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	<title>Carl Renninger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 29. Juni 2025 um 11:25 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-29T11:25:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Renninger 1881-1951.png|mini|Carl Renninger um 1910]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Renninger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. August]] [[1881]] in [[Mainz]]; † [[28. August]] [[1951]] in [[München]]) war ein deutscher [[Fabrikant]] und von 1933 bis 1945 nationalsozialistischer [[Oberbürgermeister]] von [[Mannheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Renninger besuchte zunächst die [[Realschule]] in Mainz, woran er eine Lehre bei der [[Allgemeine Elsässische Bankgesellschaft]] in Mainz anschloss. Nach der Ausbildung hielt er sich zu Sprachstudien für zwei Jahre in Frankreich, England, Spanien und Italien auf. 1902 besuchte er die [[Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften]] in [[Frankfurt am Main]] und war danach kurz berufstätig bei der Deutschen Bank in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 zog er nach Mannheim und gründete mit Geld aus dem väterlichen Erbe eine Eisen- und Blechwarenfabrik. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gehörte er dem Fußartillerieregiment Straßburg und dem Kraftfahrbataillon Mannheim an. 1925 stellte er seine Fabrik auf die Herstellung von Blei- und Zinkfarben um. Ende der 1920er Jahre geriet sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000005864|Carl Renninger||in: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 00/1934 vom 1. Januar 1934}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. August 1930 trat Renninger der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 288.379).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34470582&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 wurde er zum Oberbürgermeister von Mannheim ernannt, nachdem [[Hermann Heimerich]] in Haft genommen worden war. Kurz vor der Einnahme Mannheims durch die US-Armee 1945 setzte er sich mit der Spitze der Stadtverwaltung nach [[Schloss Babstadt]] ab, wo er am 3. April in Haft genommen wurde. Im [[Spruchkammerverfahren]] wurde er als Hauptschuldiger angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Ludwigsburg, Signatur: EL 902/19 Bü 4533 (Verfahrensakten der Spruchkammer Öhringen; mit dem Vornamen Karl statt Carl)&amp;lt;/ref&amp;gt; Verurteilt wurde er 1948 als Belasteter zu 10.000 [[Reichsmark|RM]] Geldstrafe und zwei Jahren Arbeitslager, die durch die Untersuchungshaft als abgesessen galten.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Parzer: &amp;#039;&amp;#039;„Mannheim soll nicht nur als Stadt der Arbeit neu erstehen…“ – Die zweite Amtszeit des Mannheimer Oberbürgermeisters Hermann Heimerich (1949–1955)&amp;#039;&amp;#039;. (= Mannheimer historische Schriften; 1). Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2008, ISBN 978-3-89735-545-3, S.&amp;amp;nbsp;44 (zugl. Dissertation, Universität Mannheim 2007/2008).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur der Architekt und Oberbaudirektor [[Josef Zizler]], sondern auch Carl Renninger, beanspruchte den Erfolg des [[Liste von Bunkern in Mannheim|Bunkerbaus in Mannheim]] für sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.marchivum-blog.de/2017/07/13/der-ns-oberbuergermeister-und-die-bunker-carl-renninger/ |titel=Der NS-Oberbürgermeister und die Bunker: Carl Renninger {{!}} Marchivum |sprache=de-DE |abruf=2021-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renninger war seit 1906 mit Amalie „Addie“ Pauline Stumpf (1883–1965) verheiratet, der Tochter des Sozialisten und Revolutionärs [[Paul Stumpf]], und hatte sieben Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu seiner Familie vgl. [[Jürgen Herrlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Renninger&amp;#039;&amp;#039;, in: Deutsches Geschlechterbuch, Band 211, Limburg/Lahn 2000, S. 607 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Neurowissenschaftler [[Christoph von der Malsburg]] ist sein Enkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Rolle ==&lt;br /&gt;
Die politische Rolle Renningers ist noch weitgehend unerforscht. [[Jacob Toury]] bezeichnet ihn als „konsequent nazi-antisemitisch“ und nennt ihn einen besonderen Scharfmacher.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob Toury, &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Textilunternehmer in Baden-Württemberg 1683-1938&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts, Bd. 42), Tübingen 1984, S. 234, Fußnote 17 unter Hinweis auf Hans-Joachim Fliedner, &amp;#039;&amp;#039;Die Judenverfolgung in Mannheim&amp;#039;&amp;#039;, Bd. I, Stuttgart 1971, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu würde passen, dass der Mannheimer Stadtrat 1935 von der jüdischen Gemeinde verlangte, einen [[Jüdischer Friedhof Mannheim|Friedhof]] zu schließen, weil es in dem in Frage stehenden Stadtteil einen „Mangel an freien Plätzen“ gebe. Der sich weigernden [[Jüdische Gemeinde Mannheim|jüdischen Gemeinde]] drohte Renninger, bei weiterer Weigerung „werde man einmal in Berlin die Frage aufrollen müssen, ob man nicht die alten [[Jüdischer Friedhof|Judenfriedhöfe]] in Deutschland ganz verschwinden lassen soll.“&amp;lt;ref&amp;gt;Auszug aus dem Stadtratsprotokoll vom 23. Oktober 1935, zitiert in: Hans-Joachim Fliedner, Die Judenverfolgung in Mannheim 1933-1945, Bd. II: Dokumente, Stuttgart 1971, Nr. 136, S. 230 sowie bei [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Andreas Wirsching, &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957&amp;#039;&amp;#039;, Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 2002, Heft 1, S. 7.] (PDF; 7,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenämter ==&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Direktoriums des badischen Rennvereins&lt;br /&gt;
* Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Grosskraftwerk Mannheim]] AG&lt;br /&gt;
* Aufsichtsrat der „[[Mitropa]]“ Mitteleuropäische Schlafwagen und Speisewagen AG Berlin&lt;br /&gt;
* Aufsichtsrat der [[Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft]] AG Mannheim&lt;br /&gt;
* Mitglied des Verwaltungsrats der [[Reichsautobahn]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Kommunalwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, 5. Jahrg., 1938, Heft 2, S. 239–262.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Knipsis: &amp;#039;&amp;#039;Carl Renninger: Mannheims nationalsozialistischer Oberbürgermeister&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Geschichtsblätter 20/2010&amp;#039;&amp;#039;. Heidelberg 2010, ISBN 978-3-89735-671-9.&lt;br /&gt;
* Degeners Wer ist’s?, X. Ausgabe, Berlin 1935, S. 1289.&lt;br /&gt;
* Das Deutsche Führerlexikon 1934/1935, Berlin 1934, S. 379 f.&lt;br /&gt;
* Oberbürgermeister Renninger 60 Jahre, in: Mannheimer Generalanzeiger vom 18. August 1941.&lt;br /&gt;
* Erich Stockhorst, Fünftausend Köpfe – Wer war wer im Dritten Reich, Velbert 1967, S. 342.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Oberbürgermeister von Mannheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116444029|VIAF=74603322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Mannheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Renninger, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Renninger, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Oberbürgermeister von Mannheim&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. August 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. August 1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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