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	<title>Carl Strehl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:31:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Strehl&amp;diff=2228861&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nightdiver: Literaturangaben vervollständigt und bereinigt</title>
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		<updated>2026-03-16T06:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturangaben vervollständigt und bereinigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl-Strehl-Plakette.JPG|miniatur|Carl-Strehl-Plakette]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Strehl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juli]] [[1886]] in [[Berlin]]; † [[18. August]] [[1971]] in [[Marburg]]) war ein deutscher Philologe. Er war, seit 1907 erblindet, Mitbegründer des [[Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf|Vereins blinder Akademiker Deutschlands]], Mitgründer und Direktor der [[Deutsche Blindenstudienanstalt|Deutschen Blindenstudienanstalt]] in Marburg sowie [[Honorarprofessor]] für Blindenwesen an der [[Philipps-Universität Marburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und berufliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Carl Strehl wurde als drittes von vier Kindern des königlich preußischen ersten Brandinspektors zu Berlin und Privatdozenten für Feuerlöschwesen an der [[TH Charlottenburg|Technischen Hochschule zu Charlottenburg]] Carl Strehl und seiner Ehefrau Helene, geb. Keilmann, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Beruf des Vaters als Beamter des preußischen Staates musste die Familie häufig umziehen, so dass Strehl Schulen in Berlin-Altona, Gera, Insterburg, Köslin und Berlin-Lichterfelde besuchte. Als Carl Strehl 8 Jahre alt war, starb sein Vater und die Mutter sandte ihn in die [[Preußische Hauptkadettenanstalt]]. Doch sah er seine Zukunft nicht als Offizier und brach 1900 die militärische Schule vorzeitig ab, ging mit 14½ Jahren zur See und fuhr die folgenden 5 Jahre als Schiffsjunge oder Matrose auf deutschen, englischen und amerikanischen Schiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Strehl erblindete im Dezember 1907 bei einem Unfall in einem chemischen Betrieb in New York und kehrte 1908 nach [[Insterburg]] zurück. Für 1½ Jahre besuchte er das [[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneum]] in Hamburg. Nach Ablegung der Reifeprüfung 1913 studierte er an der Marburger Universität Philologie und Volkswirtschaft. 1915 wurden vom damaligen Direktor der Marburger Universitäts-Augenklinik [[Alfred Bielschowsky]] Kurse für Kriegsblinde zum Erlernen von Blindentechniken eingerichtet; er beauftragte Strehl mit der Leitung. Sie gründeten gemeinsam den &amp;#039;&amp;#039;Verein der blinden Akademiker Deutschlands&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf]]), der dafür sorgte, dass 1916 die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Blindenstudienanstalt&amp;#039;&amp;#039; in Marburg gegründet werden konnte; Bielschowsky wurde deren ehrenamtlicher Vorsitzender, Strehl ihr Syndikus. – 1921 erfolgte die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Dr. phil.]] mit einer Arbeit zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Kriegsblindenfürsorge. Ein Ausschnitt aus der Sozialpolitik.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Als Buchveröffentlichung s. Schriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde Strehl zum Direktor der Marburger Blindenstudienanstalt, dessen Vorstand ab 1933 auch [[Wilhelm Pfannenstiel]] angehörte, ernannt; dieses Amt bekleidete er bis zum Eintritt in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1931 nahm er Lehraufträge an der Universität für Blindenwesen und Blindenfürsorge wahr. 1940 wurde er zum Honorarprofessor für &amp;#039;&amp;#039;Blindenwesen als Untergebiet für Augenheilkunde&amp;#039;&amp;#039; an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strehl hatte vorgeschlagen, Blinde als Gutachter an den [[Erbgesundheitsgericht|Sterilisierungsgerichten]] einzusetzen, da dadurch „den betroffenen Blinden ein Teil ihres unberechtigten Mißtrauens genommen“ werden würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 99–100 (zitiert).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Jaedicke, Wolfgang Schmidt-Block (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blinde unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1991, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz]] (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland (1953)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland (1956)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. med. h. c.&amp;#039;&amp;#039; der Philipps-Universität Marburg (1961)&lt;br /&gt;
* Verdienstmedaille der Stadt Marburg (1966)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland (1966)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ausbildungsstätte der Blindenstudienanstalt in Marburg trägt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Carl-Strehl-Schule&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* In Marburg gibt es eine &amp;#039;&amp;#039;Carl-Strehl-Straße&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Blindenstudienanstalt&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf&amp;#039;&amp;#039; verleihen gemeinsam die &amp;#039;&amp;#039;Carl-Strehl-Plakette&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Carl Strehl engagierte sich auch kommunalpolitisch; er kandidierte noch im April 1933 auf einer unabhängigen Bürgerliste für die Marburger Stadtverordnetenversammlung. Seit 1923 war er Mitglied in der [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Marc Aurel zum flammenden Stern&amp;#039;&amp;#039; in Marburg.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Keiler: &amp;#039;&amp;#039;Freimaurer-Dokumentation Marburg.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 1980 (UB Marburg).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Blindenstudienanstalt in Marburg-Lahn. Ihre Gründung und Entwicklung 1916–1958.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift zur Einweihung der Carl-Strehl-Schule. Marburg 1958.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedenkschrift 25 Jahre Blindenstudienanstalt Marburg (Lahn). Von der Gründung bis zum heutigen Tage.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Carl Strehl.  Marburg: Blindenstudienanstalt 1942. 	&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schulische, berufliche und nachgehende Fürsorge für Blinde und Sehschwache. Ein Nachschlagewerk für Behörden, Fürsorger, Ärzte, Erzieher, Blinde und deren Angehörige.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig: Thieme 1939. 	&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kriegsblindenfürsorge der Marburger Blindenstudienanstalt von 1915–1932.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die höhere Bildung der Blinden und ihre Verwendungsmöglichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. [Berlin] 1931.&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/stream/diekriegsblinden00carl#page/n3/mode/2up Die Kriegsblindenfürsorge. Ein Ausschnitt aus der Sozialpolitik]. Berlin: Springer 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Fürsorge für blinde Akademiker.&amp;#039;&amp;#039; Marburg: Verein der Blinden Akademiker Deutschlands [ca. 1918].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Inge Auerbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität Marburg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Band: &amp;#039;&amp;#039;1911–1971.&amp;#039;&amp;#039; Elwert Verlag, Marburg 1979, ISBN 3-7708-0580-1, S. 396–397.&lt;br /&gt;
* Hans Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Carl Strehl – Ein Leben im Dienste der Blinden.&amp;#039;&amp;#039; Bad Godesberg 1969.&lt;br /&gt;
* Mohammad Reza Malmanesh: &amp;#039;&amp;#039;Blinde unter dem Hakenkreuz: eine Studie über die Deutsche Blindenstudienanstalt e.&amp;amp;nbsp;V. Marburg und den Verein der Blinden Akademiker Deutschlands e.&amp;amp;nbsp;V. unter dem Faschismus.&amp;#039;&amp;#039; Dt. Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, DVBS, Marburg 2002&lt;br /&gt;
* Johannes-Jürgen Meister: [http://www.dvbs-online.de/horus/2003-4-3141.htm &amp;#039;&amp;#039;Vergangenheitsbewältigung - ein dunkles Kapitel der Geschichte des DVBS und der Deutschen Blindenstudienanstalt.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;horus&amp;#039;&amp;#039; 4/2003.&lt;br /&gt;
* Heinrich Scholler: [http://www.dvbs-online.de/horus/2007-5-4235.htm &amp;#039;&amp;#039;Carl Strehl im Spiegel der Briefe von Rudolf Kraemer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;horus.&amp;#039;&amp;#039; 5/2007.&lt;br /&gt;
* Heinrich Scholler: [http://ma-ha-schulze.de/index.php?menuid=0&amp;amp;reporeid=110 &amp;#039;&amp;#039;Professor Carl Strehl und seine internationale Arbeit auf dem Gebiet des höheren Blindenbildungswesens.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Blindenbildung in Deutschland (1806-2006).&amp;#039;&amp;#039; edition Bentheim, Würzburg 2006, ISBN 3934471579.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=128386002|titel=Strehl, Carl|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128386002|VIAF=28121804}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strehl, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strehl, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nightdiver</name></author>
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