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	<title>Chanac - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chanac&amp;diff=1204967&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 2. Juli 2025 um 19:42 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-02T19:42:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die französische Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chanac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Eine Gemeinde im Département Corrèze heißt [[Chanac-les-Mines]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Frankreich&lt;br /&gt;
|nomcommune=Chanac&lt;br /&gt;
|armoiries=Blason Ville 48 Chanac.svg&lt;br /&gt;
|région=[[Okzitanien (Verwaltungsregion)|Okzitanien]]&lt;br /&gt;
|département=[[Département Lozère|Lozère]]&lt;br /&gt;
|arrondissement=[[Arrondissement Mende|Mende]]&lt;br /&gt;
|canton=[[Kanton La Canourgue|La Canourgue]]&lt;br /&gt;
|intercomm=[[Communauté de communes Aubrac Lot Causses Tarn|Aubrac Lot Causses Tarn]]&lt;br /&gt;
|insee=48039&lt;br /&gt;
|cp=48230&lt;br /&gt;
|longitude=03/20/35/O&lt;br /&gt;
|latitude=44/27/59/N&lt;br /&gt;
|alt mini=612&lt;br /&gt;
|alt maxi=1004&lt;br /&gt;
|km²=71.14&lt;br /&gt;
|siteweb=https://www.chanac.fr/&lt;br /&gt;
|image=FR-48-Chanac4.JPG&lt;br /&gt;
|image-desc=Dorfansicht&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chanac&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Frankreich|französische]] [[Gemeinde (Frankreich)|Gemeinde]] des [[Département]]s [[Département Lozère|Lozère]] in der [[Region (Frankreich)|Region]] [[Okzitanien (Verwaltungsregion)|Okzitanien]]. Sie gehört zum [[Arrondissement Mende]] und zum [[Kanton La Canourgue]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Kern des Bergortes mit {{EWZ|FR|48039}} Einwohnern (Stand {{EWD|FR|48039}}) liegt auf einem [[Felssporn]] über dem Tal des [[Lot (Fluss)|Lot]] auf 650 Meter Höhe rund 100 Kilometer nordnordwestlich von [[Montpellier]]. Ein Teil des Gemeindegebiets (u.&amp;amp;nbsp;a. der Weiler &amp;#039;&amp;#039;Le Jas&amp;#039;&amp;#039;) befindet sich auf gut 1000 Meter auf der Hochebene [[Causse de Sauveterre]]. Das Gemeindegebiet ist mit über 71 Quadratkilometern sehr groß und die Bevölkerungsdichte ist wie im ganzen Département Lozère gering. Die Einwohner von Chanac sprechen im Alltag vorwiegend [[Okzitanische Sprache|okzitanisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;180&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 FR-48-Chanac5.JPG|Chanac im Tal des Lot&lt;br /&gt;
 FR-48-Causse de Sauveterre3.JPG|Die Hochebene Causse de Sauveterre beim Weiler &amp;#039;&amp;#039;Le Jas&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vermutlich wurde die nahe der Festung von [[Grèzes (Lozère)|Grèzes]] liegende Burg Chanac von den [[Aragonien|Königen von Aragon]] errichtet, um den Zugang vom Lot zur Hochebene Causse de Sauveterre zu sichern. Der Bau entstand irgendwann in den Jahren 1190 bis 1210. Um 1220 kam er in Besitz von &amp;#039;&amp;#039;Guillaume de Peyre&amp;#039;&amp;#039;, Bischof von Mende, wahrscheinlich im Zuge des [[Albigenserkreuzzug]]es. Der Bischof ließ den Donjon, welcher heute noch sichtbar ist, errichten. Anschließend diente die Burg für mehrere Jahrhunderte den Bischöfen von Mende als Residenz. Sie war eine der wenigen Festungen in der Provinz Gévaudan, welche während des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Krieges]] nicht von den [[England|Engländern]] eingenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Hugenottenkriege|Religionskriegen]] war die Burg zwischen den [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]] und den [[Hugenotten]] hart umkämpft. In den Jahren 1580 und 1581 war der Hugenottenführer Mathieu Merle Herr der Burg. Zwischenzeitlich wieder an den legitimen Besitzer ausgehändigt, wurde sie 1591 vorübergehend eine Beute von &amp;#039;&amp;#039;Philibert d’Apchier&amp;#039;&amp;#039;. Er war Baron von Gévaudan und Befürworter der [[Heilige Liga (1576)|Liga]], bevor er aus der Liga austrat und [[Heinrich IV. (Frankreich)|Henri IV.]] als neuen König von Frankreich anerkannte, nachdem Letzterer zum Katholizismus konvertiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. August 1696 zerstörte ein großes Feuer die Burg und mit ihr die Häuser von Chanac. Bischof &amp;#039;&amp;#039;François-Placide de Baudry de Piencour&amp;#039;&amp;#039; ließ sie daraufhin neu aufbauen, wobei er darauf bedacht war, den Komfort seiner Residenz zu verbessern. Er war es auch, der den Dijon in einen „Eisturm“ umwandeln ließ. Fortan wurde er im Winter mit Eis vom Lot gefüllt, welches dann im Sommer zur Kühlung von Lebensmitteln verwendet werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1767 war [[Jean-Arnaud de Castellane]], Bischof von Mende, der Besitzer der Burg. Dort verschanzte er sich während der Französischen Revolution in den Jahren 1790–1792, bevor er sich zur Flucht ins Ausland entschied, bei der er allerdings gefasst und anschließend hingerichtet wurde. Die Burg wurde daraufhin von den Revolutionären besetzt. Aber die [[Konterrevolution]]äre aus dem Gévaudan nahmen die Burg unter der Führung von Marc Antoine Charrier am 30. Mai 1793 ein. Nur drei Tage später eroberten die Republikaner die Festung zurück und steckten sie noch in derselben Nacht in Brand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Chanac war, wie in mehreren anderen Orten im Departement auch, 1939 ein Lager für [[Spanischer Bürgerkrieg|Flüchtlinge aus dem Spanischen Bürgerkrieg]] errichtet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Archives départementales de Lozère: [https://lozere.fr/actualites/1553762708-80e-anniversaire-de-la-retirada.html 80e anniversaire de la Retirada]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort, an dem es sich befunden haben soll, Malavielle, gehört zu Chanac, liegt aber etwa 6 Kilometer außerhalb des Dorfes. ({{Coordinate|simple=y|NS=44.49667590513934|EW=3.3131455631547095|type=landmark|region=FR-48|name=Malavielle, Chanac}}) Dieses aus Holzbaracken bestehende Lager verfügte über eine Kapazität für etwa 1.000 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;L’Association « Pour le Souvenir du [[Camp de Rieucros]] »:  Le groupe départemental de travailleurs étrangers N° 321 à Chanac&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ehemaligen Flüchtlingslager wurden im Juni 1941 Fremdarbeiter einquartiert, die in öffentlichen und privaten Betrieben in der Umgebung [[Zwangsarbeit]] verrichten mussten.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Internierungslager Chanac}}&lt;br /&gt;
In den Jahren 1943/44 flüchteten zahlreiche Fremdarbeiter aus dem Lager und schlossen sich der [[Résistance]] an. Ehemalige Lagerinsassen wie [[Hanns Kralik]] oder [[Otto Kühne]] begleiteten wichtige Funktionen innerhalb der Widerstandsbewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. August 1944 wurde in Chanac eine Partisanengruppe von einer deutschen [[Wehrmacht|Wehrmachtseinheit]] angegriffen. Acht Widerstandskämpfer kamen um; sie wurden entweder im Kampf getötet oder nach ihrer Gefangennahme umgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gedenkorte-europa.eu/content/list/131/ Gedenkorte Europa 1939-1945: Chanac]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mende.fr/app/uploads/sites/2/2023/01/brochure-resistance-web.pdf Seconde guerre mondiale – la Résistance à Mende], in: Association pour les études de la Résistance Intérieure: La Résistance en Lozère, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss Ressouches ===&lt;br /&gt;
Das Schloss &amp;#039;&amp;#039;Château Ressouches&amp;#039;&amp;#039; liegt in der historischen Landschaft [[Gévaudan]] unten im Tal und zwar im Westen von Chanac am rechten Ufer des Lot. Das Schloss wurde von den Bischöfen von Mende im 16. Jahrhundert auf ihrem Lehen in Ressouches errichtet. Es ersetzte vermutlich ein befestigtes Haus aus dem 13. Jahrhundert, das noch auf die Könige von Aragon zurückging und heute nur noch zu erahnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:France Lozere Chanac 02.jpg|mini|hochkant|Gassen und Kirche Saint-Jean-Baptiste]]&lt;br /&gt;
Mitte des 17. Jahrhunderts gelangte das Schloss in den Besitz von &amp;#039;&amp;#039;Antoine de Buisson&amp;#039;&amp;#039;, der es zuerst aufwendig renovieren ließ und es dann in seinen benachbarten [[Gutshof]] integrierte. Die angrenzende Kapelle stammt ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert. Dort findet man das Wappen der Familie &amp;#039;&amp;#039;Pont de Ligonnès&amp;#039;&amp;#039;, die lange Besitz über das Schloss hatte. Der bekannteste Vertreter dieser Dynastie war &amp;#039;&amp;#039;Charles du Pont de Ligonnès&amp;#039;&amp;#039;, der zwischen 1906 und 1925 [[Liste der Bischöfe von Rodez|Bischof von Rodez und Vabres]] war. Im 19. Jahrhundert wurde das Gut unter Einbezug der Stallungen neben der Kapelle vergrößert. Heute ist &amp;#039;&amp;#039;Chantal Bazin de Jessey&amp;#039;&amp;#039; Besitzer des Anwesens. Das Schloss Ressouches ist seit 1992 ein [[Monument historique|französisches Kulturdenkmal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Base Mérimée|IA00133655}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: Geviert: Im 1. und 4. Feld – auf Rot drei güldene Rosen; im 2. und 3. Feld – Balken von Gold und Azurblau fünffach geteilt; über allem in der Schildmitte ein schwarzer Adler in Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
!|Jahr&lt;br /&gt;
!|1962&lt;br /&gt;
!|1968&lt;br /&gt;
!|1975&lt;br /&gt;
!|1982&lt;br /&gt;
!|1990&lt;br /&gt;
!|1999&lt;br /&gt;
!|2009&lt;br /&gt;
!|2018&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Einwohner || 892 || 866 || 988 || 1019 || 1035 || 1153 || 1376 || 1459&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:France Lozere Chanac Donjon.jpg|mini|hochkant|Donjon der Burg Chanac]]&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Der [[Dolmen von Laumède]] (auch l’Aumède oder Lo Geïon genannt) liegt südöstlich von Chanac.&lt;br /&gt;
* Burg Chanac. Die mittelalterliche Burg in der historischen Landschaft [[Gévaudan]] liegt auf einer Landzunge am Lot und zwar auf einem Felsvorsprung. Sie wurde lange von den [[Liste der Bischöfe von Mende|Bischöfen von Mende]] gehalten. Heute stehen nur noch der [[Donjon]], ein Turm und Reste der Befestigungsmauern. Die größten Schäden entstanden während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]], als die Festung in Brand gesetzt wurde. Die Burg Chanac ist seit 1993 ein [[Monument historique|französisches Kulturdenkmal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Base Mérimée|PA00125498}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die [[Pfarrkirche]] &amp;#039;&amp;#039;Église Saint-Jean-Baptiste&amp;#039;&amp;#039; aus dem 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Die Befestigungsanlage von Villard (&amp;#039;&amp;#039;L’ensemble fortifié du Villard&amp;#039;&amp;#039;) ist seit 1998 ein französisches Kulturdenkmal.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Base Mérimée|PA00103812}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Mende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4448705-8|VIAF=240524745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Okzitanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Lot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chanac| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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