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	<title>Cetanzahl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:40:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cetanzahl&amp;diff=122242&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:D1:3F3D:7A00:4DF6:2967:AED1:30BD: /* Bestimmung der Cetanzahl */ Aktualisierung der DIN</title>
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		<updated>2024-09-20T09:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bestimmung der Cetanzahl: &lt;/span&gt; Aktualisierung der DIN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cetanzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Wert, der die [[Zündwilligkeit]] von [[Dieselkraftstoff]] beschreibt – je höher, desto zündwilliger. Je mehr unverzweigt aufgebaute [[Kohlenwasserstoffe|Kohlenwasserstoffmoleküle]] anteilig im Kraftstoff enthalten sind, desto leichter [[Selbstzündung|entzündet er sich selbst]]. Dieses Verhalten ist bei [[Dieselmotor]]en erwünscht und eines der Funktionsprinzipien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die Cetanzahl (CZ) eines Kraftstoffs gibt an, dass sich dieser genauso verhält wie ein Gemisch von n-[[Hexadecan]] und [[1-Methylnaphthalin]] mit dem angegebenen Volumenanteil Cetan. Ein Gemisch aus 30 % zündfreudigem Hexadecan (Cetan) und 70 % zündträgem Methylnaphthalin hat die Cetanzahl&amp;amp;nbsp;30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Cetan&amp;#039;&amp;#039; für n-Hexadecan hat ihren Ursprung in der Walindustrie. Ursprünglich wurde &amp;#039;&amp;#039;Cetylalkohol&amp;#039;&amp;#039; ([[1-Hexadecanol]]) aus dem [[Walrat]] des [[Pottwal]]s gewonnen. Es ist dort verestert mit Fettsäuren als Wachs ein wesentlicher Bestandteil. Der Name Cetan stammt damit letztlich vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;cetus&amp;#039;&amp;#039; (deutsch ‚Wal‘) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt 1-Methylnaphthalin wird auch das synthetisch zugängliche [[2,2,4,4,6,8,8-Heptamethylnonan]] mit einer Cetanzahl von 15 als zündfähiger [[Kraftstoff|Treibstoff]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Durch eine niedrige Cetanzahl kann der [[Zündverzug]] (die Zeit vom Einspritzen in den Zylinder bis zum Entzünden) zu hoch werden, sodass durch die schlagartige, explosionsartige Verbrennung ein lautes Verbrennungsgeräusch entsteht („Nageln“). Gewünscht ist jedoch keine [[Explosion]], sondern eine kontrollierte, gerichtete Verbrennung. Neben der Einschränkung des Fahrkomforts sowie der Lärmbelastung der Umgebung wird der Motor durch das Nageln zudem unnötig hoch belastet, ebenso verschlechtern sich die Abgaswerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sogenannte „Kaltlaufnageln“, welches nach dem Kaltstart eines Dieselmotors anfänglich auftritt, ist harmlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cetanzahlanhebung ==&lt;br /&gt;
Dem Dieselkraftstoff können [[Tetranitromethan]] (stark krebserregend), [[Amylnitrat]], [[Acetonperoxid]] (hochexplosiv, heute nicht mehr in Verwendung), [[Di-tert-butylperoxid]] oder [[2-Ethylhexylnitrat]] zugegeben werden, um die Cetanzahl zu erhöhen und somit die Zündwilligkeit zu verbessern. Allerdings sind damit Nachteile wie erhöhte [[Giftigkeit]], schlechtere Lagerstabilität und Mehrkosten verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung der Cetanzahl ==&lt;br /&gt;
Die Bestimmung der Cetanzahl erfolgt in Deutschland gemäß der DIN EN 16906 (früher: [[DIN]] 51773). Dazu wird ein spezieller Motor, der [[BASF-Motor]] oder [[Einzylinder-CFR-Prüfverfahren|CFR-Motor]], verwendet. Die Zündwilligkeit wird bei einem definierten gleich bleibenden Zündverzug bestimmt. Der Zündverzug ist die Zeit zwischen dem Einspritzen und der Selbstentzündung des Kraftstoffes. Beim Testmotor geschieht dies durch Verändern der Ansaugluftmenge, welche wiederum den Verdichtungs- und Verbrennungsdruck bestimmt. Als Kontrollkraftstoffe kommen Dieselkraftstoffe bekannter Cetanzahl zum Einsatz. Deren Cetanzahl ist über Vergleichsmessungen mit anderen Motoren vorher ermittelt worden. Der Kontrollkraftstoff wird nur eingesetzt zur Überprüfung des motorischen Zustands des Prüfmotors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Prüfmotor besitzt folgende Besonderheiten zur Bestimmung der Cetanzahl:&lt;br /&gt;
* Verstelleinrichtung für Kraftstoffeinspritzbeginn und Menge&lt;br /&gt;
* Anzeigeeinrichtung zur Bestimmung des Einspritzbeginns&lt;br /&gt;
* Einrichtung zur Bestimmung der angesaugten Luftmenge bei konstanter [[Drehzahl]]. Durch Drosselung der Luftmenge wird der Verdichtungsenddruck verringert.&lt;br /&gt;
* Messeinrichtung für Kraftstoffmenge&lt;br /&gt;
* Messeinrichtung für den [[Zündverzug]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kompletter Durchführung erhält der Kraftstoff beispielsweise die Bezeichnung:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;DIN51773-CZ-50,3&amp;amp;nbsp;BASF&amp;#039;&amp;#039;, wobei die Zahl 50,3 die Cetanzahl darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade bei Kraftstoffen und Kraftstoffgemischen mit hoher Zündunwilligkeit (Diesel-Alkohol-Gemische) oder bei Kraftstoffen mit stark veränderter [[Viskosität]] ([[Rapsöl]]) führt die Bestimmung der Cetanzahl nach DIN EN ISO 5165 (Prüfverfahren mit dem CFR-Motor) zu Unstimmigkeiten. Neuere Prüfverfahren werden vorgeschlagen (Fuel Injection Analyzer der Firma Fueltech AS in Trondheim, Norwegen, im Falle von Rapsöl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Alte [[Dieselmotor]]en können mit Cetanzahlen ab&amp;amp;nbsp;40 betrieben werden, moderne, schnelllaufende Dieselmotoren benötigen jedoch Cetanzahlen ab&amp;amp;nbsp;50. Die Cetanzahl von Kraftstoffen im Markt liegt heute bereits zwischen 51 und 56.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard van Basshuysen|van Basshuysen]], Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor; S. 806; Vieweg-Verlag, Wiesbaden 2007. ISBN 978-3-8348-0227-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Motorenhersteller fordern eine generelle Erhöhung auf 58.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winterdiesel hat tendenziell eine niedrigere Cetanzahl, da beim [[Winterdiesel]] wegen der notwendigen Kälteeigenschaften auf höhersiedende Komponenten teilweise verzichtet werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diverse Mineralölfirmen bieten Premium-Kraftstoffe mit erhöhten Cetanzahlen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Cetanindex]]&lt;br /&gt;
* [[Oktanzahl]] bei [[Ottokraftstoff]]&lt;br /&gt;
* [[Klopffestigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Peter Gerigk, Detlev Bruhn, Dietmar Danner|Titel=Kraftfahrzeugtechnik|Auflage=3.|Ort=Braunschweig|Verlag=Westermann Schulbuchverlag|Jahr=2000|ISBN=3-14-221500-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Max Bohner, Richard Fischer, Rolf Gscheidle|Titel=Fachkunde Kraftfahrzeugtechnik|Auflage=27.|Ort=Haan-Gruiten|Verlag=Europa-Lehrmittel|Jahr=2001|ISBN=3-8085-2067-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Peter A. Wellers, Hermann Strobel, Erich Auch-Schwelk|Titel=Fachkunde Fahrzeugtechnik|Auflage=5.|Ort=Stuttgart|Verlag=Holland+Josenhans|Jahr=1997|ISBN=3-7782-3520-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Josef Rath|Titel=Einfluß von Struktur und C-Zahl auf die Cetanzahl von Kerosin|Ort=Wien|Jahr=1997|Kommentar=Diplomarbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftstofftechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Größe (Maschinenbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Referenzgröße]]&lt;/div&gt;</summary>
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