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	<title>Chance - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chance&amp;diff=36841&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Ideologie */ BKL Fix</title>
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		<updated>2025-08-04T10:51:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ideologie: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chance&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈʃɑ̃ːs(ə)}}], auch [{{IPA|ˈʃaŋsə}}]; [[altfranzösisch]] &amp;#039;&amp;#039;cheance&amp;#039;&amp;#039;, „möglicher Fall, Wahrscheinlichkeit, Glücksfall“&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 89; ISBN 3-426260743&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird in der [[Umgangssprache]] eine günstige [[Gelegenheit]] für oder [[Aussicht]] auf einen [[Erfolg]] oder [[Glück]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Im Wörterbuch wird die Chance als „dargebotene, günstige Möglichkeit oder Gelegenheit“ definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gro%C3%9Fw%C3%B6rterbuch_Deutsch_als_Fremdsprach/jWPz5cHbIOYC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=chance+lexikon&amp;amp;pg=PA314&amp;amp;printsec=frontcover PONS GmbH (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 314]&amp;lt;/ref&amp;gt; Chancen sind also stets mit einer positiven Aussicht verbunden, negative Aussichten heißen [[Gefahr]]. Ist ungewiss, ob positive oder negative Aussichten bestehen, wird neutral von [[Risiko]] gesprochen. Ob sich eine Chance verwirklicht, wird sich erst in der [[Zukunft]] zeigen, so dass Chancen stets einer [[Unsicherheit]] unterliegen. Das ist der Grund, warum sich [[Wirtschaftswissenschaft]]en, [[Entscheidungstheorie]], [[Informationstheorie]], [[Spieltheorie]] und [[Stochastik]] mit Chancen, Gefahren und Risiken befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftswissenschaften == &lt;br /&gt;
[[Waldemar Wittmann]] definierte 1959 die Chance als Möglichkeit, „in Wirklichkeit günstiger abzuschneiden, als es aufgrund der Planüberlegungen zu erwarten ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Waldemar Wittmann, &amp;#039;&amp;#039;Unternehmung und unvollkommene Information&amp;#039;&amp;#039;, 1959, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Peter Kupsch]] versteht die Chance als Gewinnmöglichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kupsch, &amp;#039;&amp;#039;Risiko und Entscheidung&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Risiko wird in diesem Zusammenhang als Unsicherheit über den Eintritt möglicher [[Ereignis]]se verstanden, wobei die Unsicherheit auf ein [[Informationsdefizit]] zurückzuführen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bilanzielle_Risikovorsorge_und_au%C3%9Ferbil/0hl1QRDfcWsC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=chance+ungewissheit&amp;amp;pg=PA23&amp;amp;printsec=frontcover Anke Müßig, &amp;#039;&amp;#039;Bilanzielle Risikovorsorge und außerbilanzielle Risikoberichterstattung&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 22]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die subjektive Unsicherheit beim [[Entscheidungsträger]] vorhanden ist und durch subjektive und objektive [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]]en gemessen werden kann, kann für die objektive [[Ungewissheit]] keine [[Wahrscheinlichkeit]] ermittelt werden. Chance ist damit eine positive Ungewissheit, Gefahr eine negative. Chancen und Gefahren werden an [[Ziel]]en gemessen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Betriebswirtschaftslehre]] werden [[Gewinnchance]]n und [[Verlustgefahr]]en thematisiert. Damit befassen sich vor allem die [[Marktteilnehmer]] auf [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] ([[Devisenmarkt|Devisen-]], [[Geldmarkt|Geld-]], [[Kapitalmarkt|Kapital-]] und [[Kreditmarkt]]). Die an den [[Wertpapierbörse]]n gehandelten [[Finanzinstrument]]e wie [[Aktie]]n und [[Anleihe]]n sind typische, mit Gewinnchancen oder Verlustgefahren verbundene [[Finanzierungstitel]]. Die [[Risikoeinstellung]] des [[Risikoträger]]s nimmt dabei folgende [[Priorität]]en ein:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Investition/3aJsDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Gewinnchancen+und+Verlustgefahren&amp;amp;pg=PA196&amp;amp;printsec=frontcover Gerhard Mensch, &amp;#039;&amp;#039;Investition&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 196 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Risikoeinstellung]]&lt;br /&gt;
! [[Priorität|Priorisierung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Risikoscheu]] || [[Verlustgefahr]]en &amp;gt; [[Gewinnchance]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Risikoneutralität]] || [[Verlustgefahr]]en = [[Gewinnchance]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Risikofreude]] || [[Verlustgefahr]]en &amp;lt; [[Gewinnchance]]n&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Risikoscheue schätzt die Verlustgefahren höher ein als die Gewinnchancen (100 [[Geldeinheit]]en Verlust wiegen schwerer als 100 Geldeinheiten Gewinn), während der Risikoneutrale eine indifferente [[Risikoneigung]] besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entscheidungstheorie ==&lt;br /&gt;
Hier kann Risiko als beiderseitige Abweichung vom [[Erwartungswert]] abgebildet werden und beinhaltet dann gleichzeitig Gefahr und Chance.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Risikomanagement_in_Supply_Chains/kAg4z1muM7gC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Entscheidungstheorie+chance&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;printsec=frontcover Markus Amann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Risikomanagement in Supply Chains&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 62]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses „Risiko als Gefahr und Chance“ wird in den meisten Fachgebieten vertreten, so etwa im [[Supply-Chain-Risikomanagement]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Jüttner/Helen Peck/Martin Christopher, &amp;#039;&amp;#039;Supply Chain Risk Management&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 200&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in der Entscheidungstheorie bedeutende [[Entscheidung unter Risiko#Bernoulli-Prinzip|Bernoulli-Prinzip]] als Entscheidungsregel für [[Entscheidung unter Risiko|Entscheidungen unter Risiko]] kennt unter anderem das Dominanzprinzip, wonach bei zwei Wahrscheinlichkeitsverteilungen mit jeweils zwei Ergebnissen (&amp;#039;&amp;#039;einfache Chance&amp;#039;&amp;#039;) diejenige vorzuziehen ist, die den höheren Wert mit der größeren Wahrscheinlichkeit verspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Entscheidungslehre/GnCXEfo61rgC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Entscheidungstheorie+chance&amp;amp;printsec=frontcover Thorsten Hagenloch, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Entscheidungslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chance als mathematische (Gleich-)Verteilung ==&lt;br /&gt;
Aus [[Mathematik|mathematischer]] Sicht bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Chance&amp;#039;&amp;#039; die Möglichkeit des Eintreffens eines günstigen Ereignisses mit einer mathematischen [[Wahrscheinlichkeit]], die größer als Null, aber kleiner als Eins ist. Man bezeichnet dann auch oft die Wahrscheinlichkeit selbst als Chance. Gelegentlich wird Risiko als Wahrscheinlichkeit des Eintreffens eines Ereignisses verwendet; in diesem Fall können Chance und Risiko die gleiche Bedeutung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Informationstheorie ==&lt;br /&gt;
Die [[Problem]]e der [[unvollkommene Information|unvollkommenen Information]] wurden in der ökonomischen Fachliteratur bisher vorwiegend unter den Begriffen „Risiko und Chance“ behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Betriebswirtschaftliche_Informationstheo/_rubBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Informationstheorie+chancen&amp;amp;pg=PA56&amp;amp;printsec=frontcover Wilhelm H. Wacker, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftliche Informationstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1971, S. 56 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[Entscheidung]] ist stets mit Ungewissheiten behaftet durch die ihr zugrunde liegenden Informationsdefizite.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spieltheorie ==&lt;br /&gt;
Für [[Carl Friedrich Gethmann (Philosoph)|Carl Friedrich Gethmann]] ist „der Grad eines Risikos (einer Chance) gleich dem Produkt aus (numerisch ausgedrücktem) [[Schaden]] und (numerisch ausgedrückter) Wahrscheinlichkeit für den Eintritt des Ereignisses“.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Friedrich Gethmann, &amp;#039;&amp;#039;Ethische Probleme der Verteilungsgerechtigkeit beim Handeln unter Risiko&amp;#039;&amp;#039;, in: Annemarie Gethmann-Siefert (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Technik als Gegenstand philosophischer Reflexion&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 42; ISBN 978-3770534869&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin wird Risiko mit Chance gleichgesetzt und die Gefahr nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spiel]] ist die Chance bedingt durch [[Einsatz (Spiel)|Einsatzart und Einsatzhöhe]]. Eine Chance ist bei einem [[Nullsummenspiel]] fair, wenn die Möglichkeit zu gewinnen wenigstens so groß ist wie zu verlieren. In [[Absolute Häufigkeit|absoluter Häufigkeit]] ausgedrückt (siehe [[Odds]]) bedeutet dies eine Chance von &amp;lt;math&amp;gt;1:1&amp;lt;/math&amp;gt; (oder &amp;lt;math&amp;gt;50:50&amp;lt;/math&amp;gt;; „fifty-fifty“), also den Gleichstand beider Möglichkeiten. Als [[relative Häufigkeit]] ausgedrückt entspricht dies einem Verhältnis von &amp;lt;math&amp;gt;1:2&amp;lt;/math&amp;gt; (50 Prozent) – die Gewinnmöglichkeit ist eine von zwei Möglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnisse der häufig angewandten [[SWOT-Analyse]] können als Entscheidungsgrundlage in der [[Spieltheorie]] genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Jenkins/Véronique Amborsini, &amp;#039;&amp;#039;Advanced Strategic Management: A Multi-Perspective Approach&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 46 ff.; ISBN 978-1403985927&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stochastik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Chance (Stochastik)}}&lt;br /&gt;
Eine Chance ({{enS|Odds}}) ist in der [[Wahrscheinlichkeitstheorie]] und [[Statistik]] eine Möglichkeit, Wahrscheinlichkeiten anzugeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Fahrmeir]]/Rita Künstler/[[Iris Pigeot]]/[[Gerhard Tutz]], &amp;#039;&amp;#039;Statistik. Der Weg zur Datenanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 8. Auflage, Springer Spektrum, 2016, S.&amp;amp;nbsp;114; ISBN 978-3662503713&amp;lt;/ref&amp;gt; Mathematisch berechnen sich Chancen wie folgt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R(A) = \frac{\mathbb{P}(A)}{1-\mathbb{P}(A)}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dabei ist  &amp;lt;math&amp;gt;R(A)&amp;lt;/math&amp;gt; der Wert der Chance und &amp;lt;math&amp;gt;\mathbb{P}(A)&amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeit, dass das [[Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Ereignis]] &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancengleichheit ===&lt;br /&gt;
In den [[Gesellschaftswissenschaften]] wird der Begriff der Chance meist mit der Gleichverteilung des Zugangs zu [[Soziale Ressource|gesellschaftlichen Ressourcen]] unter den Angehörigen aller Bevölkerungsgruppen verbunden, so dass alle dieselbe Ausgangsposition haben. Siehe dazu [[Chancengleichheit]] und [[Bildungsparadox]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chancengerechtigkeit ===&lt;br /&gt;
[[Chancengerechtigkeit]] ist die Forderung nach gerechter Verteilung [[soziales Gut|sozialer Güter]] wie [[Bildung]] und [[Erziehung]]. Bei [[Bildungschance]]n zeigt sich, dass manche Chancen auch durch Aktivitäten wahrgenommen werden müssen, um sie nutzen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktion/Handlung ===&lt;br /&gt;
In anderer (nicht-mathematischer) Auffassung bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Chance&amp;#039;&amp;#039; die als solche erkannte Möglichkeit, durch gezieltes Handeln einen im eigenen Interesse liegenden Zustand zu erreichen. Chance bezieht sich hier auf ein Subjekt (Person oder Organisation). Die Nutzung der Chance setzt folglich eine zielgerichtete Aktion des die Chance erkennenden Subjekts voraus. Im Kern liegt die Chance in der zielgerichteten Aktion. Für diese Aktion gibt es auf das Individuum bezogen keine Wahrscheinlichkeit, da das Individuum selber entscheidet, ob es die Aktion ausführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zur mathematischen Sichtweise zeigt sich beispielsweise beim [[Roulette]]. Hier ist die Chance für Rot oder Schwarz im nächsten Spiel jeweils gleich und annähernd 50 Prozent. Ein Spieler, der noch einen [[Jeton]] besitzt, hat die Chance, durch [[Einsatz (Spiel)|Einsatz]] des Jetons sein Vermögen zu vermehren. Ein Spieler, der keinen Jeton (mehr) besitzt, hat keine Chance, seinen Besitz zu vermehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ideologie ===&lt;br /&gt;
Da eine Chance unterstellt, dass sie von nicht weiter zu hinterfragenden [[Randbedingung|Rahmenbedingungen]] abhängt, denen der Inhaber der Chance sich unterwirft, ergibt sich die Möglichkeit ideologischer Nutzung. Chance erscheint als positiv besetzter Begriff. Wer eine Chance hat, soll sie nutzen, weil sie ihm geboten wird. Die Bedingungen für den Erfolg gelten so als nicht zu hinterfragende. Der vermeintliche (subjektive) Vorteil, eine Chance gehabt zu haben, legitimiert insofern die zugrunde liegende Konkurrenz und die Ausgestaltung der konkreten Bedingungen für Erfolg. Die naive Zustimmung zu einer [[Veranstaltung]], in der Chancen gegeben werden, befördert daher vornehmlich den objektiven [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] solcher Interessengruppen/Personen, welche die Bedingungen der Chancen hergestellt haben und kontrollieren ([[Spielbank]], [[Politik]], [[Wirtschaft]], [[Bildung]]). Diejenigen, die die Bedingungen für Chancen festlegen, sind daher auch daran interessiert, dass die grundsätzliche Unwiderrufbarkeit der Bedingungen für die Chancen – es werden ja wirkliche Chancen gegeben – nicht mehr in Frage gestellt wird. So können Interessen der Teilnehmer ideologisch ausgehebelt und die sich statistisch notwendigerweise ergebende Versagerquote als Bündel persönlicher Schuldfragen/Schicksalsfragen diskutiert und problematisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Heid, &amp;#039;&amp;#039;Chancen - im Bildungs- und Beschäftigungssystem&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik 87 (8), 1991, S. 667 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Chance}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Chance}}&lt;br /&gt;
* [[Chancenmanagement]]&lt;br /&gt;
* [[Roulette#Wettmöglichkeiten|Chance beim Roulette]]&lt;br /&gt;
* [[Bildungsparadox]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Heid]]: &amp;#039;&amp;#039;Chancen – im Bildungs- und Beschäftigungssystem&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschr. f. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 87, 1991, 8, S. 667–675&lt;br /&gt;
* Hermann Scherer: &amp;#039;&amp;#039;Glückskinder – Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen&amp;#039;&amp;#039;, Campus, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-593-39349-0&lt;br /&gt;
* Treibmann, Felix: &amp;#039;&amp;#039;Betriebsunterbrechung als Chance&amp;#039;&amp;#039;, St. Gallen: Universität St. Gallen (HSG) 2005 = Dissertation, und Düsseldorf: Setzkasten 2005 = Buchhandelsausgabe (das erste Hauptkapitel befasst sich mit Existenz, Erkennung und Nutzung von Chancen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{Normdaten|TYP=s|GND=4140860-3}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Pädagogik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spieltheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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