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	<title>Chaim Josef Zadok - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-06T07:57:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Haim Yosef Zadok.jpg|miniatur|rechts|200px|Haim Zadok als stellvertretender Generalstaatsanwalt (1951)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaim Josef Zadok&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|חיים יוסף צדוק&amp;amp;lrm;}}; * [[2. Oktober]] [[1913]] in [[Rawa-Ruska]]; † [[15. August]] [[2002]]) war ein [[israel]]ischer [[Politiker]], [[Zionismus|Zionist]] und [[Minister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Abgeordneten und Minister ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch begann Zadok ein Studium der [[Philosophie]] sowie der [[Judaistik]] an der [[Universität Warschau]] und wurde bereits Mitglied der [[Polen|polnischen]] [[Zionismus|zionistischen]] Jugendorganisation „Gordonia“ sowie der Vereinigung der Arbeiter Zions ([[Poale Zion|Poalei Tzion]]). Nach der Umsiedlung in das unter [[Völkerbundsmandat für Palästina|Völkerbundmandat]] stehende [[Palästina (Region)|Palästina]] 1935 schloss sich ein Studium der [[Rechtswissenschaften]] an der Law School der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität Jerusalem]] an, nach dessen Abschluss eine Tätigkeit als Rechtsanwalt folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 wählten ihn die Stimmberechtigten des [[Jischuv]]s in die vierte jüdische [[Parlament Palästinas zur Mandatszeit|Repräsentantenversammlung]] der Mandatszeit. Zugleich bestanden bereits in dieser Zeit Mitgliedschaften bei der [[Hagana]] sowie der [[Jewish Settlement Police]]. Während des [[Palästinakrieg]]es von 1948 trat er den [[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|Streitkräften]] als Anwalt im Büro des Militärischen Chefanklägers bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung des Staates [[Israel]] folgte von 1949 bis 1952 eine Tätigkeit als Stellvertreter der Generalstaatsanwälte [[Ja’akov Schimschon Schapira|Yaakov Shimshon Shapira]] sowie [[Chaim Cohn]]. Nach einer erneuten Tätigkeit als Rechtsanwalt und der Gründung der Kanzlei Haim Zadok &amp;amp; Co. Advocates&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Website der Kanzlei Haim Zadok &amp;amp; Co. Advocates |url=http://www.zadokco.co.il/ |wayback=20080208103534 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; begann seine politische Laufbahn am 28. Januar 1959 mit der erstmaligen Wahl zum Abgeordneten der [[Knesset]], in der er bis zu seinem Mandatsverzicht am 2. Januar 1978 die Interessen der [[Awoda|Mapai]] und dann ab 1968 der Nachfolgepartei [[Awoda]] vertrat. Als Abgeordneter war er darüber hinaus zeitweise Vorsitzender des Hauptausschusses (House Committee) sowie später Vorsitzender des Unterausschusses für Grundrechte und dann Vorsitzender des einflussreichen Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Berufung ins Kabinett als Minister erfolgte am 25. Mai 1965 durch [[Liste der Ministerpräsidenten von Israel|Ministerpräsident]] [[Levi Eschkol]] als Minister für Handel und Industrie, ein Amt, das er bis zum 22. November 1966 innehatte. Daneben war Zadok vom 31. Mai 1965 bis zum 12. Januar 1966 zusätzlich Entwicklungsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Regierungen von [[Golda Meir]] und [[Jitzchak Rabin]] war er vom 10. März 1974 bis zum 20. Juni 1977 nicht nur [[Liste der israelischen Justizminister|Justizminister]], sondern zusätzlich vom 30. Juni bis zum 29. Oktober 1974 und dann erneut vom 16. Januar bis zum 20. Juni 1977 Israels erster Religionsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Zeit als Justizminister fielen die Berufung von [[Meir Schamgar]] zum Richter am [[Oberstes Gericht (Israel)|Obersten Gerichtshof]] sowie von [[Aharon Barak]] zum Generalstaatsanwalt. Durch diese beiden wichtigen Berater kam es zu entscheidenden Reformen der Grundrechte, der militärischen Grundrechte sowie des Staatswirtschaftsrechts. Sowohl Schamgar als auch Barak waren später Präsidenten des Obersten Gerichtshofes und prägten somit während der dort aufeinander folgenden Amtszeiten von 1983 bis 2006 maßgeblich das israelische Recht. Gegen Ende der Amtszeit als Justizminister war die Umsetzung der verbindlichen Strafprozessordnung sowie die Verabschiedung und Einführung eines neuen [[Strafrecht]]s erfolgt. Zum anderen war die Amtszeit im Justizministerium aber auch durch Ermittlungen gegen leitende Persönlichkeiten in Wirtschaft und Politik und die daraus resultierenden Yadlin-Affäre, die Dollar-Konto-Affäre um Ministerpräsident [[Jitzchak Rabin#Regierungschef 1974–1977|Rabin]] und dessen Ehefrau [[Leah Rabin]] sowie den Selbstmord von Wohnungsbauminister [[Abraham Ofer|Avraham Ofer]] im Zuge der Yadlin-Affäre geprägt. Trotz Angriffen aus der Awoda stand Zadok Generalstaatsanwalt Barak bei, als dieser sich zur Erhebung von Anklagen nach den erfolgten Ermittlungen entschloss. Obwohl er gegen Siedlungsmaßnahmen war, sah er die rechtliche Zulässigkeit der Unterbringung von Siedlern in Militärlagern als Kompromiss. Schließlich gehörte er zu den Initiatoren der Entlassung der Minister der [[Mafdal|Nationalreligiöse Partei (Mafdal)]] für Inneres ([[Josef Burg (Politiker)|Josef Burg]]), Religion (Jitzchak Raphael) und Wohlfahrt (Zevulon Hammer) durch Ministerpräsident Rabin am 22. Dezember 1976, die letztlich aber wohl mit zum Ende der Regierung Rabins durch die Niederlage bei den Knessetwahlen vom 17. Mai 1977 und dem dortigen Verlust von 18 Mandaten beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[...die keine Gnade kennen]]&amp;#039;&amp;#039; (1977), einer filmischen Bearbeitung der [[Operation Entebbe]], einer Geiselbefreiung der [[Spezialeinheit]] [[Sajeret Matkal|Sayeret Matkal]] des israelischen Heeresnachrichtendienstes [[Aman]] in der Nacht vom 3. Juli und dem frühen Morgen des 4. Juli 1976 auf dem [[Flughafen Entebbe|Flughafen von Entebbe]] in [[Uganda]], wurde er von dem US-amerikanischen Schauspieler [[George O. Petrie]] gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.imdb.com/title/tt0076594/fullcredits Besetzung &amp;quot;Raid on Entebbe - ... die keine Gnade kennen&amp;quot;, 1977]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten nach dem Ausscheiden aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden aus dem Kabinett und dem Parlament erfolgte von 1978 bis 1980 eine Berufung zum Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie danach die Fortsetzung der Tätigkeit als Rechtsanwalt. Die Annahme öffentlicher Ämter neben der Anwaltstätigkeit wurde allerdings von ihm abgelehnt. Allerdings forderte er nach der sogenannten [[Bus-300-Affäre]], bei der zwei [[Palästinensische Autonomiegebiete|palästinensische]] Buskidnapper vermutlich von Mitarbeitern des [[Nachrichtendienst|Inlandsgeheimdienstes]] [[Schin Bet]] getötet wurden. Insbesondere sprach er sich dabei gegen Begnadigungen vor dem Abschluss des Prozesses aus. Daneben war er auch gegen Begnadigungen für Mitglieder der Untergrundbewegung [[Gusch Emunim]] sowie gegen die [[Israelisch besetzte Gebiete|Besetzung]] von [[Westjordanland]] und [[Gazastreifen]] aus. Stattdessen wurden von ihm Verhandlungen mit den Palästinensern aus. Schließlich war er Kommentator für das [[Time|TIME-Magazine]] während der Untersuchungen gegen den damaligen Verteidigungsminister [[Ariel Scharon]] nach dem [[Massaker von Sabra und Schatila]] 1982.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://content.time.com/time/magazine/article/0,9171,140972,00.html &amp;quot;Of Meaning and Malice&amp;quot;, TIME-MAGAZINE 24. Juni 2001]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zadok war schließlich Mitglied mehrerer öffentlicher Kommissionen wie der [[Meir Schamgar|Schamgar-Kommission]], welche die Rolle und Ernennung des Generalstaatsanwalts neu auslegte. 1991 gehörte er zu den Gründern des Israel Democracy Institute, dessen erster Vorstandsvorsitzender er auch wurde. Dieses zeichnete ihn 2002 auch mit dem Israel Democracy Institute Award aus. Darüber hinaus war er 1993 Präsident des Presserates und vertrat in dieser Position [[Liberalismus|liberale]] Meinungen gegen die Regierung bei Interventionen gegen die [[Pressefreiheit|freie Presse]].&amp;lt;ref&amp;gt;biu.ac.il: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Events of the Lainer Chair – The Media in an Age of Social Polarization (2 April 1998)&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.biu.ac.il/SOC/po/lainer/events_english.html |wayback=20070608060319 }} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,101683,00.html &amp;quot;RABINS MÖRDER. Er bereut nichts&amp;quot;, SPIEGEL ONLINE vom 7. November 2000]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1999 erfolgte schließlich noch einmal eine erfolglose Kandidatur für die Knesset als letzter der Kandidatenliste des Parteienbündnisses [[Ein Israel]] (Yisrael Ahat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. August 2002 starb er während eines [[Deutschland]]besuchs im Alter von 88 Jahren an einem [[Herzinfarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* „Seder Shilton VeMishpat“, 1971 (Mitherausgeber Abraham Ben Naftali)&lt;br /&gt;
* „Issues in Government in Israel“, 1978&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000013932|Chaim Zadok||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 22/1974 vom 20. Mai 1974}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://main.knesset.gov.il/en/MK/APPS/mk/mk-personal-details/585 Chaim Josef Zadok] auf der Webseite der [[Knesset]] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.idi.org.il/sites/english/AboutIDI/TheDemocracyAward/Pages/TheDemocracyAward2.aspx Homepage des Israel Democracy Institute]&lt;br /&gt;
* [http://www.idi.org.il/sites/english/PublicationsCatalog/Pages/Publications_Catalog_7028/Publications_Catalog_7028.aspx Harris, Ron / Nitzan, Tevet: „The Haim Zadok Book“, 2002]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Justizminister Israels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=no2002088377|VIAF=102404738|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-03-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zadok, Chaim Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hagana)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsminister (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister für Handel und Industrie (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Repräsentantenversammlung (Palästina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knesset-Abgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hebräische Universität Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Nahostkonflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:HaMa’arach-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zadok, Chaim Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chaim Wilkenfeld (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=israelischer Politiker und Minister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Oktober 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rawa-Ruska]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. August 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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