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	<title>Carl Rottmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-02T18:27:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Rottmann - Maler.jpg|miniatur|Carl Rottmann, auf einem zeitgenössischen Kupferstich]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Anton Joseph Rottmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Januar]] [[1797]] in [[Handschuhsheim]], [[Kurpfalz]]; † [[7. Juli]] [[1850]] in [[München]], [[Königreich Bayern]]) war ein deutscher [[Landschaftsmalerei|Landschaftsmaler]] und berühmtester Vertreter der Malerfamilie Rottmann (etwa zwischen 1770 und 1880).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rottmann gehörte dem Künstlerkreis um den bayerischen König [[Ludwig I. (Bayern)|Ludwig I.]] an und wurde von ihm exklusiv mit der Erstellung großformatiger Landschaftsgemälde beauftragt. Er ist für [[Mythos|mythisch]]-[[Heroisch|heroisierende]] Landschaftsmalerei bekannt. Der &amp;#039;&amp;#039;Griechenlandzyklus&amp;#039;&amp;#039; gilt als sein Hauptwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Schülern gehörten die Landschaftsmaler [[Karl Lindemann-Frommel]], [[Karl Ludwig Seeger]] und [[August Löffler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Carl Anton Joseph Rottmann wurde im heutigen Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim am 11. Januar 1797 geboren. Dort erhielt er den ersten Zeichenunterricht von seinem Vater, [[Friedrich Rottmann]], welcher [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnen]] an der [[Universität Heidelberg]] lehrte, und malte dort in seiner ersten (künstlerischen) Periode atmosphärische Erscheinungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 zog er nach München, wo seine zweite Periode begann. 1824 heiratete er Friedericke Sckell, die Tochter seines Onkels [[Friedrich Ludwig von Sckell]], welcher dort als Hofgartenintendant diente. Dies eröffnete ihm die Bekanntschaft mit König Ludwig I., der ihm 1826/1827 eine [[Italien]]reise ermöglichte, um sein Motivrepertoire, das bis dahin aus einheimischen Landschaften bestand, zu erweitern. Nach der Rückkehr erhielt er vom König den Auftrag zu einem Zyklus monumentaler italienischer Landschaften in den Arkaden des Münchner [[Hofgarten (München)|Hofgartens]]. Der 1833 mit 28 Wandbildern fertiggestellte, in [[Fresko]]technik ausgeführte Zyklus gab der Verbundenheit Ludwigs I. mit Italien sichtbaren Ausdruck und hob die [[Landschaftsmalerei]] als Gattung auf die Höhe der [[Historienmalerei]], der die übrigen Großaufträge des Königs im Bereich der Monumentalmalerei galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 erhielt Rottmann vom König den Auftrag zu einem zweiten, nun den Landschaften [[Griechenland]]s gewidmeten Zyklus, welchen man als dritte Rottmann-Periode bezeichnen kann. Ursprünglich ebenfalls für die Hofgartenarkaden vorgesehen, kamen die 23 großen Landschaftsbilder schließlich in der neu erbauten [[Neue Pinakothek München|Neuen Pinakothek]] zur Aufstellung, wo ihnen ein eigener Saal zugewiesen wurde. 1841 wurde er vom König zum [[Hofkünstler|Hofmaler]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab-Carl-Rottmann-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-GF-6-7-33-34.jpg|mini|Grab von Carl Rottmann auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
Rottmann starb im Alter von 53 Jahren am 7. Juli 1850 in München. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 6 – Reihe 7 – Platz 33/34, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Carl Rottmann|NS=48/7/42.90/N |EW=11/33/55.30/E|type=landmark|region=DE-BY}}). In dem Grab liegt auch Rottmanns Schwiegervater [[Friedrich Ludwig von Sckell]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schiermeier/Scheungraber: Alter Südlicher Friedhof in München, Übersichtsplan, 2008, ISBN  978-3-9811425-6-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Sein jüngerer Bruder [[Leopold Rottmann]] wurde von ihm unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Arbeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidelberger Schloss von Carl Rottmann 1815.jpg|mini|Heidelberger Schloss, 1815]]&lt;br /&gt;
Ein großformatiges [[Aquarell]] aus dem Jahr 1815, das die [[Heidelberger Schloss]]ruine, von Osten gesehen, in einer weiträumig angelegten Landschaftskomposition zeigt ([[Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg]]), ist ein bedeutendes Beispiel aus dem Frühwerk Carl Rottmanns. Es gilt als eine der ersten wirklich eigenständigen Leistungen des jungen Künstlers nach seinen frühen Schülerarbeiten. Es offenbart bereits eine herausragende Beherrschung der Aquarelltechnik, große Sicherheit im kompositionellen Aufbau des weit gefassten Landschaftsraums und ein gesteigertes Interesse für Lichtphänomene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rottmanns frühe Arbeit steht in der Tradition der Kompositionsschemata, die sich seit der Blütezeit der niederländischen Landschaftsmalerei bis hin zu den ideal verklärten Landschaften des französischen Malers [[Claude Lorrain]] entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Blick von Osten auf Schloss und Stadt Heidelberg mit der natürlich gegebenen Polarisierung von Enge und Weite, Nah- und Fernsicht sowie den im Abendlicht atmosphärisch verklärten Konturen war eines der beliebtesten Motive romantischer Stimmungsmalerei. Insbesondere von diesem Standpunkt aus bot sich den Künstlern ein optimaler Blick auf das – wie sie es sahen – von der Natur geschaffene Beispiel eines idealen Landschaftsbildes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl-rottmann-der-kochelsee.jpg|mini|Der Kochelsee, 1825]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Anton Joseph Rottmann - View of the Eibsee - WGA20151.jpg|mini|Der Eibsee, 1825]]&lt;br /&gt;
Spürbar wird in der Darstellung der abendlichen Gegenlichtsituation auch der Einfluss der atmosphärischen Gemälde des britischen Landschaftsmalers [[George Augustus Wallis]],&amp;lt;ref&amp;gt;Geboren 1761 in [[London Borough of Merton|Merton (Surrey)]], gestorben 1847 in [[Florenz]]; siehe Monika von Wild: &amp;#039;&amp;#039;George Augustus Wallis (1761–1847), englischer Landschaftsmaler. Monographie und Oeuvrekatalog.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt/M. 1996, ISBN 3-631-49108-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; der sich von 1812 bis 1816 in Heidelberg aufhielt. Wallis stand in engem künstlerischem Kontakt mit den drei jungen Heidelberger Malern Carl Rottmann, [[Karl Philipp Fohr]] und [[Ernst Fries]], die Karl Lohmeyer später als das „Dreigestirn der romantischen Malerei in Heidelberg“ bezeichnete. Seine Werke übten insbesondere auf das Frühwerk der jungen Künstler einen starken Einfluss aus und bestärkten sie in ihrem Interesse an der Darstellung besonders stimmungsvoller Lichteindrücke, der intensiven Beschäftigung mit Farb- und Lichtphänomenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen seinem Umzug nach München 1821 und seiner ersten Italienreise 1826 malte Rottman vor allem Motive aus den [[Bayerische Alpen|Bayerischen Alpen]], die er auf Wanderungen erkundete. Es entstanden unter anderem [[Der Kochelsee]] und &amp;#039;&amp;#039;Der Eibsee&amp;#039;&amp;#039;. Alpenmotive malte Rottmann auch später noch, so 1845 &amp;#039;&amp;#039;Der HoHe Göll bei Alpenglühen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert W. Rott |Titel=Carl Rottmann – Der Kochelsee |Hrsg=Bayerische Staatsgemäldesammlungen |Sammelwerk=Sammlung Schack. Katalog der ausgestellten Gemälde  |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Hatje Cantz |Ort=Ostfildern |Datum=2009 |ISBN=978-3-7757-2504-0 |Seiten=148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Italienreise und Hofgartenfresken {{Anker|Hofgartenfresken}} ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl-rottmann-taormina-mit-dem-aetna.jpg|mini|Taormina mit dem Ätna, (wahrscheinlich) 1829]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Rottmann - Palermo mit dem Monte Pellegrino - WAF 842 - Bavarian State Painting Collections.jpg|mini|Palermo mit dem Monte Pellegrino, (wahrscheinlich) 1832]]&lt;br /&gt;
1830–33 hatte Rottmann für die westlichen [[Arkade]]n des Münchner Hofgartens 28 Fresken von Landschaften und Orten in Italien (&amp;#039;&amp;#039;Aussichten in das Vaterland der Künste&amp;#039;&amp;#039;) gemalt. Der König schrieb dazu je ein selbstgedichtetes [[Distichon]]. Eines davon lautete:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Näher der Heimat nicht als Sizilien&lt;br /&gt;
ist Reggio dem Deutschen,&lt;br /&gt;
doch weil dazwischen kein Meer,&lt;br /&gt;
glaubt er halbwegs sich heim.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Münchner Spötter haben die etwas holprigen Verse wie folgt parodiert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Curt Hohoff]]: &amp;#039;&amp;#039;München.&amp;#039;&amp;#039; Prestel, München 1970, ISBN 3-7913-0312-0, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Näher als [[Gutshof Menterschwaige|Menterschwaig]] nicht&lt;br /&gt;
ist [[Hesselohe]] dem Münchner,&lt;br /&gt;
doch weil die Eisenbahn geht,&lt;br /&gt;
glaubt er halbwegs sich heim.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach der Einsetzung seines Sohnes [[Otto (Griechenland)|Otto]] als König von [[Griechenland]] (1833) beschloss Ludwig I., die Ausmalung der Hofgartenarkaden mit einem Zyklus griechischer Landschaften von Schauplätzen der [[Geschichte Griechenlands|klassischen griechischen Geschichte]] fortzusetzen. Der Zyklus diente einer politischen [[Apologetik]]: Bei den Zeitgenossen, insbesondere der politischen Klasse Bayerns, sollte er Verständnis wecken für Ludwigs [[Schwärmerei]] für Griechenland, die Wiege der [[Sieben Freie Künste|klassischen Bildung]]. Insbesondere im Lichte der kurz zuvor (1827) erfolgten Befreiung Griechenlands von der vierhundertjährigen [[Geschichte Griechenlands#Osmanische Herrschaft|osmanischen Herrschaft]] sollte der Zyklus um Sympathie für das bayerische Engagement beim Aufbau des neuen griechischen Staates werben, das hohe finanzielle Belastungen mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fresken befinden sich heute im [[Residenzmuseum#Allerheiligen-Hofkirche|Allerheiligengang der Residenz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.residenz-muenchen.de/deutsch/hofgart/arkaden.htm |titel=Hofgarten |titelerg=Die Hofgartenarkaden |werk=Residenz München |hrsg=Bayerische Schlosserverwaltung |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Griechenlandzyklus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Rottmann Korfu.jpg|mini|Korfu, 1837]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rottmann - Aigina 1841.jpg|mini|Ägina, 1841]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Anton Joseph Rottmann 001.jpg|mini|Die Insel Delos, 1847]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Rottmann - Schlachtfeld bei Marathon - Google Art Project.jpg|mini|Schlachtfeld bei Marathon, 1849]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechenlandreise ===&lt;br /&gt;
Zur Vorbereitung des Zyklus unternahm Rottmann 1834–1835 eine zwölfmonatige Studienreise durch Griechenland, wo er in Zeichnungen und Aquarellen Material für seine späteren Landschaftsbilder sammelte. Über die Bedingungen der Reise beklagte er sich wiederholt in Briefen. Die Hauptstationen der Reise waren [[Nauplia]], [[Korinth]] und [[Athen]]. Von Nauplia aus besuchte Rottmann [[Tiryns]], [[Mykene]] und [[Nemea (Stadt)|Nemea]]. Von Athen aus reiste er auf den [[Peloponnes]] ([[Sparta]]), nach [[Böotien]] ([[Theben (Böotien)|Theben]]), nach [[Chalkis]] auf [[Euböa]] sowie auf die Inseln [[Delos]] und [[Naxos]]. Einige der vorgesehenen Stationen seiner Reise besuchte er nicht und griff bei deren Darstellung auf Ansichten des Griechenlandreisenden [[Otto Magnus von Stackelberg (Archäologe)|Otto Magnus von Stackelberg]] zurück. Begleitet wurde Rottmann vom Architekten und Landschaftszeichner [[Ludwig Lange (Architekt)|Ludwig Lange]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Land, das Rottmann vorfand, war durch die Fremdherrschaft heruntergekommen und von den Auseinandersetzungen des sechseinhalbjährigen Befreiungskampfes gezeichnet. Die Ruinen [[Griechische Baukunst|antiker Architektur]] sowie die kriegsbedingten Zerstörungen standen in einem krassen Gegensatz zu einer [[Idealisierung (Psychologie)|idealisierten]] [[Antike]], die Ludwig I. und andere Zeitgenossen pflegten. Rottmann zeichnete ein [[Arkadien]] voll [[Idylle|idyllischer]] Landschaften im Sinne der [[Romantik]]. [[Reinhold Baumstark (Kunsthistoriker)|Reinhold Baumstark]] beschreibt die Darstellung in Rottmanns Landschaftsbildern 1999 wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Ekaterini Kepetzis: [https://www.sehepunkte.de/2008/01/12505.html &amp;#039;&amp;#039;Herbert W. Rott / Renate Poggendorf / Elisabeth Stürmer: Carl Rottmann&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[sehepunkte]] 8 (2008), Nr. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… nichts geringeres als eine Bildungsreise der Augen, eine Kontemplation geschichtlicher Größe vor den Schauplätzen einer grandios kargen, vom Meer und Himmel umspielten Natur. … ein romantisches, melancholisch stimmendes Denkmal, das er auf das alte Griechenland errichtet, indem er das neue Hellas als eine den urwüchsigen Kräften der Natur ausgesetzte, verlassene Bühne der Weltgeschichte schildert.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkprozess ===&lt;br /&gt;
Nach München zurückgekehrt (1835), entwickelte Rottmann aus den vor Ort angefertigten Naturstudien Kompositions[[skizze]]n und [[Aquarell]]entwürfe für 23 Wandgemälde. Letztere entstanden in den Jahren 1838–50. Den größten Teil der Landschaften führte Rottmann in einer mit [[Harz (Material)|Harzen]] und [[Wachs]] modifizierten [[Ölmalerei]] aus. Diese wurde nicht, wie seinerzeit üblich, auf die [[Putz (Baustoff)|verputzte]] Wand aufgetragen, sondern auf transportable, jeweils ca. 400 Kilogramm schwere [[Mörtel]]platten.&lt;br /&gt;
Vom ersten Bild &amp;#039;&amp;#039;Sikyon mit Korinth&amp;#039;&amp;#039; (um 1836) gibt es eine frühere Fassung, die Ludwig I. aus der Sammlung von [[Leo von Klenze]] erwarb. Bei der Ausführung der Landschaften beschäftigte Rottmann im Jahr 1836 den Maler [[Eduard Wilhelm Pose]] als Assistenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Naturstudien hatte Rottmann häufig weite Aussichten über die Landschaft gewählt, in denen der [[Melancholie|melancholisch]] verklärte Blick auf markante Formen fiel. Rottmann arbeitete die charakteristischen Landschaftsmerkmale heraus, [[Überzeichnung (Kunst)|überhöhte]] sie und gab ihnen ein [[monument]]ales Erscheinungsbild. Berge und Höhenzüge erschienen in den Gemälden mächtiger als in der Wirklichkeit. [[Meteorologie|Meteorologische]] Phänomene, wie [[Regenbogen]] und [[Gewitter]]stimmungen, erhöhten die Vielfalt der [[Motiv (Bildende Kunst)|Motive]] und steigerten die Bildaussage. Die Darstellung folgt einer Vorstellung vom ewigen Kreislauf der Natur, wie sie [[Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling]] in seinem Werkfragment &amp;#039;&amp;#039;Die Weltalter&amp;#039;&amp;#039; 1811/14 beschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rottmann [[Inszenierung|inszenierte]] die Landschaften als eigenständige Zeugen großer geschichtlicher Ereignisse. Auf gängige Mittel der Historisierung, wie [[Personengeschichte#Personalisierung|Personifizierung]] und [[Allegorie|Allegorisierung]], verzichtete Rottmann. Dadurch gelang es ihm, der Gattung der [[Landschaftsmalerei]] in Deutschland ein ähnlich hohes Ansehen zu verleihen wie es bisher die Gattung der [[Historienmalerei]] genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsentation ===&lt;br /&gt;
Als Rottmann 1850 wenige Wochen nach der Vollendung des letzten Bildes des Griechenlandzyklus starb, war er der am meisten bewunderte deutsche Landschaftsmaler. Als sichtbares Zeichen seiner Wertschätzung erhielt er in der 1853 eröffneten [[Neue Pinakothek|Neuen Pinakothek]] als einziger Künstler einen eigenen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Rottmann-Saal bildete das Gegenstück zum [[Peter Paul Rubens|Rubens]]-Saal der [[Alte Pinakothek|Alten Pinakothek]]. – Von der ursprünglich vorgesehenen Aufhängung des Zyklus in den nördlichen Hofgartenarkaden hatte man wegen der überragenden künstlerischen und malerischen Qualität sowie der Gefahr einer mutwilligen Zerstörung ([[Vandalismus]]) schon 1841 Abstand genommen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der nach Rottmann benannte Saal befand sich an der Westseite des Gebäudes und war mit 26,5 Metern Breite und 14,5 Metern Tiefe der größte des Museums. Er war ausschließlich Rottmanns Griechenlandzyklus, dem Hauptwerk der Pinakothek, gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Munich Neue Pinakothek Rottmann Hall.JPG|mini| Rottmann-Saal in der Neuen Pinakothek, München (Modell)]]&lt;br /&gt;
Der Rottmann-Saal bildete den Abschluss und zugleich Höhepunkt des Rundgangs durch die Neue Pinakothek.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;An den beiden Längswänden wurden neun bzw. acht (Eingangswand), an den beiden Schmalseiten je drei Bilder platziert. Im Uhrzeigersinn waren dies: [[Athen]], [[Eleusis]], [[Theben (Böotien)|Theben]], [[Tiryns]], [[Sikyon]] mit [[Parnass]], [[Sikyon]] mit [[Korinth]], [[Salamis (Insel)|Salamis]], [[Olympia (Griechenland)|Olympia]], [[Sparta]] Ebene, [[Sparta]] mit den [[Taygetos]], [[Delos]], [[Aulis]], [[Epidauros]], [[Marathon (Griechenland)|Marathon]], [[Poros (Insel)|Poros]], [[Ägina]], [[Chalkis]], [[Naxos]], [[Kopaïs]]-See, [[Pronia]], [[Korinth]], [[Mykene]] und [[Nemea (Heiligtum)|Nemea]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bildtafeln waren in die Wände eingelassen und mit vergoldeten Leisten gerahmt. Zur Verstärkung der dramatischen Landschaftsinszenierung Rottmanns hatte man im Rottmann-Saal ein einzigartiges [[Beleuchtungskonzept]] realisiert: Durch einen säulengestützten Einbau wurde das [[Oberlicht]] so abgeschirmt, dass es nur auf die Bilder an den Wänden fiel. Dies verstärkte die [[Leuchtkraft]] der Farben und bot dem Betrachter in der Mitte des Raumes die [[Illusion]] eines Ausblicks auf die Landschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einundneunzig Jahre später, am 25. April 1944, wurden im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die oberen Ausstellungssäle der Neuen Pinakothek, darunter auch der Rottmann-Saal, bei einem [[Luftkrieg|Luftangriff]] durch [[Brandbombe]]n zerstört. Rottmanns Gemäldeplatten hatte man wegen ihres hohen Gewichts nicht, wie andere Gemälde, außerhalb der Stadt in Sicherheit gebracht, sondern im Keller der Neuen Pinakothek eingelagert. Dabei erlitten etliche Gemälde große Schäden, unter anderem durch eine geplatzte Wasserleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich ihrer 150-Jahr-Feier im Jahr 2003 wurde in der [[Neue Pinakothek|Neuen Pinakothek (Neubau 1981)]] ein neuer Rottmann-Saal eingerichtet. In diesem werden seither 21 der ursprünglich 23 Gemälde des Griechenlandzyklus (davon 14 restaurierte) in zeitgemäßer Form präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
In München, nahe dem [[Stiglmaierplatz]], heute angrenzend an den [[Rudolf Hierl (Politiker)#Ehrungen|Rudi-Hierl-Platz]], gibt es in Gedenken an Rottmann seit dem 5. September 1872 die &amp;#039;&amp;#039;Rottmannstraße&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadtgeschichte-muenchen.de/strassen/d_strasse.php?strasse=Rottmannstra%C3%9Fe |titel=Rottmannstraße |werk=Münchner Straßenverzeichnis |hrsg=Stadtgeschichte München |abruf=2022-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wertheim am Main&amp;#039;&amp;#039; (Hamburg, [[Hamburger Kunsthalle|Kunsthalle]]), 1822, Öl auf Leinwand, 32 × 48&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inntal bei Neubeuern&amp;#039;&amp;#039; (Nürnberg, [[Germanisches Nationalmuseum]]), 1823, Öl auf Leinwand, 32 × 46&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zugspitze&amp;#039;&amp;#039;, 1825&lt;br /&gt;
* 28 italienische Landschaften (München, [[Hofgarten (München)|Hofgartenarkaden]]; heute: [[Münchner Residenz|Residenzmuseum]]), 1830–33, Freskotechnik.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Olympia&amp;#039;&amp;#039; (Wien, Österreichische Galerie), 1836, Öl auf Karton&lt;br /&gt;
* 23 griechische Landschaften (München, [[Neue Pinakothek]]), 1838–50, die ersten in der antiken Maltechnik der [[Enkaustik]], ab 1841 in einer eigenen Mischung aus trocknenden Ölen, [[Dammar]] (einem Naturharz) und [[Bienenwachs]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Insel Delos&amp;#039;&amp;#039; (Karlsruhe, [[Staatliche Kunsthalle Karlsruhe|Kunsthalle]]), 1847, Öl auf Pappe, 35,5 × 45,5&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schlachtfeld von [[Marathon (Griechenland)|Marathon]]&amp;#039;&amp;#039;, ([[Alte Nationalgalerie]], Berlin), 1849, Öl auf Leinwand, 91 × 90,5&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
* Landschaftsgemälde mit Motiven vor allem im [[Berchtesgadener Land]] sowie im [[Inntal]] bei [[Brannenburg]]. Bekannt sind die Gemälde vom [[Watzmann]], [[Hoher Göll|Hohen Göll]] und vom [[Hintersee (Ramsauer Ache)|Hintersee]] bei [[Ramsau bei Berchtesgaden|Ramsau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
In chronologischer Reihenfolge:&lt;br /&gt;
* {{ADB|29|395|399|Rottmann, Karl|[[Hyacinth Holland]], [[Karl Obser]]|ADB:Rottmann, Carl}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Lohmeyer (Kunsthistoriker)|Karl Lohmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Maler der Romantik.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1935. S. 231–310.&lt;br /&gt;
* Erika Bierhaus-Rödiger: &amp;#039;&amp;#039;Carl Rottmann 1797–1850. Monographie und kritischer Werkkatalog.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von H. Decker und Barbara Eschenburg. Prestel, München 1978, ISBN 978-3-7913-0417-5.&lt;br /&gt;
* Matthias Bleyl: &amp;#039;&amp;#039;Carl Rottmann und Ludwig Lange. Zwei Beiträge zur Griechenlandrezeption im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, in: Pantheon XLI/3, 1983, S. 183&amp;#039;&amp;#039;–&amp;#039;&amp;#039;193&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Annette Frese: &amp;#039;&amp;#039;Carl Rottmann (1797–1850) – Zum 200. Geburtstag des Landschaftsmalers&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bildhefte des Kurpfälzischen Museums der Stadt Heidelberg.&amp;#039;&amp;#039; Heft 5). Heidelberg 1997.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Heilmann]], Erika Rödiger-Diruf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landschaft als Geschichte – Carl Rottmann 1797–1850. Hofmaler König Ludwigs I.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zu den Ausstellungen im Kurpfälzischen Museum Heidelberg 16. November 1997 – 18. Januar 1998 und der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München 30. Januar – 13. April 1998. Hirmer, München 1998, ISBN 3-7774-7740-0.&lt;br /&gt;
* Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Pinakothek. Katalog der Gemälde und Skulpturen.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 2003, ISBN 3-8321-7349-8, S. 320–333.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|144|145|Rottmann, Carl Anton Joseph|Andrea Tietze|118603345}}&lt;br /&gt;
* Herbert W. Rott, Renate Poggendorf, Elisabeth Stürmer, Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Carl Rottmann. Die Landschaften Griechenlands.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung „Zehn Tonnen Hellas. Carl Rottmanns Griechenlandzyklus“, Neue Pinakothek München, 25. Januar – 29. April 2007. Hatje Cantz, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7757-1843-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Carl Rottmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118603345}}&lt;br /&gt;
* {{Artfacts|75239|Carl Rottmann}}&lt;br /&gt;
* [https://www.artcyclopedia.com/artists/rottmann_carl.html Carl Rottmann] bei artcyclopedia.com&lt;br /&gt;
* [https://www.pinakothek.de/carl-rottmann Werkauswahl] bei Die Pinakotheken im Kunstareal München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118603345|LCCN=n/90/625465|VIAF=56740311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rottmann, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1797]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1850]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rottmann, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rottmann, Carl Anton Joseph (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Landschaftsmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Januar 1797&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Handschuhsheim]], [[Kurpfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 1850&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]], [[Königreich Bayern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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