<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Centenarium_Tibubuci</id>
	<title>Centenarium Tibubuci - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Centenarium_Tibubuci"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Centenarium_Tibubuci&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T01:13:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Centenarium_Tibubuci&amp;diff=2756916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Veleius: /* Definition */ Bilder verschoben.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Centenarium_Tibubuci&amp;diff=2756916&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-04T19:31:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Definition: &lt;/span&gt; Bilder verschoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Limeskastell&lt;br /&gt;
|Name = Centenarium Tibubuci&lt;br /&gt;
|Antiker Name = &amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Limes =&amp;#039;&amp;#039;[[Limes Tripolitanus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;vordere Limeslinie&lt;br /&gt;
|Abschnitt =Östliches Sandmeer&lt;br /&gt;
|Belegung von bis = 303/305&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;br /&amp;gt; bis um 395&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
|Kastelltyp = Kleinkastell, &amp;#039;&amp;#039;Centenarium&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Truppenteil = unbekannte, teilberittene Einheit&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = Zentralbau: 15&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;15&amp;amp;nbsp;m;&amp;lt;br /&amp;gt;insgesamter Umfang: 0,32&amp;amp;nbsp;ha&lt;br /&gt;
|Verwendetes Material = Stein&lt;br /&gt;
|Kurzbeschreibung = während der Ausgrabung 1901/1902 noch teilweise sehr gut erhaltene Anlage&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = Ksar Tarcine&lt;br /&gt;
|Nebenbox =&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 33/12/58.07/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9/48/1.35/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = TN-73&lt;br /&gt;
|Höhe = 240&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf vorher liegendes Kastell = [[Kleinkastell Tisavar]] &amp;lt;small&amp;gt;(südwestlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf nachfolgendes Kastell = [[Kleinkastell Ksar Chetaoua]] &amp;lt;small&amp;gt;(nordwestlich)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Im Limesverlauf rückwärtiges Kastell = [[Kleinkastell Benia bel Recheb]] &amp;lt;small&amp;gt;(östlich; rückwärtige Limeslinie)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Limes Tripolitanus.png|mini|Das Centenarium (links) im Verbund des Limes Tripolitanus]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Tunesisch-Arabisch|tunesisch-arabisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ksar Tarcine&amp;#039;&amp;#039;) ist ein ehemaliges [[Römisches Reich|spätrömisches]] [[Römische Militärlager|Militärlager]], dessen Besatzung für Sicherungs- und Überwachungsaufgaben am &amp;#039;&amp;#039;[[Limes Tripolitanus]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Römische Provinz|spätrömischen Provinz]] [[Tripolitania (römische Provinz)|Tripolitania]] zuständig war. Die Grenzanlagen bildeten hier ein tiefgestaffeltes System von Kastellen und Militärposten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Mackensen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kastelle und Militärposten des späten 2.&amp;amp;nbsp;und 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts am „Limes Tripolitanus“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Limes&amp;#039;&amp;#039; 2 (2010), S.&amp;amp;nbsp;20–24; hier: S.&amp;amp;nbsp;22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kleine Anlage befindet sich am östlichen Rand der [[Östlicher Großer Erg|Östlichen Großen Erg]] in [[Tunesien|Südtunesien]], [[Gouvernement Kebili]], im Dreieck der nordwestlich aufeinandertreffenden Wüstenpisten C211 und C114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die aus der Stadt Al-Hammah kommende C211 mündet in ihrem südlich führenden Verlauf nahe der [[Libyen|libyschen]] Wüstenstadt [[Ghadames]]. Über die C114 sind östlich [[Medenine]] und südöstlich [[Tataouine]] erreichbar. Im Zwickel der unweit der Wasserstelle von Bir Soltane zusammentreffenden Straßen befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;Centenarium&amp;#039;&amp;#039;. Die antike Befestigung liegt auf einer rund 30&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;30&amp;amp;nbsp;Meter großen Hügelkuppe über dem Nordufer eines zumeist trockenliegenden Bettes des [[Wadi]]s Hallouf, das von Osten kommend über das Haouaya-Plateau durch ein weiteres [[Trockental]] gespeist wird, das aus dem [[Schichtstufe]]nbergland des [[Dahar]] herankommt. Die Besatzung des inmitten einer [[Arides Klima|ariden]] Arthrophytum-Steppe&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Leippert, [[Hans Zeidler (Botaniker)|Hans Zeidler]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetationsgeographie – Nordafrika (Tunesien, Algerien) 32°−37°30′N, 6°−12°E&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Afrika-Kartenwerk&amp;#039;&amp;#039;, Serie N, Beiheft 7), Gebrüder Borntraeger, Berlin/Stuttgart 1984, ISBN 3-443-28336-5, S.&amp;amp;nbsp;53.&amp;lt;/ref&amp;gt; gelegenen Kleinkastells konnte von dieser Garnison aus das gesamte Land weithin beobachten und den Grenzverkehr durchgehender [[Karawane]]n kontrollieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_324&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Centenarium&amp;#039;&amp;#039; wird bereits in einer – eindeutig militärischen – Bauinschrift aus dem im [[Wadi]] Soffegin errichteten [[Centenarium Ksar Duib]] überliefert, das zur Regierungszeit des Kaisers [[Philippus Arabs]] (244–246) gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1991|1621}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit sind bis heute zwei Kleinkastelle am &amp;#039;&amp;#039;Limes Tripolitanus&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Limes Tentheitanus&amp;#039;&amp;#039; bekannt, die diese Bezeichnung trugen. Der Fund dieser Inschriften löste in Fachkreisen eine Diskussion in Bezug auf die genaue Deutung dieses Terminus aus. War man früher der Ansicht, dass es sich bei diesen, seit der arabischen Invasion Nordafrikas, als &amp;#039;&amp;#039;Qasr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kasr&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Befestigungen um ausschließlich militärische Bauwerke handelt, vertrat der Archäologe [[Erwin M. Ruprechtsberger]] die Auffassung, dass sie in der Mehrzahl als befestigte Bauernhöfe – sogenannte Wehrgehöfte – im Vorfeld des Limes dienten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruprechtsberger_1993&amp;quot;&amp;gt;Erwin M. Ruprechtsberger: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Limeszone in Tripolitanien und der Kyrenaika, Tunesien – Libyen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Limesmuseum Aalen&amp;#039;&amp;#039; Nr. 47). Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern, Stuttgart 1993, S.&amp;amp;nbsp;23 und 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erst im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. entstandene Bautyp wäre demnach ab dieser Zeit von ehemaligen Soldaten beziehungsweise militärisch oder paramilitärisch organisierten Einheimischen errichtet worden, die zur Grenzverteidigung eingesetzt wurden. Diese Theorie geht im Kern auf die Archäologen [[Jérôme Carcopino]] (1881–1970) und [[Richard Goodchild|Richard George Goodchild]]  (1918–1968) zurück. Der Archäologe [[David Mattingly]] verwies auf neuere Forschungsergebnisse und bezeichnete diese Überlegungen als überholt.&amp;lt;ref&amp;gt;David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005, ISBN 0-203-48101-1, S.&amp;amp;nbsp;XVII–XVIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sprach demgegenüber die Vermutung aus, die in der Kastellkette des Limes und an anderen neuralgischen Punkten des Hinterlandes liegenden Ksur (Mehrzahl von Ksar) weiterhin als Truppenlager anzusprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mehrfach angesprochen in: David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005, ISBN 0-203-48101-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Land nicht von römischen Kolonisten dominiert wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005, ISBN 0-203-48101-1, S.&amp;amp;nbsp;XVII.&amp;lt;/ref&amp;gt; überlebten ältere regionale gesellschaftliche Strukturen. Ihre Transformation durch damalige politische, soziale und ökonomische Einflüsse&amp;lt;ref&amp;gt;David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005, ISBN 0-203-48101-1, S.&amp;amp;nbsp;XVIII.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist jedoch auch archäologisch fassbar. Im Limeshinterland hat offensichtlich ein Patronatssystem bestanden, in das die für die Versorgung der Truppen wichtigen Bauern eingebunden waren. Die einfachen Landarbeiter lebten vermutlich in kleinen, backofenartig gewölbten Strohhütten (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;mapalia&amp;#039;&amp;#039;), die die afrikanischen Nomaden mit sich führten und aus denen sie ihr Lager bildeten. Wichtigstes Anbauprodukt der Wehrbauern am tripolitanischen Limes war Olivenöl, das zum Verkauf und für den Eigenbedarf produziert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ruprechtsberger_1993&amp;quot; /&amp;gt; In den zivil genutzten Gusur wurden die Ernten mehrerer Gehöfte gesammelt. Zudem dienten die Bauten in unruhigen Zeiten als Zufluchtsstätte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;float-right&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Befestigter Bauernhof Nordafrika 2. Jahrhundert n. Chr.png|Rekonstruktionsversuch eines zivilen Speicher- und Wehrbaus&lt;br /&gt;
Datei:Mosaique d&amp;#039;El Alia détail.jpg|Abbildung einer &amp;#039;&amp;#039;mapalia&amp;#039;&amp;#039; auf einem römischen Mosaik im Bardo Museum, Tunis&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Auftrag der tunesischen Antikendirektion erforschte der französische Archäologe und Limespionier [[Paul Gauckler]] (1866–1911) zwischen 1901 und 1902 den &amp;#039;&amp;#039;Limes Tripolitanus&amp;#039;&amp;#039;. Unterstützt wurde er dabei durch die Dienststelle für innere Angelegenheiten und militärisches Personal,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_321&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;321.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem unter anderem die Vorplanungen zu den Wüstenexpeditionen erstellt wurden. Erst kurz vor diesen Ereignissen hatte der Forschungsreisende [[Paul Blanchet]] (1870–1900) die baulichen Überreste von Tibubuci entdeckt und als Teil des afrikanischen Limes identifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_324&amp;quot; /&amp;gt; Im Rahmen der Aufgabenteilung übernahm es Leutnant Tardy von der Dienststelle für innere Angelegenheiten, das Kleinkastell zu ergraben. Die Arbeiten begannen am 19.&amp;amp;nbsp;Dezember 1901 und endeten am 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1902.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_325&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;325.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Wasserversorgung sicherzustellen, hatten die römischen Soldaten rund 50&amp;amp;nbsp;Meter unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Centenariums&amp;#039;&amp;#039; im Bett des Hallouf eine Zisterne angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_324&amp;quot; /&amp;gt; Diese wurde im Zuge der Grabungen wiederhergestellt, um sie für die in der Region lebenden [[Nomade]]n wieder nutzbar zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_325&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2012 hat die tunesische Regierung im Namen der zuständigen Gouvernements einen Antrag gestellt, das &amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039; als Teil des römischen Limes in Südtunesien zur UNESCO-Welterbestätte erklären zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;UNESCO: Grenzanlagen des römischen Limes: Der Limes in Südtunesien [https://whc.unesco.org/en/tentativelists/5688/], abgerufen am 21. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Centenarium Tibubuci.jpg|miniatur|Das &amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039; nach den Grabungen von 1901/1902]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemälde&lt;br /&gt;
| bilddatei = &lt;br /&gt;
| bildlink =https://www.planetminecraft.com/project/centenarium-tibubuci-a-roman-fort/&lt;br /&gt;
| alt = &lt;br /&gt;
| titel = Rekonstruktionsversuch der Befestigungsanlage.&lt;br /&gt;
| künstler = Shimoto&lt;br /&gt;
| jahr = &lt;br /&gt;
| technik = &lt;br /&gt;
| höhe = &lt;br /&gt;
| breite = &lt;br /&gt;
| museum = &lt;br /&gt;
| ort = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das um 303/305 errichtete &amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039; könnte im frühen 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert den südwestlich gelegenen Außenposten [[Kleinkastell Tisavar|Tisavar]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Centenarium Tibubuci bei {{Coordinate |text=DMS |NS= 33/0/30.97 |EW= 9/36/58.38 |type=landmark |dim=20 |region=TN-83 |name=Kleinkastell Tisavar}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhild Klose, Annette Nünnerich-Asmus: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen des römischen Imperiums&amp;#039;&amp;#039;, von Zabern, Mainz 2006, ISBN 978-3-8053-3429-7, S.&amp;amp;nbsp;70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umfassungsmauer und Friedhof ===&lt;br /&gt;
Die Ausgräber stellten einen klar gegliederten rechteckigen [[Reduit|Zentralbau]] sowie eine unregelmäßige, im Abstand von rund fünf Metern um diesen Bau errichtete, rund 110 Meter lange Umwehrung fest, die an ihrer südlichen Seite einen einzigen, lediglich 1,20 Meter schmalen Zugang besitzt. Vom einstigen Torverschluss hatten sich noch verkohlte Hölzer erhalten. Im Gegensatz zum Zentralbau im Inneren erhielt die sorgfältig errichtete Umfassungsmauer abgerundete Ecken und passte sich mit ihrem Grundriss der Plateauform des Hügels an. Während die Mauer im Süden und Westen stark beschädigt war, wurde sie im Norden und Osten mit einer Höhe von drei Metern fast intakt vorgefunden. Für das aus drei unterscheidbaren Schichten bestehende Mauerwerk hatten die Römer mit Kalk verfugtes Steinmaterial verwendet. Die unterste Schicht besaß eine gleichmäßige Breite von 1,50 Metern, während sich die beiden anderen an der Mauerinnenseite nach oben hin abgeschrägt bis auf eine Breite von 0,50 Metern verjüngten. Offensichtlich hatte die Umfassungsmauer niemals [[Zinne]]n&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_326&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;326.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einen Wehrgang besessen, da sich keinerlei Spuren zeigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hofraum zwischen der Umfassungsmauer und dem eigentlichen &amp;#039;&amp;#039;Centenarium&amp;#039;&amp;#039; wurde von den römischen Bautrupps aus dem natürlichen Untergrund nivelliert. Auf eine spezielle Pflasterung konnte offensichtlich verzichtet werden. Die Besatzung nutzte – zumindest zeitweise – den geschützten Platz, um dort ihre Toten zu bestatten. Dabei wiesen die Grabstellen typisch spätrömische Merkmale auf. So fanden sich ausschließlich Körpergräber, die von einem starken Mörtelbett umschlossen waren. Es gab weder Grabsteine noch Beigaben. Lediglich ein einziger Bronzering konnte geborgen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_327–328&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;327–328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Centenarium ===&lt;br /&gt;
Die Mauern des quadratischen, 15&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;15 Meter umfassende Zentralbaus waren noch bis zu 2,70 Meter hoch erhalten und durchschnittlich 0,80 Meter stark. Der Bau hatte ursprünglich mindestens ein Stockwerk und besaß vor seinem einzigen Zugang im Süden ein halbkreisförmiges Clavicula-Tor, das sich nach Südosten öffnete. Über dem eigentlichen Zugang zur Befestigung befand sich ursprünglich eine 0,74&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;0,42 Meter große Bauinschrift aus gelbem Sandstein, die aus dem Schutt geborgen wurde. In der Verlängerung dieses Zugangs folgte zum Inneren des Zentralbaus hin ein schmaler, 3 Meter langer, einst überwölbter Korridor, der in einem sorgfältig planierten, rechteckigen offenen Innenhof mündete. Wie die hier aufgefundenen hölzernen Reste eines Tores zeigten, war auch der unmittelbare Zugang dieses 4,40&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;3,15&amp;amp;nbsp;Meter großen Hofes gesichert. Am nördlichen Ende des Innenhofs wurden – isoliert vom übrigen Mauerwerk – zu Kreissegmenten behauene, 0,50 Meter hohe Werksteine entdeckt, die einen 2 Meter durchmessenden Dreiviertelkreis bildeten, der sich zum Korridor hin öffnete. Der ausgrabenden Leutnant sah in dem Rund eine Sitzbank.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_328–329&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;328–329.&amp;lt;/ref&amp;gt; An anderen Stellen des römischen Reiches ergrabene Kastellplätze deuten mit ähnlichen Befunden darauf hin, in dem Steinkreis das Fahnenheiligtum der Truppe zu erkennen. Alle römischen Einheiten, die als eigenständige taktische Einheiten operierten, besaßen eigene Feldzeichen, die in diesen Heiligtümern aufbewahrt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Abschluss des den rückwärtigen Innenhof einnehmenden Kreissegments öffnete sich links und rechts – in den Längsseiten der Hofmauer – je eine sich gegenüberliegende, schmale Türe mit einer [[Lichtes Maß|lichten Breite]] von 0,80 Metern. Sie führten in das [[Karree (Architektur)|karreeförmig]] um den Innenhof gruppierte Innere des Kleinkastells, das aus einem einzigen großen Raum bestand, der mit einem [[Terrazzo]]boden ausgestattet war. In der Südwestecke waren noch sechs von einst neun steinerne Treppenstufen &amp;#039;&amp;#039;[[in situ]]&amp;#039;&amp;#039; erhalten, die in den verstürzten ersten Stock geführt hatten. An der Nord- und Ostseite besaß der Bau im Inneren eine Gliederung, die nach Ansicht des Ausgräbers zu Pferdestallungen gehört hatte. An der Nordseite fanden sich zwölf 0,90&amp;amp;nbsp;Meter breite Buchten über die gesamte Breite des Raumes. An der Ostseite waren es noch zehn Abteile von 0,80 Metern Breite sowie in der Nordostecke eine offenbar ausgesparte, 2&amp;amp;nbsp;Meter breite Bucht. Auch hier hätte gerade noch ein Pferd Platz gefunden. Im Wüstensand hatten sich in diesem Bereich noch Gülle und Mist erhalten, die mit Bauschutt und Asche vermischt waren. Insgesamt hätten hier 22 Pferde eingestellt werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_329&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mächtigen Schuttberge am &amp;#039;&amp;#039;Centenarium&amp;#039;&amp;#039; zeugen von dem oberen Stockwerk, in dem die Mannschaften kaserniert waren. Die Ausgräber konnten im Schutt noch Reste der Decke des Erdgeschosses erkennen. Diese bestand aus einer sieben Zentimeter starken Schicht aus &amp;#039;&amp;#039;[[Opus caementitium]]&amp;#039;&amp;#039; (Kalkbeton), das auf einem mit Mörtel versetzten hölzernen Gitter aufgebracht worden war. Dieser Gitterrost ruhte auf sorgfältig eingebrachten, schweren Balken, die quer durch die Breite des Raums von den Außenwänden zur Innenseite der Hofmauer eingesetzt worden waren. Tardy fand einige der drei Meter langen Balken, die aus einem harzigen Holz geschlagen worden waren, noch im verstürzten Zustand vor, kaum beschädigt und nur an der Oberfläche verkohlt. Die Decke des ersten Stocks wollte der Ausgräber an ihren nur 0,60 Meter starken Fragmenten erkannt haben, die auf der Oberseite offenbar deutliche Spuren einer langen Nutzung zeigten. Möglicherweise führte eine Holztreppe auf das Flachdach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_330&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;330.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauinschrift ===&lt;br /&gt;
Die über dem Tor des Kleinkastells angebrachte Inschrift gibt nicht nur den Namen der Anlage, sondern auch die römische Bezeichnung dieses Bautypus preis:&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|8|22763}}; [https://edh.ub.uni-heidelberg.de/edh/inschrift/HD031824 Epigraphische Datenbank Heidelberg].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;quod Valerius Vibianus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;v(ir) p(erfectissimus) initiari&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Aurelius Quintianus v(ir) p(erfectissimus)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;praeses provinciae Tri-&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;politanae perfeci curavit &amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: „Das Centenarium Tibubuci, das der Statthalter &amp;#039;&amp;#039;(vir perfectissimus)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{RGA|21|331||Noricum|Hansjörg Ubl}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Valerius Vibianus begann, wurde unter der Aufsicht des [nachfolgenden] Statthalters Aurelius Quintianus, Oberkommandeur der Provinz [[Tripolitanien]], vollendet.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auch eine undatierte Inschrift aus [[Leptis Magna]] Valerius Vibianus als Statthalter Tripolitaniens belegt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1929|4}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist Aurelius Quintianus noch als Statthalter der nordafrikanischen Provinz [[Numidien]] bekannt. Da die aus [[Macomades Maiores]] bekannte Inschrift unter anderem die Vicennalien, das 20-jährige Jubiläum der [[Römische Tetrarchie|Tetrarchie]] nennt, ist dieser Text im Jahr 303 n.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|8|4764}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bau des &amp;#039;&amp;#039;Centenarium Tibubuci&amp;#039;&amp;#039; kann daher der späten Tetrarchie zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schlussmünze]]n reichen bis in die 390er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005, ISBN 0-203-48101-1, S.&amp;amp;nbsp;170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Truppe ==&lt;br /&gt;
Erbaut und bemannt wurden diese Kleinfestungen (Quasr) meist von örtlichen Milizen &amp;#039;&amp;#039;(gentiles)&amp;#039;&amp;#039;, die die reguläre Armee bei der Grenzsicherung unterstützen sollten. Die Besatzung bzw. Bewohner wurden im Krisenfall von einem Kommandeur im Rang eines &amp;#039;&amp;#039;tribunus&amp;#039;&amp;#039; befehligt. Die einzelnen Limesabschnitte in Tripolitanien wurden ab dem Jahr 300 von einem Offizier im Rang eines &amp;#039;&amp;#039;[[Praepositus (römische Armee)|praepositus]]&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;praepositus limitis Tenhettani&amp;#039;&amp;#039;) kommandiert, der wiederum unter dem Oberbefehl eines &amp;#039;&amp;#039;[[Dux provinciae Tripolitanae]]&amp;#039;&amp;#039; stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Ruprechtsberger: 1993, S.&amp;amp;nbsp;23 und 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zisterne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zisterne am Centenarium Tibubuci, Südtunesien.png|mini|Zisterne am Centenarium]]&lt;br /&gt;
Die im Flussbett gefundene und anschließend restaurierte Zisterne besitzt die Form einer 6,70 Meter hohen Flasche, deren Basis 5,60 Meter im Durchmesser zählt. Am Grund befinden sich zwei gegenüberliegende, zwei Meter hohe und 1,75 Meter breite überwölbte Erweiterungen des [[Tiefbau]]werks mit einer Gesamtlänge von 9,50 Metern. Die aus Steinmaterial und Kalkmörtel errichtete Anlage kann 60.000 Liter fassen und besitzt eine sehr starke Außenschicht aus wasserdichtem römischen Beton. Trotz dieser Vorsorge könnte die Wasserfrage auch in der Antike zu einem ernsten Problem geworden sein. Als die Grabungen 1901 begannen, war das Flussbett bereits seit fünf Jahren nicht mehr durch das Wadi Hallouf mit Wasser gespeist worden, was die Garnison und ihre Pferde zweifellos in eine schwierige Lage gebracht hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_331&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;331.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker und Experimentalarchäologe [[Marcus Junkelmann]] rechnete bei einer mitteleuropäischen Offenstallhaltung von Pferden der Größe, wie sie die römische Kavallerie verwendete, bei ruhigem Stehen pro Tier mit 25 Litern pro Tag. Rechnet man das weitgehende Fehlen von wasserhaltigem Frischfutter und die Tageshitze Nordafrikas hinzu, erhöhte sich der Wasserbedarf drastisch. Kommen dann die benötigten drei Kilogramm [[Gerste]] pro Tag und arbeitendem Pferd hinzu,&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Junkelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reiter Roms. Teil 2, Der militärische Einsatz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturgeschichte der Antiken Welt]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;49). von Zabern, Mainz 1991, ISBN 3-8053-1139-7, S.&amp;amp;nbsp;111.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die enorme logistische Aufgabe, eine berittene Truppe in der Wüste zu unterhalten, greifbar. Offenbar wurde die Region während der Errichtung des &amp;#039;&amp;#039;Centenariums&amp;#039;&amp;#039; nicht von größeren kriegerischen Auseinandersetzungen erschüttert, da eine konsequente Belagerung die Besatzung des Kleinkastells sofort von dieser lebenswichtigen Wasserquelle abgeschnitten hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gauckler_1902_332&amp;quot;&amp;gt;Paul Gauckler: &amp;#039;&amp;#039;Le Centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340; hier S.&amp;amp;nbsp;332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Limesverlauf ab dem Centenarium Tibubuci ==&lt;br /&gt;
Die römische Reichsgrenze wird in diesem Abschnitt durch den Übergang von der Halbwüste zur unbewirtschaftbaren Sahara gebildet, wobei das Wadi Hallouf als natürliche Landmarke die Grenzziehung verdeutlicht. Hier verlief auch die Limesbegleitstraße. Die meisten heutigen Wissenschaftler mutmaßen auf dieser Strecke auch den in diesem Gebiet vom [[Itinerarium Antonini]], einem Verzeichnis der wichtigsten [[Römerstraße|römischen Reichsstraßen]] aus dem 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr., aufgezeichneten Straßenverlauf.&amp;lt;ref&amp;gt;David J. Mattingly: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005. ISBN 0-203-48101-1. S.&amp;amp;nbsp;106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Limesbauwerke zwischen dem Centenarium Tibubuci und dem [[Kleinkastell Ksar Chetaoua]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bir Soltane&amp;lt;ref&amp;gt;Bir Soltane bei {{Coordinate |text=DMS |NS=33/17/2.36 |EW=9/42/35.81 |type=landmark |dim=20 |region=TN |name=Wasserstelle Bir Soltane}}&amp;lt;/ref&amp;gt;||&lt;br /&gt;
Diese bis heute einsam in der Wüste liegende Wasserstelle nutzte bereits die römische Armee. Zur neuzeitlichen Verwendung wurde der Brunnen restauriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trousset_1974_89&amp;quot;&amp;gt;Pol Trousset: &amp;#039;&amp;#039;Recherches sur le limes Tripolitanus, du Chott el-Djerid à la frontière tuniso-libyenne.&amp;#039;&amp;#039; (Etudes d&amp;#039;Antiquites africaines). Éditions du Centre national de la recherche scientifique, Paris 1974. ISBN 2-222-01589-8. S.&amp;amp;nbsp;89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er befindet sich am Fuß des östlich aufsteigenden Berglandes von [[Dahar]] im Wadi Hallouf. Unmittelbar westlich beginnt mit dem &amp;#039;&amp;#039;Östlichen Sandmeer&amp;#039;&amp;#039; die Sahara. Sechs Kilometer südöstlich dieses Platzes, am Weg zwischen dem Kleinkastell [[Bezereos]] (bei Sidi Mohammed ben Aissa) und Tibubuci,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gabriel Camps]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopédie berbère&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7, &amp;#039;&amp;#039;Asarakae-Aurès.&amp;#039;&amp;#039; Édisud, Aix-en-Provence 1989. ISBN 978-2-85744-443-5. S.&amp;amp;nbsp;951.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand sich 1906&amp;lt;ref&amp;gt;[[Raymond Donau]]: &amp;#039;&amp;#039;Recherches archéologiques effectuées par MM. Les officiers des territoires du Sud Tunisien en 1907.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin archéologique du Comité des travaux historiques et scientifiques.&amp;#039;&amp;#039; 1909, S.&amp;amp;nbsp;38.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein trajanischer Grenzstein mit einer beschädigten Inschrift:&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|8|22763a}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;ex aucto[ritate]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Traiani&amp;#039;&amp;#039; [3]&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;p(ontificis) m(aximi) tri&amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;!-- Bitte so stehen lassen, wird ansonsten als Syntaxfehler angezeigt --&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung: „Mit Autorität des [Kaisers] Traian, oberster Priester, [im Besitz der] tribunizische [Gewalt zum … Mal] …“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[David Mattingly|David John Mattingly]]: &amp;#039;&amp;#039;Tripolitania.&amp;#039;&amp;#039; Taylor &amp;amp; Francis, 2005. ISBN 0-203-48101-1, S.&amp;amp;nbsp;106.&lt;br /&gt;
* [[Erwin M. Ruprechtsberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Limeszone in Tripolitanien und der Kyrenaika, Tunesien – Libyen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Limesmuseum Aalen.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 47). Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern, Stuttgart 1993.&lt;br /&gt;
* Pol Trousset: &amp;#039;&amp;#039;Recherches sur le limes Tripolitanus, du Chott el-Djerid à la frontière tuniso-libyenne.&amp;#039;&amp;#039; (Etudes d&amp;#039;Antiquites africaines). Éditions du Centre national de la recherche scientifique, Paris 1974, ISBN 2-222-01589-8, S.&amp;amp;nbsp;90–92.&lt;br /&gt;
* [[René Cagnat]]: &amp;#039;&amp;#039;La frontière militaire de la Tripolitaine X l&amp;#039;époque romaine&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mémoires de l&amp;#039;Institut national de France.  Académie des Inscriptions et Belles-Lettres&amp;#039;&amp;#039;, Band 39, Paris 1914, S.&amp;amp;nbsp;77–109; hier: S.&amp;amp;nbsp;88–90.&lt;br /&gt;
* [[Raymond Donau]]: &amp;#039;&amp;#039;Recherches archéologiques effectuées par MM. les officiers des territoires du Sud Tunisien en 1907.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin archéologique du Comité des travaux historiques et scientifiques&amp;#039;&amp;#039; 1909, S.&amp;amp;nbsp;38.&lt;br /&gt;
* [[Paul Gauckler]]: &amp;#039;&amp;#039;Le centenarius de Tibubuci (Ksar-Tarcine, Sud Tunisien).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comptes-rendus des séances de l&amp;#039;Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;321–340 ([https://www.persee.fr/doc/crai_0065-0536_1902_num_46_3_17172 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://pleiades.stoa.org/places/344334 Centenarium Tibubuci im Projekt Pleiades]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorderer tripolitanischer Limes – Abschnitt Östlicher Großer Erg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tibubuci, Centenarium}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Tripolitana)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage in Tunesien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Veleius</name></author>
	</entry>
</feed>