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	<title>Cenovis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:26:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Cenovis&amp;diff=2769795&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-05-28T07:13:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Cenovis.jpg|miniatur|Glas Cenovis und flüssig]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cenovis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Kofferwort]] aus lateinisch &amp;#039;&amp;#039;cena&amp;#039;&amp;#039;: „Mahlzeit“, &amp;#039;&amp;#039;novum&amp;#039;&amp;#039;: „neu“, &amp;#039;&amp;#039;vis&amp;#039;&amp;#039;: „Kraft“ = neue Kraft durch Nahrung) ist der Markenname für einen hauptsächlich in der Schweiz bekannten [[Brotaufstrich]], der auf Butterbrot gegessen oder auch als Gewürz zu Saucen oder Gemüse verwendet wird. Er besteht aus [[Bierhefe]]-Extrakt, Zwiebeln, Karotten und Gewürzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das schweizerische Cenovis ein Lizenzprodukt des älteren deutschen war, gibt das Unternehmen nicht bekannt. Im Unterschied zu vergleichbaren [[Hefeextrakt]]en wurde das schweizerische Cenovis, ähnlich wie [[Thomy-Senf]], früh schon in der Tube verkauft und ist etwas heller und flüssiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Protein contra Vitamin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde mit Möglichkeiten experimentiert, die Bierhefe zum Lebensmittel zu machen. Die grosse verfügbare Menge und zunehmend auch [[Ernährungsphysiologie|ernährungsphysiologische]] Gründe spielten dafür eine Rolle. Das englische [[Marmite (Lebensmittel)|Marmite]] (1902) und das australische [[Vegemite]] (1922) wurden als Produkte erfolgreich. 1912 wurde von [[Casimir Funk]] ein Wirkstoff gegen Mangelkrankheiten entdeckt, den er [[Vitamin]] nannte. Der hohe [[Thiamin]]-Gehalt (Vitamin B1) wurde daraufhin zur werbewirksameren Qualität der Nährhefe als ihr schon länger bekannter [[Protein]]gehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 wurde die Cenovis Nährmittelwerke GmbH in München gegründet, als Bierhefe- und [[Mälzerei|Malzfabrik]],&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Schäder, &amp;#039;&amp;#039;Münchner Brauindustrie 1871–1945. Die wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung eines Industriezweiges,&amp;#039;&amp;#039; Marburg: Tectum 1999, S. 286f. ISBN 3-8288-8009-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; die auch Nebenprodukte dieser Erzeugnisse und weitere Nahrungsmittel wie Haferflocken und Backpulver herstellte und damit zu den Hauptkonkurrenten der Firma [[Maggi]] gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Marita Krauss: &amp;#039;&amp;#039;Rechte Karrieren in München: Von der Weimarer Zeit bis in die Nachkriegsjahre,&amp;#039;&amp;#039; München: Volk 2010, S. 21, ISBN 9783937200538.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das deutsche &amp;#039;&amp;#039;Cenovis Vitamin-Extrakt&amp;#039;&amp;#039; war ab etwa 1920 in Gläsern mit der Aufschrift „unbegrenzt haltbar“ erhältlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung siehe Max Lippmann: &amp;#039;&amp;#039;Cenovis Kochrezepte,&amp;#039;&amp;#039; München: Cenovis 1935&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Image der Cenovis-Produkte stand im Zusammenhang mit der [[Lebensreform]]bewegung (aus der auch die [[Reformhaus|Reformhäuser]] hervorgegangen sind). Vom Cenovis-Hefeextrakt wird 1921 berichtet, dass es aus gereinigter und entbitterter Bierhefe bestehe und von honigartiger Konsistenz sei. Es besitze einen „ähnlichen, nur noch feineren Geschmack wie Liebig’s [[Fleischextrakt]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Zentralhalle für Deutschland,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 62, Dresden: Steinkopff 1921, S. 516&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gründer und Hauptaktionär von Cenovis, Julius Schülein,&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hartbrunner.de/fakten/d_fakten_jahr.php?jahr=1933 (abgerufen am 28. Januar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Sohn des Brauereibesitzers [[Joseph Schülein]], berichtet in seinem Buch von 1938 (in dem Jahr, als sein Münchner Unternehmen durch die [[Arisierung]] enteignet wurde und er in die USA emigrierte) über eine in der Schweiz hergestellte Vitaminhefe Cenovis.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Schülein: &amp;#039;&amp;#039;Die Bierhefe als Heil-, Nähr- und Futtermittel,&amp;#039;&amp;#039; Dresden: Steinkopff 1938, S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde die australische Handelsmarke Cenovis begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.cenovis.com.au/about-us (abgerufen am 28. Januar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweizer Fabrikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde die Vitamin-Hefe AG in [[Rheinfelden AG|Rheinfelden]] im [[Kanton Aargau]] durch den [[Salmenbräu]]-Braumeister Alex Villinger gegründet. Seit 1935 stellte sie Cenovis-Extrakt neben der Bierhefe und weiteren Nebenprodukten her. 1955 wurde Cenovis Teil der Überlebensration der Schweizer Armee.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cenovis.ch/de/cenovis/geschichte |titel=Geschichte |werk=cenovis.ch |abruf=2021-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1965 erwarb die Vitamin-Hefe AG von der Cenovis-Werke GmbH München sämtliche Wortmarken und Fabrikationsverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.vamus.ch/industriekultur/firma_detail.cfm?search=ort%3D&amp;#039;Rheinfelden&amp;#039;&amp;amp;start=38 |titel=Vitamin-Hefe AG |werk=Verband Aargauer Museen und Sammlungen |abruf=2013-01-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160402211020/http://www.vamus.ch/industriekultur/firma_detail.cfm?search=ort%3D%27Rheinfelden%27&amp;amp;start=38 |archiv-datum=2016-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Auslandmarkenrechte wurden an die [[Hügli Holding|Hügli]]-Gruppe in [[Steinach SG]] verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bzbasel.ch/basel/baselland/die-cenovis-schnitte-feiert-ihren-80-ld.2051770 |werk=basellandschaftlichezeitung.ch |titel=Die Cenovis-Schnitte feiert ihren 80 |autor=Daniel Haller |datum=2011-03-29 |abruf=2021-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die aus ihr hervorgegangene Heirler Cenovis GmbH hat eine ähnliche Produktpalette wie die seinerzeitige Münchner Cenovis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cenovis.de |titel=Cenovid.de |abruf=2021-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederbelebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cenovis-Hefeextrakt ist ein Produkt aus Zeiten der ökonomischen Krise und der Diskussion über gesündere Essgewohnheiten. Es sollte Fleischprodukte wie Wurst ersetzen, ist in der Anwendung sparsam und längere Zeit ohne Kühlung haltbar. Deshalb konnte sich [[Vegemite]] in rauen Gegenden wie dem australischen [[Outback]] länger halten als das vergleichbare Cenovis in der Schweiz, dessen Absatz abnahm. In der Deutschschweiz ist es vor allem noch der älteren Generation vertraut, in der französischen Schweiz wurde es bekannt, seit der Genfer Finanzier Michel Yagchi 1999 das schwer verkäuflich gewordene Produkt rettete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.domainepublic.ch/articles/8897 |titel=Marques suisses, Cenovis: Le réseau de la tartine |autor=Marco Danesi |datum=2005-12-23 |sprache=fr |abruf=2021-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2008 wird Cenovis von der Sonaris AG in [[Arisdorf]] hergestellt. Die Sonaris AG wurde im Jahr 1997 als Nachfolgeunternehmen der Leiber Vitamin-Hefe AG in Rheinfelden AG gegründet. Die Produktionsrechte zur Herstellung des Cenovis-Extraktes lagen von da an bei der Firma Sonaris AG, welche im Jahr 2003 den Sitz von Rheinfelden nach Arisdorf verlegte. 2008 konnten die Markenrechte von Cenovis von der Sonaris AG zurückgekauft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;PME-Magazine, 27. April 2011, S. 86–87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fricktaler Zeitung, 25. April 2003, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 fusionierten die beiden Firmen Cenovis AG und Sonaris AG zur heutigen Cenovis AG mit Sitz in Arisdorf BL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lilian Harlander: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Von den Münchner Bieren kommt hauptsächlich nur Löwenbräu in Frage&amp;quot;. Die Familie Schülein im Münchner Braugewerbe&amp;#039;&amp;#039;. In: Lilian Harlander, Bernhard Purin (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Bier ist der Wein dieses Landes. Jüdische Braugeschichten&amp;#039;&amp;#039;, Volk Verlag, München 2016, ISBN  978-3-86222-211-7, S. 139–189.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.patrimoineculinaire.ch/Produkte?text=cenovis&amp;amp;canton=&amp;amp;categorie=#400 |titel=Cenovis |werk=Kulinarisches Erbe der Schweiz |sprache=fr |abruf=2021-06-03 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.cenovis.ch |titel=Website des Unternehmens |abruf=2021-06-03 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markenname (Lebensmittel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brotaufstrich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Würzmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produkt (Hefe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulinarisches Erbe der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kofferwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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