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	<title>Chairephon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:29:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meier89: /* Literatur */</title>
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		<updated>2022-10-30T13:28:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chairephon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Chairephon von Sphettos&amp;#039;&amp;#039;, {{grcS|Χαιρεφῶν}} &amp;#039;&amp;#039;Chairephṓn&amp;#039;&amp;#039;; * nach 470 v. Chr.; † zwischen 403 und 399 v. Chr.) war ein [[antike]]r griechischer [[Philosophie der Antike|Philosoph]]. Er war ein Schüler des ungefähr gleichaltrigen berühmten Philosophen [[Sokrates]], den er bewunderte und mit dem er eng befreundet war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chairephon stammte wahrscheinlich aus [[Sphettos]], einem [[Demos]] (Stadtteil) von [[Athen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Nachricht wird in der Forschung meist als glaubwürdig betrachtet; Zweifel an der Herkunft aus Sphettos äußerten aber u. a. [[Kenneth Dover|Kenneth J. Dover]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aristophanes: Clouds&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1968, S. 114f. und Jeffrey Henderson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aristophanes: Clouds, Wasps, Peace&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge (Massachusetts) 1998, S. 27 Anm. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über seine Familie ist nur bekannt, dass er einen jüngeren Bruder namens Chairekrates hatte, der auch zum Freundeskreis des Sokrates gehörte. Chairephons Freundschaft mit Sokrates bestand seit seiner Jugendzeit,&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; 20e–21a; vgl. Xenophon, &amp;#039;&amp;#039;Memorabilia&amp;#039;&amp;#039; 1,2,48.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch war er zugleich auch mit dem berühmten Redner [[Gorgias von Leontinoi|Gorgias]] befreundet,&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Gorgias&amp;#039;&amp;#039; 447b.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem der Hauptvertreter der [[Sophisten|Sophistik]], deren Einfluss Sokrates für verhängnisvoll hielt und bekämpfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Beziehung zu Gorgias war allerdings weit weniger eng als die zu Sokrates; siehe [[Joachim Dalfen]]: &amp;#039;&amp;#039;Platon: Gorgias. Übersetzung und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2004, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Xenophon]], der ebenfalls ein Schüler des Sokrates war, berichtet in seinen &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Sokrates&amp;#039;&amp;#039; ausführlich von einem Zerwürfnis zwischen den Brüdern Chairephon und Chairekrates. Sokrates, dem die Zwietracht aufgefallen war, wollte vermitteln. Er wandte sich an Chairekrates, dem er mehr Verständigungsbereitschaft zutraute, und ermunterte ihn, die Initiative zu einer Versöhnung zu ergreifen. Die Misshelligkeit betraf unter anderem finanzielle Fragen, bei denen sich Chairekrates benachteiligt fühlte. Außerdem behauptete Chairekrates, sein älterer Bruder habe ihn durch Wort und Tat gekränkt und bereite ihm stets Ärger.&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon, &amp;#039;&amp;#039;Memorabilia&amp;#039;&amp;#039; 2,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sokrates hingegen lobte Chairephon, der großmütig und großzügig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon, &amp;#039;&amp;#039;Memorabilia&amp;#039;&amp;#039; 2,3,16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Chairephon war ein Anhänger der athenischen [[Demokratie]], die nach der Niederlage Athens im [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Krieg]] eine schwere Krise durchmachte und zeitweilig abgeschafft wurde. Als im Jahr 404 v. Chr. der [[Oligarchie|oligarchische]] [[Herrschaft der Dreißig|Rat der Dreißig]] („Dreißig Tyrannen“) die Macht übernahm und die demokratische Staatsordnung beseitigte, ging Chairephon zusammen mit anderen Demokraten ins Exil. Doch schon bald stellte der demokratische Exilpolitiker und Feldherr [[Thrasybulos (Feldherr von Athen)|Thrasybulos]] eine Streitmacht von Gesinnungsgenossen zusammen und nahm den Kampf gegen die Oligarchen auf. Nach militärischen Erfolgen der Aufständischen kam es im Sommer 403 zur Wiederherstellung der Demokratie. Mit den anderen Demokraten konnte nun auch Chairephon zurückkehren. Unbelegt ist die Hypothese, er sei bei Kämpfen mit den Anhängern der Oligarchie gefallen. Die Umstände seines Todes sind unbekannt. Sicher ist jedenfalls, dass er nicht mehr lange lebte, denn als im Jahr 399 der Prozess gegen Sokrates stattfand, war er bereits verstorben. Sein Bruder Chairekrates hingegen lebte noch und wurde von Sokrates als Zeuge benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; 21a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unecht und als Quelle für Chairephon ohne Wert ist ein angeblicher Brief des Sokrates an Xenophon, in dem er diesen bittet, Chairephon, der für seine Heimatstadt eine Gesandtschaftsreise unternehme, gastfreundlich aufzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abraham J. Malherbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Cynic Epistles. A Study Edition&amp;#039;&amp;#039;, Atlanta (Georgia) 1986 (Nachdruck der Ausgabe von 1977), S. 226f. (griechischer Text und englische Übersetzung).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orakelspruch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt war Chairephon in der Antike vor allem als derjenige, der in [[Delphi]] das dortige berühmte [[Orakel von Delphi|Orakel]] über Sokrates befragte. Darüber lässt Platon Sokrates selbst berichten: In der &amp;#039;&amp;#039;[[Apologie (Platon)|Apologie]]&amp;#039;&amp;#039;, der von Platon literarisch ausgestalteten Verteidigungsrede des Sokrates beim Prozess im Jahr 399, geht Sokrates auf die Orakelbefragung ein. Nach dieser Darstellung besaß Chairephon die Kühnheit, das Orakel des Gottes [[Apollon]] in Delphi zu fragen, ob jemand weiser sei als Sokrates. Darauf habe die [[Pythia]], die weissagende Priesterin, geantwortet, dies sei nicht der Fall. Dieser Ausspruch sei ihm, Sokrates, mitgeteilt worden. Dadurch sei er in Verwirrung geraten, da er sich für unwissend hielt. Um die Behauptung der Pythia zu überprüfen, habe er als weise geltende Männer (Politiker und Dichter) befragt, denn er habe herausfinden wollen, was es mit deren Weisheit auf sich habe. Dabei habe sich herausgestellt, dass er diese vermeintlichen Weisen mit seinem – wenn auch sehr geringfügigen – Erkenntnisstand übertreffe. Seither habe er es als seine Berufung im Dienste des Gottes betrachtet, Unwissenden, die sich für kompetent hielten, ihre Unwissenheit aufzuzeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; 20d–23c; vgl. Diogenes Laertios 2,37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Xenophon, der zwar ebenso wie Platon zu den Schülern des Sokrates zählte, aber beim Prozess nicht anwesend war, da er sich nicht in Athen aufhielt, gab in seinem Bericht über die Verteidigungsrede eine abweichende Darstellung. Dabei berief er sich auf Angaben des [[Hermogenes (Philosoph)|Hermogenes]], eines Freundes und Schülers des Sokrates. Seiner Version zufolge antwortete Apollon auf die Anfrage Chairephons in Anwesenheit zahlreicher Zeugen, niemand sei unabhängiger, gerechter oder verständiger als Sokrates.&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Historizität der Orakelbefragung wurde schon in der Antike bestritten. Für erfunden hielten sie mehrere Autoren, die scharfe Gegner des [[Platonismus]] oder der Philosophie im Allgemeinen waren: der [[Epikureer]] Kolotes von Lampsakos, gegen dessen Kritik sich [[Plutarch]] wandte,&amp;lt;ref&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Adversus Colotem&amp;#039;&amp;#039; 1116e–f.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein von [[Athenaios]] zitierter Widersacher der Sokratiker (wahrscheinlich der Grammatiker Herodikos von Seleukia)&amp;lt;ref&amp;gt;Athenaios 5,218e–219a.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Rhetor Apollonios Molon.&amp;lt;ref&amp;gt;Douwe Holwerda (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Scholia in Aristophanem&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Prolegomena de comoedia, scholia in Acharnenses, Equites, Nubes&amp;#039;&amp;#039;, Fasc. 3,1: &amp;#039;&amp;#039;Scholia vetera in Nubes&amp;#039;&amp;#039;, Groningen 1977, S. 41 (Scholion 144).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von Athenaios überlieferte Argumentation, die wohl von Herodikos stammt, lautet, es sei nicht glaubhaft, dass der Gott eine derart törichte Frage erwartungsgemäß im Sinne des Fragestellers beantwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen Forschung ist die Glaubwürdigkeit der Erzählung ebenfalls umstritten. Manche Forscher sind der Meinung, dass Chairephons Frage in Delphi eine literarische Fiktion aus dem Schülerkreis des Sokrates ist. Sie machen unter anderem geltend, Chairephon habe zu einem Zeitpunkt, als Sokrates noch nicht berühmt war, keinen Anlass gehabt, dem Orakel eine solche Frage zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Robin Waterfield: &amp;#039;&amp;#039;Xenophon’s Socratic Mission&amp;#039;&amp;#039;. In: Christopher Tuplin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Xenophon and his World&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 2004, S. 79–113, hier: 94f.; Mario Montuori: &amp;#039;&amp;#039;The Oracle Given to Chaerephon on the Wisdom of Socrates. An Invention by Plato&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Kernos (Zeitschrift)|Kernos]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 1990, S. 251–259; [[Olof Gigon]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Erzählungen über die Berufung zur Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Museum Helveticum]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 1946, S. 1–21, hier: 3–8; Louis-André Dorion: &amp;#039;&amp;#039;The Delphic Oracle on Socrates&amp;#039; Wisdom: A Myth?&amp;#039;&amp;#039; In: Catherine Collobert u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Plato and Myth&amp;#039;&amp;#039;, Leiden 2012, S. 419–434. Vgl. [[Klaus Döring]]: &amp;#039;&amp;#039;Sokrates, die Sokratiker und die von ihnen begründeten Traditionen&amp;#039;&amp;#039;. In: Klaus Döring u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Sophistik, Sokrates, Sokratik, Mathematik, Medizin&amp;#039;&amp;#039; (= [[Hellmut Flashar]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Grundriss der Geschichte der Philosophie]]. Die Philosophie der Antike&amp;#039;&amp;#039;, Band 2/1), Basel 1998, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Befürworter der Historizität meinen, Platon habe keinen Grund gehabt, eine so detaillierte Geschichte zu erfinden und Sokrates in den Mund zu legen. Hätte dann ein Gegner sie als Fiktion entlarvt, was damals leicht möglich gewesen wäre, so hätte dies die Glaubwürdigkeit der ganzen Verteidigungsrede erschüttert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Émile de Strycker]]: &amp;#039;&amp;#039;Plato’s Apology of Socrates&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. Simon R. Slings, Leiden 1994, S. 74; [[Ernst Heitsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Platon: Apologie des Sokrates. Übersetzung und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2002, S. 73f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in der Komödie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chairephon war eine auffällige, ungewöhnliche Persönlichkeit und als solche über einen langen Zeitraum eine beliebte Zielscheibe des Spotts der Komödiendichter. Er diente als allgemein bekanntes abschreckendes Beispiel eines seltsamen, lächerlichen Philosophen. [[Aristophanes]] nahm sowohl sein Äußeres als auch seinen Eifer aufs Korn. In den 423 v. Chr. aufgeführten &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wolken|Wolken]]&amp;#039;&amp;#039; dieses Komödiendichters wird Chairephon als „blasser, windiger Barfüßer“ und „lebendiger Leichnam“ beschrieben, wobei das ungesunde Aussehen auf seinen Studienfleiß zurückgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Wolken&amp;#039;&amp;#039; 104, 501–504.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeinsam mit Sokrates geht er geheimen, abstrusen Fragen nach.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Wolken&amp;#039;&amp;#039; 140–168. Zur mutmaßlichen Darstellung Chairephons in der Urfassung des Stücks siehe [[Harold Tarrant]]: &amp;#039;&amp;#039;Clouds I: Steps towards Reconstruction&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Arctos&amp;#039;&amp;#039; 25, 1991, S. 157–181, hier: 160–162.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wespen|Wespen]]&amp;#039;&amp;#039;, die Aristophanes im folgenden Jahr auf die Bühne brachte, tritt Chairephon zusammen mit einer Frau auf, die blass vor Wut ist; er passt (seinem Teint nach) zu dem „gelbbleichen Weib“, das sich auf ihn als Zeugen beruft.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Wespen&amp;#039;&amp;#039; 1412f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Aristophanes’ 414 aufgeführten &amp;#039;&amp;#039;[[Die Vögel (Aristophanes)|Vögeln]]&amp;#039;&amp;#039; entsteigt er als gespensterhafte Totenseele in Gestalt einer Fledermaus der Tiefe der Unterwelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Vögel&amp;#039;&amp;#039; 1562–1564; vgl. 1296.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in anderen, nur fragmentarisch erhaltenen Komödien des Aristophanes wird auf ihn in unfreundlicher Weise Bezug genommen: In den &amp;#039;&amp;#039;Jahreszeiten&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Horai&amp;#039;&amp;#039;) wird er „Kind der Nacht“ genannt, in &amp;#039;&amp;#039;Die Dramen oder Niobos&amp;#039;&amp;#039; erscheint er als Dieb und in &amp;#039;&amp;#039;Die Telemesser&amp;#039;&amp;#039; als [[Sykophant]] (Verleumder).&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Jahreszeiten&amp;#039;&amp;#039; Fragment 584; &amp;#039;&amp;#039;Die Dramen oder Niobos&amp;#039;&amp;#039; Fragment 295; &amp;#039;&amp;#039;Die Telemesser&amp;#039;&amp;#039; Fragment 552.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komödiendichter [[Kratinos]] und [[Eupolis]] griffen das dankbare Sujet ebenfalls auf. Wegen der fragmentarischen Überlieferung ihrer Stücke sind die Zusammenhänge nicht erkennbar. In Kratinos’ 423 aufgeführter &amp;#039;&amp;#039;Flasche&amp;#039;&amp;#039; erscheint Chairephon als ungewaschen und arm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kratinos, &amp;#039;&amp;#039;Die Flasche&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pytine&amp;#039;&amp;#039;) Fragment 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Eupolis kommt er in den &amp;#039;&amp;#039;Schmeichlern&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kolakes&amp;#039;&amp;#039;) vor, wo er als einer der Schmeichler des reichen Kallias erscheint, und in den &amp;#039;&amp;#039;Städten&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Poleis&amp;#039;&amp;#039;), wo das beliebte Motiv seiner gelbbleichen Hautfarbe verwertet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Eupolis, &amp;#039;&amp;#039;Die Schmeichler&amp;#039;&amp;#039; Fragment 180 und &amp;#039;&amp;#039;Die Städte&amp;#039;&amp;#039; Fragment 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle in literarischen Dialogen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platon legt in seinem [[Platonischer Dialog|Dialog]] &amp;#039;&amp;#039;[[Charmides]]&amp;#039;&amp;#039; dem Berichterstatter Sokrates die Feststellung in den Mund, Chairephon sei stets &amp;#039;&amp;#039;manikós&amp;#039;&amp;#039; („heftig“, „temperamentvoll“ oder auch „leicht verrückt“) gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Charmides&amp;#039;&amp;#039; 153b.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; lässt er Sokrates sagen: „Und ihr wisst ja, wie Chairephon war, wie ungestüm (&amp;#039;&amp;#039;sphodrós&amp;#039;&amp;#039;) in allem, was er sich vornahm.“&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Apologie&amp;#039;&amp;#039; 21a.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Dialogen &amp;#039;&amp;#039;Charmides&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gorgias&amp;#039;&amp;#039; gehört Chairephon zu den Gesprächspartnern. Im &amp;#039;&amp;#039;Gorgias&amp;#039;&amp;#039; ermuntert Sokrates Chairephon dazu, den berühmten Sophisten Gorgias vor mehreren Personen kritisch über dessen Beruf zu befragen. Daraufhin stellt Chairephon Fragen im sokratischen Stil, die aber nicht von Gorgias, sondern von dessen Schüler Polos beantwortet werden. Schließlich greift Sokrates selbst ein und führt die Auseinandersetzung mit Polos fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Gorgias&amp;#039;&amp;#039; 447c–449a.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chairephon ist der Gesprächspartner des Sokrates im pseudoplatonischen (zu Unrecht Platon zugeschriebenen) Dialog &amp;#039;&amp;#039;[[Halkyon]]&amp;#039;&amp;#039;, der schon in der Antike als unecht galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Luc Brisson: &amp;#039;&amp;#039;Chéréphon de Sphettos&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, CNRS Éditions, Paris 1994, ISBN 2-271-05195-9, S. 304f.&lt;br /&gt;
* [[Debra Nails]]: &amp;#039;&amp;#039;The People of Plato&amp;#039;&amp;#039;. Hackett, Indianapolis 2002, ISBN 0-87220-564-9, S. 86f.&lt;br /&gt;
* John S. Traill: &amp;#039;&amp;#039;Persons of Ancient Athens&amp;#039;&amp;#039;, Band 18: &amp;#039;&amp;#039;Philosyria? to Ōphiliōn.&amp;#039;&amp;#039; Athenians, Toronto 2009, ISBN 978-0-9810250-1-8, S. 247f. (Nr. 976060; Zusammenstellung der Belege)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chairephon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chairephon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chairephon von Sphettos&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=antiker griechischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=nach 470 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=zwischen 403 v. Chr. und 399 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meier89</name></author>
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