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	<title>Carl Zimmermann (General) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Person_(Reichsmilit%C3%A4rgericht)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Person (Reichsmilitärgericht) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Person (Reichsmilitärgericht)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Richter_(Reichsmilit%C3%A4rgericht)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Richter (Reichsmilitärgericht) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Richter (Reichsmilitärgericht)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Zimmermann, general (c. 1918).png|mini|Carl Zimmermann, ca. 1918]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Heinrich Zimmermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. September]] [[1864]] in [[Louisendorf (Frankenau)]]; † [[13. Januar]] [[1949]] in [[Hanau]]) war ein [[Preußische Armee|preußischer]] [[Preußische Armee#Dienstgrade|Offizier]], Mitglied der [[Schutztruppe für Kamerun]] und von 1914 bis 1919 ihr Kommandeur. In dieser Funktion leitete er die Kampfhandlungen der Schutztruppe während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]]. Nachdem die militärische Lage in der Kolonie unhaltbar geworden war, trat er im Februar 1916 mit der Truppe und dem Tross in die neutrale [[Spanische Kolonien|spanische Kolonie]] [[Mbini|Rio Muni]] über, wo sie interniert wurde. Zimmermann wurde 1920 von der [[Vorläufige Reichswehr|Vorläufigen Reichswehr]] mit dem [[Charakter (Titel)|Charakter]] als [[Generalmajor]] verabschiedet und lebte seitdem im Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Jugend und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des [[Pfarrer]]s Wilhelm Friedrich Zimmermann (1825–1910) und dessen Ehefrau Amalie, geborene Frankfurt, Tochter des Pfarrers Peter Frankfurt in [[Kassel]]. Zimmermanns Großvater väterlicherseits war der [[Gymnasiallehrer]] Heinrich Zimmermann. Nach einer [[Erziehung]] im elterlichen Hause besuchte Carl Zimmermann eine [[Vorschule]] und anschließend das [[Gymnasium]] in Hanau, das er 1883 mit dem [[Abitur]] abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Amelung]] schildert in seinen Lebenserinnerungen, dass eine Eheschließung seiner Tante Louison Leclercq (1869-1954) mit ihrem &amp;quot;Jugendfreund General Zimmermann, dem Verteidiger Kameruns im Ersten Weltkrieg und prachtvollen Menschen&amp;quot; wegen eines &amp;quot;tragischen Geschehens&amp;quot; scheiterte. 1984, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärdienst 1883–1912 ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und erste Verwendung ===&lt;br /&gt;
Unschlüssig über eine künftige Berufswahl, trat Zimmermann am 1. April 1883 als [[Einjährig-Freiwilliger]] in das [[1. Oberrheinisches Infanterie-Regiment Nr. 97|Infanterie-Regiment Nr. 97]] der Preußischen Armee ein und wurde am 1. Oktober 1883 in das [[Infanterie-Regiment „Markgraf Ludwig Wilhelm“ (3. Badisches) Nr. 111|3. Badische Infanterie-Regiment Nr. 111]] in [[Rastatt]] versetzt.  Am 10. Oktober erfolgte die Versetzung in die Kategorie der auf [[Beförderung (Rang)|Beförderung]] Dienenden, am 13. Dezember wurde er zum [[Fähnrich|Portepeefähnrich]] befördert. Die Beförderung zum [[Leutnant|Sekondeleutnant]] erfolgte am 14. Februar 1885. Unklar ist bislang, wann er welche [[Kriegsschule]] besuchte. Vom 1. April 1887 bis zum 1. März 1891 diente er als [[Bataillon]]s[[adjutant]] und [[Auditeur (Militär)|Gerichtsoffizier]]. Am 15. Juli 1893 wurde er zum [[Premierleutnant]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Instruktionsoffizier im chilenischen Heer ===&lt;br /&gt;
Am 18. August 1895 wurde Zimmermann der [[Abschied (Militär)|Abschied]] bewilligt zwecks Übertritt in chilenische Dienste. Von 1895 bis 1897 diente er in der [[Chilenische Streitkräfte|chilenischen Armee]] als Instruktionsoffizier. Er gehörte zur Gruppe der deutschen [[Militärberater]] um den ebenfalls 1885 nach Chile entsandten [[Emil Körner]], die in [[Chile]] die Modernisierung der Streitkräfte nach preußisch-deutschem Vorbild vorantrieben, die so genannte „Prussianisierung“ (&amp;#039;&amp;#039;prusianización&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneute Tätigkeit in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr aus Chile diente Zimmermann 1897/98 kurzfristig im [[4. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 72|4. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 72]]. Zum 1. April 1898 wurde er zur Dienstleistung zum [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]] kommandiert. Am 13. September 1899 erfolgte die Beförderung zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] und Verwendung als [[Kompaniechef]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Dienstzeit in der Schutztruppe Kamerun, 1900–1908 ===&lt;br /&gt;
Am 5. Juli 1900 schied Zimmermann aus der Preußischen Armee aus und wurde am folgenden Tag als Hauptmann und Kompaniechef bei der [[Schutztruppe für Kamerun]] eingestellt. Nach einer kurzen Tätigkeit als Führer der [[Stammkompanie]] in [[Douala|Duala]] von Oktober 1900 bis Ende Februar 1901 war er von 1902 bis 1904 als Stationschef in [[Ebolowa]] tätig und dabei zeitweise stellvertretender [[Bezirksamt (Kolonien)|Bezirksamtmann]] in  [[Kribi]]. Von 1905 bis 1908 war er u.&amp;amp;nbsp;a. Vertreter des Kommandeurs in Soppo, Resident in [[Residentur Adamaua|Adamaua]] und Resident der [[Deutsche Tschadseeländer|Deutschen Tschadseeländer]]. 1907 war Zimmermann maßgeblich an der Niederschlagung eines [[muslimisch]]en [[Aufstand]]s (so genannte [[Mahdisten]]unruhen) in Adamaua beteiligt. Im April 1908 machte er eine Reise in das so genannte Zwischenstromgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienst im Kommando der Schutztruppen, 1908–1912 ===&lt;br /&gt;
Am 1. November 1908 wurde er zum [[Kommando der Schutztruppen]] ins [[Reichskolonialamt]] nach [[Berlin]] abkommandiert und am 19. November zum überzähligen [[Major]] befördert. Mit Wirkung zum 1. April 1909 erfolgte die Versetzung zum Kommando; außerdem wurde er außeretatmäßiges Mitglied des [[Reichsmilitärgericht]]s. Dieser Stellung wurde er 1912 enthoben und erneut zur Schutztruppe Kamerun versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommandeur der Schutztruppe Kamerun. Einsatz im Ersten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Offiziere der Schutztruppe Kamerun im Ersten Weltkrieg. Bildmitte Oberst Carl Zimmermann.jpg|mini|Offiziere der Schutztruppe Kamerun im Ersten Weltkrieg. Bildmitte Oberst Carl Zimmermann]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Kamerun im Ersten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912/13 war Zimmermann Oberleiter der deutschen Grenzexpedition im Süden Kameruns (so genannte Grenzexpedition Süd) und als Grenz[[kommissar]] tätig. Im April 1914 wurde er zum Kommandeur der Schutztruppe ernannt.&amp;lt;!-- In der Rangliste 1913 mit Stand vom 6. Mai 1913 wird Oberstleutnant Puder als Kommandant geführt. Erst in der Rangliste für 1914 ist Zimmermann Kommandeur. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die strategische Situation Kameruns bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs ===&lt;br /&gt;
Bereits 1913 hatte [[Gouverneur]] [[Karl Ebermaier]] Überlegungen für den Fall eines europäischen Krieges und seine Auswirkungen auf Kamerun angestellt und nach Optionen für eine Verteidigung der Kolonie gegen eindringende gegnerische Truppen gesucht. Dabei spielten Überlegungen eine Rolle, Duala als Sitz der &amp;#039;&amp;#039;Westafrikanischen Station&amp;#039;&amp;#039; der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] zu befestigen und im Kriegsfall als Stützpunkt für die [[Seekrieg#Kreuzerkrieg|Kreuzerkriegführung]] zu nutzen. Diese Überlegungen scheiterten jedoch an der Absage des [[Reichsmarineamt]]s, das zu Recht darauf verwies, dass die Marine nicht für die Verteidigung der Kolonien zuständig war. Außerdem wurde Duala aufgrund seines ungesunden Klimas selbst von den Stationären der „Westafrikanischen Station“ nach Möglichkeit gemieden; alle Reparaturen und Wartungen der Stationäre, meist ältere [[Kanonenboot]]e, mussten aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten ohnehin in [[Kapstadt]] durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] einigten sich Ebermaier und Zimmermann auf ein Verteidigungskonzept. Die Schutztruppe sollte zusammen mit der [[Polizeitruppe Kamerun]], [[Reservist]]en, [[Landwehr]]männern und zusätzlich eingestellten [[Rekrut]]en eine Defensivstrategie verfolgen. Deren Ziel lag nicht in der Bindung gegnerischer Kräfte, wie sie [[Paul von Lettow-Vorbeck]] in [[Deutsch-Ostafrika]] verfolgte, sondern diente dazu, den Herrschaftsanspruch auf die Kolonie gegenüber den Feindmächten zu demonstrieren. Diese Strategie machte insofern Sinn, als dass Ebermaier und Zimmermann – wie auch ein großer Teil der politischen und militärischen Führung in Europa – davon ausgingen, dass der Krieg nur wenige Monate dauern würde. Ein langfristiger Widerstand gegen feindliche Kolonialtruppen war schon deshalb ausgeschlossen, weil keinerlei militärische Reserven wie z.&amp;amp;nbsp;B. Munition vorhanden waren und der Seeweg von Kriegsbeginn an durch die Alliierten [[Seeblockade|blockiert]] wurde. Deshalb wurde auch von Seiten der Kaiserlichen Marine, soweit bekannt, nicht erwogen, wie im Fall von Deutsch-Ostafrika [[Blockadebrecher]] wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Rubens (Schiff)|Rubens]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Marie (Schiff, 1906)|Marie]]&amp;#039;&amp;#039; nach Kamerun zu entsenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Ebermaier und Zimmermann erfolgte eine Arbeitsteilung, nach der Zimmermann – am 19. August 1914 zum [[Oberstleutnant]] befördert – alleinverantwortlich für die militärischen Operationen, Ebermaier für die zivile, vor allem ökonomische Organisation des Widerstands zuständig war. Beide waren sich darin einig, bei der Gefahr einer militärischen Niederlage in die [[Neutralität (Internationale Politik)|neutrale]] spanische Kolonie Río Muni überzutreten und sich [[Internierung|internieren]] zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kräfteverhältnis zwischen Zimmermanns Truppen und seinen alliierten Gegnern war von Anfang an extrem ungünstig. Beide Seiten operierten mehrheitlich mit [[Söldner]]truppen aus angeworbenen [[Schwarzafrikaner|Afrikanern]]. Auf deutscher Seite wurden 1.460 Europäer und 6.550 Afrikaner mobilisiert, auf alliierter Seite ca. 18.000 Europäer und Afrikaner. [[Artillerie]] war in der Kolonie kaum vorhanden und ihr Munitionsvorrat äußerst beschränkt. Auch existierte keine [[Kavallerie]] oder berittene [[Infanterie]] für Aufklärungszwecke oder Operationen im Rücken des Gegners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der starken geographischen Zerrissenheit Kameruns und der kaum vorhandenen [[Verkehrsweg]]e operierten die sechs [[Abteilung (Militär)|Abteilungen]] der Schutztruppe jeweils in der Stärke von gut einem Bataillon im (Norden, Westen, Süden, Osten, Südosten und in [[Jaunde]]) praktisch unabhängig voneinander. Zimmermann besaß den Vorteil der [[Innere Linie|inneren Linie]] und konnte bei Bedarf innerhalb der [[Kriegsfront|Frontabschnitte]] Truppen verschieben. Der Schutztruppe standen im Westen ein französisch-britisches Expeditionskorps unter General [[Charles Macpherson Dobell]] (1869–1954), im Norden französisch-britische Kräfte unter General Cunliffe und im Osten und Süden französische Truppen unter General Joseph Aymerich (1858–1937) gegenüber. Ihre Operationen wurden stark beeinflusst durch Direktiven ihrer Regierungen in [[Paris]] und [[London]] bzw. im Fall von Aymerich durch den Generalgouverneur von Französisch-Äquatorialafrika in [[Brazzaville]]; die alliierten Kampfhandlungen wurden bis zum Herbst 1915 nicht koordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kampfhandlungen ===&lt;br /&gt;
Die Operationen der Alliierten standen aufgrund der strategischen Gesamtsituation in Kamerun nicht unter Zeitdruck und wurden daher sorgfältig vorbereitet. So konnte auf die Jahreszeitlich bedingten [[klima]]tischen Bedingungen Rücksicht genommen werden. Eroberte Positionen wurden vor einem weiteren Vorrücken gründlich gesichert. Strategisches [[Ziel]] der Alliierten war die Eroberung von Jaunde als Regierungssitz. Die Kämpfe verliefen in drei Phasen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Der [[Kampf]] um das so genannte Vorgelände (Küstengürtel) bis Oktober 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Den Kampf um das [[Hochland (Landschaft)|Hochland]] bis Oktober 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Den [[Rückzug]] der Schutztruppe nach Süden und die Internierung im spanischen Rio Muni-Gebiet von Dezember 1915 bis Februar 1916.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Küstengürtel musste trotz seiner bedeutenden wirtschaftlichen und [[Telekommunikation|kommunikationstechnischen]] Anlagen im [[Hafen]] von Duala in den ersten Kriegswochen  geräumt werden, da die dortige strategische Situation nach und nach unhaltbar wurde. Die [[Royal Navy]] hatte unmittelbar nach Kriegsbeginn begonnen, die [[Küste]] zu blockieren; eine Maßnahme, der die deutsche Seite nichts entgegensetzen konnte. Der deutsche Versuch, am 16. September 1914 vor Duala mit Hilfe des zum provisorischen Kanonenboot umgebauten [[Dampfer]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Nachtigal (Schiff, 1895)|Nachtigal]]&amp;#039;&amp;#039; das britische Kanonenboot H.M.S. &amp;#039;&amp;#039;Dwarf&amp;#039;&amp;#039; durch einen [[Rammstoß]] zu versenken, endete mit dem Untergang der &amp;#039;&amp;#039;Nachtigal&amp;#039;&amp;#039;, wobei ein Teil der [[Schiffsbesatzung|Besatzung]] ertrank, während das britische [[Kriegsschiff]] kaum beschädigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der geographischen Bedingungen im zentralen Hochland besaß die Schutztruppe eine gut zu verteidigende Ausgangsposition, bei der gleichzeitig der Rückzugsweg nach Rio Muni offen gehalten werden konnte. Jaunde bildete das Zentrum der deutschen Verteidigung; Zimmermann nahm dort im April 1915 [[Einquartierung|Quartier]]. Durch im Krieg angelegte [[Telegrafen]]linien stand er von hier aus in Kontakt mit der [[Edéa]]front im Norden, der Ostabteilung und der Südabteilung. Den Abteilungsführern im Nordwesten und Norden konnte er mangels telegrafischer Verbindung nur allgemeine [[Militärischer Befehl|Anweisungen]] geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz aller anfänglichen Abwehrerfolge, die zu einem großen Teil auf [[Kleinkrieg]]soperationen beruhte, wurde die Situation aufgrund der sich ständig verschlechternden ökonomischen, militärischen und nicht zuletzt medizinischen Situation (Mangel an Medikamenten aller Art) im Oktober 1915 unhaltbar, so dass der bereits von Anfang der Kriegshandlungen an eingeplante [[Rückzug]] nach Süden eingeleitet wurde. Am 15. Februar 1916 war die gesamte Schutztruppe samt dem umfangreichen Tross in die spanische Kolonie Rio Muni übergetreten. Sie wurde dann auf die Insel spanische Insel Fernando Póo ([[Bioko]]) bzw. nach [[Spanien]] transportiert und interniert. Lediglich die in der [[Festung]] Mora im äußersten Norden der Kolonie abgeschnittene 3. Kompanie unter Hauptmann [[Ernst von Raben]] war gezwungen, gegenüber britischen Truppen zu [[kapitulieren]] und geriet in [[Kriegsgefangene|Gefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internierung, Verabschiedung, Ruhestand, Nachlass ==&lt;br /&gt;
Die europäischen Angehörigen der Schutztruppe wurden nach kurzem Aufenthalt auf Fernando Poo in Spanien interniert, wo Zimmermann &amp;#039;&amp;#039;jefe&amp;#039;&amp;#039; (Chef) des Internierungslagers in [[Saragossa]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Zimmermann noch kurzfristig Mitglied der [[Reichswehr]] und wurde am 23. Dezember 1919 zum [[Oberst]] befördert; das [[Offizierspatent|Patent]] war ihm bereits am 18. April 1917, offenbar noch in der Internierung, verliehen worden. Wegen der personellen [[Reduzierung]] der Reichswehr aufgrund der Bedingungen des [[Versailler Vertrag]]s wurde er am 31. März 1920 unter Verleihung des Charakters als Generalmajor verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende seiner Dienstzeit lebte Zimmermann offenbar eine Zeitlang in [[Sachsen]] und leitete bis 1924 als [[Vorsitzender]] den &amp;#039;&amp;#039;Verein der Offiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Beamten der früheren [[Schutztruppe für Kamerun|kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach der Aufgabe der Funktion wurde er zum [[Ehrenmitglied]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von politischen oder propagandistischen Aktivitäten wie auch dem Privatleben Zimmermanns ist bislang nichts bekannt geworden. Aus dem kleinen Artikel &amp;#039;&amp;#039;Ein Kamerunsoldat&amp;#039;&amp;#039;, der 1936 in einem [[Sammelband]] über Kolonialkriege erschien, lässt sich deuten, dass Zimmermann bereit war, sich für seine ehemaligen afrikanischen Untergebenen zu engagieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Haben wir solcher Treue und Aufopferungsfähigkeit unserer Farbigen nicht noch eine Dankes- und Ehrenschuld abzutragen? Wähnen wir etwa durch die Auszahlung des zuständigen Lohnes auch ihre dauernden gesundheitlichen und materiellen Schädigungen abgegolten? Vergessen wir doch nicht, daß vor der wirtschaftlichen diese Forderung einer Dankes- und Ehrenschuld unseren Kampf um das geraubte Kolonialgut und die dortigen Gräber der gefallenen Kameraden bestimmen muß.|Autor=Carl Zimmermann|Quelle=Ein Kamerunsoldat|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein Kamerunsoldat.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner von Langsdorff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Flagge über Sand und Palmen. 53 Kolonialkrieger erzählen.&amp;#039;&amp;#039; Bertelsmann, Gütersloh 1936, S. 287–289.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zimmermann verstarb am 13. Januar 1949 im Alter von 84 Jahren in Hanau und ist dort auf dem [[Hauptfriedhof Hanau|Hauptfriedhof]] beigesetzt. Sein [[Nachlass]] befindet sich im [[Bundesarchiv-Militärarchiv]] in [[Freiburg i. Br.]] unter [[Signatur (Dokumentation)|Signatur]] BA-MA N 521. Eine ethnographische Sammlung, die Zimmermann ursprünglich der Stadt Hanau überlassen hatte, soll sich heute im [[Museum der Weltkulturen]] in [[Frankfurt am Main]] befinden, aber noch nicht erschlossen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigene Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Unruhen in Deutsch-Adamaua 1907.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Kolonial-Blatt.&amp;#039;&amp;#039; 19 (1908), S. 167–171.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Kamerun.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Oder-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 31. Oktober 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;General Zimmermann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kamerun-Post.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1934, H. 2, S. 14–16.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zimmermann, Heinrich C a r l.&amp;#039;&amp;#039; In: Florian Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Okkupation und Militärverwaltung in Kamerun. Etablierung und Institutionalisierung des kolonialen Gewaltmonopols, Teil II: Die kaiserliche Schutztruppe und ihr Offizierkorps.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2007, S. 201f.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Militärhilfe in Südamerika. Militär- und Rüstungsinteressen in Argentinien, Bolivien, und Chile vor 1914.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1974.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Cameroons.&amp;#039;&amp;#039; In: Hew Strachan: &amp;#039;&amp;#039;The First World War in Africa.&amp;#039;&amp;#039; New York 2004, S. 19–60.&lt;br /&gt;
* Heinrich Mentzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kämpfe in Kamerun 1914-1916. Vorbereitung und Verlauf.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1936. (Phil. Diss.)&lt;br /&gt;
* Herbert Pürschel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kaiserliche Schutztruppe für Kamerun. Gefüge und Aufgabe.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1936. (Phil. Diss.)&lt;br /&gt;
* Erich Student: &amp;#039;&amp;#039;Kameruns Kampf 1914/16.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Bernard &amp;amp; Graefe) 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kämpfe um Kamerun.&amp;#039;&amp;#039; In: Reichsarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkrieg 1914 bis 1918, Bd. IX: Die Operationen des Jahres 1915. Die Ereignisse im Westen und auf dem Balkan vom Sommer bis zum Jahresschluß.&amp;#039;&amp;#039; S. 468–474 (Entgegen dem Titel behandelt Kapitel VI. &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg in den Kolonien.&amp;#039;&amp;#039; auch die Ereignisse in Übersee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.traditionsverband.de/magazin/erkert/zimmermann.html Foto von Carl Zimmermann], Aufnahmeort und -zeit unbekannt, bei traditionsverband.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Residenten von Adamaua}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1027670091|VIAF=273595976}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zimmermann, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Chile)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Schutztruppe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor (Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kamerun, Kolonie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsmilitärgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1949]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zimmermann, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zimmermann, Carl Heinrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Offizier, Kommandeur der Schutztruppe für Kamerun&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. September 1864&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankenau|Louisendorf/Frankenfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Januar 1949&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hanau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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