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	<title>Chalkis (Syrien) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:18:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chalkis_(Syrien)&amp;diff=293645&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulf Heinsohn: /* Anmerkungen */ +kat</title>
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		<updated>2025-11-11T03:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anmerkungen: &lt;/span&gt; +kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|map=right|maptype=relief|article=/|NS=35/59/55/N|EW=36/59/53/E|type=landmark|region=SY-HL|name=Chalkis }}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chalkis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Chalcis ad Belum&amp;#039;&amp;#039;; {{grcS|Χαλκίς}}) ist der [[Altgriechische Sprache|altgriechische]] Name einer antiken Stadt im heutigen Nord[[syrien]]. Seit frühislamischer Zeit trägt der Ort den Namen &amp;#039;&amp;#039;Quinnasrin&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Qinnesrin&amp;#039;&amp;#039;, veraltete Umschrift &amp;#039;&amp;#039;Ḳinnesrîn&amp;#039;&amp;#039;, Bedeutung „Adlerhorst“), der aber nachweislich aus vorgriechischer Zeit stammt. Quinnasrin liegt 25 Kilometer südwestlich von [[Aleppo]] und wenige Kilometer östlich der Autobahn Richtung [[Homs]]. Der archäologische Fundplatz besteht (1.) aus einem 34 Meter hohen [[Tell (Archäologie)|Tell]] im Süden namens Al-Hāḍir, (2.) einer nördlich an den Tell anschließenden Stadtanlage mit umgebender Wehrmauer und (3.) einem natürlichen Hügel namens Al-`Iss noch ein Stück weiter im Norden. Auf dem Hügel Al-`Iss im Norden befand sich sowohl in der [[Bronzezeit]] als auch nach einer langen Unterbrechung in der islamischen Periode eine starke Befestigungsanlage. Von diesen Phasen abgesehen, konzentrierte sich die Besiedlung aber meist auf den Tell Al-Hāḍir und seine Umgebung. Die zwischen den Erhebungen gelegene Stadtanlage stammt aus der [[Römisches Reich|römischen]] und der frühen [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Laut dem griechischen Geschichtsschreiber [[Appian]] wurde Chalkis von dem [[Hellenismus|hellenistischen]] Herrscher [[Seleukos I.|Seleukos Nikator]] „gegründet“.&amp;lt;ref&amp;gt;Appian, &amp;#039;&amp;#039;Syriake&amp;#039;&amp;#039; 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Wirklichkeit dürfte der Ort aber schon vorher existiert haben. Darauf weist insbesondere der Name Quinnasrin hin, der vorgriechisch ist, „Adlernest“ bedeutet und später von den Arabern übernommen wurde. Die früheren Phasen des Ortes dürften überwiegend in den Erdschichten des [[Tell (Archäologie)|Tells]] Al-Hāḍir verborgen liegen, auch wenn auf dessen Oberfläche nur wenige vorhellenistische Keramikscherben gefunden wurden. Allerdings wurden auf dem Hügel Al-`Iss die Spuren einer sehr kurzlebigen, aber relativ großflächigen (etwa 35 Hektar) und stark befestigten Siedlung aus der Übergangsphase von der frühen zur mittleren [[Bronzezeit]] nachgewiesen. Auf eine bedeutende Siedlungsphase während der anschließenden [[Eisenzeit]] wiederum weist eine Inschrift des [[Assyrisches Reich|assyrischen]] Königs [[Tukulti-apil-Ešarra III.]] aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. hin, in deren Text der Herrscher die von ihm eroberten Orte auflistet, darunter auch eine Stadt namens „Qinasrina“, die offensichtlich mit dem späteren Quinnasrin identisch ist. Von dieser Siedlungsphase wurden allerdings keinerlei archäologische Spuren gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Hellenismus|hellenistischen]] Zeit sind nur spärliche archäologische Informationen bekannt. Allerdings ist anzunehmen, dass der Tell in dieser Phase erstmalig durch eine Befestigungsmauer gesichert wurde, die in römischer Zeit erneuert wurde. Der Ort war zur Zeit [[Jesus von Nazaret|Jesu]] Mittelpunkt eines Fürstentums. Von 44 bis 48 n. Chr. wurde es als Königreich von [[Herodes von Chalkis]] regiert, der mit der berühmten [[Berenike (Tochter Agrippas)|Berenike]], der späteren Geliebten des römischen Kaisers [[Titus]], verheiratet war. Sein Nachfolger war der Bruder der Berenike, [[Herodes Agrippa II.]] Aus der Stadt und ihrer Umgebung wurden in der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] mehrere [[Auxiliartruppen|Auxiliareinheiten]] ausgehoben, die [[Cohors I Chalcidenorum]], die [[Cohors II Chalcidenorum]] und die [[Cohors I Flavia Chalcidenorum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem späten 2. Jahrhundert gehörte Chalkis zur römischen Provinz [[Koilesyrien|Syria Coele]]. Um 240 n. Chr. wurde in Chalkis der [[Neuplatonismus|neuplatonische]] Philosoph [[Iamblichos von Chalkis]] geboren. Spätestens im Laufe der römischen Zeit scheint sich die Besiedlung über größere Areale zwischen dem Tell Al-Hāḍir und dem Hügel Al-`Iss erstreckt zu haben, da vermutlich im 3. Jahrhundert eine Stadtmauer angelegt wurde, die ein umfangreiches Areal in diesem Bereich einschloss. In den 250er Jahren wurde der Ort durch den [[Sassanidenreich|sassanidischen]] König [[Schapur I.]] erobert und findet sich daher in dessen dreisprachigem Tatenbericht, den sogenannten [[Res Gestae Divi Saporis]]. In der griechischen Version des Textes trägt der Ort den Namen Chalkis, in der [[Parthische Sprache|parthischen]] den Namen Qinnasrin – auf diese Weise ließ sich beweisen, dass diese beiden Namen den gleichen Ort meinen. Die Christianisierung der Stadt im Laufe des 4. Jahrhunderts lässt sich unter anderem anhand zahlreicher christlicher Grabanlagen im Umfeld nachvollziehen. Auf dem Tell entstand ein großes zentrales Kirchengebäude. Auf das untergegangene spätantike Bistum in Chalkis bezieht sich der Name des heutigen [[Titularerzbistum Chalcis in Syria|Titularerzbistums Chalcis in Syria]] (Erzdiözese &amp;#039;&amp;#039;Chalcidensis&amp;#039;&amp;#039;, Calcide di Siria) der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätantike wurde Chalkis in die [[Römisch-Persische Kriege|Römisch-Persischen Kriege]] verwickelt; unter anderem diente es als Durchgangsort für die von [[Belisar]] befehligten Truppen [[Justinian I.|Justinians I.]] bei einem Feldzug gegen das persische [[Sassanidenreich]]. Der sassanidische Großkönig [[Chosrau I.]] bedrohte die Stadt mit Plünderung. Ebenfalls unter Justinian wurde die Stadt im Jahr 550/551 mit einer neuen Stadtmauer umgeben, die jedoch ein geringeres Gebiet (etwa 78 Hektar) umfasste als die aus römischer Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 629 wurde es schließlich mit Beginn der [[Islamische Expansion|Islamischen Expansion]] von den Arabern unter Abu ʿUbeida erobert. Zunächst behielt Chalkis – von jetzt an wieder Quinnasrin genannt – seine zentrale Stellung und wichtige Funktion unter anderem als Hauptstadt der [[Umayyaden]] in Nordsyrien und wichtiger Militärstützpunkt. In der Folgezeit verlor die Stadt aber zunehmend an Einfluss gegenüber dem nahegelegenen Aleppo. In den Kriegen zwischen [[Byzantinisches Reich|Byzantinern]] und den arabischen Reichen des Nahen Ostens ([[Fatimiden]]- und [[Abbasiden-Kalifat]]) in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts scheint Quinnasrin entvölkert worden zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Severus Sebokht]], der im Kloster von Kennesrin Mitte des 7. Jahrhunderts lebte, ist der erste „westliche“ Gelehrte, von dem bekannt ist, dass er die [[Arabische Zahlschrift|Indischen Zahlen]] lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Bürger ==&lt;br /&gt;
* König [[Herodes von Chalkis]]&lt;br /&gt;
* Königin [[Berenike (Tochter Agrippas)|Berenike]]&lt;br /&gt;
* König [[Herodes Agrippa II.]]&lt;br /&gt;
* [[Iamblichos von Chalkis]]&lt;br /&gt;
* [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] (von 375 bis 378)&lt;br /&gt;
* [[Rabbula von Edessa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|III,2|2090|2091|Chalkis 14|[[Immanuel Benzinger]]|RE:Chalkis 14}}&lt;br /&gt;
* Marie-Odile Rousset: [https://www.persee.fr/doc/topoi_1764-0733_2013_mel_12_1_2712 &amp;#039;&amp;#039;De Chalcis à Qinnasrin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Topoi. Orient-Occident. Supplément.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 2013, S. 311–340.&lt;br /&gt;
* Marie-Odile Rousset (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chalcis/Qinnasrin (Syrie). De l’âge du Bronze à l’époque mamelouke&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Qinnasrin.&amp;#039;&amp;#039; Band 2; &amp;#039;&amp;#039;Archéologie(s).&amp;#039;&amp;#039; Band 6). MOM Éditions, Lyon 2021, ISBN 978-2-35668-167-6 ([https://books.openedition.org/momeditions/13467 Volltext]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://oi.uchicago.edu/research/projects/qin/ &amp;#039;&amp;#039;The Hadir Qinnasrin Project.&amp;#039;&amp;#039; Oriental Institute, University of Chicago, 2009]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1238112080|VIAF=105144647638960892403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Syrien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike syrische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chalkis ad Belum| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulf Heinsohn</name></author>
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