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	<title>Ceteris paribus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T09:52:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ceteris_paribus&amp;diff=85478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mathze: /* Allgemeiner Ansatz */ Reduktion aufs Wesentliche</title>
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		<updated>2025-09-17T09:10:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeiner Ansatz: &lt;/span&gt; Reduktion aufs Wesentliche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die [[lateinische Phrase]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|ceteris paribus}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzungen: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|c. p.}}&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|cet. par.}}&amp;#039;&amp;#039;) bedeutet sinngemäß „unter sonst gleichen Bedingungen“. Sie ist von großer Bedeutung bei [[Analyse]]n, [[Aussage (Logik)|Aussagen]], [[Experiment]]en oder [[Theorie]]n, wenn deren [[Gültigkeit]] vom unveränderten Fortbestehen der [[Randbedingung]]en abhängig gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeiner Ansatz ==&lt;br /&gt;
Der Religionsphilosoph und Theologe [[Thomas von Aquin]] benutzte die Phrase ersichtlich erstmals um 1260 in einem seiner Hauptwerke &amp;#039;&amp;#039;[[Summa contra gentiles]]&amp;#039;&amp;#039; („Summe/[[Summa]] gegen die [[Heidentum|Heiden]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas von Aquin, &amp;#039;&amp;#039;Summa contra gentiles&amp;#039;&amp;#039;, um 1260, 1.102&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alfred Marshall]] führte die ceteris-paribus-Klausel 1890 in die [[Wirtschaftswissenschaft]]en ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=gKYtBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA69&amp;amp;dq=marshall+produzentenrente&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjv6avq5v7rAhUc7eAKHa5gAiAQuwUwA3oECAMQCA#v=onepage&amp;amp;q=marshall%20produzentenrente&amp;amp;f=false Hans Putnoki/Bodo Hilgers, &amp;#039;&amp;#039;Große Ökonomen und ihre Theorien&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 70]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Marshall, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Economics&amp;#039;&amp;#039;, Buch V, 1890, S. 163&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Volkswirtschaftslehre|Volkswirtschafts-]] und [[Betriebswirtschaftslehre]] ist es oft nur möglich, Aussagen zu machen, wenn lediglich ein Einflussfaktor untersucht wird ([[Partialanalyse]]), während die übrigen Faktoren konstant gehalten werden. Nur auf diese Weise ist es möglich, die Veränderung eines [[Sachverhalt]]s auf die Veränderung einer einzigen Ursache zurückzuführen ([[Kausalität]]). Ohne ceteris-paribus-Klausel kommen [[monokausal]]e Sachverhalte und das [[Allgemeines Gleichgewichtsmodell|allgemeine Gleichgewichtsmodell]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ceteris paribus verlangt, dass alle anderen Bedingungen gleich bleiben müssen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass weitere [[Variable (Mathematik)|Variablen]] den beobachteten Effekt ebenfalls beeinflussen, und somit sichergestellt werden, dass die Ergebnisse der Untersuchung ausschließlich den Zusammenhang zwischen [[Abhängige und unabhängige Variable|abhängiger und unabhängiger Variable]] beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ceteris paribus ist eine wesentliche Voraussetzung für [[Validität#Interne Validität|interne Validität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlussfolgerung ==&lt;br /&gt;
Um aus Experimenten [[Kausalität|Kausalschlüsse]] ziehen zu können, müssen die mit der [[Abhängige und unabhängige Variable|abhängigen Variablen]] gemessenen Effekte eindeutig auf die Manipulation der unabhängigen Variablen zurückzuführen sein. Andere Einflüsse müssen also ausgeschlossen sein bzw. konstant gehalten werden. Diese &amp;#039;&amp;#039;Ceteris-paribus-Klausel&amp;#039;&amp;#039; wurde von [[John Stuart Mill]] auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Induktion (Denken)#Induktive Methoden von John Stuart Mill|Methode des Unterschieds]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Sozialwissenschaft]]en, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die wissenschaftsphilosophischen Schriften [[Imre Lakatos|Imre Lakatos’]] nahelegen, ist es nötig, die Ceteris-paribus-Klausel auf die erkenntnistheoretischen Abwandlungen des 20. Jahrhunderts (siehe u.&amp;amp;nbsp;a. [[Positivismusstreit]]) anzupassen. Letztere sind auch in den Verhaltenswissenschaften aus Gründen der [[Intersubjektivität#Intersubjektivität statt „Egozentrik“|Intersubjektivität]], die auch bei Forschenden selbst immer zutreffen, zu beachten. So ist der Ansatz Ceteris-paribus-distributionibus&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Hager: &amp;#039;&amp;#039;Die Fallibilität empirischer Daten und die Notwendigkeit der Kontrolle der Wahrscheinlichkeiten falscher Entscheidungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 214, Nr. 1, 2006, [[doi:10.1026/0044-3409.214.1.10]], S. 12. &amp;lt;/ref&amp;gt; eine wichtige Ergänzung für empirische Sozialwissenschaften: Störende Einflüsse lassen sich nie komplett ausschalten; daher ist es wichtig, durch die richtige Wahl der [[Störgröße und Residuum|Fehlerterme]] in Modellen und zusätzlich zu üblichen Kontrollen sicherzustellen, dass diese Verzerrungen in näherungsweise gleichem Maße auf Versuchsbedingungen bzw. Teilnehmende der Untersuchung verteilt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
In einem Experiment wird stets nur eine Einflussgröße verändert, während alle anderen konstant gehalten werden, um genau deren Einfluss bestimmen zu können. Die &amp;#039;&amp;#039;Ceteris-paribus-Klausel&amp;#039;&amp;#039; stellt damit einen Weg dar, vereinfachte [[Modell]]e der Wirklichkeit hinsichtlich der Auswirkungen von Veränderungen einzelner Parameter zu betrachten und zu bewerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird jedoch nicht überprüft, ob die Modellvereinfachungen den betreffenden Sachverhalt auch dann noch ausreichend beschreiben, wenn durch die Ergebnisse die Modellvoraussetzungen verändert werden, so kann das (Gedanken-)Experiment falsch bzw. unbrauchbar sein. Erst wenn das Ergebnis die Voraussetzungen nur unwesentlich bzw. gar nicht verändert, ist das Modell brauchbar. Diese Prüfung wurde aber bei vielen Modellen außer Acht gelassen, welche trotzdem als brauchbar publiziert werden, obwohl damit die Forderung des ceteris paribus („unter der Annahme, dass alle außer den [vorher] genannten anderen Rahmenbedingungen [Prämissen] gleich bleiben“) verletzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Der Preis eines [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Guts]] wird neben z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Nachfrage]] von vielen weiteren Faktoren wie dem [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und den Preisen anderer Güter beeinflusst. Möchte man nun beispielsweise herausfinden, welche Faktoren in welcher Art und Weise auf die Bildung des [[Gleichgewichtspreis]]es Einfluss nehmen, so darf immer nur ein Faktor pro Experiment verändert werden. Dies entspricht den Ceteris-paribus-Bedingungen, da hier alle Faktoren – außer dem zu überprüfenden Faktor – gleich bleiben. Mathematische Verallgemeinerung: Kann der Einfluss der verschiedenen preisbildenden Faktoren auf den Gleichgewichtspreis als eine mathematische [[Funktion (Mathematik)|Funktion]] mehrerer voneinander unabhängiger Variablen formuliert werden, lässt sich der Einfluss jeder einzelnen von ihnen auf den Gleichgewichtspreis mit Hilfe sogenannter [[Partielle Ableitung|partieller Ableitungen]] bestimmen, bei denen nur jeweils eine der Variablen als veränderlich, alle anderen dagegen als konstant behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ceteris-Paribus-Methode&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Günter Wöhe]], &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Auflage. München, 1990, ISBN 3-8006-1472-3, S. 34 ff.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Rainer Fischbach, Klaus Wollenberg |Titel=Volkswirtschaftslehre 1: Einführung und Grundlagen. |Verlag=Oldenbourg Verlag |Ort=München |Datum=2007 |ISBN=3-486-58307-7 |Seiten=53 |Kommentar=Definition und Darstellung der Ceteris-Paribus-Klausel |Online={{Google Buch |BuchID=0jHnqPyluiMC |Seite=53 |Hervorhebung=Ceteris-Paribus-Klausel}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Persky, Joseph |Titel=Retroperspectives: Ceteris Paribus |Sammelwerk=The Journal of Economic Perspectives |Datum=1990 |Band=4 |Seiten=187–193 |JSTOR=1942898 |Nummer=2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ekkehart Schlicht]] |Titel=Grundlagen der ökonomischen Analyse |Verlag=Rowohlt |Datum=1977 |ISBN=3-499-21112-2 |Kapitel=1 |Online=https://epub.ub.uni-muenchen.de/891/1/schlicht-grundlagen.pdf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|ceteris paribus}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ceteris-paribus-Klausel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7559399-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Empirische Sozialforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Experimentalpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftswissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
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