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	<title>Carl Runge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Runge&amp;diff=33782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Elmar Klausmeier: Grammatik</title>
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		<updated>2026-01-05T14:22:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Voit 202 Karl Runge.jpg|mini|Carl Runge, ein Foto der [[commons:Category:Bildnisse Göttinger Professoren (1937)|Sammlung Voit]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl David Tolmé Runge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. August]] [[1856]] in [[Bremen]]; † [[3. Januar]] [[1927]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Mathematiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Runge war der Sohn des Kaufmanns Julius Runge und seiner aus England stammenden Frau Fanny Tolmé. Seine ersten Jahre der Kindheit verbrachte er in [[Havanna]], wo sein Vater das dänische Konsulat verwaltete. 1875 absolvierte er in Bremen das [[Altes Gymnasium (Bremen)|Gymnasium]]. Danach begleitete er seine inzwischen verwitwete Mutter für ein halbes Jahr nach Italien. Er studierte zuerst [[Literatur]] und [[Philosophie]], danach [[Mathematik]] an der [[Universität München]]. 1877 setzte er sein Studium an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] fort, wobei er besonders durch die Mathematiker [[Leopold Kronecker|Kronecker]] und [[Karl Weierstraß|Weierstraß]] beeinflusst wurde. Nachdem er 1880 bei Weierstraß und [[Ernst Eduard Kummer|Kummer]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über die Krümmung, Torsion und geodätische Krümmung der auf einer Fläche gezogenen Curven&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]] worden war, [[Habilitation|habilitierte]] er 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochschullehrer in Hannover und Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1886 wurde Runge Professor für Mathematik an der [[Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]]. 1904 wurde er auf Bestreben von [[Felix Klein (Mathematiker)|Felix Klein]] an die [[Georg-August-Universität Göttingen]] auf die neu geschaffene Professur für [[angewandte Mathematik]], die erste dieser Art in Deutschland, berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken als Mathematiker ===&lt;br /&gt;
Zunächst war sein Arbeitsgebiet rein mathematisch geprägt. Von Kronecker bekam er die Anregung zur [[Zahlentheorie]] und von Weierstraß zur [[Funktionentheorie]]. In seiner Berliner Zeit erfuhr er von seinem zukünftigen Schwiegervater (in dessen Familie er viel verkehrte) von der [[Balmer-Serie]]. In Hannover untersuchte er zusammen mit [[Heinrich Gustav Johannes Kayser|Heinrich Kayser]] andere Linienspektren und leistete somit Beiträge zur Physik der [[Spektroskopie]]. In Göttingen entwickelte er zusammen mit [[Martin Wilhelm Kutta]] das [[Runge-Kutta-Verfahren]] zur [[Numerische Mathematik|numerischen]] Lösung von [[Anfangswertproblem]]en. Bekannt ist auch seine Untersuchung von [[Polynominterpolation|Interpolationspolynomen]] und deren Verhalten bei Erhöhung des Polynomgrads (siehe [[Runges Phänomen]]). In der Funktionentheorie untersuchte er die Approximierbarkeit von holomorphen Funktionen und begründete damit die [[Runge-Theorie]]. 1903 und 1905 veröffentlichte er die ersten Arbeiten zur [[Schnelle Fourier-Transformation|Schnellen Fourier-Transformation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentliche wissenschaftliche Leistung von Runge bestand darin, wie sein Schwiegersohn [[Richard Courant|Courant]] einmal bemerkte:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=die abgerissenen Fäden zu den Anwendungen wieder knüpfen, die Einheit der mathematischen Wissenschaft einschliesslich den Anwendungen wiederherstellen helfen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Kontakte ===&lt;br /&gt;
Runge hat mehrere große [[Reise]]n unternommen. Seine Sprachkenntnisse, vor allem im Englischen, kamen ihm sehr zugute. 1897 besuchte er die Versammlung der [[British Association for the Advancement of Science|British Association]] in [[Toronto]] und anschließend alle wichtigen amerikanischen Sternwarten. Zusammen mit [[Karl Schwarzschild]] unternahm er 1906 eine Sonnenfinsternisexpedition nach [[Algier]]. Im Winter 1909 ging er für ein Jahr als Austauschprofessor an die [[Columbia University]] in New York. Hieran schloss sich eine zweite Rundreise durch Amerika, wobei er neben Universitäten und Sternwarten auch die Stätten seiner Kindheit in Havanna besuchte. Im Sommer 1926 besuchte er die Versammlung der British Association in [[Oxford]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeit ===&lt;br /&gt;
Runge wird als liebenswürdiger und bescheidener Mensch geschildert. Er liebte die [[Hausmusik]] und spielte selbst Klavier. Er liebte Sport wie Tennis, Schlittschuh- und Skilaufen, Turnen, Wandern, Schwimmen, Boot- und Fahrradfahren. In Hannover fuhr er regelmäßig zwischen seinem Haus im Dorf [[Kirchrode]] und der 10&amp;amp;nbsp;km entfernten Hochschule mit dem Fahrrad. Sein Fahrrad putzte er fast nie und pflegte zu sagen: „Es stellt sich schließlich ein dynamisches Gleichgewicht ein: genau so viel Schmutz, wie jeden Tag neu darauf spritzt, fällt auch täglich von selbst wieder ab“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
1887 heiratete er Aimée, eine Schwester von Ingenieur und Erfinder [[Alard du Bois-Reymond]] (1860–1922) und Tochter des Berliner Physiologen [[Emil Heinrich Du Bois-Reymond]]. Mit ihr hatte er vier Töchter und zwei Söhne, von denen einer im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Göttingen wohnte er mit seiner Familie in der Wilhelm-Weber-Straße 21, unweit von Felix Klein.&lt;br /&gt;
* Seine Tochter Nerina (Nina) war mit [[Richard Courant]] verheiratet.&lt;br /&gt;
* Seine Tochter [[Iris Runge]] war eine der ersten Industriemathematikerinnen. Sie arbeitete bei Osram und Telefunken.&lt;br /&gt;
* Sein Sohn [[Wilhelm Runge (Elektroingenieur)|Wilhelm Tolmé Runge]] war in der Hochfrequenztechnik bei Telefunken tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften, Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Runge war seit 1901 korrespondierendes und seit 1914 ordentliches Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1914 war er Präsident der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
* Er war Mitglied im [[AGV München|Akademischen Gesangverein (AGV) München]] im [[Sondershäuser Verband]].&lt;br /&gt;
* Ehrenbürger der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|TH Hannover]]&amp;lt;ref&amp;gt;TH Hannover (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1956,&amp;#039;&amp;#039; Hannover: TH Hannover 1956, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der [[Mondkrater]] [[Runge (Mondkrater)|Runge]] wurde 1973 nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|259|260|Runge, Carl David Tolmé|[[Rudolf Fritsch (Mathematiker)|Rudolf Fritsch]]|118803476}}&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Prandtl]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Runge&amp;#039;&amp;#039;; [[Richard Courant]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Runge als Mathematiker&amp;#039;&amp;#039;; [[Friedrich Paschen (Physiker)|Friedrich Paschen]]: &amp;#039;&amp;#039;Carl Runge als Spektroskopiker&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 15, 1927, Heft 10, S. 227–229, 229–231, 231–233.&lt;br /&gt;
* Iris Runge: &amp;#039;&amp;#039;Carl Runge und sein wissenschaftliches Werk.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1949.&lt;br /&gt;
* [[Paul Trommsdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931.&amp;#039;&amp;#039; Technische Hochschule Hannover, Hannover 1931, S. 7 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
*  mit König &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über numerisches Rechnen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grundlehren.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1924 ([http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=237852 gdz.sub.uni-goettingen.de]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über angewandte Mathematik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Band 44, 1894 ([http://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=36113 gdz.sub.uni-goettingen.de]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Analytische Geometrie der Ebene.&amp;#039;&amp;#039; B.G. Teubner, 1908 ([http://name.umdl.umich.edu/abn6667.0001.001 name.umdl.umich.edu] University of Michigan Historical Math Collection).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die numerische Auflösung von Differentialgleichungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Math. Annalen.&amp;#039;&amp;#039; Band 46, 1895, S. 167–178, ([http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN235181684_0046&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0022 gdz.sub.uni-goettingen.de] Runge-Kutta-Verfahren)&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Carl Runge&lt;br /&gt;
   |Titel=Über empirische Funktionen und die Interpolation zwischen äquidistanten Ordinaten&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeitschrift für Mathematik und Physik&lt;br /&gt;
   |Band=46&lt;br /&gt;
   |Verlag=B. G. Teubner&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1901&lt;br /&gt;
   |Seiten=224–243&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Runge-Phänomen&lt;br /&gt;
   |Online=[http://iris.univ-lille1.fr/handle/1908/2014 iris.univ-lille1.fr]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2014-06-04&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Runge|title=Carl David Tolmé Runge}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118803476}}&lt;br /&gt;
* [http://www.math.uni-goettingen.de/historisches/runge.html Biographie an der Universität Göttingen]&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|18344 |name=Carl Runge}}&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/runge.carl-david-tolme Carl Runge] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118803476|LCCN=n84804830|VIAF=3267163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende und Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Runge, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TH Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Runge, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tolmé Runge, Carl David&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. August 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Elmar Klausmeier</name></author>
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