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	<title>Carl Tausig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Tausig&amp;diff=367091&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Tausig - Project Gutenberg eText 16431.jpg|mini|hochkant|Carl Tausig [[Datei:Unterschrift Carl Tausig (1841-1871).png|rahmenlos|zentriert|class=notpageimage skin-invert-image|150px|Unterschrift Carl Tausig (1841–1871) polnischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Tausig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Karol Tausig&amp;#039;&amp;#039;; * [[4. November]] [[1841]] in [[Warschau]]; † [[17. Juli]] [[1871]] in [[Leipzig]]) war ein polnischer [[Pianist]], [[Komponist]] und [[Musikpädagoge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Tausig erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater, dem Komponisten und [[Sigismund Thalberg|Thalberg]]-Schüler [[Aloys T. Tausig]] (* 1820 in Prag; † 1885 in Warschau). Seine Mutter war die in Warschau geborene Johanna Dorothea geb. Flamm (1820–1897). Im Alter von 14&amp;amp;nbsp;Jahren ging Tausig nach [[Weimar]], um Unterricht bei [[Franz Liszt]] zu erhalten, dessen liebster Schüler er bald wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausig gab sein Konzertdebüt im Jahre&amp;amp;nbsp;1858 in [[Berlin]] und er ging darauf für zwei Jahre auf Konzertreise durch ganz Deutschland. In Zürich lernte er [[Richard Wagner]] kennen und gehörte alsbald zu seinen Anhängern. Nach einem Zwischenstopp in [[Dresden]] ging er 1862 nach [[Wien]], wo er jedoch keine Anerkennung fand. Hier führte er zusammen mit [[Johannes Brahms]] dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Sonate]] für zwei Klaviere f-Moll&amp;#039;&amp;#039; op. 34 am 17.&amp;amp;nbsp;April 1864 zum ersten Mal auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausig machte sich vor allem als [[Arrangeur|Bearbeiter]] zahlreicher [[Klavier]]stücke bekannter Komponisten einen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1865 heiratete er die Pianistin und Musikpädagogin [[Seraphine von Vrábély]]&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Gärtner, Christiane Barlag, Art. [https://www.sophie-drinker-institut.de/vrabely-serafina „Vrabély, Serafina“]. In: Lexikon „Europäische Instrumentalistinnen des 18. und 19. Jahrhunderts“, hrsg. von Freia Hoffmann, 2009/2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; (1840–1931) und ließ sich in Berlin nieder. Dort eröffnete er eine &amp;#039;&amp;#039;Schule des Höheren Klavierspiels&amp;#039;&amp;#039;. Anfang des Jahres 1871 erklärte er sich bereit, Wagners Festspielidee aktiv zu unterstützen, und gründete gemeinsam mit seiner Schülerin [[Marie von Schleinitz]] den [[Bayreuther Festspiele|Bayreuther Patronatsverein]], dessen Geschäftsführung er übernahm. Noch kurz vor seinem Tod unternahm er mehrere gefeierte Konzerttourneen durch Deutschland und durch Russland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Grabstätte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhöfe vor dem Halleschen Tor Berlin Carl Tausig.jpg|mini|hochkant|Das Grab von Carl Tausig in [[Berlin-Kreuzberg]] mit Reproduktion des Porträtreliefs]]&lt;br /&gt;
Carl Tausig starb am 17. Juli 1871 im Alter von 29&amp;amp;nbsp;Jahren in Leipzig an [[Typhus]]fieber. Der Klavierbauer [[Carl Bechstein]], der zum engeren Freundeskreis Tausig gehört hatte, veranlasste die Überführung der Leiche nach Berlin und die Beisetzung auf dem dortigen [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde|Friedhof&amp;amp;nbsp;III der Jerusalems- und Neuen Kirche]] vor dem [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]]. Bechstein finanzierte auch das Grabdenkmal, das am 25.&amp;amp;nbsp;Juni 1873 feierlich enthüllt wurde. Es handelte sich, einem sich entwickelnden Geschmack der Zeit entsprechend, um einen bearbeiteten Felsbrocken aus [[Syenit]], in dessen Vorderseite ein [[Marmor]][[tondo]] mit dem Porträt des Verstorbenen im Profil eingelassen worden war, sowie eine Inschriftenplatte mit einem von Richard Wagner eigens verfassten Epitaph:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reif sein zum Sterben,&lt;br /&gt;
Des Lebens zögernd spriessende Frucht,&lt;br /&gt;
Früh reif sie erwerben&lt;br /&gt;
In Lenzes jäh erblühender Flucht_&lt;br /&gt;
War es Dein Loos, war es dein Wagen,&lt;br /&gt;
Wir müssen dein Loos wie dein Wagen beklagen.&lt;br /&gt;
(Richard Wagner)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabdenkmal ist ein Werk von [[Gustav Blaeser]]. Das Marmortondo ging um 1945 verloren und wurde 1986 durch eine Fotoätzung aus Kupfer ersetzt. Seit der Restaurierung des Grabdenkmals nach 2011 ersetzt eine Reproduktion des Porträtreliefs&amp;lt;!-- aus Kupfer?&lt;br /&gt;
Wenn, dann aus Bronze. Ist es aber nicht. --&amp;gt; das Original. Die Initiative hierfür ging von dem Schauspieler [[Hans-Jürgen Schatz]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;247. [https://stiftung-historische-friedhoefe.de/carl-karl-karol-tausig-zum-170-geburtstag/ &amp;#039;&amp;#039;Carl (Karl, Karol) Tausig zum 170.&amp;amp;nbsp;Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;.] Kurzbiografie und Beschreibung des Grabdenkmals auf der Webseite der „Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg“; abgerufen am 31.&amp;amp;nbsp;März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Walzer-Capricen nach Johann Strauss &lt;br /&gt;
* Deux Études de Concert&lt;br /&gt;
* Das Geisterschiff&lt;br /&gt;
* Ungarische Zigeunerweisen&lt;br /&gt;
* Klavierbearbeitungen von Franz Liszts Sinfonischen Dichtungen (unveröffentlicht&amp;lt;!--? als Noten unveröffentlicht? https://www.amazon.de/Tausig-Liszts-Symphonic-Dennis-Hennig/dp/B000027KKM--&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Klaviertranskriptionen und -paraphrasen von Opern Richard Wagners&lt;br /&gt;
* Bearbeitung für Klavier solo von Franz Schuberts [[Militärmarsch (Schubert)|Marche militaire, D. 733, Nr. 1]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=HnFvYIsKZlE&amp;amp;t=70s Klangbeispiel] – [[Vladimir Horowitz]] (Jan. 1942, Anfang)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Kontrabandiste, Klaviertranskription des Schumann-Liedes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schachleidenschaft ==&lt;br /&gt;
Tausig spielte mit Leidenschaft [[Schach]] und maß sich auch mit sehr starker Gegnerschaft. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Berliner Schachzeitung]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ihn 1868 als einen „der eifrigsten Schachfreunde der norddeutschen Metropole.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Berliner Schachzeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1868, S. 183–184; auch das nachfolgende Partiefragment findet sich dort.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer [[Vorgabepartie]] gelang ihm ein meisterhafter Sieg über den Weltklassespieler [[Johannes Hermann Zukertort]]:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|{{Schachbrett&lt;br /&gt;
| Ausrichtung= tleft&lt;br /&gt;
| Titel=&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Z8=--/--/--/--/rd/rd/kd/--/&lt;br /&gt;
| Z7=pd/pd/qd/--/--/pd/pd/pd/&lt;br /&gt;
| Z6=--/--/bd/bd/--/nd/--/--/&lt;br /&gt;
| Z5=--/--/--/--/--/pl/pl/--/&lt;br /&gt;
| Z4=--/--/--/pl/pd/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z3=--/bl/pl/--/--/--/--/--/&lt;br /&gt;
| Z2=pl/--/--/bl/ql/--/--/pl/&lt;br /&gt;
| Z1=rl/--/--/--/--/rl/kl/--/&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- a  b  c  d  e  f  g  h --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Beschreibung= Weiß: Zukertort; Schwarz: Tausig; gespielt in Berlin am 14. Mai 1868; Schwarz zieht.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schachmeister Zukertort hatte zu Beginn der Partie einen Springer vorgegeben. In einer scharfen Stellung, in welcher Weiß mit seinen Königsgflügelbauern weit vorgelaufen ist, findet Tausig eine glänzende Kombination: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1. … Sf6–g4!!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schwarz opfert den Springer zurück und erhält selbst einen vernichtenden Angriff, den Weiß nicht mehr abwehren kann. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2. De2xg4 Ld6xh2+ 3. Kg1–f2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auch 3. Kg2 oder 3. Kh1 hätten dieselbe Antwort von Schwarz zur Folge. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3. … e4–e3+! 4. Ld2xe3 Te8–e4!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schwarz hat seinen e-Bauern geopfert, um das Feld e4 für seinen Turm frei zu machen. Tausig greift nun Zukertorts Dame an, die entweichen muss. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5. Dg4–h3 Tf8–e8!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Bereitet den Schlussakkord vor. Weiß greift nach einem letzten Strohhalm: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. g5–g6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit Drohungen gegen f7 und h7, aber Schwarz hat ein brillantes Damenopfer vorbereitet, mit dem er seine Glanzkombination krönt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6. … Dc7–f4+!!&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Zukertort gab auf. Auf 7. Lxf4 folgt ein überraschendes Matt durch 7. … Te2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|37|473|474|Tausig, Karl|[[Robert Eitner]]|ADB:Tausig, Karl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carl Tausig|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119317826|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119317826}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Tausig, Carl}}&lt;br /&gt;
* [https://www.musicweb-international.com/classrev/2016/Sep/Tausig_piano_AP0359.htm TAUSIG Complete original piano works]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119317826|LCCN=no88000304|VIAF=7575608}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tausig, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Richard Wagner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Johannes Brahms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schüler von Franz Liszt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Romantik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arrangeur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schachspieler (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1841]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tausig, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tausig, Karol; Tausig, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Pianist, Komponist und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. November 1841&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juli 1871&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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