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	<title>Chaldäer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T00:31:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chald%C3%A4er&amp;diff=152652&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: /* Geschichtlicher Überblick */ nicht hillfreich</title>
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		<updated>2026-02-21T12:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichtlicher Überblick: &lt;/span&gt; nicht hillfreich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaldäer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaldäer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Stemberger]], [[Mirjam Prager]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die neue große Bibel in Farbe – Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Zweiburgen Verlag, Weinheim 1983, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;) waren ein [[Semiten|semitisches]] Volk in Süd[[mesopotamien]] im 1. Jahrtausend v. Chr. Unabhängig davon existierte ein gleichnamiges Volk an den Ufern des [[Vansee]]s in [[Ostanatolien]]. Diese [[Chaldaoi]] und die Chaldäer wurden in den antiken [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] immer wieder verwechselt, da das Volk von [[Urartäisches Reich|Urartu]] am Vansee den Gott [[Ḫaldi|Chaldi]] verehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;Moderne Autoren lehnen diese Ableitung weitgehend ab, sie wurde aber von [[Christopher Tuplin]], &amp;#039;&amp;#039;On the track of the Ten Thousand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Revue des études anciennes]]&amp;#039;&amp;#039; 101, 1999, S. 360&amp;amp;nbsp;f.) wieder aufgegriffen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geschichte beider Völker verlief aber völlig unabhängig voneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die babylonischen Chaldäer ([[Akkadische Sprache|akkadisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;kur&amp;lt;/sup&amp;gt;Ḫašdu&amp;#039;&amp;#039;, [[Hebräische Sprache|hebräisch]] &amp;#039;&amp;#039;kasdîm&amp;#039;&amp;#039;, [[Aramäische Sprachen|aramäisch]] &amp;#039;&amp;#039;kaldanajje&amp;#039;&amp;#039;) sprachen eine [[Semitische Sprachen|semitische Sprache]] und drangen von der Küste des [[Persischer Golf|Persischen Golfes]] her in [[Babylonien]] ein. Sie hatten möglicherweise weitreichende Verbindungen über den [[Oman]] bis nach [[Jemen]], weshalb derzeit drei Theorien über ihre Herkunft diskutiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verwandtschaft mit den [[Aramäer (Volk)|Aramäern]], da [[Aramäische Sprachen|aramäische]] Namen bei ihnen verbreitet waren,&lt;br /&gt;
* Verwandtschaft mit den [[Babylonien|Babyloniern]], wegen neuakkadischer Namen,&lt;br /&gt;
* Verwandtschaft mit ost[[Araber|arabischen]] Bevölkerungsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. passten sich lokale chaldäische Bevölkerungsgruppen den Riten und der Lebensweise der Aramäer in ländlichen Gebieten an. Ebenso übernahmen sie deren Sprache. Zu Beginn der [[Neubabylonisches Reich|neubabylonischen]] Dynastie, um 625 v.&amp;amp;nbsp;Chr., war der allgemeine [[Assimilation (Soziologie)|Assimilierungsprozess]] weit fortgeschritten, sie waren teils aramaisiert und teils babylonisiert, sodass eine Identifizierung der ursprünglichen Chaldäer nicht mehr einfach möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Überblick ==&lt;br /&gt;
Die babylonischen Chaldäer unterteilten sich in fünf „Häuser“ (&amp;#039;&amp;#039;Bit&amp;#039;&amp;#039;), wobei [[Bit Dakkuri]] und [[Bit Amukani]] die größeren „Häuser/Stämme“ und [[Bit Sha’alli]], [[Bit Schilani]], [[Bit Jakin]] die kleineren „Häuser“ repräsentierten. Erstmals werden die babylonischen Chaldäer unter [[Aššur-nâṣir-apli II.]] um 883 v.&amp;amp;nbsp;Chr. erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Tukulti-apil-Ešarra III.]]  (biblische Bezeichnung Tiglat Pileser/Thiglath Pilesser) taucht der chaldäische „König des Meerlandes“, [[Marduk-apla-iddina II.]] (biblisch Merodach-Baladan), aus Bit Jakin noch als Tributzahler auf. König [[Nabû-mukīn-zēri]] eroberte das Land Babylonien, wurde aber von Tukulti-apil-Ešarra III. entthront und gefangen gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Šarru-kīn II.|Sargon II.]] konnte nicht verhindern, dass Merodach-Baladan von 721 bis 710 v.&amp;amp;nbsp;Chr. den Thron von Babylonien einnahm und sich zunächst erfolgreich gegen Sargon II. behaupten konnte. Geschickt konnte er mit einem Bündnis Babylonier / [[Aramäer (Volk)|Aramäer]] / babylonische Chaldäer / [[Elam (Altertum)|Elamiter]] eine starke antiassyrische Koalition bilden. In einer Schlacht bei [[Der]] unterlag Sargon II. noch dem Elamer König [[Ummanigas]] (Chuman-nikasch), ehe er 710 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Merodach-Baladan ins Exil nach Elam vertreiben konnte. Im Jahr 702 v.&amp;amp;nbsp;Chr. behauptete sich Merodach-Baladan nochmals mehr als neun Monate gegen [[Sîn-aḫḫe-eriba]], ehe er von diesem unweit von [[Kisch (Mesopotamien)|Kisch]] besiegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst unter ihrem König [[Nabopolassar]] gelangten die Chaldäer zur vollen Herrschaft über Babylonien, dessen Thron Nabopolassar 625 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bestieg. Dies markiert den Beginn des so genannten [[Neubabylonisches Reich|Neubabylonischen Reiches]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späterer Zeit wird die Bezeichnung „Chaldäer“ gleichbedeutend mit [[Astrologie|Sterndeuter]] oder [[Wahrsagen|Wahrsager]], vermutlich wegen der [[Gelehrte]]n&amp;amp;shy;schulen in [[Uruk|Orchoe]], [[Borsippa]] und [[Sippar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike Religion ==&lt;br /&gt;
Die Chaldäer besaßen eine [[Polytheismus|polytheistische]] Weltanschauung, über die nicht viel bekannt ist. Sicher ist, dass das Volk ausgeprägt an [[Dämon]]en glaubte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Gegen den Kopf des Menschen richtet seine Macht der verfluchte &amp;#039;&amp;#039;Asak&amp;#039;&amp;#039;, gegen das Leben der Menschen der grausame &amp;#039;&amp;#039;Nemtor&amp;#039;&amp;#039;, gegen den Hals des Menschen der schändliche &amp;#039;&amp;#039;Utuk&amp;#039;&amp;#039;, gegen die Brust des Menschen der verderbenbringende &amp;#039;&amp;#039;Alu&amp;#039;&amp;#039;, gegen die Eingeweide des Menschen der böse &amp;#039;&amp;#039;Ekim&amp;#039;&amp;#039;, gegen die Hand des Menschen der schreckliche &amp;#039;&amp;#039;Gallin&amp;#039;&amp;#039;.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Aberglaube und Zauberei von den ältesten Zeiten bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 1898, 1925, 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Chaldäer“ als Synonym für Sterndeuter ==&lt;br /&gt;
Als „Chaldäer“ (&amp;#039;&amp;#039;Chaldaei&amp;#039;&amp;#039; im antiken Rom&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Kunitzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft im Dialog zwischen Orient und Okzident.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen&amp;#039;&amp;#039; 8/9, 2012/2013 (2014), S. 477–482 (Festvortrag anläßlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Ex Oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg am 25. Oktober 2009), hier: S. 478.&amp;lt;/ref&amp;gt;) werden im Sprachgebrauch der ersten vor- und nachchristlichen Jahrhunderte auch die [[Astronomie|sternkundigen]] Berater und Wissenschaftler in [[Mesopotamien]] bezeichnet, über die man in Israel seit dem [[Babylonisches Exil|babylonischen Exil]] Genaueres wusste (siehe auch das Buch [[Daniel]]). Sie waren häufig von [[persis]]cher oder [[Meder (Volk)|medischer]] Herkunft, hatten aber ihr Wirkungsfeld von Mesopotamien und [[Arabische Halbinsel|Arabien]] bis [[Kleinasien]] und die Mittelmeerküsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chaldäer verstanden sich unter anderem auf Kalenderrechnung und pflegten eine [[Astronomie|astronomische]] Symbolsprache zur Darstellung komplexer Zusammenhänge. Im Einflussbereich [[Babylon]]s hatten sie auch eine religiöse Funktion – vor allem weil man die Planetenbahnen mit ihren unerklärlichen [[Planetenschleife|Schleifenbewegungen]] als Willensäußerung von Gottheiten deutete, die es zu ergründen galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die biblischen [[Heilige Drei Könige|Heiligen Drei Könige]] werden als die „Weisen aus dem Morgenland“ und als [[Astrologie|Sterndeuter]] beschrieben, die evtl. aus [[Babylon]] kamen, welches ein Zentrum der Astronomie war. Die griechische Fassung des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] berichtet von „[[Zauberer|Magiern]] aus dem Osten“ (μάγοι ἀπὸ ἀνατολῶν - Matthäusevangelium {{B|Mt|2|1}}), die „einen aufgehenden Stern sahen“ (Εἴδομεν γὰρ αὐτοῦ τὸν ἀστέρα ἐν τῇ ἀνατολῇ - Matthäusevangelium {{B|Mt|2|2}}). Deshalb wird teilweise angenommen, dass es sich um Chaldäer gehandelt hat. Alternative Deutungen interpretieren die Gruppe eher als Vertreter des persisch-medischen Raumes oder (basierend auf Vergleichen von alten überlieferten bildlichen Kleidungs-Darstellungen) als [[Syrien|Syrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Gesenius]] versuchte die Chaldäer (Chardim) mit den [[Kurden]] (Kard) in Verbindung zu bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gesenius&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Gesenius: &amp;#039;&amp;#039;Thesaurus philologicus criticus linguae hebraeae et chaldaeae Veteris Testamenti&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1835–1858, Neudr. Osnabrück 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach [[William Loftus]] rühmte sich der kurdische Stamm der Kaldani, von den Chaldäern abzustammen.&amp;lt;ref&amp;gt;William Kennett Loftus: &amp;#039;&amp;#039;Travels in Chaldea and Susiana, with an account of excavations at Warka, the „Erech“ of Nimrod, and Shúsh, „Shushan the palace“ of Esther, in 1849–1852.&amp;#039;&amp;#039; New York 1857, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Sprachwissenschaft wurde der Begriff Chaldäisch als Synonym für Aramäisch verwendet, so auch im Titel der ersten Ausgaben von Gesenius’ Wörterbuch über das Alte Testament (&amp;#039;&amp;#039;Hebräisches und chaldäisches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, später: &amp;#039;&amp;#039;Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gesenius&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spekulationen über einen [[Arier|arischen]] Ursprung vorderasiatischer Völker wurden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zunehmend populär, weil sie das Alter „indoeuropäischer“ oder „arischer“ Zivilisationen erhöhten. In einem Klima des zunehmenden [[Antisemitismus]] wollte man die ältesten Zivilisationen der Menschheit nicht den Semiten zuschreiben. „Wenn nun die ursprüngliche babylonische Hochkultur nun doch arisch sein sollte?“, fragte so [[Daniel Garrison Brinton]] 1895 hoffnungsvoll.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Garrison Brinton|Daniel G. Brinton]]: &amp;#039;&amp;#039;The Protohistoric Ethnography of Western Asia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the American Philosophical Society&amp;#039;&amp;#039; 34/147, 1895, S. 92: „What if the primitive Babylonian civilization should turn out to be of Aryan origin after all?“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chaldo-Assyrer]]&lt;br /&gt;
* [[Chaldäisch-katholische Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Daniel Garrison Brinton|Daniel G. Brinton]]: &amp;#039;&amp;#039;The Protohistoric Ethnography of Western Asia&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the American Philosophical Society&amp;#039;&amp;#039; 34/147, 1895, S. 71–102.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Hennig]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Jerusalemer Bibellexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Neuhausen-Stuttgart 1995.&lt;br /&gt;
* Joan Oates: &amp;#039;&amp;#039;Babylon. Stadt und Reich im Brennpunkt des Alten Orient.&amp;#039;&amp;#039; Bindlach-Verlag 1990, ISBN 3-8112-0727-X.&lt;br /&gt;
* [[Henry William Frederick Saggs]]: &amp;#039;&amp;#039;Everyday life in Babylonia and Assyria.&amp;#039;&amp;#039; New York 1987.&lt;br /&gt;
* Henry William Frederick Saggs: &amp;#039;&amp;#039;Babylonians.&amp;#039;&amp;#039; London 1995.&lt;br /&gt;
* [[Harald Haarmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der untergegangenen Völker.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52817-1&lt;br /&gt;
* [[Dietz Otto Edzard]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Mesopotamiens von den Sumerern bis zu Alexander dem Großen.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51664-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chaldaer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische asiatische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk im Alten Orient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaldu]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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