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	<title>Cernier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mariusowitsch: /* Persönlichkeiten */ Verlinkung Corty</title>
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		<updated>2025-10-15T20:51:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; Verlinkung Corty&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Cernier&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = &lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Cernier.gif&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-NE&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Val-de-Ruz|Val-de-Ruz]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = [[Val-de-Ruz NE|Val-de-Ruz]]&lt;br /&gt;
| BFS = 6472&lt;br /&gt;
| PLZ = 2053&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.061112&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 6.901398&lt;br /&gt;
| HÖHE = 820&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 9.11&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = 2285&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = 31. Dezember 2012&lt;br /&gt;
| WEBSITE = cernier.ne.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Gemeinde Cernier 2007.png|mini|hochkant=1.0|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2013]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cernier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[politische Gemeinde]] und Hauptort des [[Bezirk Val-de-Ruz|Bezirks Val-de-Ruz]] im [[Kanton Neuenburg]] in der [[Schweiz]]. Am 1. Januar 2013 fusionierte sie mit den Gemeinden [[Boudevilliers]], [[Chézard-Saint-Martin]], [[Coffrane]], [[Dombresson]], [[Engollon]], [[Fenin-Vilars-Saules]], [[Fontainemelon]], [[Fontaines NE|Fontaines]], [[Les Geneveys-sur-Coffrane]], [[Les Hauts-Geneveys]], [[Montmollin]], [[Le Pâquier NE|Le Pâquier]], [[Savagnier]] und [[Villiers NE|Villiers]] zur neuen Gemeinde [[Val-de-Ruz NE|Val-de-Ruz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Cernier liegt auf {{Höhe|820|CH}}, acht Kilometer nördlich der Kantonshauptstadt [[Neuenburg NE|Neuenburg]] (Luftlinie). Die Gemeinde erstreckt sich an erhöhter Lage am nördlichen Rand des Beckens [[Val de Ruz]] im [[Jura (Gebirge)|Neuenburger Jura]], am Fuss des [[Mont d’Amin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des 9,1&amp;amp;nbsp;km² grossen Gemeindegebiets umfasst im südlichen Teil einen Abschnitt des landwirtschaftlich intensiv genutzten Beckens des Val de Ruz. Nach Norden erstreckt sich das Gebiet über den dicht bewaldeten Steilhang der &amp;#039;&amp;#039;Côte Devant&amp;#039;&amp;#039; auf die Terrasse der Montagne de Cernier und auf die [[Antiklinale]] des Mont d’Amin. Auf dieser Höhe wird mit {{Höhe|1410|CH}} der höchste Punkt der Gemeinde erreicht. Nördlich des Gipfels des Mont d’Amin reicht der Gemeindeboden in einem schmalen Zipfel über den &amp;#039;&amp;#039;Montperreux&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1371|CH}}) bis in das Antiklinaltal &amp;#039;&amp;#039;La Grand’ Combe&amp;#039;&amp;#039;. Die nördliche Gemeindegrenze, gleichzeitig Kantonsgrenze zwischen Neuenburg und Bern, verläuft auf dem Kamm &amp;#039;&amp;#039;L’Envers des Convers&amp;#039;&amp;#039; (bis {{Höhe|1231|CH}}) am Südrand des [[Vallon de Saint-Imier]]. Auf der Höhe der Mont-d’Amin-Kette befinden sich ausgedehnte Jurahochweiden mit den typischen mächtigen [[Fichten]], die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 39 % auf Wald und Gehölze und 54 % auf Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Cernier gehören der Weiler &amp;#039;&amp;#039;Montagne de Cernier&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1190|CH}}) auf einer Terrasse am Südhang des Mont d’Amin und einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Cernier sind [[Chézard-Saint-Martin]], [[Engollon]], [[Fontaines NE|Fontaines (NE)]] und [[Fontainemelon]] im Kanton Neuenburg sowie [[Renan BE|Renan]] im [[Kanton Bern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Cernier-LBS H1-011886.tif|mini|Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; margin-top:0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#E3E3E3&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | Bevölkerungsentwicklung&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#E3E3E3&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1850 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|633&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1900 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1361&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1910 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1513&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1930 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1426&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1950 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1440&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1960 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1545&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1970 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1717&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1980 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1901&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|1990 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1866&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|2000 || align=&amp;quot;center&amp;quot;|1921&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Mit 2285 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Cernier zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Neuenburg. Von den Bewohnern sind 89,9 % französischsprachig, 3,3 % deutschsprachig und 2,6 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Cernier verzeichnete vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen markanten Zuwachs. Auf einen weiteren Bevölkerungsanstieg von 1950 bis 1980 folgte eine Periode der Stagnation, bevor in den letzten Jahren wieder eine Zunahme beobachtet wurde. Das Siedlungsgebiet von Cernier ist heute fast lückenlos mit demjenigen von Fontainemelon zusammengewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierung ==&lt;br /&gt;
=== Legislative: Conseil général ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Conseil général&amp;#039;&amp;#039; besteht aus 31 Mitgliedern und wird durch das Volk alle vier Jahre im [[Proporzwahl|Proporzsystem]] neu gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Conseil général&amp;#039;&amp;#039; trifft sich obligatorisch zweimal jährlich; einmal, um das Budget für das kommende Jahr zu verabschieden und einmal, um die Rechnung des Vorjahres zu diskutieren. Des Weiteren ist die Legislative in Kommissionen aufgeteilt, die sich oftmals treffen, um den sie betreffenden Bereich des Gemeindelebens zu besprechen. Ausserordentliche Gemeindeversammlungen können durch das Volk, den Gemeinderat oder auf Anfrage der Mitglieder einberufen werden, was in der Regel drei bis viermal jährlich geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exekutive: Conseil communal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Conseil communal&amp;#039;&amp;#039; besteht aus 5 vom Conseil général gewählten Mitgliedern. Sitzungen finden so oft statt, wie die laufenden Geschäfte es erfordern, aber normalerweise mindestens einmal wöchentlich. Jedes Mitglied des Gemeinderates steht einem oder mehreren Ressorts vor. Die Präsidentschaft rotiert in einem Ein-Jahres-Turnus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe des Gemeinderates besteht darin, die verschiedenen Bereiche der Gemeinde innerhalb des vom &amp;#039;&amp;#039;Conseil général&amp;#039;&amp;#039; gesetzten Rahmens zu leiten. Der &amp;#039;&amp;#039;Conseil général&amp;#039;&amp;#039; fungiert als Überwachungsorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Cernier war lange Zeit ein hauptsächlich durch die [[Landwirtschaft]] geprägtes Dorf. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts begann jedoch die [[Industrialisierung]] mit der Einführung der Uhrmacherei. Heute gibt es in Cernier einige kleine Betriebe der [[Uhr]]enindustrie, der Druckindustrie, des Metallbaus, mechanische Werkstätten und Schreinereien. Die Landwirtschaft hat dank der fruchtbaren Böden in der Senke des Val de Ruz weiterhin eine gewisse Bedeutung: Während im Talbecken [[Ackerbau]] vorherrscht, wird auf den Jurahöhen [[Viehzucht]] und [[Milchwirtschaft]] betrieben. In den letzten Jahrzehnten hat sich Cernier auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler und arbeiten vor allem in Neuenburg oder in La Chaux-de-Fonds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an einer Verbindungsstrasse von [[Les Hauts-Geneveys]] nach [[Dombresson]]. Der nächste Anschluss an die Schnellstrasse H20, die Neuenburg mit La Chaux-de-Fonds verbindet, befindet sich nur rund 2 km vom Ortskern entfernt. Durch die Buslinien der [[Transports Régionaux Neuchâtelois|TRN]], welche die Strecke von Neuenburg nach Cernier sowie von Les Hauts-Geneveys in einem Rundkurs durch das Val de Ruz bedienen, ist der Ort an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. Zuvor führte von 1903 bis 1948 die [[Strassenbahn Les Hauts-Geneveys–Villiers]] durch den Ort. Sie wurde durch den [[Trolleybus Val de Ruz]] ersetzt, der seinerseits 1984 von den bis heute verkehrenden Autobussen abgelöst wurde. Im Ausbauprogramm STEP 2035 soll Cernier im Rahmen der Direktverbindung Neuenburg - La Chaux-de-Fonds einen Bahnhof erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://nemobilite2030.ch/step2035.html |titel=NE Mobilité 2030 - STEP2035 |abruf=2022-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Cernier ist eine Ableitung vom [[Französische Sprache|französischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;Cernil&amp;#039;&amp;#039; für Einfriedung. Diese &amp;#039;&amp;#039;Cernils&amp;#039;&amp;#039; sind durch [[Hecke]]n und [[Trockenmauer]]n abgegrenzte Felder im [[Jura (Gebirge)|Jura]], die unter den [[Haus Burgund|Burgundern]] entstanden, um die Arbeit der Kleinbauern vor dem frei weidenden [[Vieh]] zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich erstreckte sich der Wald am Abhang des [[Mont d’Amin]] bis zum Talfuss. Irgendwann im 14. Jahrhundert liess der Graf von [[Valangin]] das heutige Gemeindegebiet roden, damit seine Leute den Boden kultivieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrhundertelang blieb Cernier ein kleines, unwichtiges Bauerndorf. Sein Wachstum begann erst mit der Entwicklung der Verkehrswege. Im [[Mittelalter]] ist anscheinend nicht viel geschehen. Die Kirchenchroniken erwähnen nur die normalen Streitigkeiten zwischen Einwohnern und einige Grenzstreitigkeiten mit den Nachbargemeinden [[Fontaines NE|Fontaines]] und [[Chézard-Saint-Martin|Chézard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert ist ein Problem mit [[Bären]] und [[Wolf|Wölfen]] erwähnt. Des Weiteren fühlten sich die ansässigen Bauern bedroht durch nicht abreissende Flüchtlingsströme aus ganz Europa. In den 1740er Jahren werden mehrmals &amp;quot;Chasses aux gueux&amp;quot; (&amp;quot;Bettlerjagden&amp;quot;) veranstaltet, um die Menschen zu vertreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1813 verirrten sich 20 [[Dragoner]] des Erzherzogs Jean nach Cernier, die eigentlich nach [[Serrières]] befohlen waren. Als sie ihren Irrtum bemerkten, reagierten sie wütend und bedrohten die Dorfbewohner. Sie schlugen Fensterscheiben ein, schlugen den Statthalter, forderten Wein und Lebensmittel und drohten, die Häuser in Brand zu stecken, wenn man ihnen nicht zu Diensten sei. Man beruhigte sie und bot ihnen alkoholische Getränke an. Am nächsten Tag wurden die Dragoner auf den richtigen Weg nach Serrières geschickt. Der Zwischenfall kostete die Gemeinde 1740 Pfund (umgerechnet 2418,60 Franken).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 reichte Cernier eine Petition ein, um anstelle von Fontaines Hauptort der Talgemeinschaft werden zu können. Fontaines wollte nicht auf das Thema eingehen und so wurde die Akte an den [[Staatsrat des Kantons Neuenburg|Staatsrat]] des [[Kanton Neuenburg|Kantons]] weitergereicht. Schliesslich beschloss die Kantonsregierung am 21. November 1877 aufgrund der besseren finanziellen Lage der Gemeinde, Cernier zum Hauptort des Amtsbezirks Val-de-Ruz zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Oktober 1885 wurde die Bauernschule Cernier eingeweiht. Die Idee zu einer solchen Schule stammte von [[Frédéric Soguel]], und bereits nach einem erfolgreichen Betriebsjahr wurde die Schule 1886 zur Kantonalen Landwirtschaftsschule gemacht. In den 1890er Jahren wurde der Betrieb dieser Schule eingestellt und der &amp;#039;&amp;#039;Site de Cernier&amp;#039;&amp;#039;, eine Landwirtschaftliche Versuchsanstalt mit angeschlossener kantonaler Berufsschule für &amp;quot;Erd- und Naturberufe&amp;quot; (Ecole Cantonale des Métiers de la Terre et de la Nature), in der Form eröffnet, wie sie noch heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 wurde die 1867 gegründete Möbelfabrik Jules Perrnoud &amp;amp; Cie in eine Aktiengesellschaft umfunktioniert. Jules Perrnoud war Ende des 19. Jahrhunderts der grösste Arbeitgeber der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 1890 wurde darüber diskutiert, zwischen [[Villiers NE|Villiers]] und [[Les Hauts-Geneveys]] eine regionale Dampfbahnlinie ähnlich dem Train Littoral zwischen [[Neuenburg NE|Neuenburg]] und [[Boudry]] zu bauen. Es wurde so lange darüber diskutiert ob Schmalspur oder Normalspur, dass sich das Problem schliesslich mit der Einführung der [[Elektrizität]] von selbst löste: am 23. Februar 1903 wurde die elektrische Strassenbahn, &amp;quot;Le Régional&amp;quot;, von der Bevölkerung des nördlichen Val-de-Ruz eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 kam der [[Elektrischer Strom|elektrische Strom]] nach Cernier, fliessendes Wasser gab es bereits seit 1899.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Val-de-Ruz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Post ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Post in der Schweiz noch Angelegenheit der Kantone war, hatte Cernier nur einen Briefkasten (ab 1832), der zweimal wöchentlich geleert wurde. Im Jahr 1849 wurde die Post eidgenössisch und Cernier beantragte in Bern eine eigene Poststelle. Am 1. April 1852 wurde die erste Post in Cernier eröffnet. Mit dem Bau des Schulhauses 1856 zog die Post ebenfalls ein. 1904 kaufte die Gemeinde das alte Bauernhaus westlich des Schulhauses, riss es ab und baute an seiner Stelle das neue Postgebäude (die heutige [[Kantonspolizei|Polizeistation]]). Seit dem 7. Oktober 1991 befindet sich die Post im neu gebauten Dorfzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonalbank ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude der Kantonalbank wurde 1911 anstelle eines Bauernhauses im Dorfzentrum gebaut. Es war die einzige Filiale der BCN im Val-de-Ruz. Bis 1990 befand sich die Bank in diesem Gebäude, als sie in den Neubau an der Rue Vergy umzog. Das alte Bankgebäude wurde zum gutsituierten Wohnhaus umfunktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;quot;Tempel&amp;quot; existiert bereits seit 1453. Im 16. Jahrhundert wurde er neu gebaut. Der Chor ist heute noch derselbe wie 1515. Die Kapelle am nördlichen Dorfrand wurde 1734 abgerissen und neu erbaut. 1782 wurde der Kirchturm des 1875 erneut umgebauten &amp;quot;Tempels&amp;quot; mit Glocken ausgestattet. Die Dekorationen im Innern stammen von dem Maler [[Charles L’Eplattenier]] aus [[La Chaux-de-Fonds]]. Das Pfarrhaus stammt von 1887.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulhaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Schule in Cernier wurde während der [[Reformation]] im Jahr 1531 eröffnet. Eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1649 belegt, dass die Schule damals nur vom 5. November bis zum 23. April geöffnet war und im Saal des Gemeindehauses stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Schulhaus wurde 1856 erbaut, indem [[Primarschule|Primar-]] und [[Sekundarschule]] untergebracht wurde. Ab 1875 entstand eine offizielle, vom Kanton genehmigte &amp;quot;Ecole secondaire du Val-de-Ruz&amp;quot;, eine gemeinsame Sekundarschule für die Gemeinden des Distrikts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 wurde die Turnhalle gebaut, 1898 wurde das Schulhaus komplett renoviert. Noch bis 1970 befand sich im Erdgeschoss der Turnhalle ein öffentliches [[Hallenbad]]. Das Gebäude wird noch heute von den lokalen Vereinen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 wurde das neue Primarschulhaus am Waldrand gebaut, das alte Schulhaus wurde abgerissen und durch das heutige Gemeindezentrum ersetzt. Die neue Sekundarschule &amp;quot;La Fontenelle&amp;quot; wurde im November 1971 eingeweiht – 364 Schüler waren zu dem Zeitpunkt angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1991 und 1993 wurde die Fontenelle um eine Sporthalle, weitere Klassenräume und ein neues Hallenbad erweitert, um den über 700 Schülern gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindehaus bzw. Rathaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Cernier 1877 Hauptort des Distriktes Val-de-Ruz werden konnte, musste es für die Verwaltung angemessene Lokalitäten zur Verfügung stellen können. Ab 1879 wurde deshalb der öffentliche Dienst enorm ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit finanzieller Hilfe des Kantons wurde das &amp;#039;&amp;#039;Hôtel des services publics&amp;#039;&amp;#039; (das spätere &amp;#039;&amp;#039;Hôtel de Ville&amp;#039;&amp;#039;) geplant und gebaut. Es musste unter anderem neben den normalen Verwaltungsräumen über einen Gerichtssaal, Gefängniszellen sowie eine Wohnung für den lokalen Gendarmen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. November 1897 wurde das neue Gemeindehaus im Dorfzentrum erbaut. Noch heute befinden sich die Gemeindeverwaltung, das [[Amtsgericht]] und diverse Sitzungsräume in diesem Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantonale Landwirtschaftsschule ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. November 1884 beschlossen die lokalen Autoritäten den Bau einer Schule für &amp;quot;praktische Landwirtschaft&amp;quot;, mit dem Ziel, &amp;quot;gute Landwirte&amp;quot; auszubilden. Am 12. Oktober 1885 wurde diese Schule mit zwölf Schülern eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn war die Landwirtschaftliche Schule eine Halbprivate Stiftung, die zudem von den nutzniessenden Gemeinden und dem Kanton mitfinanziert wurde. Auf dem Gelände der &amp;#039;&amp;#039;Ferme de l&amp;#039;Aurore&amp;#039;&amp;#039; erbaut, wurde sie bald &amp;#039;&amp;#039;Ecole de l&amp;#039;Aurore&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der enorme Zuwachs an Schülern führte dazu, dass die Schule bereits ein Jahr nach der Eröffnung, 1886, erweitert werden musste. Die Gemeinde Cernier musste dazu den Kanton um finanziellen Beistand bitten, worauf der Kanton die Schule unter seine Fittiche nahm und anstelle der alten Schule eine Kantonale Landwirtschaftliche Schule eröffnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem wuchs die Schule ununterbrochen und hat einen grossen Einfluss auf die lokale und kantonale Primärwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Site de Cernier ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 wurde die Kantonale Landwirtschaftsschule in Cernier komplett reorganisiert und musste dem &amp;#039;&amp;#039;Site de Cernier&amp;#039;&amp;#039; Platz machen. Der &amp;#039;&amp;#039;Site de Cernier&amp;#039;&amp;#039; ist die kantonale [[Berufsschule]] für alle Erden- und Naturberufe: [[Landschaftsgärtner]], [[Gärtner]], [[Landwirt]] (mit verschiedenen Spezialisierungen), [[Förster]], [[Holzfäller]] etc. werden heute hier ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Site&amp;#039;&amp;#039; hat ausserdem die Aufgabe, die Bevölkerung des Kantons für ökologische Themen zu sensibilisieren. Dies geschieht u.&amp;amp;nbsp;a. durch die alljährlich stattfindende &amp;#039;&amp;#039;Fête de la Terre&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Erdenfest&amp;quot;) und das &amp;#039;&amp;#039;Festival des jardins extraordinaires&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Festival der aussergewöhnlichen Gärten&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren befindet sich hier ein kleiner zoologischer Park mit alten Haustierrassen, wo die Entwicklung der einheimischen Haus- und Nutztiere seit dem späten Mittelalter präsentiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Jean Corty]] (* 1. März 1907 in Cernier; † 22. April 1946 in [[Mendrisio]]), Kunstmaler und Zeichner&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|45623|Jean Corty|Autor=Simona Martinoli|Datum=2004-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sik-isea.anton.ch/actors/show?perPage=100&amp;amp;sortAsc=1&amp;amp;collection=0&amp;amp;recordgroup=0&amp;amp;fonds=0&amp;amp;sortField=id&amp;amp;index=7838 Jean Corty] auf sik-isea.anton.ch/actors (italienisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://cernier.ne.ch Offizielle Website der Gemeinde Cernier] (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.val-de-ruz.ch Offizielle Website der Gemeinde Val-de-Ruz] (französisch)&lt;br /&gt;
* {{HLS|2857|Autor=Maurice Evard}}&lt;br /&gt;
* [http://www.swisscastles.ch/aviation/Neuchatel/cernier.html Luftaufnahmen von Cernier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kanton Neuenburg}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4781955-8|VIAF=248299399}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Neuenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Val-de-Ruz NE]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2013]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mariusowitsch</name></author>
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