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	<title>Cernunnos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:55:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cernunnos&amp;diff=477982&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-04T06:18:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gundestrupkarret2.jpg|mini|hochkant=1.5|Gehörnter Gott oder Schamane in sitzender Position auf dem silbernen [[Kessel von Gundestrup]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cernunnos von Gotha.jpg|mini|Cernunnos von Gotha, um 1800 in der alten Stadtmauer gefunden, Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cernunnos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kernunnus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist vermutlich der latinisierte Name eines [[Keltische Gottheiten|keltischen Gottes]]. Sein Name wird als „der Gehörnte“ gedeutet, und er wird aus den bildlichen Darstellungen zumeist als Gott der Natur, der Tiere oder der [[Fruchtbarkeitsgott|Fruchtbarkeit]] interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Cernunnos&amp;#039;&amp;#039; wird zumeist als „der Gehörnte“ oder „der mit den Ecken“ gedeutet und wurde in dieser Form in Gallien nur zweimal gefunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|03026}} und [[Michel Lejeune (Linguist)|Michel Lejeune]]: &amp;#039;&amp;#039;Recueil des Inscriptions Gauloises (RIG). Vol. I: Textes gallo-grecs.&amp;#039;&amp;#039; Éd. du Centre National de la Recherche Scientifique, Paris 1985, ISBN 2-222-03460-4. Dort die Inschrift G-224.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei eine Form (auf dem [[Pfeiler der Nautae Parisiaci|Nautenpfeiler]]) nur fragmentarisches „[C]ERNVNNOS“ zeigt. Weitere Schreibweisen sind &amp;#039;&amp;#039;Karnonos&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;RIG 1 G-224: αλλετ[ει]υος καρνονου αλ[ι]σο[ντ]εας&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Cernenus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|03|p 0924,01}}, &amp;#039;&amp;#039;Iovi Cerneni&amp;#039;&amp;#039; aus [[Roșia Montană]] in [[Rumänien]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;Cornutus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Karnuntinus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kornunus&amp;#039;&amp;#039;, von denen immerhin drei übereinstimmend als Beinamen des gallischen Jupiters auftauchen, außerdem wird ein &amp;#039;&amp;#039;Cerunincos&amp;#039;&amp;#039; auf einer [[luxemburg]]ischen Inschrift genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1987|772}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cernunnos.jpg|mini|Cernunnos-Darstellung auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Pfeiler der Nautae Parisiaci|Pilier des Nautes]]&amp;#039;&amp;#039; (Inschrift oben unkenntlich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Es gibt keine antiken literarischen Erwähnungen eines Gottes Cernunnos, doch wurden in [[Gallien]], aber auch in Teilen [[Spanien]]s und [[Norditalien]]s bildliche Darstellungen des „Hirschgeweihgottes“ gefunden. Insgesamt lassen sich Spuren von [[Britannien]] über Gallien, Spanien und [[Italien]] bis nach [[Rumänien]] verfolgen. Der Name des Gottes wurde erst neuzeitlich mit dem Fund einer beschrifteten Darstellung am [[Paris]]er &amp;#039;&amp;#039;[[Pfeiler der Nautae Parisiaci|Pilier des Nautes]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt. [[Gaius Iulius Caesar|Caesar]] berichtet im so genannten Gallier-Exkurs seines Werks [[De bello Gallico]], die Gallier führten ihre Abstammung auf einen Nachtgott zurück, den er in [[Interpretatio Romana]] mit dem altitalischen [[Dis Pater]] gleichsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Caesar: &amp;#039;&amp;#039;De bello Gallico.&amp;#039;&amp;#039; Buch VI, Kapitel&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies sei der Grund, weshalb die Kelten nicht in Tagen, sondern in Nächten rechneten (vergleiche das englische Wort &amp;#039;&amp;#039;fortnight&amp;#039;&amp;#039; für einen Zeitraum von vierzehn Tagen). In dieser Gottheit, deren gallischen Namen Caesar nicht nennt, wollen manche moderne Forscher Cernunnos erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kelten.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, C.&amp;amp;nbsp;H. Beck, München 2006, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Vermutung besagt, dass er der Stammesgott der [[Karnuten]] sei, in deren Gebiet sich das Zentralheiligtum der Druiden Galliens befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cernunnos - Parco di Naquane R 70 - Capo di Ponte (Foto Luca Giarelli).jpg|mini|„Geweihgott“ auf Felszeichnungen im Nationalpark von Naquane ([[Felsbilder des Valcamonica]] – [[Capo di Ponte]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;cernunnos&amp;quot;&amp;gt;Umberto Sansoni-Silvana Gavaldo: &amp;#039;&amp;#039;L’arte rupestre del Pià d’Ort: la vicenda di un santuario preistorico alpino.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;156 sowie {{Webarchiv| url=http://www.voli.bs.it/itinera/02/senza_itinerario/piancogno/default.htm| wayback=20060506110821| text=Ausilio Priuli: &amp;#039;&amp;#039;Piancogno.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Itinera.&amp;#039;&amp;#039; April 1999 (italienisch)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflüsse ==&lt;br /&gt;
=== Ikonographie des Geweihgotts ===&lt;br /&gt;
Als „Hirschgott“ oder „Geweihgott“ wird in der Archäologie eine männliche Gestalt mit Hirschgeweih benannt, die häufig in einer sitzenden, manchmal an den [[Lotussitz]] oder einen [[Buddha-Statue (Thailand)#Körperhaltungen von Buddha-Statuen|meditierenden Buddha]] erinnernden Haltung dargestellt wurde. Oft ist der Geweihgott bärtig dargestellt, manchmal als Jüngling, meist aber als reifer Mann. Weitere Attribute sind ein [[Füllhorn]] oder ein [[Torques]] (ein Art Ring) und eine oder mehrere Schlangen (oftmals die sogenannte „Widderhornschlange“). Die bekannteste Darstellung, die mit dem Geweihgott in Verbindung gebracht wird, ist das Relief auf dem 1891 in [[Dänemark]] gefundenen [[Kessel von Gundestrup]], dessen Herkunft im östlichen Siedlungsgebiet der [[Kelten]] gesucht wird (Das Bildnis wird jedoch mit ebenso guten Argumenten als [[Schamane]] gedeutet).&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Rolleston: &amp;#039;&amp;#039;Druidism.&amp;#039;&amp;#039; in Van James (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spirit and Art.&amp;#039;&amp;#039; SteinerBooks, Great Barrington (USA) 2001, ISBN 978-1-62151-089-5. Kap. IV.2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Tungusische Völker|tungusischen]] Schamanen gehört das Hirschgeweih zum Zeremonialschmuck.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst von Khuon]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Waren die Götter Astronauten? Wissenschaftler diskutieren die Thesen Erich von Dänikens.&amp;#039;&amp;#039; Taschenbuchausgabe: Droemer, München/Zürich 1972, ISBN 3-426-00284-1, S. 96–97 (Fotografie einer kurz nach 1700 gefertigten Zeichnung).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Artefakten der späten Mesolithikums in Mittelnordeuropa und den Britischen Inseln gehören auch Hirschgeweihmasken, wie die von [[Star Carr]], [[Hirschgeweihmasken von Bedburg-Königshoven|Bedburg-Königshoven]] oder [[Hirschgeweihmaske von Berlin-Biesdorf|Berlin-Biesdorf]]. Auch für diese Hirschgeweihmasken wird ein schamanischer Ritualhintergrund diskutiert. Das bisher älteste bekannte Bildnis, das möglicherweise &amp;#039;&amp;#039;Cernunnos&amp;#039;&amp;#039; darstellen könnte, ist eine Felszeichnung aus dem [[Val Camonica]] in der [[Provinz Brescia]], welche eine mythische Figur mit erhobenen Armen und Torques zeigt, während vor ihr eine gehörnte Schlange aus dem Boden emporsteigt. Insgesamt wirkt sie beinahe viermal größer als die um sie herumstehenden Menschenfiguren, die ebenfalls die Arme erhoben haben. Zwar nicht mit erkennbarem Geweih aber mit Torques und Schlange in der Hand erscheint auch die Figur auf dem [[Tanzendes Männlein]] genannten [[Keltisches Münzwesen|keltischen Münztyp]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einem 1710 unter dem Chor der [[Kathedrale Notre-Dame de Paris]] gefundenen [[Basrelief]] wird dem dargestellten Geweihgott der (unvollständig erhaltene) Name „[C]ERNVNNOS“ zugeordnet. Das zugehörige Monument, der &amp;#039;&amp;#039;Pilier des Nautes&amp;#039;&amp;#039; ([[Pfeiler der Nautae Parisiaci|Kultpfeiler der Nautae Parisiaci]]), eine fünfstöckige Quadersäule der Gilde der [[Nautae|Fluss-Schiffer]] vom Stamm der [[Parisier]], stand ursprünglich in einem zentralen Tempel von [[Lutetia]], dem heutigen [[Paris]], und befindet sich heute im [[Musée de Cluny]]. Neben den Namen der griechisch-römischen Gottheiten [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]], [[Vulcanus|„Volcanus“]] und der [[Dioskuren]] sowie bildlichen Darstellungen des [[Mars (Mythologie)|Mars]] und [[Mercurius|Merkur]] (vielleicht auch der [[Fortuna]], [[Juno (Mythologie)|Juno]], [[Venus (Mythologie)|Venus]] und [[Rosmerta]]), sind hier die keltischen Götter [[Tarvos Trigaranus]], [[Esus]], Cernunnos und [[Smertrios]] mit ihren Abbildungen zu sehen. Eine weitere Darstellung befindet sich als Steinrelief im Museum von Reims.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst von Khuon]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Waren die Götter Astronauten? Wissenschaftler diskutieren die Thesen Erich von Dänikens.&amp;#039;&amp;#039; Taschenbuchausgabe: Droemer, München/Zürich 1972, ISBN 3-426-00284-1, S. 96–97 (Fotografien).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Allgemeinen scheinen dem Geweihgott oft Tiere zugeordnet worden zu sein, weshalb man ihn auch in den Kontext der Darstellung und Verehrung eines [[Herr der Tiere|„Herrn der Tiere“]] einordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste keltischer Götter und Sagengestalten]]&lt;br /&gt;
* [[Keltische Religion]]&lt;br /&gt;
* [[Keltische Mythologie]]&lt;br /&gt;
* [[Keltensiedlung am Biberg]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gottheiten in den Asterix-Comics]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Altjohann: &amp;#039;&amp;#039;Cernunnos-Darstellungen in den gallischen und germanischen Provinzen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Noelke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Romanisation und Resistenz in Plastik, Architektur und Inschriften der Provinzen des Imperium Romanum. Neue Funde und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Philipp von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-3089-8, S. 67–80.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der keltischen Religion und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 466). Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-46601-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1021185183|VIAF=232793260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britannische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fruchtbarkeitsgottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiergottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirsch in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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