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	<title>Chaim Arlosoroff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Emigrant in Palästina zur Mandatszeit umbenannt in Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit: laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-09-28T06:48:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Emigrant_in_Pal%C3%A4stina_zur_Mandatszeit&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Emigrant in Palästina zur Mandatszeit (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Emigrant in Palästina zur Mandatszeit&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Immigrant_in_Pal%C3%A4stina_zur_Mandatszeit&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2024/Oktober/22&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2024/Oktober/22 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Haim Arlozorov enface.jpg|mini|hochkant|Chaim Arlosoroff (1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vitaly Viktor Chaim Arlosoroff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Arlozorov&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Arlozoroff&amp;#039;&amp;#039;; * [[23. Februar]] [[1899]] in [[Romny]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[16. Juni]] [[1933]] in [[Tel Aviv]]) war ein [[Zionismus|zionistischer]] Politiker der sozialistischen Arbeiterpartei [[Awoda|Mapai]] und Gegner des [[Revisionistischer Zionismus|revisionistischen Zionismus]] um [[Wladimir Zeev Jabotinsky|Wladimir Zeʾev Jabotinsky]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Chaim Arlosoroff war ein Enkel des Rabbiners Eliezer Arlosoroff, Rabbiner von [[Romny]], [[Ukraine]]. Sein Vater Saul (Schaʾul) war ein wohlhabender Holzhändler, seine Mutter war Laska Tobolovsky aus [[Suwałki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlosoroff wurde in der Ukraine geboren, doch der [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] zwang seine Familie, wie Hunderttausende von [[Juden in Russland]], zur Auswanderung; nach einem [[Pogrom]] wanderte sie 1905 nach [[Ostpreußen]] aus. Sein Vater konnte von einer Geschäftsreise in die Ukraine nicht zurückkehren und starb im Juni 1918 in [[Sankt Petersburg|Petersburg]] an Cholera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schule Reich-Ranicki (cropped).JPG|miniatur|Werner Siemens Realgymnasium]]&lt;br /&gt;
Arlosoroff besuchte das [[Werner-Siemens-Realgymnasium]], interessierte sich für die deutsche Literatur und war so sehr von Deutschland begeistert, dass er sich zu [[Erster Weltkrieg|Kriegsbeginn]] mit 15 Jahren zum Kriegsdienst an die Front melden wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carlos Widmann |url=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-20184307.html |titel=Magda Goebbels: Gefährtin des Bösen |werk=[[Der Spiegel (online)|Der Spiegel]] |datum=2001-09-23 |zugriff=2021-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später studierte er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] Wirtschaftswissenschaften und wurde 1924 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. In Berlin wurde er Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Verein Jüdischer Studenten Maccabaea&amp;#039;&amp;#039; im [[Kartell Jüdischer Verbindungen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Schindler: „Sie waren Juden, Sozialisten und – Korporierte.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Studentenkurier.&amp;#039;&amp;#039; 2/2003, S. 12 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Ämter und Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Noch an der Universität schrieb Arlosoroff Artikel über zionistische Themen, wie etwa die Finanzierung der Siedler in Palästina; auch plante er ein Programm zur Zusammenarbeit zwischen Juden und [[Araber]]n. Zusammen mit [[Aharon David Gordon]] war er der Gründer der [[Sozialistischer Zionismus|sozialistisch-zionistischen]] Partei [[HaPoel HaZair|HaPoʿel haZaʿir]] und nahm in ihr eine Führungsposition ein. Sie zog viele Intellektuelle an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arlosoroff schrieb für die &amp;#039;&amp;#039;[[Die Arbeit (Deutschland)|Die Arbeit]]&amp;#039;&amp;#039;, die Monatszeitschrift des [[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund|Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1924 wanderte Arlosoroff in das [[Völkerbundsmandat für Palästina|Britische Mandatsgebiet Palästina]] aus. 1926 wurde er zum Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Palästina ([[Jischuv]]) beim [[Völkerbund]] in [[Genf]] gewählt. 1929 wurde die [[Jewish Agency for Israel|Jewish Agency]] gegründet, in der die [[Awoda|Mapai]] und Arlosoroff eine bedeutende Rolle spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Januar 1930 vereinigten sich [[HaPoel HaZair|HaPoʿel haZaʿir]] und [[Achdut haAwoda (1919)|Achdut haʿAvoda]] zur [[Awoda|Mapai]]. Bei diesem Zusammenschluss spielte Arlosoroff eine entscheidende Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Green2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=David B. Green|Titel=This Day in Jewish History 1933: The Murder of Chaim Arlosoroff|Sammelwerk=Haʾaretz|Datum=2013-06-16|Online=http://www.haaretz.com/jewish/this-day-in-jewish-history/.premium-1.530046|Abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Arlosoroff wurde zu einem der Vordenker der Mapai, der damals wichtigsten jüdischen politischen Partei, und war ein enger Freund des jüdischen Wissenschaftlers und Staatsmannes [[Chaim Weizmann]]. Er galt als der „Kopf“ der politischen Abteilung der Jewish Agency.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst arbeitete er mit den [[Vereinigtes Königreich|Briten]] zusammen, jedoch meinte er später, dass ihnen nicht zu trauen sei und die Juden Risiken eingehen müssten, um sich eine Heimat aufzubauen. Er befürwortete insofern den Abschluss des [[Ha’avara-Abkommen|Haʿavara-Abkommens]] mit dem Deutschen Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chaim Arlosoroff.jpg|miniatur|Chaim Arlosoroff (in der Mitte, sitzend) mit [[Chaim Weizmann]] (links von ihm) bei dem Treffen mit arabischen Führern im [[King David Hotel]], Jerusalem, 8. April 1933. Rechts [[Moshe Sharett|Mosche Shertok (Sharett)]] und [[Yitzhak Ben-Zvi]]. Die Repräsentanten [[Transjordanien]]s waren Scheich Mithqal Pasha al-Faiz, Stammes-Führer der Bani Sakhr; Rashid Pasha al-Khaza&amp;#039;i, oberster Scheich der Mount Ajlun; Mitri Pasha Zurikat, christlicher Führer des Distrikt al-Karak; Shams-ud-Din Bey Sami, [[Tscherkessen|circassischer]] Führer, und Salim Pasha Abu al-Ajam, oberster Scheich der Belka-Region.]]&lt;br /&gt;
Am 8. April 1933 organisierte Arlosoroff im Auftrag der Jewish Agency ein Treffen im [[King David Hotel]] in Jerusalem. Weizmann traf sich dort mit führenden Arabern aus dem britischen Mandatsgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Black: &amp;#039;&amp;#039;The Transfer Agreement&amp;#039;&amp;#039;. Carroll &amp;amp; Graf, New York 2001, ISBN 0-7867-0841-7, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der vereinbarten Zusammenarbeit wurden sowohl die teilnehmenden Araber als auch Arlosoroff kritisiert. Anfeindungen gegen ihn kamen vor allem aus der [[Misrachi]], die seinen Rücktritt forderte. Radikale Zionisten sprachen Arlosoroff das Recht zu leben ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Black: &amp;#039;&amp;#039;The Transfer Agreement&amp;#039;&amp;#039;. Carroll &amp;amp; Graf, New York 2001, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Haim Arlosoroff Memorial in Tel Aviv.jpg|miniatur|Gedenkstein für Chaim Arlosoroff an der Stelle seiner Ermordung in Tel Aviv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Positionen ===&lt;br /&gt;
Anfang der 1930er Jahre gab es zwei zionistische Hauptparteien in Palästina, die Mapai, eine sozialistische Arbeiterpartei, und die so genannten [[Revisionistischer Zionismus|Revisionisten]], eine politisch rechts eingeordnete Partei. Die Kluft zwischen den beiden Gruppierungen hatte sich während des Ersten Weltkriegs entwickelt und setzte sich in Mandats-Palästina fort. Die Mapai wurde weltweit von der [[World Zionist Organization]] vertreten, unter [[Yishuv|jüdischen Palästinensern]] fanden sich Anhänger beider Richtungen. Geführt von [[David Ben-Gurion]] ermutigte sie die Massenimmigration und Besiedlung des Landes. Die Führung kooperierte zunächst mit der britischen Mandatsverwaltung &amp;#039;&amp;#039;Government of Palestine&amp;#039;&amp;#039;. Der Zionismus war „praktisch“ orientiert: Durch die Besiedlung des Landes sollte ein späterer Anspruch auf Staatsgründung begründet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eran Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;The Jewish Radical Right: Revisionist Zionism and Its Ideological Legacy&amp;#039;&amp;#039;. University of Wisconsin Press 2005, ISBN 0-299-20380-8, S. 10–14 ([https://books.google.de/books?id=4GLP8cDo0S8C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=arlosoroff&amp;amp;f=false Buchauszug]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die revisionistische Fraktion unter Wladimir Jabotinsky stützte sich dagegen auf Prinzipien des so genannten „politischen Zionismus“. Zunächst sollte das ganze Land unter Kontrolle gebracht werden, danach sollte es besiedelt und kultiviert werden. Die Unabhängigkeit von der britischen Mandatsverwaltung wurde als einziger Weg zur Errichtung eines jüdischen Staates angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eran Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;The Jewish Radical Right: Revisionist Zionism and Its Ideological Legacy&amp;#039;&amp;#039;. University of Wisconsin Press 2005, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Spannungen wurden schärfer, als die Mapai die Verhandlungen mit Deutschland förderte, die von Arlosoroff vorangetrieben wurden. Die Revisionisten, besonders der geheime Untergrund-Verband [[Brit HaBirionim]], übten scharfe Kritik an der Bereitschaft von Vertretern der Mapai, mit dem Deutschen Reich über die Aussiedlung von Juden nach Palästina zu verhandeln, während gleichzeitig ein jüdischer Boykott deutscher Waren erklärt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maoz 2000&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web |url=http://www.historycooperative.org/journals/lhr/18.3/maoz.html |title=Historical Adjudication: Courts of Law, Commissions of Inquiry, and &amp;quot;Historical Truth&amp;quot; |language=en |accessdate=2017-01-05 |last=Maʿoz |first=Asher |publisher=Law and History Review |date=2000 |offline=yes |archiveurl=https://archive.is/20120913063847/www.historycooperative.org/journals/lhr/18.3/maoz.html |archivedate=2012-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Arlosoroffs Überzeugung von der Notwendigkeit einer kompromissbereiten Verständigung mit den Arabern trug ihm die Feindschaft der religiösen Zionisten der [[Mizrachim]]-Bewegung wie der Revisionisten ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Green2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ermordung ===&lt;br /&gt;
Am 16. Juni 1933 wurde Arlosoroff kurz nach seiner Rückkehr von den Haʿavara-Verhandlungen in Deutschland durch den Pistolenschuss eines Attentäters schwer verletzt, als er mit seiner Frau Sima, geb. Rubin, am Strand von Tel Aviv entlangging. Er verstarb am folgenden Tag im Krankenhaus. Wer der Attentäter war, ist bis heute ungeklärt. Zunächst wurden drei Verdächtige angeklagt. Zwei von ihnen, Zvi Rosenblatt und [[Abba Ahimeir|Aba Achimeʾir]], wurden freigesprochen. Die [[Awoda|Mapai]] von [[David Ben-Gurion|Ben-Gurion]] konzentrierte ihren Wahlkampf auf den Mord und die angebliche Beteiligung der konkurrierenden [[Revisionistischer Zionismus|revisionistischen Zionisten]] um Wladimir Jabotinsky. Am 8. Juni 1934 wurde [[Abraham Stavsky]] in politisch aufgeladener Atmosphäre zum Tode verurteilt. Der [[Aschkenasim|aschkenasische]] [[Oberrabbiner]] von Palästina, [[Abraham Isaak Kook]], führte eine Kampagne gegen das Urteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Shnayer Z. Leiman: “From the Pages of Tradition: Isaac Ha-Kohen Kook: Letter on Ahavat Yisrael.” In: &amp;#039;&amp;#039;Tradition. A Journal of Orthodox Jewish Thought&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 24 (1988), Heft 1, S. 84–90, hier S. 85–86 ([http://www.jstor.org/stable/23260920 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verteidiger beschuldigten die Polizei, die Zeugenaussage von Arlosoroffs Ehefrau Sima beeinflusst und aus politischen Gründen Beweismittel manipuliert zu haben. Das Todesurteil wurde vom obersten [[Appellationsgericht]]shof aufgehoben und Stavsky freigesprochen. Eine von [[Menachem Begin]] 1982 initiierte Untersuchungskommission entlastete Stavsky nochmals, ohne andere Verdächtige zu benennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Newton: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Unsolved Crimes.&amp;#039;&amp;#039; Facts on file, New York 2009, ISBN 978-0-8160-7818-9, S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:AJI view 270.jpg|miniatur|Die des Mordes an Arlosoroff Angeklagten: [[Abraham Stavsky]], links, Zvi Rosenblatt, rechts, unmittelbar nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, auf dem Tisch das Porträt von Horace Samuel, ihrem Anwalt. Hinter ihnen: Sonia Achimeʾir, Ehefrau [[Abba Ahimeir|Aba Achimeʾirs]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates und Familie ===&lt;br /&gt;
Um 1918 war Arlosoroff mit einer Mitschülerin seiner Schwestern Lisa und Dora, [[Magda Goebbels]], zum damaligen Zeitpunkt noch Magda Friedländer, liiert, die ihn heiraten und zum jüdischen Glauben übertreten wollte, dann aber die Ehefrau des Industriellen [[Günther Quandt]] und später die Frau von [[Joseph Goebbels]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Ehe war Chaim Arlosoroff ab 1919 mit der Journalistin, Korrespondentin und Autorin [[Gerda Luft]] (geb. Goldberg) verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ines Sonder]]: „‹Das wollten wir. Ein neues Land …› Deutsche Zionistinnen als Pionierinnen in Palästina, 1897–1933“. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 8 (2014), Nr. 14: „Sie hatte Medizin und Nationalökonomie an der Berliner Universität belegt und hier den zionistischen Arbeiterführer Chaim Arlosoroff kennengelernt.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, Schulamit Gurevich (Arlosoroff; 1919–1997).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerda Luft]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik eines Lebens für Israel.&amp;#039;&amp;#039; Edition Erdmann in K. Thienemanns Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-522-65090-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 wanderte das Paar mit der gemeinsamen Tochter nach Palästina aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Vortragsreise in Estland 1923 hatte Arlosoroff Sima Rubin (1901–1976) aus [[Tallinn]] kennen und lieben gelernt. Er zog 1924 mit Rubin und ihrer Tochter Navah aus erster Ehe zusammen, die ebenfalls [[Alija]] gemacht hatten. Gerda Arlosoroff begann ihre Karriere als Journalistin und begegnete später ihrem zweiten Mann Zvi Luft. Gerda und Chaim ließen sich 1927 in Berlin scheiden, bevor beide ihre neuen Partner heirateten. Gerda Luft hat durch ihre kritischen Reportagen viele Jahre hindurch das Palästina-Bild der deutschen Zionisten beeinflusst. Neben der Jüdischen Rundschau schrieb sie auch für Palästina, das Mitteilungsblatt (MB der deutschsprachigen [[Alija|Einwanderer]]) und die Jerusalem Post. Von 1955 bis 1970 war sie Israel-Korrespondentin der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. 1977 veröffentlichte sie ihr Buch &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr ins Unbekannte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaʾul Arlosoroff (1930–2024), der Sohn Chaim und Sima Arlosoroffs, war Israels bekanntester Bewässerungsexperte und Direktor von [[Mekorot]], einer staatlichen Firma der israelischen Wasserversorgung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.waterworld.com/articles/wwi/print/volume-21/issue-4/features/water-demand-management-strategy-aims-for-prosperity-with-limited-water-resources.html|titel=Water demand management strategy aims for prosperity with limited water resources|werk=waterworld.com|zugriff=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Palestinian water shortages and Israel’s water supply: behind the headlines|Sammelwerk=JNS.org|Online=http://www.jns.org/latest-articles/2016/7/1/palestinian-water-shortages-inundate-israel-with-image-problems#.WG5fplMrLDc=|Abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Nach Arlosoroff sind Straßen in der Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Arlosorov&amp;#039;&amp;#039; im Zentrum von Tel Aviv und in zahlreichen anderen israelischen Städten benannt, sowie auch der [[Kibbuz]] [[Givat Chaim|Givʿat Chaim]]. 2009 wurde ein Denkmal an der Stelle seiner Ermordung errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Green2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ch. Ben Meir: &amp;#039;&amp;#039;Die Ermordung Arlosoroffs. Materialien, dem Urteil der Öffentlichkeit unterbreitet&amp;#039;&amp;#039;. Jüdische Arbeiterpartei Palästinas. Tel Aviv 1934.&lt;br /&gt;
* [[Georg Landauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Chaim Arlosoroff: Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. Hechaluz-Verlag, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* [[Shlomo Avineri]]: &amp;#039;&amp;#039;Arlosoroff&amp;#039;&amp;#039;. Halban, London 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arlosoroff, Haim&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Yaacov Shimoni]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographical dictionary of the Middle East&amp;#039;&amp;#039;. New York: Facts on File, 1991, S. 35f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Haim Arlosoroff|Chaim Arlosoroff}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118943367}}&lt;br /&gt;
* [http://www.anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=jar&amp;amp;datum=19330623&amp;amp;seite=1&amp;amp;zoom=33 Nachruf] in: &amp;#039;&amp;#039;Der jüdische Arbeiter&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 25, 23. Juni 1933, S. 1&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.jafi.org.il/education/100/german/people/Chaim_Arlosoroff.html | wayback=20071023112255 | text=Original:}} Original: [http://www.jewishagency.org/leaders/content/25985] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishmag.com/22MAG/arlosoroff/arlosoroff.htm The Jewish Magazine] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/biography/Arlosoroff.html The Jewish Virtual Library] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118943367|LCCN=n83148274|VIAF=64806963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arlosoroff, Chaim}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mapai-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (jüdische Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arlosoroff, Chaim&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Arlosoroff, Vitaly Viktor Chaim (vollständiger Name); Arlozorov, Chaim; Arlozoroff, Chaim&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=zionistischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Romny]], [[Russisches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tel Aviv]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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