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	<title>Chaim Müntz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:36:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chaim_M%C3%BCntz&amp;diff=1414562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-19T20:13:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaim Müntz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. August]] [[1884]] in [[Lodz]]; † [[17. April]] [[1956]] in [[Stockholm]], [[Schweden]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Herman Müntz&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Minc&amp;#039;&amp;#039;) war ein polnisch-deutscher Mathematiker, der sich mit Analysis und Minimalflächen beschäftigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müntz wurde in eine säkulare jüdische Familie in Lodz im damals russischen Teil Polens (&amp;#039;&amp;#039;[[Kongresspolen]]&amp;#039;&amp;#039;) geboren. Er studierte ab 1902 an der Universität Berlin (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Hermann Amandus Schwarz]], [[Friedrich Schottky]], [[Ferdinand Georg Frobenius]], [[Johannes Knoblauch]], [[Edmund Landau]]) und wurde 1910 dort bei Schwarz (und Schottky) „magna cum laude“ promoviert (&amp;#039;&amp;#039;Zum Randwertproblem der partiellen Differentialgleichung der Minimalflächen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=47816|name=Chaim Herman Müntz}} abgerufen am 22. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 ging er nach München (zu [[Aurel Voss]], [[Alfred Pringsheim]], [[Ferdinand von Lindemann]]), wo jedoch aus seiner Habilitation (wie auch später) trotz Fürsprache einiger seiner Lehrer nichts wurde. Er wurde ab 1914 Lehrer an verschiedenen [[Reformschule]]n (1914 an der [[Odenwaldschule]] bei [[Heppenheim (Bergstraße)|Heppenheim]], 1915 an der [[Dürerschule Hochwaldhausen|Dürerschule]] in [[Hochwaldhausen]], dann an einem eigenen [[Schülerpension]]at in Heppenheim). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde er deutscher Staatsbürger. Nach einem Nervenzusammenbruch zog er sich 1920 kurz nach Polen zurück, wo die Eltern seiner Frau Landwirte waren. 1921 zog er nach Göttingen. Er übersetzte, gab Privatunterricht und schrieb wissenschaftliche Arbeiten und Reviews für das „Jahrbuch über die Fortschritte der Mathematik“. Ab 1924 war er in Berlin, wo er ab 1927 auch einige Monate der Assistent von [[Albert Einstein]] war (wie gleichzeitig [[Cornelius Lanczos]]). Seine Bemühungen um eine Hochschulstelle waren aber dadurch behindert, dass er nicht habilitiert war. 1929 zog er nach [[Sankt Petersburg|Leningrad]], wo er einen Posten an der Universität hatte, wo er lehrte, Verwaltungsaufgaben wahrnahm und [[Alexander Michailowitsch Ljapunow|Ljapunows]] klassisches Buch über das Gleichgewicht dynamischer Systeme herausgab. Er erhielt dabei in Leningrad das Äquivalent einer Habilitation und fungierte an der Universität als Professor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 war er in der sowjetischen Delegation auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] in [[Zürich]] (mit seinem Freund [[Nikolai Grigorjewitsch Tschebotarjow|Tschebotarjow]], [[Pawel Alexandrow]] und [[Ernst Kolman]]). 1937 wurde er (im Rahmen einer politischen Säuberungswelle) aus der Sowjetunion ausgewiesen und ging über [[Tallinn]] 1938 nach [[Schweden]], wo er 1953 schwedischer Staatsbürger wurde. Er bestritt seinen Lebensunterhalt durch Privatunterricht. Nachdem er schon in Leningrad Augenprobleme hatte, erblindete er in seinen letzten Lebensjahren. Seine Frau, die in Leningrad eine Gehirnblutung hatte, starb bereits 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 bewies er eine Vermutung von [[Sergei Natanowitsch Bernstein|Sergei Bernstein]] (1912) über die Approximation stetiger Funktionen durch Potenzfunktionen mit einer positiven Folge von Exponenten, deren Kehrwertsumme divergiert (einen weiteren Beweis gab [[Otto Szász]])&amp;lt;ref&amp;gt;Müntz: &amp;#039;&amp;#039;Über den Approximationssatz von Weierstraß.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für H.A. Schwarz.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1914, S. 303–312.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Satz von Müntz bzw. [[Satz von Müntz-Szász]]). Der bekannte Approximationssatz von Weierstraß betraf nur allgemeiner die Approximation durch Polynome. Müntz ist bekannt für wichtige Arbeiten zum [[Plateau-Problem]] (Existenz einer Minimalfläche zu gegebenem Rand). Seine Arbeit wurde von [[Tibor Radó]] kritisiert, und die Lösung wird den unabhängigen Arbeiten von [[Jesse Douglas]] und Tibor Rado 1930 zugeschrieben (wofür Douglas die erste [[Fields-Medaille]] erhielt). Weitere Arbeiten von Müntz betrafen Wärmeleitungsprobleme, projektive Geometrie und Axiome der Geometrie, Geometrie der Zahlen, Integralgleichungen (1934 erschien ein Lehrbuch von ihm in Russland über Integralgleichungen), Iterationsmethoden zur Bestimmung der Eigenwerte von Matrizen (noch vor [[Richard von Mises]]) und partielle Differentialgleichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müntz hatte breite intellektuelle Interessen (insbesondere von [[Goethe]] und [[Nietzsche]] beeinflusst), war Briefpartner von [[Martin Buber]] (der ab 1916 ebenfalls in Heppenheim wohnte) und schrieb auch über Fragen des Judentums. 1907 veröffentlichte er ein Buch &amp;#039;&amp;#039;Wir Juden&amp;#039;&amp;#039; in Berlin (Nietzsche gewidmet). Er nimmt darin einen säkularen, sozialistischen zionistischen Standpunkt ein. Er schrieb Artikel auch in der Zeitung von Buber „[[Der Jude (1916–1928)|Der Jude]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Chaim Müntz: [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=29432 &amp;#039;&amp;#039;Zum Randwertproblem der partiellen Differentialgleichung der Minimalflächen.&amp;#039;&amp;#039;] Dissertation.&lt;br /&gt;
* Chaim Müntz: [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=27758 &amp;#039;&amp;#039;Die Lösung des Plateauschen Problems über konvexen Bereichen.&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 94.1925, S. 53. {{ISSN|0025-5831}}&lt;br /&gt;
** Tibor Radó: [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=27958 &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Arbeit von Ch. H. Müntz über das Plateausche Problem.&amp;#039;&amp;#039;] Rezension. in: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 96.1927. {{ISSN|0025-5831}}&lt;br /&gt;
** Chaim Müntz: [http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=27959 &amp;#039;&amp;#039;Zum Plateauschen Problem – Erwiderung auf die vorstehende Note des Herrn Radó.&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 96.1927. {{ISSN|0025-5831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eduardo Ortiz, Allan Pinkus: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.math.technion.ac.il/~pinkus/papers/Muntz.pdf Chaim Müntz – a mathematicians odyssey.] (PDF; 179&amp;amp;nbsp;kB)&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Mathematical Intelligencer.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 27.2005, S. 22–30. {{ISSN|0343-6993}}&lt;br /&gt;
* Reinhard Siegmund-Schultze: &amp;#039;&amp;#039;Mathematiker auf der Flucht vor Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Vieweg 1998. ISBN 3-528-06993-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://pages.cs.wisc.edu/~deboor/hat/mun.html Foto]&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/muntz.ch-h Chaim Müntz] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129968064|VIAF=10939403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muntz, Chaim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Universität Sankt Petersburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Müntz, Chaim&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Müntz, Herman; Minc, Herman&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. August 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lodz]], Polen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stockholm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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