaot!&amp;#039;&amp;#039;] [[Spiegel online]], 5.&amp;amp;nbsp;Mai 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriff aus der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Protogenos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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