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	<title>Chaim Seeligmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:37:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chaim_Seeligmann&amp;diff=660975&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ zu großen Zeilenabstand entfernt</title>
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		<updated>2023-04-19T06:43:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; zu großen Zeilenabstand entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaim (Heinz Alfred) Seeligmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Januar]] [[1912]] in [[Karlsruhe]]; † [[25. September]] [[2009]] in [[Givat Brenner]]) war ein israelisch-deutscher Pädagoge und Historiker. Er hat die Wurzeln der [[Kibbuz]]-Bewegung untersucht und wies nach, dass die Gründungsgeneration nicht nur [[Marxismus|marxistische]] Ideen und Modelle, sondern teilweise auch Ansätze zum herrschaftsfreien Zusammenleben im Sinne des gewaltlosen [[Anarchismus]] hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heinz Seeligmann wuchs als zweites von fünf Geschwistern der Eheleute Oskar und Therese, geborene Dux, in einer großbürgerlichen, freidenkerischen Umgebung auf. [[Bankhaus Seeligmann|Sein Vater]] war Bankier. Der Junge absolvierte ein humanistisches Gymnasium und die von den Eltern gewünschte Banklehre in der Heimatstadt. Er lernte, überraschend für seinen assimilierten Familienhintergrund, früh Hebräisch. Bereits als Schüler schloss er sich auch der [[Zionismus|zionistischen]] Jugendbewegung [[Kadima (Jugendverband)|Kadima]] an, später den Pionieren der Organisation [[Hechaluz]] und emigrierte (nach der [[Hachschara]], einer landwirtschaftlichen Vorbereitung in der Schweiz), Ende 1935 nach Palästina. Das Schiff hieß &amp;#039;&amp;#039;Galiläa&amp;#039;&amp;#039; und brachte ihn mit anderen aufbauwilligen, deutsch-jüdischen Emigrant(inn)en nach [[Haifa]]. 1936 trat er in den Kibbuz [[Givat Brenner]] bei [[Rechovot]] ein. In der entbehrungsreichen Aufbauphase dieser 1928 gegründeten, sozialistischen Agrarkommune wurde Besitz und Einkommen komplett geteilt, alle Arbeiten freiwillig und unbezahlt geleistet; externe Einkünfte flossen der Gemeinschaft zu. Dafür waren Essen, medizinische Versorgung, Schule und [[Kindergarten|Kinderhaus]] von Anfang an frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Israel heiratete Chaim Seeligmann 1940 die aus dem litauischen [[Žasliai]] stammende Shifra, geborene Gurvits. Der Ehe entstammen drei Kinder: Moshe, Mimi und Yigal. Wie sich später herausstellte, war Chaims Vater Oskar Seeligmann am 22. Oktober 1940 in das [[Camp de Gurs]] deportiert worden und dort im Januar 1941 umgekommen. Seine Mutter, ebenfalls zunächst in Gurs, starb 1947 in [[Corrèze (Gemeinde)|Corrèze]]. Seine Brüder Werner und Herbert wurden nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] deportiert und ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. zur Familie {{Internetquelle|url=https://gedenkbuch.karlsruhe.de/namen/3898|hrsg=gedenkbuch.karlsruhe.de|titel=Gedenkbuch für die Karlsruher Juden, Oskar Seeligmann|datum=|zugriff=2023-04-18|format=| sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941–45 diente er im [[Palmach]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://info.palmach.org.il/show_item.asp?levelId=39823&amp;amp;itemId=8599&amp;amp;itemType=0&amp;amp;seret=159182 | wayback=20160114045716 | text=palmach.org.il, hebr.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Folgejahren war Chaim Seeligmann in Frankreich als Sendbote sozialistischer [[Habonim Dror|Habonim]]-Jugendgruppen für die [[Alija|jüdische Einwanderung]] nach [[Eretz Israel]] tätig. Ab 1957 studierte er an der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität Jerusalem]], dann an der [[Universität Tel Aviv]], war Generalsekretär im Kibbuz, arbeitete als Erzieher, leitete eine Elementarschule und engagierte sich in der Bildungsarbeit in Kibbuzim. Sein Bruder Ernst und seine Schwester Sophie entkamen dem Holocaust und emigrierten ebenfalls nach Israel. Ernst Seeligmann (1910–1989), der früh das Gehör verlor, lebte ebenfalls mit Familie in Givat Brenner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kollektive Lebensform der &amp;#039;&amp;#039;Chawerim&amp;#039;&amp;#039; (dt. „Freunde, Genoss(inn)en“) wird seit dem späten 20. Jahrhundert durch individualistische und [[privatwirtschaft]]liche Strukturen verdrängt. Diesen Prozess hat Chaim Seeligmann in seinen Arbeiten analysiert und die Kibbuzbewegung in ihren Wurzeln, Errungenschaften und [[Utopie]]n selbstkritisch dargestellt. Er forschte viele Jahre am &amp;#039;&amp;#039;Yad Tabenkin&amp;#039;&amp;#039;, Forschungszentrum der Kibbuz-Bewegung in [[Ramat Efal]] und hat Arbeiten über [[Libertarismus|libertäre]] Konzepte u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Gustav Landauer]], [[Erich Mühsam]] und [[Bernard Lazare]] veröffentlicht. Seeligmanns letzte große Publikation war die Festschrift zum 80-jährigen Bestehen von Givat Brenner (2008).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;ha-nekuda el ha-shkhuna: Givat Brener bat 80 shana&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Leksikon Givat Brener 1928–2008&amp;#039;&amp;#039;. (hebräisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Ehrendoktor der Fakultät für Pädagogik der [[Universität Bielefeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chaim Seeligmann starb am [[Rüsttag|Erew]] von [[Jom Kippur]] 2009 und ist neben seiner Frau auf dem Friedhof von Givat Brenner begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke auf Deutsch (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Jüdische Jugendbewegung und die Kibbuzbewegung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Melzer]], Georg Neubauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Kibbutz als Utopie&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Nachwort von Ludwig Liegle. Beltz, Weinheim u.&amp;amp;nbsp;a. 1988, ISBN 3-407-34023-0 (&amp;#039;&amp;#039;Reihe Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur politischen Rolle der Philologen in der Weimarer Republik. Gesammelte Aufsätze über Lehrerverbände, Jugendbewegung und zur Antisemitismus-Diskussion.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 1990, ISBN 3-412-01690-X (&amp;#039;&amp;#039;Studien und Dokumentationen zur deutschen Bildungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 41).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spuren einer stillen Revolution. Begegnungen eines Kibbuz-Mitgliedes mit der Katholischen Integrierten Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Urfeld, Hagen 1998, ISBN 3-932857-21-6 (&amp;#039;&amp;#039;Urfelder Reihe&amp;#039;&amp;#039; 2).&lt;br /&gt;
* Zusammen mit Gabi Madar: &amp;#039;&amp;#039;Kibbuz. Ein Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Erweiterte und aktualisierte Ausgabe. Yad Tabenkin, Ramat-Efal 2000.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es war nicht nur ein Traum. Autobiographische und kibbuzgeschichtliche Skizzen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Urfeld, Bad Tölz 2002, ISBN 3-932857-29-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Curriculum vitae.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfdietrich Schmied-Kowarzik]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auseinandersetzungen mit dem zerstörten jüdischen Erbe. Franz-Rosenzweig-Gastvorlesungen (1999–2005).&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2004, ISBN 3-89958-044-3, (&amp;#039;&amp;#039;Kasseler Semesterbücher, Studia Cassellana&amp;#039;&amp;#039; 13), [http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/dbupress/publik/abstract.php?978-3-89958-044-0 Abstract.]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kibbuz und seine Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfdietrich Schmied-Kowarzik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auseinandersetzungen mit dem zerstörten jüdischen Erbe. Franz-Rosenzweig-Gastvorlesungen (1999–2005).&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2004, ISBN 3-89958-044-3, (&amp;#039;&amp;#039;Kasseler Semesterbücher, Studia Cassellana&amp;#039;&amp;#039; 13), [http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/dbupress/publik/abstract.php?978-3-89958-044-0 Abstract.]&lt;br /&gt;
* [http://dadaweb.de/wiki/Wiedert%C3%A4ufer_%28Anabaptisten%29 &amp;#039;&amp;#039;Wiedertäufer (Anabaptisten).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Anarchie&amp;#039;&amp;#039;, DaAWebd.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Visser: &amp;#039;&amp;#039;Mit Knickerbockern ins Gelobte Land.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. Januar 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118096214}}&lt;br /&gt;
* [http://www.givat-brenner.co.il/member.asp?memberID=516 Kurzbiografie mit Bildern] (hebräisch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * [http://www.ic.org/icsa/efal.html#Anchor-Yad-47857 Yad Tabenkin]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://my.informedia.de/gedenkbuch.php?PID=12&amp;amp;name=3898 &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch für die Karlsruher Juden&amp;#039;&amp;#039; über Familie Seeligmann]&lt;br /&gt;
* Sieghard Bußenius: &amp;#039;&amp;#039;„Es war nicht nur ein Traum!“ Zum 1. Todestag des Historikers und Pädagogen Chaim Seeligmann.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.hagalil.com/archiv/2010/09/23/seeligmann/ hagalil.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118096214|LCCN=n/91/92524|VIAF=73764315}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seeligmann, Chaim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Karlsruhe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seeligmann, Chaim&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seeligmann, Hayyim&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=israelisch-deutscher Pädagoge und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Januar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Givat Brenner]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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