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	<title>Carl Roettgen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:47:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Roettgen&amp;diff=1829239&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernhard Diener: + Foto der Grabstätte</title>
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		<updated>2025-10-27T15:53:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Foto der Grabstätte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Küppers Roettgen Bonn.jpg|miniatur|Carl Roettgen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Franz Michael Roettgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;nicht zu verwechseln mit dem Juristen und Entomologen Franz Carl Roettgen&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[30. September]] [[1837]] in [[Bonn]]; † [[17. März]] [[1909]] in Bonn) war ein deutscher Kunstsammler – in einer Reihe mit den rheinischen Sammlern [[Ferdinand Franz Wallraf]], Melchior und [[Sulpiz Boisserée]], [[Franz Obernier]], [[Richard Moest]], [[Alexander Schnütgen]] und [[Josef Haubrich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carl Roettgen, Sohn des Kaufmanns Franz Roettgen (Inhabers einer Luxuswarenhandlung&amp;lt;ref&amp;gt;in der Bischofsgasse, einer Gasse zwischen Acherstraße und Markt, die heute nicht mehr existiert&amp;lt;/ref&amp;gt;) und dessen Frau Louise, geb. Goldbach, besuchte das Bonner Gymnasium (heute [[Beethoven-Gymnasium Bonn | Beethoven-Gymnasium]]). Nach dem Tod seines Vaters 1852 hielt er sich fünf Jahre (zwecks kaufmännischer Ausbildung) in Belgien auf, wo ihn die Kunstsammlungen Brüssels und Antwerpens beeindruckten. Nachdem er sich als Kaufmann in Bonn etabliert hatte, hörte er kunstgeschichtliche Vorlesungen an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonner Universität]] bei [[Anton Springer]], [[Carl Justi]] und [[Paul Clemen]]. Er verkehrte mit dem Mediziner und Kunstsammler Franz Obernier und war mit dem Bildhauer [[Albert Küppers]] befreundet (der die Portrait-Plakette für Roettgens Grab auf dem [[Alter Friedhof Bonn|Alten Friedhof Bonn]] geschaffen hat). Roettgen gehörte dem Vorstand des Vereins „Alt Bonn“&amp;lt;ref&amp;gt;1886 als Museumsverein „Bonnensia“ gegründet, seit 1891 „Alt Bonn“, seit 1951 „[[Bonner Heimat- und Geschichtsverein]]“&amp;lt;/ref&amp;gt; an und setzte sich für den Erhalt des [[Sterntor (Bonn)|Sterntores]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Carl Roettgen.jpg|mini|hochkant=0.5|links|Grabstätte auf dem [[Alter Friedhof Bonn|Alten Friedhof Bonn]]]]&lt;br /&gt;
1870 heiratete Roettgen Emma Busch&amp;lt;ref&amp;gt;eine Enkelin des Bonner Malers Clemens Philippart (Lehrers von [[Carl Joseph Begas]]) und eine entfernte Verwandte des Malers [[Wilhelm Leibl]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sein Schwager, der Gynäkologe [[Karl Schroeder (Mediziner)|Karl Schroeder]] (verheiratet mit Anna, der Schwester Emma Buschs), regte ihn zum Sammeln an. Durch ihn lernte er auch die Kunsthistoriker [[Wilhelm von Bode|Wilhelm Bode]] und [[Julius Lessing]] kennen. Roettgen reiste als Kunstliebhaber (zeitweise in Begleitung seines Schwagers) durch Deutschland, die Niederlande, Belgien, Frankreich und Italien. Nach Schroeders Tod 1887 übernahm Roettgen Teile seiner Sammlung und machte sie zum Grundstock der eigenen. Mitglieder des Kaiserhauses – die Kaiserin Friedrich (Frau [[Friedrich III. (Deutsches Reich) | Friedrichs III.]]), Viktoria von Schaumburg-Lippe (Schwester [[Wilhelm II. (Deutsches Reich) | Wilhelms II.]]) und [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)|Kronprinz Wilhelm]] (Sohn Wilhelms II.) – interessierten sich für die Kollektion und waren Gäste im Hause Roettgen (Bonn, Nassestraße 1). Bei Paul Clemen heißt es&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn&amp;#039;&amp;#039;, Schwann-Verlag, Düsseldorf 1905&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Die in den drei Geschossen des Hauses aufgestellte Sammlung ist nach der Zahl der Objekte die umfangreichste unter allen rheinischen Privatsammlungen für gotische und Renaissancemöbel und Holzfiguren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roettgens Grab befindet sich auf dem [[Alter Friedhof Bonn|Alten Friedhof]] in Bonn.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Katharina Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Der Alte Friedhof in Bonn. Ein Ort mit Geschichte und Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Reisekönig Verlag, Bonn 2021, ISBN 978-3-945455-11-1, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sammlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung bestand aus über 600 Objekten. Nicht alle Teile haben sich als echt erwiesen. Roettgens Methode, gesammelte Gegenstände zu reinigen und zu restaurieren, war umstritten (Reinigung mit Lauge, kunsthistorisch nicht immer gerechtfertigter Ersatz fehlender oder zerstörter Teile&amp;lt;ref&amp;gt;diese Kritik betraf viele Sammler des 19. Jahrhunderts&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Kollektion umfasste&lt;br /&gt;
* Holzplastiken&amp;lt;ref&amp;gt;Linde und Eiche, aber auch Nuss, Birne, Weide, Zirbel und Buchs&amp;lt;/ref&amp;gt; des 13. bis 17. Jahrhunderts (40 % aus Westfalen und dem Rheinland, die übrigen vorwiegend aus Süddeutschland, Belgien und den Niederlanden, etliche auch aus Frankreich und Spanien)&lt;br /&gt;
* Möbel und Möbelteile der Gotik und Renaissance sowie&lt;br /&gt;
* Gegenstände des Kunstgewerbes, einige Glas- und Ölgemälde, ferner Kataloge und Bücher.&lt;br /&gt;
Die Objekte verteilen sich auf diese drei Kategorien ungefähr im Verhältnis 3 : 2 : 1. Das Glanzstück ist eine Pietà aus der Zeit um 1300, die [[Pietà Roettgen]]&amp;lt;ref&amp;gt;sie wird in Thomas Manns Roman &amp;#039;&amp;#039;Zauberberg&amp;#039;&amp;#039; als „etwas innig Schreckhaftes“ und „einfältig und wirkungsvoll bis zum Grotesken“ beschrieben (sechstes Kapitel, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Vom Gottesstaat und von übler Erlösung&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Drei Jahre nach dem Tod Roettgens wurden Objekte der Kollektion bei [[Lempertz]] versteigert. Heute ist die Sammlung auf viele Museen verteilt, z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Rheinisches Landesmuseum Bonn|Rheinische Landesmuseum Bonn]] (darunter die Pietà Roettgen neben 16 weiteren Skulpturen), [[Museum Schnütgen|Schnütgen-Museum Köln]], [[Kunstmuseen Krefeld]] und [[Focke-Museum|Focke-Museum Bremen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Paul Clemen: Vorwort zum Katalog &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Carl Roettgen Bonn&amp;#039;&amp;#039;, Math. Lempertz&amp;#039; Buchhandlung und Antiquariat, Köln 1912&lt;br /&gt;
* Armin Spiller: &amp;#039;&amp;#039;Karl Roettgen (1837 – 1909), ein rheinischer Sammler&amp;#039;&amp;#039;, Bonner Geschichtsblätter, Band 24, Bonn 1971&lt;br /&gt;
* Fritz Knickenberg: &amp;#039;&amp;#039;Alte Bonner Straßen- und Häusernamen&amp;#039;&amp;#039;, Eifelvereinsblatt, Bonn 1917 (Nr. 10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127860657|VIAF=62582352}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roettgen, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roettgen, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roettgen, Carl Franz Michael (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunstsammler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. September 1837&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. März 1909&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernhard Diener</name></author>
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