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	<title>Casamance - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Casamance&amp;diff=377278&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2026-03-19T14:10:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für den Fluss siehe [[Casamance (Fluss)]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Casamance locator map.svg|mini|Lage der Casamance in Senegal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Casamance landscape.jpg|mini|Typische Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Casamance&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Landschaft, die sich entlang des [[Casamance (Fluss)|gleichnamigen Flusses]] im Süden [[Senegal]]s zwischen [[Gambia]] und [[Guinea-Bissau]] erstreckt. Sie unterscheidet sich vor allem durch größeren Wasserreichtum und stärkere Vegetation sowie in der Zusammensetzung der Bevölkerung vom Rest Senegals. Die Einwohner der Casamance – insbesondere diejenigen aus der Volksgruppe der [[Diola]] – besitzen eine starke eigene Identität. Bereits 1942 führte [[Aline Sitoé Diatta (Aktivistin)|Aline Sitoé Diatta]] einen Aufstand gegen die französische Kolonialmacht an und wurde so zur berühmtesten Widerstandskämpferin gegen den [[Kolonialismus]] in Senegal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Klima ==&lt;br /&gt;
Die Casamance ist eine Landschaft im Südwesten Senegals, die im Norden an Gambia und im Süden [[Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal|an Guinea-Bissau grenzt]]. Grenze im Westen ist der [[Atlantischer Ozean|Atlantische Ozean]] und im Osten die [[Koulountou]] und der [[Gambia (Fluss)|Gambia]]. Die Fläche der Casamance macht ein Siebtel der Gesamtfläche des Senegal aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Casamance ist in drei Regionen unterteilt, die jeweils nach den Präfekturstädten benannt sind. Dies sind die [[Region Ziguinchor]] (früher Untere Casamance genannt) im Westen, die 2008 neu geschaffene [[Region Sédhiou]] in der Mitte und die [[Region Kolda]] im Osten. Die Regionen sind nochmals in [[Départements des Senegal|Départements]] unterteilt. Die Namen der Départements richten sich jeweils nach dem Hauptort mit dem Sitz der Départementspräfektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regenzeit]] in der Casamance dauert ungefähr vier bis fünf Monate und liegt zwischen Juni und Oktober. Hier fallen mehr Niederschläge als im Norden des Senegals. Die Vegetation besteht daher anders als im [[Sahelzone|Sahel]]-geprägten Norden Senegals aus [[Tropischer Regenwald|tropischem Regenwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterlauf des [[Casamance (Fluss)|Casamance]] und des nördlichen Nebenflusses [[Soungrougrou]] macht sich bis 200 Kilometer landeinwärts der Küste die [[Gezeitenströmung]] bemerkbar und hat das Flussbett auf teilweise 4000 Meter Breite ausgewaschen. Die Uferzonen werden von einem [[Mangrove (Ökosystem)|Mangrovensystem]] begleitet, das sich zur Mündung hin in [[Bolong]]s immer weiter verzweigt und einen amphibischen Landschaftstyp prägt. Einige Bolongs reichen teilweise 20 oder 30 Kilometer weit in das Landesinnere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die letzten Volkszählungen ergaben für die Regionen der Casamance jeweils folgende Einwohnerzahlen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Region !! VZ 1988&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.citypopulation.de/Senegal_d.html | wayback=20060125012148 | text=Citypopulation: Regionen Senegals }}&amp;lt;/ref&amp;gt; !! VZ 2002 !! VZ 2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Region Kolda|Kolda]] &amp;lt;small&amp;gt;(2008 geteilt)&amp;lt;/small&amp;gt; || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 591.833 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 836.230 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 662.455&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Region Sédhiou|Sédhiou]] &amp;lt;small&amp;gt;(2008 geschaffen)&amp;lt;/small&amp;gt; || align=&amp;quot;right&amp;quot; | – || align=&amp;quot;right&amp;quot; | – || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 452.994 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Region Ziguinchor|Ziguinchor]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 398.337 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 437.986 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 549.151 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Casamance zusammen !! align=&amp;quot;right&amp;quot; | 890.170 !! align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.274.216 !! align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.664.600 &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Casamance wird hauptsächlich von drei Ethnien bewohnt:&amp;lt;ref&amp;gt;Jacques Leclerc: &amp;#039;&amp;#039;Langue et société&amp;#039;&amp;#039;, 1992. Vgl. [https://www.axl.cefan.ulaval.ca/afrique/senegal.htm „Senegal“], L’aménagement linguistique dans le monde, abgerufen am 25. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ethnologue: {{Webarchiv | url=https://www.ethnologue.com/country/SN/languages | wayback=20190904153155 | text= Senegal Languages }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die [[Diola]] konzentrieren sich auf die Region Ziguinchor. Die Zahl der Sprecher in Senegal wird seit vielen Jahren (ohne Datum) mit 340.000 angegeben.&lt;br /&gt;
# Die [[Mandinka]] haben die Region Sédhiou als Siedlungsschwerpunkt. Die Zahl der Sprecher in Senegal wurde 2006 mit 669.000 angegeben.&lt;br /&gt;
# In der Region Kolda wird die Bevölkerungsmehrheit von den [[Peul]] gebildet. Diese sind allerdings auch in großen Landesteilen weiter nördlich zu finden. Die Zahl der Sprecher in Senegal wurde 2006 mit 3.450.000 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es noch kleinere Siedlungsgebiete anderer Ethnien. Die [[Wolof (Volk)|Wolof]], die in Senegal die größte Volksgruppe sind, spielen in der Casamance nur eine Nebenrolle. In ländlichen Gebieten haben sie sich in eigenen Dörfern von der übrigen Bevölkerung separiert. Erkennbar ist diese Trennung oft durch einen Zusatz im Namen der Dörfer wie etwa &amp;#039;&amp;#039;Louida Diola&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Loudia Ouolof&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Diakene Diola&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Diakene Ouolof&amp;#039;&amp;#039;, Dörfer im [[Oussouye (Département)|Département Oussouye]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.openstreetmap.org/?mlat=12.916667&amp;amp;mlon=-15.5&amp;amp;zoom=9#map=12/12.4745/-16.5380 Département Oussouye bei OpenStreetMap]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 75 % bekennt sich der größte Teil der Einwohner zum [[Islam]]. 17 % sind [[Christentum|Christen]], zumeist Katholiken (Bistümer [[Bistum Kolda|Kolda]] und [[Bistum Ziguinchor|Ziguinchor]]). 8 % bekennen sich zu regionalen Kulten. Die Casamance hat demnach im Gegensatz zu anderen Teilen Senegals einen größeren Anteil an Christen in der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sprachlich unterscheidet sich die Casamance vom Rest Senegals. Verbreitet ist hier das [[Guineabissauisches Kreol|Crioulo]], eine [[Portugiesische Sprache|portugiesisch]] basierte afrikanische [[Kreolsprachen|Kreolsprache]], die auf die Zeit der [[Portugiesische Kolonialgeschichte|portugiesischen Kolonialherren]] zurückgeht. Der Senegal hat Beobachterstatus in der [[Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sedhiu1.jpg|mini|Kolonialgebiete in der Casamance nach dem Stand von 1881]]&lt;br /&gt;
Die ersten Kolonialstützpunkte wurden von portugiesischen Seefahrern errichtet, die auch als Namensgeber für den Fluss, die Landschaft und Orte wie [[Carabane]] und [[Ziguinchor]] gelten können. Während Portugal seine Anwesenheit in Ziguinchor lange aufrechterhielt, wurden die [[Île de Carabane]] nahe der Flussmündung und das Gebiet um [[Sédhiou]] flussaufwärts von Ziguinchor im 19. Jahrhundert zu ersten französischen Besitzungen, wie aus der historischen Karte ersichtlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Partei in der Casamance war der 1947 gegründete [[Mouvement des forces démocratiques de la Casamance]] (MFDC), der die regionalen Interessen der Casamance gegenüber der senegalesischen Regierung geltend machte. Diese Bewegung wurde maßgeblich getragen von dem Streben der [[Diola]] nach Autonomie und war ein wesentlicher Akteur im sogenannten [[Casamance-Konflikt]]. Politischer und militärischer Flügel des MFDCs haben sich allerdings seit Beginn des bewaffneten Kampfes 1982 nach und nach voneinander entfremdet. Verhandlungen zwischen der Regierung und Rebellengruppen haben zwischen 2001 und 2017 nach und nach zu einer Befriedung des Konflikts geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Casamance ist vor allem durch Wirtschaft im [[Primärsektor]] geprägt. Holz wird für den Bau und zur Möbelherstellung gewonnen. In den Schwemmlandebenen des Casamanceflusses und seiner Seitenarme wird vor allem Reis angebaut, in den Hochterrassen Getreide, Gemüse, Salat, Cashewnüsse, Mangos, Zitrusfrüchte und Palmöl. Entlang des Casamanceflusses und seiner Nebenarme gibt es Fischfang und Austernzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Säule der Wirtschaft ist eine saisonal bedingte oder länger anhaltende [[Arbeitsmigration]] der Bewohner in den Norden nach Gambia und in die Städte Senegals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der militärischen Austragung des Casamance-Konflikts im Jahr 1982 war die Produktivität in dem betroffenen Landesteil stark geschrumpft. Anhaltende Unsicherheit der politischen Lage und die [[Landmine|Verminung]] weiter Landstriche verhinderten das Bewirtschaften der Felder. – Dafür hatte sich eine [[Kriegsökonomie]] gebildet, von der vor allem die diversen Rebellenverbände der Casamance profitieren. Durch [[Raubbau (Natur)|Raubbau]] von Edelhölzern, Hanfanbau oder durch Schutzgelderpressung finanzierten sie ihre Ausrüstung und erreichten eine relative Unabhängigkeit von ausländischen Geldgebern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Casamance befinden sich unter anderen diese Städte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kolda]]&lt;br /&gt;
* [[Sédhiou]]&lt;br /&gt;
* [[Vélingara]]&lt;br /&gt;
* [[Bignona]]&lt;br /&gt;
* [[Ziguinchor]]&lt;br /&gt;
* [[Oussouye]]&lt;br /&gt;
* [[Cap Skirring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.urbanlab.org/articles/Charpy,%20J.%201981.%20Casamance%20et%20S%C3%A9n%C3%A9gal%20au%20temps%20de%20la%20colonisation%20fran%C3%A7aise.pdf Charpy, J. 1981. Casamance et Sénégal au temps de la colonisation française] PDF-Datei 1,76 MB&lt;br /&gt;
* {{ Webarchiv | url=http://www.kassoumay.com:80/casamance/index.html | wayback=20170515133011 | text=Kassoumay: La Casamance}}&lt;br /&gt;
* [https://www.geonames.org/2253435/casamance.html Casamance bei Geonames]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate | article= / | NS= 12.93 | EW= -15.34 | type= landmark | region= SN-ZG/SN-KD/SN-SE }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104263-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum in Senegal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portugiesisch-senegalesische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guinea-bissauisch-senegalesische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gambisch-senegalesische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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