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	<title>Chagga - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T03:42:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Chagga&amp;diff=47157&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nicowa: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-01-08T11:22:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chagga&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Dschagga, Tschagga, Waschagga&amp;#039;&amp;#039;) sind ein rund um das [[Kilimandscharo|Kilimandscharo-Massiv]] in [[Tansania]] lebendes [[Bantusprache|bantusprachiges]] [[Volk]] von etwa 800.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorwiegend [[Ackerbau]] treibenden Chagga nutzen seit Generationen ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem. Dieses System hat es ihnen – integriert in eine Baumgartenkultur mit mehreren hundert verschiedenen essbaren Pflanzenarten (Früchten etc.) auf mehreren Vegetationsebenen (verschieden hohen Bäumen, Sträuchern und Gräsern) – jahrhundertelang ermöglicht, intensive Landwirtschaft an den Hängen des Kilimandscharo zu betreiben. Mittlerweile wurden jedoch die meisten Kanäle durch Rohrleitungen ersetzt. Durch das Abholzen großer Teile des ursprünglichen [[Tropischer Regenwald|Regenwaldes]] unterhalb der Grenze des Nationalparks ({{Höhe|1950}}) und der dadurch bedingten [[Versteppung]] und Verödung der Böden in Verbindung mit zunehmender Trockenheit ist dieses System gefährdet. Um Verdunstungsverluste und [[Versalzung]] des Bodens zu minimieren, wird zunehmend [[Tröpfchenbewässerung]] angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chagga kultivieren traditionell [[Bananen]], aus denen sie unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Mbege&amp;#039;&amp;#039; herstellen, ein Bananenbier, das auch &amp;#039;&amp;#039;[[Pombe]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Swahili (Sprache)|Kiswahili]] für „einheimisches Bier“) genannt wird, und halten vor allem [[Hausrind|Rinder]], daneben [[Hausziege|Ziegen]] und [[Hausschwein|Schweine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marangu19.jpg|mini|Traditionelle Chagga-Hütte]]&lt;br /&gt;
Wie [[Bruno Gutmann]] Anfang des 20. Jahrhunderts dokumentierte, ermöglichte das traditionelle Rechtssystem der Chagga, mittellosen Familien in einer Art [[Lehenswesen]] den Erwerb eines Rindes von einer wohlhabenderen Familie. In vorkolonialer Zeit hatten sie ein Häuptlingssystem und die einzelnen Clans führten oft Krieg gegeneinander. Nach der Einrichtung der Kolonie [[Deutsch-Ostafrika]] begann der Anbau von [[Kaffee (Pflanze)|Kaffee]], für den die Lagen am Kilimandscharo beste Voraussetzungen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er und 1960er Jahren konnten die Chagga gute Gewinne durch den Verkauf von Kaffee erzielen. Viele konnten daher ihre Kinder auf weiterführende Schulen und Universitäten schicken. Es entstand eine Bildungsschicht, zu der auch viele Lehrer gehörten, die sich über ganz Tansania verteilte. Viele dieser Familien sind seit den 1990er Jahren und besonders im neuen Jahrtausend von HIV/Aids betroffen. Sterbende Eltern schicken ihre Kinder in die Heimat an den Kilimandscharo zu Großeltern und Verwandten zurück. Aus diesem Grund herrscht in dieser Region ein demographisches Ungleichgewicht. Es gibt viele Kinder und viele alte Menschen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dschagga-Krieger (um 1890).jpg|mini|Chaga-Krieger (um 1890)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Sechstausend Meter hoch in Deutsch-Ostafrika |Sammelwerk=Illustrirte Zeitung |Band=94 |Nummer=2437 |Verlag=Verlag der Expedition der Illustrirten Zeitung |Ort=Leipzig und Berlin |Datum=1890-03-15 |Seiten=267 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Unter deutscher Kolonialherrschaft dienten die Chagga häufig als [[Hilfstruppe]]n, teilweise auch in der [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika|Schutztruppe]] selbst. 1891/92 kam es zu einem Aufstand, nachdem [[Carl Peters]], ab 1891 [[Reichskommissar]] für das [[Kilimandscharo]]gebiet, seine Konkubine Jagodia und einen Diener, mit dem sie ein Verhältnis hatte, aufhängen und ihre Heimatdörfer zerstören ließ. Erst nach Monaten gelang es den Deutschen, die aufständischen Chagga niederzukämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das historische Zentrum der Chagga ist Kidia in Old-[[Moshi (Stadt)|Moshi]], wo der deutsche [[Leipziger Missionswerk|evangelisch-lutherische]] Missionar [[Bruno Gutmann]] eine Kirche, Missionsstation und Krankenhaus erbauen ließ und die Plantagenwirtschaft förderte. Über Jahrzehnte erforschte er intensiv Sprache und Kultur des Volkes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629145747/http://www.bautz.de/bbkl/g/gutmann_b.shtml |autor=Friedrich Wilhelm Bautz|artikel=GUTMANN, Bruno|band=2|spalten=405-408}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind die Chagga wegen fehlenden [[Grundbesitz]]es einem starken gesellschaftlichen Wandel ausgesetzt. Viele sind inzwischen in der Landwirtschaft benachbarter Regionen oder im Tourismus tätig, insbesondere in der Region um Moshi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[August Widenmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kilimandscharo-Bevölkerung. Anthropologisches und Ethnographisches aus dem Dschaggalande.&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsheft Nr. 129 zu Petermann&amp;#039;s Geographischen Mitteilungen. Perthes, Gotha 1899.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Gutmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dichten und Denken der Dschagganeger. Beiträge zur ostafrikanischen Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Evang.-Luth. Mission, Leipzig 1909.&lt;br /&gt;
* Bruno Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Volksbuch der Wadschagga. Sagen, Märchen, Fabeln und Schwänke den Dschagganegern nacherzählt.&amp;#039;&amp;#039; Verl. d. Evang.-Luth. Mission, Leipzig 1914.&lt;br /&gt;
* Bruno Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Briefe aus Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Evangelisch-lutherischen Mission, 3. Auflage, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* Bruno Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der Dschagga.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Beck, München 1926.&lt;br /&gt;
* Bruno Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Stammeslehren der Dschagga.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Beck, München. Band 1 1932, Band 2 1935, Band 3 1938.&lt;br /&gt;
* Bruno Gutmann: &amp;#039;&amp;#039;Afrikaner – Europäer in nächstenschaftlicher Entsprechung. Gesammelte Aufsätze von Bruno Gutmann.&amp;#039;&amp;#039; Anlässlich des 90. Geburtstags von Bruno Gutmann hrsg. von Ernst Jaeschke. Bibliographie von Bruno Gutmann und Literaturverzeichnis S. 215–231. Evangelisches Verlags-Werk 1966.&lt;br /&gt;
* [[Tillmann Prüfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der heilige Bruno: Die unglaubliche Geschichte meines Urgroßvaters am Kilimandscharo&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-499-63057-6&lt;br /&gt;
* [[Astrid Lindgren]] und [[Anna Riwkin-Brick]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Sia wohnt am Kilimandscharo]]&amp;#039;&amp;#039;. Oetinger, 1958 (Kinder–/Fotobuch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chaga people|Chagga}}&lt;br /&gt;
* Tillmann Prüfer: [http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/24/tansania-kilimandscharo-kolonialismus-missionar &amp;#039;&amp;#039;Ahnenforschung. Ich hatte einen Ahn in Afrika.&amp;#039;&amp;#039;] Zeit-Magazin Nr. 24/2015 — 11. Juni 2015.&lt;br /&gt;
* [http://www.lmw-mission.de/de/missionar-2.html Leipziger Missionswerk: Bruno Gutmann]&lt;br /&gt;
* [http://gso.gbv.de/DB=2.1/SET=1/TTL=1/NXT?FRST=11 Primärliteratur und Sekundärliteratur von Bruno Gutmann im Gemeinsamen Verbundkatalog GVK] In der Suche „Bruno Gutmann“ eingeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Tansania]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicowa</name></author>
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