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	<title>Carl de Nys - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:56:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende VIAF:293541027 durch VIAF:64009933 ersetzt)</title>
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		<updated>2023-10-06T01:23:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Normdaten korrigiert (Weiterleitende &lt;a href=&quot;/index.php?title=VIAF:293541027&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;VIAF:293541027 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;VIAF:293541027&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=VIAF:64009933&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;VIAF:64009933 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;VIAF:64009933&lt;/a&gt; ersetzt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl de Nys&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. März]] [[1917]] in [[Eupen]]; † [[4. April]] [[1996]] in [[Valprivas]], [[Arrondissement Yssingeaux]]) war ein belgisch-französischer [[Musikwissenschaft]]ler, [[Musikjournalist]], Musikherausgeber und [[katholischer Priester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In seiner Heimatstadt Eupen in [[Ostbelgien]], wo man in vielen Straßen vom 18. Jahrhundert auf Schritt und Tritt beeinflusst wird, wuchs Carl de Nys als Sohn des gleichnamigen Amtsgerichtsrates und Enkel des ehemaligen Trierer Oberbürgermeisters [[Karl de Nys]] auf. Seine Heimat war seit Jahrhunderten verschiedenen Herrscherländern zugehörig, dies führte ihn wahrscheinlich zu den vergessenen europäischen Komponisten von Spanien bis Böhmen. So verdanken wir ihm die [[Eurovision]]smelodie aus dem [[Te Deum (Charpentier)|Te Deum]] von [[Marc-Antoine Charpentier]], welches er bei seinen Forschungen wiederentdeckt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des [[Collège Patronné]] in Eupen und dem Abitur am Jesuiten-Kolleg im benachbarten [[Verviers]], studierte er ab 1935 [[Philosophie]] an der [[Universität von Namur]] und ab 1937 [[Theologie]] am Priesterseminar in [[Saint-Dié-des-Vosges]] sowie Sprachwissenschaften an der [[Universität Nancy]]. Die Priesterweihe empfing er in Saint-Dié am 11. September 1941 durch Bischof [[Émile Blanchet]], den späteren Rektor der [[Institut Catholique de Paris|Katholischen Universität Paris]]. Ab 1942 unterrichtete de Nys mehrere Jahre [[Literatur]] und [[Philologie]] in [[Épinal]]. 1944 war er mit der Zustimmung seines Bischofs für den Nachrichtendienst des alliierten Oberkommandos ([[Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force|SHAEF]]) tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken für die Musik ==&lt;br /&gt;
Seine zwischen 1944 und 1952 entstandenen Aufsätze, Schriften und Übersetzungen, zu denen er sich nach der Begegnung mit dem Schweizer Pianisten und Komponisten [[Edwin Fischer]] angespornt fühlte, erschienen noch unter dem Pseudonym Charles-Marie de Boncourt. Mit dem Einverständnis der Kirche konnte er ab 1952 sein Wirken ausschließlich der Musik widmen und ließ sich in Paris nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als leidenschaftlicher Forscher durchstöberte er Europa nach verschollenen Manuskripten vergessener Komponisten oder nach vernachlässigten Werken von [[Johann Sebastian Bach]], [[Joseph Haydn]] und [[Michael Haydn]] sowie [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]]. Durch zahlreiche Aufsätze vertiefte er das Wissen über die profane und kirchliche Musik des Salzburger Wunderkindes. Im [[Musikverlag Doblinger]] (Wien) war er Herausgeber mehrerer Mozart-Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Nys kam 1958 zu den Aufnahmestudios „Centre d’Enregistrement des Champs-Elysées“ des Toningenieurs [[André Charlin]], wo er als musikwissenschaftlicher Berater die Einspielungen zahlloser unbekannter Werke, vielfach für das von ihm mitbegründete Schallplattenlabel [[Harmonia Mundi]] und für das französische Plattenlabel Erato (1954–2001), einspielen ließ. Auch betreute er die Serie &amp;#039;&amp;#039;Musica Rara&amp;#039;&amp;#039; für das Düsseldorfer Label Koch-Schwann&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gespräch mit Carl de Nys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Grenz-Echo]].&amp;#039;&amp;#039; 27. September 1995, S. 12–13&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Wirken brachte den von ihm als Aufnahmeleiter gemachten Einspielungen zahlreiche Schallplattenpreise ein. Von den Bemühungen der Musiker, eine optimale Aufnahmequalität zu erreichen, zeugt die langjährige Zusammenarbeit mit [[Helmut Müller-Brühl]] und seinem Kölner Kammerorchester.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.svalander.se/charlin/CDNbiosv.htm Lebenslauf von Carl de Nys] auf der Website svalander.se (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte der 1960er Jahre wurde die Musikwissenschaft an französischen Universitäten anerkannt. Obschon der Institution nicht angehörend, wurde de Nys von der damaligen Universität [[Universität Lyon|Lyon]]-[[Universität Saint-Étienne|Saint-Étienne]] als erster Lehrbeauftragter für den neu gegründeten Studiengang &amp;#039;&amp;#039;Musicologie&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine belgische Heimat lag ihm weiterhin am Herzen, so betreute er ab 1970 die von dem [[Lüttich]]er Notar Albert Jeghers initiierte und bis heute fortgeführte Aufnahmereihe „Musique en Wallonie“. In diesem Projekt leitete er unter anderem mit dem aus seiner Heimatstadt stammenden Organisten und Dirigenten [[Hubert Schoonbroodt]] zahlreiche Einspielungen von [[Wallonische Region|wallonischen]] Komponisten des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. De Nys war lange Zeit künstlerischer Leiter beim [[Festival de Wallonie]]. Während eines Zeitraums von über 40 Jahren berichtete er alljährlich, unter anderem für die Musikzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Diapason (Zeitschrift)|Diapason]]&amp;#039;&amp;#039;, von den Aufführungen der [[Salzburger Festspiele]], den [[Bregenzer Festspiele]]n oder dem [[Festival d’Aix-en-Provence]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine besondere Liebe zur Barockmusik hinderte ihn nicht daran, sich auch zeitgenössischen Komponisten zuzuwenden, so dem Werk von [[Joachim Havard de la Montagne]], in dessen Schaffen er alle expressiven Eigenschaften der postromantischen Musik fand. In diesem Sinne ermunterte er 1956 [[André Jolivet]], sein [[Oratorium]] &amp;#039;&amp;#039;La vérité de Jeanne&amp;#039;&amp;#039; zu komponieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Auvergne]] widmete sich Carl de Nys dem „Centre culturel musical“ von [[Valprivas]], das er 1960 mit der Pianistin Hélène Salomé gegründet hatte. Hier leitete er die weltweit ersten Tonträgereinspielungen mit Werken von [[George Onslow]], dem in [[Clermont-Ferrand]] geborenen englischen Komponisten, den er als den ersten französischen Romantiker bezeichnete. In Valprivas erhielt der Platz, an dem das ehemalige Kulturzentrum liegt, den Namen „Place Carl de Nys“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.office-tourisme-rochebaron-chalencon.fr/fr/chateau-de-valprivas/ |wayback=20160121131514 |text=Beschreibung und Adresse des Centre Culturel de Valprivas}} auf der Website des [[Fremdenverkehrsamt]]s von Rochebaron-[[Chalencon]] (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wissen gab er weltweit in Vorträgen an Fachpublikum weiter sowie in Sendungen deutscher Rundfunkanstalten wie dem [[Saarländischer Rundfunk|Saarländischen Rundfunk]], als Produzent einer eigenen Sendereihe beim belgischen Rundfunksender [[RTBF]] und bei weiteren französischen und belgischen Rundfunk- und Fernsehanstalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.musimem.com/nys.htm Lebenslauf von Carl de Nys] auf der Website Musica et Memoria (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* zahllose Aufsätze in Musikfachzeitschriften (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;[[Diapason (Zeitschrift)|Diapason]]&amp;#039;&amp;#039;) und Enzyklopädien (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Grove Dictionary of Music and Musicians|Grove]])&lt;br /&gt;
* mehr als 800 Begleitaufsätze für Schallplattenhüllen&lt;br /&gt;
* Co-Autor verschiedener Bücher&lt;br /&gt;
* 1957 Sinfonia sacra I&lt;br /&gt;
* 1960 &amp;#039;&amp;#039;La discothèque idéale&amp;#039;&amp;#039;, 470 S. ([[Presses Universitaires de France]], Paris)&lt;br /&gt;
* 1980 &amp;#039;&amp;#039;La Cantate&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-2-13036482-5&lt;br /&gt;
* 1982 &amp;#039;&amp;#039;La musique religieuse de Mozart&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 978-2-13037261-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gregor Brand: [https://www.eifelzeitung.de/redaktion/kinder-der-eifel/carl-de-nys-musikologe-aus-eupen-212606/ &amp;#039;&amp;#039;Carl de Nys. Musikologe aus Eupen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Eifelzeitung.&amp;#039;&amp;#039; 24. April 2019&lt;br /&gt;
* {{discogs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117072885|LCCN=n89638717|NDL=00472409|VIAF=64009933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nys, Carl de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nys, Carl de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boncourt, Charles-Marie de (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgisch-französischer Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. März 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eupen]], Belgien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. April 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Valprivas]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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