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	<title>Carl Reinhold August Wunderlich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:12:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Reinhold_August_Wunderlich&amp;diff=352441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Geisler: /* Leben */ Link</title>
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		<updated>2026-03-24T16:33:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl August Wunderlich - Foto.jpg|mini|Carl Reinhold August Wunderlich, Foto von [[Wilhelm Höffert]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Reinhold August Wunderlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wunderlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[4. August]] [[1815]] in [[Sulz am Neckar]]; † [[25. September]] [[1877]] in [[Leipzig]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Innere Medizin|Internist]] und [[Medizinhistoriker]]. Er war [[Professor]] in [[Tübingen]] und Leipzig und gilt als Mitbegründer der um 1842 aufgekommenen [[Physiologie|physiologischen]] Medizin und der [[Konstitutionstherapie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Das Gymnasium besuchte Carl August Wunderlich in [[Stuttgart]]; dort begann auch die Freundschaft mit [[Wilhelm Griesinger]] und [[Wilhelm Roser]]. 1833 nahm er sein Medizinstudium in Tübingen auf und wurde Mitglied des [[Corps]] Guestphalia Tübingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Assmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wappen der Guestphalia Tübingen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Einst und Jetzt.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, 1997, S. 159 mit weiteren Nachweisen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1837 absolvierte er das [[Rigorosum]] und 1838 wurde er an der Universität Tübingen mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Nosologie des Typhus. Eine Beleuchtung der wichtigsten Ansichten über dieselbe&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1837 bis 1838 unternahm er eine Lehrreise nach [[Paris]] und wurde anschließend [[Assistenzarzt|Assistent]] am [[Katharinenhospital Stuttgart|Katharinen-Hospital]] in Stuttgart.&lt;br /&gt;
1840 erfolgte die [[Habilitation]] als Internist in Tübingen. Nach seiner Promotion hielt er sich erneut in Paris auf und hielt danach im Wintersemester 1839/40 Vorlesungen für Militärärzte in Stuttgart. Anschließend hatte er im Herbst 1840 einen Studienaufenthalt in [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1842 bis 1859 gab er zusammen mit Wilhelm Roser und Wilhelm Griesinger das &amp;#039;&amp;#039;Archiv der physiologischen Heilkunde&amp;#039;&amp;#039; heraus. Wunderlich und Roser gelten als Begründer der deutschen Richtung der physiologischen Medizin.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1840 bis 1843 war Wunderlich Privatdozent für &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Klinik&amp;#039;&amp;#039; an der Universität Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1843 wurde er zum außerordentlichen Professor berufen und avancierte 1846 zum ordentlichen Professor und Direktor der Medizinischen Klinik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1850 wechselte er nach Leipzig und wurde dort [[Lehrstuhl|Ordinarius]] sowie klinischer Leiter des St. [[Jacobshospital (Leipzig)]], der Universitätsklinik. Das alte Jakobshospital war nach Aussage von Thierschs eines der schlimmsten Krankenhäuser, das er gesehen hatte. Hier häuften sich Todesfälle durch Erkrankungen, die wohl durch [[Krankenhauskeime]] verursacht wurden. Wunderlich wurde ab 1866 ein maßgeblicher Befürworter einer eigenständigen „Universitäts-Irrenklinik“. Ab 1871 war er in der Kommission der Medizinischen Fakultät für das Bau- und Organisationsprogramm zuständig. Der Aufschwung der Leipziger Medizinischen Fakultät war vor allem verbunden mit dem Wirken Wunderlichs, Ludwigs und [[Carl Thiersch]]s (1822–1895). Sie erreichten im Zusammenwirken mit dem Leipziger Oberbürgermeister Koch den Bau eines neuen Krankenhauses als Einrichtung für die Stadt und die Universität. 1871 wurde das [[Jacobshospital (Leipzig)#Krankenhaus St. Jakob|Städtische Krankenhaus zu St. Jakob]] in Leipzig eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich hielt Vorlesungen über „Pathologie und Therapie der Krankheiten des Nervensystems“ sowie über [[Psychiatrie]], in denen er die Auffassungen Wilhelm Griesingers vertrat. Wunderlich war Lehrer unter anderem von [[Karl Ludwig Kahlbaum]] und [[Emil Kraepelin]]. Neben seiner Lehrtätigkeit betrieb er eine große und anerkannte [[Privatpraxis]]. Er engagierte sich für die Etablierung des „Leipziger Klinischen Viertels“ an der [[Liebigstraße (Leipzig)|Liebigstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. September 1877 verstarb Wunderlich in Leipzig und wurde im Wunderlichschen Erbbegräbnis in der IV. Abteilung des [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhofs]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderlich wurde zu einem der bedeutendsten medizinischen Kliniker und Lehrer des 19. Jahrhunderts, führte in Leipzig den klinischen Unterricht ein, der physiologisch orientiert, diagnostisch methodisch streng und jederzeit überprüfbar sein sollte. Er zeigte sich verantwortlich für die Einführung von empirischen Krankenbeobachtungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. für das [[Fieberthermometer]] und die Registrierung der [[Fieber]]kurve in der Medizin. Anhand der Untersuchung von tausenden Patienten legte er in seinem Werk über die Eigenwärme (s.&amp;amp;nbsp;u.) die Normaltemperatur im menschlichen Körper auf 37&amp;amp;nbsp;°C fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;BTPS-Bedingungen&amp;#039;&amp;#039; in der Physiologie siehe [[Standardbedingungen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Ehren ist in der Medizinischen Abteilung der [[Universitätsklinikum Heidelberg|Universitätsklinik Heidelberg]] (Ludolf-Krehl-Klinik) eine der Kardiologischen Stationen nach Wunderlich benannt. Der meist [[Ludolf von Krehl]] zugeschriebene Grundsatz der [[Medizinethik]], nicht [[Krankheit]]en, sondern Menschen zu behandeln, geht nach [[Erwin Liek]] eigentlich auf Wunderlich zurück. Krehl habe den Grundsatz nur spezieller formuliert und gesagt, der Arzt habe kranke [[Persönlichkeit]]en zu behandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Liek: &amp;#039;&amp;#039;Der Arzt und seine Sendung&amp;#039;&amp;#039;. J. F. Lehmanns-Verlag, München 1928, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10086795_00005.html &amp;#039;&amp;#039;Wien und Paris. Ein Beitrag zur Geschichte und Beurtheilung der gegenwärtigen Heilkunde in Deutschland und Frankreich&amp;#039;&amp;#039;]. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart, 1841.&lt;br /&gt;
* mit [[Wilhelm Roser]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die Mängel der heutigen deutschen Medicin und über die Nothwendigkeit einer entschieden wissenschaftlichen Richtung in derselben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1842, S. I–XXX.&lt;br /&gt;
* als Hrsg. mit Wilhelm Roser: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für physiologische Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1842 ff.&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10475545_00007.html &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer pathologischen Physiologie des Blutes.&amp;#039;&amp;#039;] Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1845&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Pathologie und Therapie&amp;#039;&amp;#039;. Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1849–1852.&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/stream/handbuchderpath02wngoog#page/n9/mode/2up Erster Band]. Zweite Auflage. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1852&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/stream/handbuchderpath01wngoog#page/n11/mode/2up Zweiter Band]. Zweite Auflage. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1853&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/stream/handbuchderpath05wngoog#page/n9/mode/2up. Dritter Band]. Zweite Auflage. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1854&lt;br /&gt;
** [https://archive.org/stream/handbuchderpath04wngoog#page/n9/mode/2up Vierter Band].  Zweite Auflage. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1856&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10086796_00005.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Medicin: Vorlesungen, gehalten zu Leipzig im Sommersemester 1858&amp;#039;&amp;#039;]. Verlag: Ebner &amp;amp; Seubert, Stuttgart 1859&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/dasverhaltender00wundgoog#page/n5/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Das Verhalten der Eigenwärme in Krankheiten&amp;#039;&amp;#039;]. Zweite Auflage. Verlag von  Otto Wigand, Leipzig  1870, Erstdruck Leipzig 1868.&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10472104_00003.html &amp;#039;&amp;#039;Cholera-Regulativ: den Sanitätsbehörden, den Aerzten und dem Publikum vorgelegt&amp;#039;&amp;#039;]. Mit Wilhelm Griesinger und Max von Pettenkofer. Zweite Auflage. Verlag: Oldenbourg, München 1867&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb11017646_00002.html &amp;#039;&amp;#039;Die Diagnose des Flecktyphus&amp;#039;&amp;#039;]. Verlag: Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig 1871&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|44|313|314|Wunderlich, Karl Reinhold August|Georg Korn|ADB:Wunderlich, Karl Reinhold August}}&lt;br /&gt;
* [[Georg Sticker]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl August Wunderlich. Professor der Medizin. 1815–1877&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Haering]], Otto Hohenstatt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Kohlhammer, Stuttgart 1941, S. 481–487.&lt;br /&gt;
* Wolfgang H. T. Schürmann: &amp;#039;&amp;#039;Carl Reinhold August Wunderlich und die „Physiologische Heilkunde“&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Medizinische Hochschule Hannover, 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119477009}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|wunderlich_kra|W|1850|W|1877}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Wunderlich_1307}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Pagel-1901/A/Wunderlich,+Karl+Reinhold+August?hl=karl+august+wunderlich Julius Pagel, Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte, 1901], zeno.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119477009|LCCN=nr/91/39997|VIAF=3281573}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wunderlich, Carl Reinhold August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizinhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wunderlich, Carl Reinhold August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wunderlich, Karl Reinhold August&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Internist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1815&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sulz am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 1877&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Geisler</name></author>
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