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	<title>Carl Zenner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:17:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-23T18:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ZennerCarl.jpg|mini|Carl Zenner]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Peter Zenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Karl Peter Zenner&amp;#039;&amp;#039;, (* [[11. Juni]] [[1899]] in [[Oberlimberg]]; † [[16. Juni]] [[1969]] in [[Andernach]]) war ein deutscher [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]] und SS-Führer, zuletzt [[SS-Brigadeführer]] und [[Generalmajor]] der Polizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zenner war der Sohn eines Steinbruchverwalters. Nach der Volksschule besuchte er das Gymnasium in Andernach, welches er mit Primareife verließ. Nach der Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Zenner von Mitte Januar bis Ende September 1919 Mitglied der [[Freikorps|Brigade Nordlitauen]] im [[Baltikum]] und wurde von dort im Frühjahr 1919 für drei Monate zwischenzeitlich zur Niederschlagung eines Aufstandes von Spartakisten nach [[Hamburg]] verlegt. Nach seiner Entlassung aus der Armee studierte er in Köln Volks- und Betriebswissenschaft und schloss im Dezember 1921 das Studium als Diplom-Kaufmann ab. Bei der Brohltal AG in [[Burgbrohl]] war er danach bis Ende 1931 im kaufmännischen Bereich tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. In der ersten Hälfte des Jahres 1932 war er beschäftigungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zenner trat zum 7. August 1925 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 13.539)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/50211554&amp;lt;/ref&amp;gt; und war danach für die Partei bis 1928 als politischer Bezirksleiter des Bezirks Koblenz-Trier tätig. Zudem wurde er in [[Koblenz]] Ortsgruppenleiter und betätigte sich bis 1933 als Gau- und Reichsredner der NSDAP. Bei der [[Schutzstaffel|SS]] wurde er im August 1926 Mitglied (SS-Nummer 176) und im gleichen Jahr noch stellvertretender SS-Führer für den Gau Rheinland und bekleidete in der Folge leitende Funktionen innerhalb dieser Organisation. Während der [[Alliierte Rheinlandbesetzung|Rheinlandbesetzung]] wurde er 1927 durch französische Kriegsgerichte in Koblenz wegen Landfriedensbruch freigesprochen, jedoch in [[Mainz]] wegen NS-Betätigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Von 1929 bis 1933 gehörte er dem Kreistag Ahrweiler an und wurde stellvertretender Bürgermeister der Stadt [[Ahrweiler]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1928 mit seiner Kandidatur für den Preußischen Landtag und den Reichstag gescheitert war, erhielt Zenner bei den [[Reichstagswahl Juli 1932|Reichstagswahlen im Juli 1932]] ein Mandat für den Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier) im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], verlor dieses jedoch im November 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten wurde Zenner im März 1933 erneut Mitglied des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstags]] für den Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier), dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft ununterbrochen angehörte. Von Mai 1937 bis zu seiner Beurlaubung im August 1941 war er [[Polizeipräsident]] in [[Aachen]]. Von 1937 bis 1942 war er ehrenamtlicher Richter am [[Volksgerichtshof]]. Im Juni 1941 wurde er zum SS-Brigadeführer befördert, den höchsten Rang, den er innerhalb der SS erhielt; wenige Monate später wurde er zum Generalmajor der Polizei ernannt. Im August 1941 folgte seine Ernennung zum [[SS- und Polizeiführer]] (SSPF) für [[Weißrussland]] in [[Minsk]], wo er zugleich SS-Standortführer wurde. Ende Juli 1942 wurde er von seinen Posten entbunden, da [[Erich von dem Bach-Zelewski]] ihm zu wenig Engagement bei der Partisanenbekämpfung vorgehalten hatte. Nach der Abgabe des Postens kam er nach [[Berlin]] und wurde Chef des Erfassungsamtes B II im [[SS-Hauptamt]] und blieb dort bis zum Kriegsende. Ein im Herbst 1942 gegen ihn eingeleitetes Verfahren wegen „Pflichtvergessenheit“ wurde im Dezember 1943 durch das Oberste SS- und Polizeigericht eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende geriet er Ende Mai 1945 in französische Gefangenschaft und wurde in [[Balingen]] und [[Aachen]] interniert. Schließlich wurde er am 12. Juni 1947 der britischen Militärgerichtsbarkeit übergeben und für seine Teilnahme an den [[Novemberpogrome]]n zu einer fünfjährigen Haftstrafe sowie zu einer Geldstrafe verurteilt. Nach der Haftentlassung Mitte Juni 1950 betätigte er sich als Geschäftsführer in Brohl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 1961 wurde Zenner vom [[Landgericht Koblenz]] zu 15 Jahren Haft verurteilt. Verfahrensgegenstand war die Ermordung von über 6.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern aus dem [[Ghetto Minsk|Ghetto in Minsk]], die zwischen dem 7. und 11. November 1941 erschossen wurden, „um Wohnraum freizumachen für aus dem deutschen Reich eintreffende Judentransporte“. Carl Zenner wurde beim Judenmord vom Gericht nur als Gehilfe angesehen. Seine „Tötungshandlungen“ hätten auf Hitlers Grundsatzbefehl zum Judenmord beruht. Das Gericht glaubte Zenner, dass er  die „Judentötungen innerlich ablehend“ begangen habe. Er habe „auf Befehl gehandelt“ und habe zusätzlich in „einer Art psychotischer Verherrlichung des Nationalsozialismus“ gehandelt. Die Höchststrafe erhielt Zenner, weil der angeklagte Mord „im wesentlichen sein Werk“ gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Christian Jasch]]: &amp;#039;&amp;#039;NS-Verbrechen vor bundesdeutschen Gerichten. Zur Täterschaft und zum Täterbegriff.&amp;#039;&amp;#039; S. 240f. in [[Magnus Brechtken]] Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Ein Kompendium.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2021, ISBN 978-3-8353-5049-6. &amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1967 wurde er aus der Haft entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|author=|url=https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/die-taeter/778-010-carl-zenner-1899-1970|title=Carl Zenner (1899 – 1969)|publisher=Mahnmal Koblenz|date=|accessdate=2023-09-21|archiveurl=https://web.archive.org/web/20210623151814/https://www.mahnmal-koblenz.de/index.php/die-taeter/778-010-carl-zenner-1899-1970|archivedate=2021-06-23|offline=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Drittes Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0.&lt;br /&gt;
* Helmut Krausnick, Hans-Heinrich Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Truppe des Weltanschauungskrieges: die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-01987-8.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Koblenz, 12. Juni 1961&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. XVII, bearbeitet von Irene Sagel-Grande, H. H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1977, Nr. 512, S. 497–553 [https://web.archive.org/web/20010217004136/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd512.htm &amp;#039;&amp;#039;Verfahrensgegenstand: Massenerschiessung von zirka 6000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern des Minsker Ghettos, um Wohnraum freizumachen für aus dem deutschen Reich eintreffende Judentransporte&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* Helmut Rönz, Keywan Klaus Münster: &amp;#039;&amp;#039;„gläubige[r] und überzeugte[r] alte[r] Nazi“. Carl Zenner (1899–1969).&amp;#039;&amp;#039; In: dies.: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Aachen im Nationalsozialismus. Eine Spurensuche in Biographien und Ereignissen.&amp;#039;&amp;#039; einhard, Aachen 2023 (Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen; 52), ISBN 978-3-943748-71-0, S. 129–133.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130409723|Zenner, Carl}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw |nr=1051187079 |name=Zenner, Karl Peter}} &amp;lt;!-- GND-Dublette; Meldung auf WP:GND/F folgt, 13.1.2025 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr|3878|Zenner Carl Peter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130409723|LCCN=|NDL=|VIAF=20790393}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zenner, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Volksgerichtshof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Minsk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitiker (Landkreis Ahrweiler)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeipräsident (Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zenner, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zenner, Karl; Zenner, Karl Peter (vollständiger Name); Zenner, Carl Peter (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, SS- und Polizeiführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Juni 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberlimberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Andernach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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