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	<title>Chanson (Alte Musik) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:19:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chanson_(Alte_Musik)&amp;diff=35539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinschreibung, BKS-Link Ballade durch Ballade (Gedicht) ersetzt</title>
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		<updated>2025-10-06T16:58:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinschreibung, BKS-Link &lt;a href=&quot;/index.php/Ballade&quot; title=&quot;Ballade&quot;&gt;Ballade&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Ballade_(Gedicht)&quot; title=&quot;Ballade (Gedicht)&quot;&gt;Ballade (Gedicht)&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In der [[Alte Musik|Alten Musik]] bezeichnet der Terminus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chanson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (heutige Aussprache [{{IPA|ʃɑ̃ˈsɔ̃}}]) eine zentrale [[Formenlehre (Musik)|Form]] der [[Französische Sprache|französischen]] Musik des [[Musik des Mittelalters|Spätmittelalters]] und der [[Musik der Renaissance|Renaissance]]. Eine exakte Definition wirft Probleme auf, da das Wort &amp;#039;&amp;#039;chanson&amp;#039;&amp;#039; im Französischen von jeher im allgemeinsten Sinne jedes [[Gesang|gesungene]] Musikstück bezeichnen kann, also in derselben Weise wie das deutsche &amp;#039;&amp;#039;[[Lied]]&amp;#039;&amp;#039; gebraucht wird. Um den Unterschied zum modernen Genre des [[Chanson]]s zu verdeutlichen –&amp;amp;nbsp;das in keiner nachweisbaren historischen Kontinuität mit der älteren Form steht&amp;amp;nbsp;– verwendet die deutschsprachige Musikwissenschaft für mittelalterliche und frühneuzeitliche Chansons das Femininum. Man spricht also, analog zum französischen &amp;#039;&amp;#039;la chanson&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;die Chanson&amp;#039;&amp;#039;, während die moderne Form im Deutschen normalerweise als Neutrum, also &amp;#039;&amp;#039;das Chanson&amp;#039;&amp;#039;, behandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Versuch einer Eingrenzung dessen, was zur Blütezeit der alten Chanson –&amp;amp;nbsp;die etwa von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts angesetzt wird&amp;amp;nbsp;– im engeren Sinne unter dieser Bezeichnung subsumiert wurde, wird in der Musikwissenschaft auf verschiedene Anhaltspunkte zurückgegriffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Es handelt sich um eine Form der weltlichen Musik, das heißt, bei allem sonstigen Reichtum an Sujets der zugrundeliegenden Texte sind religiöse Themen ausgespart.&lt;br /&gt;
* Damit zusammenhängend sind Chansontexte fast ausnahmslos in der Volkssprache, also Französisch, verfasst. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die politischen Grenzen in der fraglichen Zeit auch nicht annähernd mit denen der Gegenwart übereinstimmen. Ein Großteil der bedeutenden Chanson-Komponisten stammte nicht aus Gebieten, die tatsächlich dem König von Frankreich untertan waren, sondern vielmehr aus [[Burgund]] beziehungsweise den [[Burgundische Niederlande|Burgundischen Niederlanden]].&lt;br /&gt;
* Die Chanson im engeren Sinne ist eine [[Mehrstimmigkeit|mehrstimmige]] Form. Die ebenfalls häufig als &amp;#039;&amp;#039;chansons&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Werke der [[Trobador|Trobadors und Trouvères]] des Hochmittelalters fallen als [[Monophonie|einstimmige]] Musik aus der Betrachtung heraus.&lt;br /&gt;
* Die Chanson gilt als weltliches Gegenstück der [[Motette]]. Diese seinerzeit bedeutendste Form der polyphonen  [[Geistliche Musik|geistlichen Musik]] wies mehrere Stilmerkmale auf, die in dieser Form in der Chanson nicht zu finden sind. Während Chansons, wie erwähnt, ausschließlich auf französische Texte zurückgreifen, können Motetten volkssprachliche und [[latein]]ische Texte kombinieren. Die [[Isorhythmie]] galt als kennzeichnendes musikalisches Stilelement der Motette und wurde dementsprechend in weltlicher Musik so gut wie nicht eingesetzt.&lt;br /&gt;
* Ferner werden als Chansons vorwiegend solche Stücke bezeichnet, deren Worte nicht in den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;formes fixes&amp;#039;&amp;#039; (also insbesondere [[Rondeau (Lied)|Rondeau]], [[Virelai]] und [[Ballade (Gedicht)|Ballade]]) gesetzt sind.&lt;br /&gt;
* Eng verwandt ist die Chanson mit der italienischen Form der &amp;#039;&amp;#039;[[Canzona]]&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Canzone&amp;#039;&amp;#039;, deren Entwicklung sie auch insofern teilt, als beide im Lauf des 16. Jahrhunderts vom [[Madrigal (Musik)|Madrigal]] als wichtigster Gattung weltlicher polyphoner Vokalmusik abgelöst wurden. Die charakteristische [[Rhythmus (Musik)|rhythmische]] Eröffnungsfigur &amp;#039;&amp;#039;lang–kurz–kurz&amp;#039;&amp;#039;, die in der Canzona außerordentlich häufig verwendet wird, ist jedoch in der französischen Variante weniger präsent.&lt;br /&gt;
Als erster wichtiger Komponist von Chansons in diesem spezielleren Sinne wird gewöhnlich [[Guillaume de Machaut]] genannt, da vor ihm so gut wie keine mehrstimmigen Werke überliefert sind, die sich der Gattung zurechnen lassen, auch sind vor Machaut keine Sätze einem namentlich bekannten Musiker sicher zuordenbar. Die ersten Generationen der sogenannten [[Franko-flämische Musik|franko-flämischen Musik]], darunter Komponisten wie [[Guillaume Du Fay]], [[Gilles Binchois]], [[Josquin Desprez]] und [[Johannes Ockeghem]] führten Machauts Tradition fort: In ihrem Schaffen fungiert die Chanson, allgemein gesprochen, aufgrund ihrer relativ wenigen formalen Restriktionen als „Experimentierfeld“ für die strengeren Anforderungen der geistlichen Formen im Kanon der [[Altklassische Vokalpolyphonie|altklassischen Vokalpolyphonie]], also etwa ihren Motetten und [[Messe (Musik)|Messen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MGG1 |Verfasser=G. Reaney, Geneviève Thibault, François Lesure |Lemma=Chanson |Band=2 |SpalteVon=1034 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{MGG2 |Verfasser=Leeman L. Perkins, Herbert Schneider, Lawrence F. Bernstein, Ursula Günther |Lemma=Chanson |Band=S2 |ID=mgg15241}}&lt;br /&gt;
* Nicole Schwindt: &amp;#039;&amp;#039;Musikalische Lyrik in der Renaissance&amp;#039;&amp;#039;. In: Hermann Danuser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikalische Lyrik&amp;#039;&amp;#039;. 1.: &amp;#039;&amp;#039;Von der Antike bis zum 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch der musikalischen Gattungen&amp;#039;&amp;#039; 8,1). Laaber, Laaber 2004, ISBN 3-89007-131-7, S. 137–254.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Grove Music Online|40032|Nigel Wilkin, Howard Mayer Brown, David Fallows, Richard Freedman|Chanson}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liedgattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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