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	<title>Carl Zedelius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dbleicher: /* Ausbildung und frühe Jahre */</title>
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		<updated>2026-02-09T20:22:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung und frühe Jahre&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christian Carl Philipp Wilhelm Zedelius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. März]] [[1800]] in [[Neuenburg (Friesland)]]; † [[2. September]] [[1878]] in [[Eversten]]) war Politiker im [[Großherzogtum Oldenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Carl Zedelius wurde als Sohn des Landvogts und Oberappellationsrats Friedrich Wilhelm Zedelius und seiner Frau Wilhelmine Henriette von Prott, beide zuletzt wohnhaft in Ovelgönne, geboren. Er wuchs in [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]] auf, wo er das [[Altes Gymnasium Oldenburg|Gymnasium]] besuchte. Anschließend studierte er [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und gehörte dort dem [[Corps Bremensia Göttingen]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;63&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat nach der juristischen Ausbildung und der juristischen Eingangsprüfung 1824 in den Staatsdienst des Großherzogtums Oldenburg ein. Zunächst war er als Amtsauditor in [[Elsfleth]] und als Landgerichtssekretär in [[Ovelgönne]] tätig. Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1827 wurde er 1828 zum Kammersekretär und 1830 schließlich zum Regierungssekretär in Oldenburg ernannt. Bereits im folgenden Jahr wurde er in die Kabinettskanzlei versetzt und hier vor allem mit der juristischen Redaktion der Verfassungsentwürfe betraut, an denen Großherzog [[August I. (Oldenburg)|August&amp;amp;nbsp;I.]] mit seinem Staatsminister [[Günther von Berg]] in der Folge der [[Julirevolution von 1830]] gearbeitet hatte. 1836 wurde Zedelius zum [[Hofrat]] befördert und gehörte von 1837 bis 1844 auch dem [[Konsistorium]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg]] an. 1847 wurde er zum Geheimen Kabinettsreferendar ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Parlamentarier ===&lt;br /&gt;
Zedelius war bereits in der Zeit des [[Vormärz]] überzeugt, dass der bisher [[Absolutismus|absolutistisch]] regierte Kleinstaat Oldenburg durch präventive Reformen modernisiert werden müsste. 1842 trat er dem Literarisch-geselligen Verein Oldenburgs bei und galt als Vertreter eines gemäßigten [[Liberalismus]] typisch oldenburgischer Prägung. Nach dem Ausbruch der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Revolution von 1848]] bemühte er sich, zwischen der konservativen Regierung, Großherzog und der oldenburgischen Bevölkerung zu vermitteln. Er war der Verfasser der Proklamation vom 18. März 1848, die die entscheidende Zusage des Großherzogs zu einer [[Staatsgrundgesetz von Oldenburg|Verfassung für das Großherzogtum]] enthielt und damit bewirkte, dass die Märzbewegung in Oldenburg friedlich ablief. Im April 1848 wurde er zum Regierungskommissar bei der [[Oldenburgischer Landtag#Die Versammlung der 34|Versammlung der 34]], dem oldenburgischen Vorparlament, ernannt. Hier sammelte er erste Erfahrungen innerhalb der ungewohnten parlamentarischen Körperschaften. Im Mai beteiligte er sich als Vertrauensmann des Großherzogs an den vergeblichen Versuchen einer Regierungsneubildung. Als im Sommer 1848 schließlich die erste konstitutionelle Regierung unter dem gemäßigten Liberalen [[Johann Heinrich Jakob Schloifer]] zusammentrat, übernahm Zedelius als Ministerialrat (und de facto Minister) die in dieser Umbauphase besonders wichtigen Departements des Innern und der Finanzen innerhalb des Staatsministeriums. Wegen der Konflikte aufgrund der angestrebten außenpolitischen Annäherung an [[Preußen]] trat die Regierung am 11. Dezember 1849 allerdings wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zedelius blieb in der Folge politisch aktiv und vertrat Zedelius beteiligte sich in den folgenden Jahren aktiv am politischen Leben des Landes. Er bekannte sich zu der Erklärung des [[Gothaer Nachparlament]]s vom 28. Juni 1849, die sich für die [[Kleindeutsche Lösung|kleindeutsche]] Vereinigung Deutschlands unter preußischer Führung aussprach und wurde im Januar 1850 zusammen mit [[Maximilian Heinrich Rüder]] und [[Wilhelm Selkmann]] Mitglied des Volkshauses des [[Erfurter Unionsparlament]]s. Er gehörte der rechtsliberalen Fraktion der „Verfassungspartei“ an, die wegen des Fehlens linksliberaler und demokratischer Abgeordneter die Linke des Parlaments bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1850 bis 1860 gehörte er ununterbrochen dem oldenburgischen Landtag an, von 1851 bis 1856 als dessen Präsident. Während dieser Amtszeiten setzte Zedelius 1851 eine Kommission zur Umgestaltung der Behördenorganisation sowie eine Kommission für die Neuordnung der Gemeindeverfassung im Großherzogtum ein. Die Gemeindeverfassung trat 1856 in Kraft und stärkte die Selbstverwaltung der Gemeinden erheblich. Daneben stand Zedelius ab 1851 auch dem oldenburgischen Militärkollegium vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Späte Karriere ===&lt;br /&gt;
Am 17. Januar 1853 wurde Zedelius dann zum [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] des [[Fürstentum Lübeck|Fürstentums Lübeck]], einer oldenburgischen [[Exklave]] in [[Holstein]], in [[Eutin]] ernannt. Bereits nach drei Jahren gab er dieses Amt aber bereits wieder ab, um als Nachfolger des verstorbenen Finanzministers [[August Christian Ferdinand Krell]] in die oldenburgische Regierung unter Staatsminister [[Peter Friedrich Ludwig von Rössing]] einzutreten. Am 6. Februar 1872 legte er sein Amt, das er nunmehr in der von [[Karl von Berg (Politiker)|Karl Heinrich Ernst von Berg]] geleiteten Regierung eingehabt hatte, aus Altersgründen nieder und wurde in den Ruhestand versetzt. Als Nachfolger wurde sein Schwager [[Friedrich Andreas Ruhstrat]] Finanzminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Zedelius heiratete am 26. September 1837 Emma Wilhelmine Christine Johanne geb. Ruhstrat (1820–1902), Tochter Geheimen Hofrats Ernst August Ruhstrat (1787–1852) und Schwester des späteren Ministerpräsidenten [[Friedrich Andreas Ruhstrat]] (1818–1896). Sein Sohn August (1840–1904) wurde später Geheimer Oberregierungsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Verleihung des Titels [[Exzellenz (Titel)|Exzellenz]], 1860&lt;br /&gt;
* [[Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig]]&lt;br /&gt;
: * Kleinkreuz, 1850&lt;br /&gt;
: * Kapitular-Kleinkreuz, 1852&lt;br /&gt;
: * Kapitularkomtur, 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
Auf der ostfriesischen Insel [[Wangerooge]] wurde eine der Hauptstraßen, die &amp;#039;&amp;#039;Zedeliusstraße&amp;#039;&amp;#039;, nach Carl Zedelius benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Albrecht Eckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Von der bürgerlichen Revolution bis zur nationalsozialistischen Machtübernahme. Der oldenburgische Landtag und seine Abgeordneten 1848–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oldenburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; NF 1). Isensee, Oldenburg 1996, ISBN 3-89598-327-6, S.&amp;amp;nbsp;112.&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor=Hans Friedl | Titel=Zedelius, Christian Karl Philipp Wilhelm | Sammelwerk=[[Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg]]| Seiten=820–822| Online=[https://digital.lb-oldenburg.de/ihd/content/pageview/910234 Landesbibliothek Oldenburg digital]|ISBN=3-89442-135-5|Verlag=Isensee|Ort= Oldenburg|Datum= 1992}} &lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Parlament (Erfurter Unionsparlament) von 1850&amp;#039;&amp;#039;. In: Gunther Mai (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Erfurter Union und das Erfurter Unionsparlament 1850.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln&amp;amp;#x200A;/&amp;amp;#x200A;Weimar&amp;amp;#x200A;/&amp;amp;#x200A;Wien 2000, ISBN 978-3-412-02300-3, S.&amp;amp;nbsp;345–346.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3643883 Eintrag], [[Niedersächsisches Landesarchiv (Standort Oldenburg)]], Verzeichnis Staatsdienerverzeichnis Best. 1 Nr. 597 S. 49&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landtagspräsidenten Oldenburg}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regierungspräsidenten des Fürstentums Lübeck}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139512810|VIAF=101244232}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zedelius, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Volkshauses des Erfurter Unionsparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Großherzogtum Oldenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Oldenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident (Fürstentum Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komtur des Oldenburgischen Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1800]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zedelius, Carl &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zedelius, Christian Carl Philipp Wilhelm; Zedelius, Christian Karl Philipp Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=oldenburgischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. März 1800&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuenburg (Friesland)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eversten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dbleicher</name></author>
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