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	<title>Carnaval (Schumann) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T16:03:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carnaval_(Schumann)&amp;diff=148037&amp;oldid=prev</id>
		<title>178.201.80.50: /* Hintergrund */</title>
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		<updated>2023-05-20T08:21:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hintergrund&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carnaval, op. 9&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein aus 23 (bzw. 22 erklingenden) kurzen Charakterstücken bestehender Klavierzyklus von [[Robert Schumann]].&lt;br /&gt;
Das Stück handelt von einem [[Kostümball|Maskenball]]. Am Ball teilnehmen lässt Schumann unter anderem Figuren aus der [[Commedia dell’arte]] wie der [[Pierrot]] und der [[Harlekin]], die Komponisten [[Frédéric Chopin]] und [[Niccolò Paganini]], die Komponistin und spätere Ehefrau [[Clara Schumann|Clara Wieck]] (als &amp;#039;&amp;#039;Chiarina&amp;#039;&amp;#039;) sowie Schumann selbst in Form von [[Florestan und Eusebius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstausgabe erschien 1837 im Verlag [[Breitkopf &amp;amp; Härtel]] mit einer Widmung für den polnischen Geiger [[Karol Lipiński]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Carnaval&amp;#039;&amp;#039; mit dem Untertitel &amp;#039;&amp;#039;Scènes Mignonnes composées pour le Pianoforte sur quatre notes&amp;#039;&amp;#039; entstand in den Jahren [[1834]]/[[1835]]. Vorausgegangen war Schumanns Schwärmerei für „Schubertsche Walzer“. Am 2. März 1829 notierte er in seinem Tagebuch:&lt;br /&gt;
{{Zitat|[…] dann glückliche Fantasie über den Sehnsuchtswalzer.|}}&lt;br /&gt;
1833 und 1834 folgten drei Niederschriften von Entwürfen für „Scenes musicales“ und „Scenes mignonnes“ genannte Variationen über den Sehnsuchtswalzer. Im September 1834 entdeckte Schumann, dass die Buchstaben A-Es-C-H und As-C-H dem böhmischen Heimatstädtchen [[Aš|Asch]] seiner Verlobten [[Ernestine von Fricken]], der Adoptivtochter eines [[Böhmen|böhmischen]] [[Baron]]s, entsprachen. Die Ausführung der &amp;#039;&amp;#039;Scènes musicales sur un thème connu de Fran. Schubert&amp;#039;&amp;#039; ließ Schumann nun unvollendet liegen. Lediglich das &amp;#039;&amp;#039;Moderato&amp;#039;&amp;#039; überschriebene Einleitungsstück dazu übernahm er modifiziert in das &amp;#039;&amp;#039;Préambule&amp;#039;&amp;#039; genannte Vorspiel des  nun folgenden Zyklus, der die Buchstaben A-Es-C-H und As-C-H als Töne in den Miniaturen umsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Boyle: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann: Variationen über ein Thema von Schubert. Sehnsuchtswalzervariationen. Nach den Manuskripten rekonstruiert und ergänzt von Andreas Boyde&amp;#039;&amp;#039;. Friedrich Hofmeister Musikverlag: Hofheim, Leipzig 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Komposition dreht sich gewissermaßen um die im Mittelteil eingefügten, &amp;#039;&amp;#039;Sphinxes&amp;#039;&amp;#039; genannten, &amp;#039;&amp;#039;Lettres dansantes&amp;#039;&amp;#039;, zu denen auch die Kombination Es-C-H-A gehörte (die einzigen Buchstaben aus Schumanns Nachnamen, die als Töne umsetzbar sind). Diese &amp;#039;&amp;#039;Sphinxes&amp;#039;&amp;#039; werden nicht mitgespielt, sie dienen der Entschlüsselung und als Drehkreuz: Im ersten Teil des Werkes wird konsequent (meist gleich am Anfang einer Miniatur) die Tonfolge A-Es-C-H, in der zweiten Hälfte des Werkes die Notation As-C-H integriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knechtges-Obrecht&amp;quot;&amp;gt;Irmgard Knechtges-Obrecht: &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann op.9&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.schumann-portal.de/op-9.html Im Schumann-Portal].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich sollte der Zyklus den deutschen Titel „Fasching“ bekommen, in dem auch die [[Tonsymbol|Tonbuchstaben]] A-Es-C-H oder As-C-H stecken. Der Untertitel sollte „Schwänke auf vier Noten“ lauten. Im Wort „Schwank“ findet man, wie in „Schumann“, Es-C-H-A. Schumann fügte sich aber den Wünschen des Verlegers. Der Titel wurde der Mode entsprechend französisiert zu &amp;#039;&amp;#039;Carnaval, Scènes mignonnes sur quatre notes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knechtges-Obrecht&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Carnaval&amp;#039;&amp;#039; hängt auch mit der Gedankenwelt der [[Davidsbündler]] zusammen. Ein Stück trägt den Titel &amp;#039;&amp;#039;Estrella&amp;#039;&amp;#039; (Davidsbündlername Ernestine von Frickens). &amp;#039;&amp;#039;Chiarina&amp;#039;&amp;#039; ist der Davidsbündlername [[Clara Schumann|Clara Wiecks]] (mit C-H-A ebenfalls im Hauptmotiv des Zyklus enthalten, deutlicher als &amp;quot;Clara&amp;quot;), &amp;#039;&amp;#039;Eusebius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Florestan&amp;#039;&amp;#039; sind als Davidsbündlernamen Robert Schumanns die Personifikationen seiner gegensätzlichen Temperamente (verträumt und stürmisch), und der den Zyklus abschließende &amp;#039;&amp;#039;Marsch der Davidsbündler gegen die Philister&amp;#039;&amp;#039; symbolisiert gemäß Schumanns publizistischer Stilisierung der &amp;#039;&amp;#039;Davidsbündler&amp;#039;&amp;#039; einen Angriff auf die etablierten, aber in deren Augen geistlosen Größen des Musikmarkts.&amp;lt;ref name=Knechtges-Obrecht /&amp;gt; Die Miniaturen mit den Titeln &amp;#039;&amp;#039;[[Frédéric Chopin|Chopin]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Niccolò Paganini|Paganini]]&amp;#039;&amp;#039; bilden die Ausnahmen in dem Duktus der beschriebenen Notation. Die Tonfolgen As-C-H scheinen nur nebenbei, jedoch nicht themenbildend auf.&lt;br /&gt;
Einige der 1834 ursprünglich für den &amp;#039;&amp;#039;Carnaval&amp;#039;&amp;#039; entstandenen Miniaturen wurden nicht in den endgültigen Zyklus übernommen, aber in den später zusammengestellten Sammlungen &amp;#039;&amp;#039;Bunte Bätter&amp;#039;&amp;#039; op. 99 (Nr. 6 &amp;#039;&amp;#039;Albumblatt III&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Albumblätter&amp;#039;&amp;#039; op. 124 (Nr. 4 &amp;#039;&amp;#039;Walzer&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 11 &amp;#039;&amp;#039;Romanze&amp;#039;&amp;#039; und Nr. 17 &amp;#039;&amp;#039;Elfe&amp;#039;&amp;#039;) veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hettrich&amp;quot;&amp;gt;Ernst Hettrich: &amp;#039;&amp;#039;Vorwort&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann: Carnaval Opus 9&amp;#039;&amp;#039;. (Remagen, Herbst 2004), G. Henle Verlag: o. O., o. J.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Neujahrstag 1836 trennte sich Schumann endgültig von Ernestine von Fricken. &amp;#039;&amp;#039;Carnaval&amp;#039;&amp;#039; erfuhr seine deutsche Erstveröffentlichung im August 1837 bei Breitkopf &amp;amp; Härtel. In der französischen Erstausgabe vom 29. Juli 1837 bei [[Maurice Schlesinger]] in Paris fielen auf Wunsch des Verlegers einige Stücke weg, einige erhielten andere Titel. Als Widmungsträger wird auf den Titelblättern beider Veröffentlichungen nicht Ernestine genannt, sondern der polnische Geiger [[Karol Lipiński|Charles Lipiński]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hettrich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Miniaturen ==&lt;br /&gt;
1. Préambule: &amp;#039;&amp;#039;Quasi maestoso – Più moto – Animato (– Vivo) – Presto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H (H notiert als Ces) im Animato-Vivo-Teil (im Bass sforzato)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. [[Pierrot]]: &amp;#039;&amp;#039;Moderato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H (H = Ces) im Bass (piano), im Kontrast dazu Es-C-B (forte), danach (ab T. 4) dieselbe Motivkombination in den Händen vertauscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. [[Harlekin|Arlequin]]: &amp;#039;&amp;#039;Vivo&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Valse noble: &amp;#039;&amp;#039;Un poco maestoso&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-H-C&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. [[Florestan und Eusebius|Eusebius]]: &amp;#039;&amp;#039;Adagio – Più lento&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H umspielt mit Nebennoten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. [[Florestan und Eusebius|Florestan]]: &amp;#039;&amp;#039;Passionato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H unterbrochen von Adagio-Zitaten aus den [[Papillons]] op. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Coquette: &amp;#039;&amp;#039;Vivo&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H im Thema mit Punktierungen verarbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Réplique: &amp;#039;&amp;#039;L’istesso tempo&amp;#039;&amp;#039;. Nachsatz zur &amp;#039;&amp;#039;Coquette&amp;#039;&amp;#039; ohne &amp;#039;&amp;#039;Sphinx&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--. Sphinxes. Motive Es-C-H-A, As-C-H und A-Es-C-H. Diese Noten sollen nicht gespielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Papillons: &amp;#039;&amp;#039;Prestissimo&amp;#039;&amp;#039;. Motiv A-Es-C-H (H = Ces)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. A.S.C.H. – S.C.H.A. (Lettres dansantes): &amp;#039;&amp;#039;Presto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H. Die Töne Es-C-H(ces)-A tauchen auch unzusammenhängend innerhalb der ersten drei Takte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Chiarina: &amp;#039;&amp;#039;Passionato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H. Das einzige Stück, in dem der Motiv-Hauptton As als Dissonanz auftritt und nach c-Moll aufgelöst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. [[Frédéric Chopin|Chopin]]: &amp;#039;&amp;#039;Agitato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv versteckt in den beiden Schlusstakten: in der Melodie H-C, Schlusston As&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Estrella: &amp;#039;&amp;#039;Con affetto – Più presto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.  Reconnaissance: &amp;#039;&amp;#039;Animato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H, Die Melodie wird in der rechten Hand oktaviert gespielt, in der unteren Lage in Sechzehntel-Stakkato, in der oberen Lage in Achtel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. [[Pantalone|Pantalon]] et [[Colombina|Colombine]]: &amp;#039;&amp;#039;Presto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Valse allemande: &amp;#039;&amp;#039;Molto Vivace&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H, dann Motiv Es-A-B-C (Abwandlung von Es-As-H-C)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. [[Niccolò Paganini|Paganini]]: &amp;#039;&amp;#039;Presto&amp;#039;&amp;#039;. Ein Intermezzo zur Valse allemande. Virtuose gegenläufige und metrisch versetzte Stakkato-Sechzehntelfiguren. Motiv As-C-H im Takt 25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Aveu: &amp;#039;&amp;#039;Passionato&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H, dann mit Zwischentönen geschmücktes Motiv H-C-Es-(As statt A).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Promenade: &amp;#039;&amp;#039;Con Moto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H, in Nr. 3 der &amp;#039;&amp;#039;Davidsbündlertänze&amp;#039;&amp;#039; op. 6 wird ein Motiv hieraus zitiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Pause: &amp;#039;&amp;#039;Vivo&amp;#039;&amp;#039;. Wiederaufnahme des Vivo-Teils aus dem zweiten Teil der &amp;#039;&amp;#039;Préambule&amp;#039;&amp;#039;, Motiv As-C-H (H notiert als Ces) im Vivo-Teil (im Bass sforzato)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Marche des „Davidsbündler“ contre les Philistins: &amp;#039;&amp;#039;Non Allegro – Molto più vivo – Animato – Vivo – Animato molto – Più stretto&amp;#039;&amp;#039;. Motiv As-C-H. Ironische Pointe: Marsch im 3/4-Takt. Zitate des &amp;quot;Großvatertanzes&amp;quot;, ein damals beliebter Kehraus, mit dem auch die &amp;#039;&amp;#039;Papillons&amp;#039;&amp;#039; op. 2 schließen, sowie von Formteilen aus der &amp;#039;&amp;#039;Préambule&amp;#039;&amp;#039;; strahlender Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dlib.indiana.edu/variations/scores/ach2563/index.html Noten] auf dlib.indiana.edu&lt;br /&gt;
* [http://www.fluegel-klavier.de/schumann/carnaval.htm fluegel-klavier.de] PDF + MIDI&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Carnaval Op.9 (Schumann, Robert)|cname=Carnaval}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klavierzyklus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Robert Schumann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.201.80.50</name></author>
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