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	<title>Caspar Neher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Caspar_Neher&amp;diff=256687&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 3. April 2026 um 13:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Externes Bild|url=https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/kultur/grafisches-kabinett-ausstellung-beleuchtet-die-freundschaft-von-caspar-neher-und-bertolt-brecht-id65732706.html|text=Selbstbildnis (1920er Jahre)}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolf Ludwig Kaspar Neher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. April]] [[1897]] in [[Augsburg]]; † [[30. Juni]] [[1962]] in [[Wien]]), war ein deutsch-österreichischer [[Bühnenbild]]ner und [[Liedtexter|Textdichter]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot;&amp;gt;Walter Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Porträts&amp;#039;&amp;#039; Presse-Druck- und Verlags -GmbH Augsburg, 1983, Seite 126 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist unter anderem wegen seiner lebenslangen Zusammenarbeit mit [[Bertolt Brecht]] bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Neher, der ursprünglich den Rufnamen „Rudolf“ hatte, kam in Augsburg als Sohn des Lehrers Karl Wilhelm Neher und seiner Frau Maria Wilhelmine, geborene Lembert, zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot; /&amp;gt; Bereits als Kind zeigte er eine ausgeprägte Leidenschaft für das Zeichnen, was von seinem Vater, der ursprünglich selbst Architekt werden wollte, unterstützt wurde. Er besuchte ab 1911 das [[Realgymnasium]] (jetzt [[Peutinger-Gymnasium (Augsburg)|Peutinger-Gymnasium]]) und freundete sich dort mit seinem Mitschüler [[Bertolt Brecht]] an. Dieser gab ihm den Namen „Caspar“ oder kurz „Cas“ und erwähnte ihn auch später in einigen seiner Gedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1914 ging Neher auf eine Kunstschule nach München und ab Juni 1915 zog er als [[Freiwilliger (Militär)|Freiwilliger]] in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Ab 1918 war er Offizier. Während des Kriegs stand er mit Brecht in regem Briefkontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1919 aus dem Kriegsdienst entlassen worden war, entschied sich Caspar Neher dafür, sein künstlerisches Talent weiter auszubauen. Er absolvierte bis 1922 ein Studium in München an der Akademie bei [[Angelo Jank]] und erhielt zusätzliches Training bei Bühnenbildner [[Leo Pasetti]]. Noch vor Ende seines Studiums erschienen seine Zeichnungen von Brechts &amp;#039;&amp;#039;[[Baal (Brecht)|Baal]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Johannes von Guenther]]s Münchener &amp;#039;&amp;#039;Musarion-Verlag&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1921 entwarf er zudem die Bühnengestaltung für Brechts &amp;#039;&amp;#039;[[Trommeln in der Nacht]]&amp;#039;&amp;#039;, die aber von den [[Münchner Kammerspiele]]n zurückgewiesen wurde. Für die Neuinszenierung von [[Heinrich von Kleist]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Das Käthchen von Heilbronn|Käthchen von Heilbronn]]&amp;#039;&amp;#039; holte ihn Regisseur [[Jürgen Fehling]] 1923 ans Staatliche Schauspielhaus in Berlin. Wenig später gestaltete er die Bühnenbilder für die Uraufführung von Bert Brechts &amp;#039;&amp;#039;[[Im Dickicht der Städte]]&amp;#039;&amp;#039; an den Münchner Kammerspielen unter der Regie von [[Erich Engel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog Caspar Neher als Ausstattungsleiter nach Essen. Zu Beginn der 1930er Jahre schrieb er das Textbuch für [[Kurt Weill]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bürgschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1932 an der Städtischen Oper Berlin unter der Regie von [[Carl Ebert (Schauspieler)|Carl Ebert]] uraufgeführt wurde, jedoch in den Wirren der damaligen Zeit keine besondere Aufmerksamkeit erhielt. Nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] 1933 blieb er in Deutschland und erhielt für kurze Zeit ein Arbeitsverbot. Anschließend ging er nach Frankfurt zu [[Hans Meissner (Intendant)|Hans Meissner]]. Hier gestaltete er 1935 die Uraufführung von [[Werner Egk]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zaubergeige (Oper)|Die Zaubergeige]]&amp;#039;&amp;#039;. Für [[Rudolf Wagner-Régeny]] verfasste er das Textbuch für die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Der Günstling]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1935 an der Dresdner Staatsoper unter der Leitung von Karl Böhm uraufgeführt wurde. 1938 kehrte er wieder nach Berlin zurück, wo er eine enge Zusammenarbeit und Freundschaft mit dem Komponisten Rudolf Wagner-Régeny entwickelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot; /&amp;gt; So stammte das Libretto für die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bürger von Calais]]&amp;#039;&amp;#039; von Neher. Die Uraufführung im Januar 1939 an der Berliner Staatsoper wurde von Herbert von Karajan dirigiert. Doch nach nur drei Aufführungen verschwand das Werk von der Bühne, da es zu dieser Zeit nicht erwünscht war, Opern über belagerte Städte, Kriegsnot und Tod zu präsentieren. Ihre dritte Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Johanna Balk]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Drama über einen gewalttätigen Fürsten und eine Frau, die das Volk retten will, wurde 1941 an der Wiener Staatsoper uraufgeführt und stand für zwei Spielzeiten auf dem Spielplan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend arbeitete er am [[Düsseldorfer Schauspielhaus]] unter [[Walter Bruno Iltz]]. Ab 1946 trat er wieder in Kontakt mit Brecht und 1947 wirkte Neher zusammen mit [[Oscar Fritz Schuh]] am Wiederaufbau der [[Salzburger Festspiele]] mit. 1948 nahm Neher die [[österreichische Staatsbürgerschaft]] an und arbeitete unter anderem in Zürich, München und Berlin. Zu seinen Assistenten gehörte [[Ekkehard Grübler]], der ordentlicher Professor für Bühnenbild und Kostüm an der [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Akademie der Bildenden Künste]] in München wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grübler, Ekkehard.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1954 wurde er technischer Direktor bei den [[Münchner Kammerspiele]]n und von 1958 an war er bis zu seinem Tod Professor für Bühnenbild an der [[Akademie der bildenden Künste Wien]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Neher Caspar.jpg|mini|hochkant|Grabstätte von Caspar Neher auf dem [[Grinzinger Friedhof]] in Wien]]&lt;br /&gt;
Caspar Neher starb am 30. Juni 1962 im Alter von 65 Jahren in Wien und liegt in einem [[Gewidmete Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] auf dem [[Grinzinger Friedhof]] (Gruppe 37, Reihe 5, Nummer 1) in Wien begraben. Seine Frau starb nur ein Vierteljahr später und wurde bei ihm bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile seines grafischen Nachlasses liegen in der [[Theaterwissenschaftliche Sammlung Universität zu Köln|Theaterwissenschaftlichen Sammlung]] der [[Universität zu Köln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Seit dem 18. August 1923 war Neher mit Erika Tornquist, einer Tochter des [[Graz]]er Geologen [[Alexander Tornquist]], verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Willett]]: &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher – Brecht’s Designer.&amp;#039;&amp;#039; Methuen, London 1986, ISBN 0-413-41240-7 (englisch), S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr gemeinsamer Sohn Georg wurde am 14. Oktober 1924 geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;John Willett: &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher – Brecht’s Designer.&amp;#039;&amp;#039; Methuen, London 1986, ISBN 0-413-41240-7 (englisch), S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Posthume Ausstellung ==&lt;br /&gt;
Die [[Kunstsammlungen &amp;amp; Museen Augsburg]], die in ihrem Fundus rund 170 Grafiken und Entwürfe Nehers besitzen, präsentieren vom 4. März bis 25. Juni 2023 im [[Grafische Sammlung der Stadt Augsburg|Grafischen Kabinett]] im [[Höhmannhaus]] die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Wanderer zwischen den Welten. Die Freundschaft Caspar Neher – Bertolt Brecht&amp;#039;&amp;#039;. Unter den 40 Exponaten sind auch bisher nie gezeigte Skizzen und Entwürfe sowie ein Selbstbildnis Nehers aus den 1920er Jahren in Öl. Daneben werden Tagebücher, Notizbücher und Skizzenbücher Nehers aus dem Bestand der [[Staats- und Stadtbibliothek Augsburg]] gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kunstsammlungen-museen.augsburg.de/brecht-neher |titel=Wanderer zwischen den Welten |werk=kunstsammlungen-museen.augsburg.de |abruf=2023-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gottfried von Einem]], Siegfried Melchinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher. Bühne und bildende Kunst im XX. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Friedrich Verlag, Velber bei Hannover 1966.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Gier]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher. Der größte Bühnenbauer unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1997, ISBN 3-531-13162-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|37|39|Neher, Rudolf Ludwig Caspar|Vana Greisenegger-Georgila|118738356}}&lt;br /&gt;
* {{Theaterlexikon|Caspar Neher|2|1312|1313|Autor=Christian Jauslin}}&lt;br /&gt;
* [[Oskar Pausch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher 1987–1962.&amp;#039;&amp;#039; Katalog des Österreichischen Theatermuseums und der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Wien 1987.&lt;br /&gt;
* Susanne de Ponte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher – Bertolt Brecht. Eine Bühne für das epische Theater&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-89487-554-2.&lt;br /&gt;
* Christine Tretow: &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher – Graue Eminenz hinter der Brecht-Gardine und den Kulissen des Musiktheaters. Eine Werkbiographie.&amp;#039;&amp;#039; Trier 2003, ISBN 3-88476-576-0.&lt;br /&gt;
* [[John Willett]]: &amp;#039;&amp;#039;Caspar Neher – Brecht’s Designer.&amp;#039;&amp;#039; Methuen, London 1986, ISBN 0-413-41240-7 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118738356}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118738356}}&lt;br /&gt;
* [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/startbild.php?bestand=17906 Digitalisierte Dekorationsmappen des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart im Landesarchiv Baden-Württemberg]: Bühnenbilder von Neher zu Xerxes (1959) und Oedipus der Tyrann (1959).&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Neher,_Caspar_Rudolf_Ludwig_Kaspar}}&lt;br /&gt;
* [https://go20ccm.tripod.com/casparneherchronik.html Informationen zu Neher] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118738356|titel=Neher, Rudolf Ludwig Caspar|datum=2020-04-11}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|611|Neher, Caspar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118738356|LCCN=n81139130|VIAF=54943679}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neher, Caspar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bühnenbildner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Augsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Akademie der bildenden Künste Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Bertolt Brecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neher, Caspar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Neher, Rudolf Ludwig Kaspar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-österreichischer Bühnenbildner und Textdichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. April 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juni 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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