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	<title>Carl Ritschl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Ritschl&amp;diff=734866&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Ritschl.png|mini|Carl Ritschl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Carl Benjamin Ritschl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. November]] [[1783]] in [[Erfurt]]; † [[18. Juni]] [[1858]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[evangelisch]]er Geistlicher. Er wirkte von 1827 bis 1854 als [[Superintendent|Generalsuperintendent]] von [[Pommern]] mit dem Titel eines [[Bischof]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Carl Ritschl wurde als Sohn von [[Georg Ritschl von Hartenbach]], Pfarrer und Professor am [[Evangelisches Ratsgymnasium Erfurt|Erfurter Ratsgymnasium]], und seiner zweiten Ehefrau Regina Christina Emminghaus geboren. Die Familie [[Ritschl von Hartenbach]] war 1581 zu Prag in den rittermäßigen Reichsadelsstand erhoben worden. Carl Ritschl erhielt in Erfurt neben seinem Schulunterricht eine Ausbildung in Gesang, Klavier- und Orgelspiel bei dem Organisten [[Johann Christian Kittel]], dem letzten Schüler [[Johann Sebastian Bach]]s. Mit fünfzehneinhalb Jahren absolvierte er das Erfurter Gymnasium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritschl begann an der [[Universität Erfurt]] das Studium der Theologie, das er an der [[Universität Jena]] fortsetzte und schon im Herbst 1802 als 19-Jähriger zum Abschluss brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zu jung für die Anstellung als Geistlicher übernahm Ritschl im Jahre 1804 die Tätigkeit eines Hauslehrers der Kinder von [[Johann Joachim Bellermann]], der als Leiter des [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasiums zum Grauen Kloster]] von Erfurt nach Berlin ging. In Berlin besuchte Ritschl das Seminar für gelehrte Schulen und erteilte Gesangs- und Religionsunterricht am Cöllnischen Gymnasium, das mit dem Grauen Kloster verbunden war. Zuvor hatte ihm 1805 die [[Universität Erfurt]] das Diplom des Doktors der Philosophie verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin engagierte sich Ritschl sehr in der Musik. 1804 wurde er Mitglied von [[Carl Friedrich Zelter]]s [[Liedertafel]], für die er auch Liedkompositionen schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er im Jahre 1806 vom [[Lutherisches Oberkonsistorium Preußen|Lutherischen Oberkonsistorium in Berlin]] eine Bestätigung seines in Erfurt abgelegten Ersten Theologischen Examens erhalten hatte, wurde er 1807 zum [[Collaborator]] und 1809 zum [[Subrektor]] des Cöllnischen Gymnasiums ernannt. 1808 bestand er gleichsam „zwischendurch“ sein Zweites Theologisches Examen in [[Potsdam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1810 endlich wurde Ritschl Dritter Prediger an der [[Marienkirche (Berlin)|Marienkirche]] in Berlin, durfte aber eine Anzahl von Lehr- und Gesangsstunden beim Grauen Kloster und dem Cöllnischen Gymnasium beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen war Ritschl in die Zweite Predigerstelle der Marienkirche avanciert und übernahm 1816 zusätzlich Aufgaben im [[Evangelisches Konsistorium (Berlin)|Konsistorium der Provinz Brandenburg]], das neu errichtet wurde und in dem er zunächst als Assessor, ab 1817 als Konsistorialrat tätig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 wurde er Mitglied im Vorstand der Sing-Akademie. Ein Jahr später verlieh ihm die Theologische Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] die Ehrendoktorwürde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1827 wurde Carl Ritschl – in der Nachfolge von [[Friedrich Ludwig Engelken]] – zum [[Superintendent|Generalsuperintendenten]] von [[Pommern]] in [[Stettin]] ernannt. Mit dem Amt war die Tätigkeit als Direktor des [[Konsistorium der Provinz Pommern|Konsistoriums der Provinz Pommern]] und als erster Prediger an der [[Schlosskirche zu Stettin]] verbunden. Wie Engelke erhielt auch Ritschl den persönlichen Titel eines [[Bischof]]s. 27&amp;amp;nbsp;Jahre übte er dieses Amt aus in einer Zeit, die in der [[Evangelische Landeskirche in Preußen|Evangelischen Landeskirche in Preußen]] durch das Ringen um das lutherische Bekenntnis nach der preußisch-königlichen Verfügung der kirchlichen Union geprägt war. Im [[Agendenstreit]] stand Ritschl auf Seiten des Königs, versuchte zu vermitteln, konnte jedoch in Pommern nicht verhindern, dass es bei vielen lutherischen Bekenntnistreuen zum Bruch mit der Landeskirche kam (z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Belowsche Bewegung]]), die zunächst als „Separatisten“, später dann in einer eigenen [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Preußen]] ihren Weg nahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Ereignis im Wirken Ritschls war von September 1829 bis Mai 1830 eine Beurlaubung von seinem Dienst in Pommern: Auf Wunsch der russischen Regierung unternahm er eine Dienstreise nach [[Sankt Petersburg]], um an der Ausarbeitung eines allgemeinen Gesetzes für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland mitzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stettiner Musikleben, wo Ritschl eng mit dem Komponisten [[Carl Loewe]] auf dem Gebiet der Musikpflege zusammenwirkte, sind die wöchentlichen Gesangsabende im Ritschl’schen Pfarrhaus (Königsplatz 818) eine „Institution“ gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritschl wurde mit dem [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden 1. Klasse]], dem [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern|Königlichen Hausorden von Hohenzollern]] und dem russischen [[Orden des Heiligen Wladimir|Orden des Heiligen Wladimir 3. Klasse]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1854 ging Carl Ritschl auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. Sein Nachfolger im Amt des Generalsuperintendenten wurde [[Albert Sigismund Jaspis]]. Seine letzten Jahre verlebte Ritschl in Berlin, bis er dort im 75. Lebensjahr verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehen und Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Am 25. September 1810 heiratete Ritschl Juliane Meudtner, die Tochter eines Polizeikommissars. Sie waren Eltern von fünf Kindern, als die Ehefrau und Mutter 1820 plötzlich verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 1821 heiratete Ritschl in zweiter Ehe Auguste Sebald, eine bedeutende Sängerin und Schwester der Sängerin [[Amalie Sebald]], deren Vater Justizrat und Mitbegründer der [[Sing-Akademie zu Berlin]] war. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, darunter [[Albrecht Ritschl (Theologe)|Albrecht Ritschl]]  (* 1822; † 1889), der evangelischer Theologe und Professor in Bonn und Göttingen wurde. Dessen Sohn [[Otto Ritschl (Theologe)|Otto Ritschl]]  (* 1860; † 1944) wurde ebenfalls evangelischer Theologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hugo Gotthard Bloth: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche in Pommern. Auftrag und Dienst der Evangelischen Bischöfe und Generalsuperintendenten der pommerschen Kirche von 1792 bis 1919&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. Roderich Schmidt, Reihe V: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur pommerschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Heft 20), Köln/Wien, 1979 – ISBN 3-412-03478-9&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|648|649|Ritschl, Georg Carl Benjamin|[[Friedrich Wilhelm Graf]]|104244739}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|28|661|664|Ritschl, Georg Karl Benjamin|[[Albrecht Ritschl (Theologe)|Albrecht Ritschl]]|ADB:Ritschl, Georg Karl Benjamin}}&lt;br /&gt;
* Eckhard Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Stettiner Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der [[Historische Kommission für Pommern|Historischen Kommission für Pommern]].&amp;#039;&amp;#039; Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 383–384.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20050219155924/http://www.bautz.de/bbkl/r/ritschl_g_c.shtml |band=8|spalten=401–402|autor=[[Klaus-Gunther Wesseling]]|artikel=Ritschl, Georg Carl (Karl) Benjamin}}\&lt;br /&gt;
* Ulrike Reinfeldt: &amp;#039;&amp;#039;Ein singender Bischof in Pommern – Georg Carl Benjamin Ritschl (1783–1858).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;abgestaubt ... aus Archiven in der Nordkirche&amp;#039;&amp;#039; 6 (2018), S. 57–62 ([http://www.archivnordkirche.de/files/landeskirchliches_archiv/Oeffentlichkeitsarbeit/abgestaubt/abgestaubt_06_2018.pdf Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|132812002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Friedrich Ludwig Engelken]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Albert Sigismund Jaspis]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Generalsuperintendenten und Bischöfe Pommerns|Generalsuperintendent von Pommern]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=[[1827]]–[[1854]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104244739|LCCN=no/97/67043|VIAF=75023701}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritschl, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Altpreußische Union)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Bischof (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalsuperintendent (Kirchenprovinz Pommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stettin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großkomtur des Königlichen Hausordens von Hohenzollern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1783]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1858]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ritschl, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ritschl, Georg Karl Benjamin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Geistlicher, Bischof und Generalsuperintendent von Pommern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. November 1783&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juni 1858&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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