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	<title>Carl Philipp Heinrich Pistor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T10:02:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Philipp_Heinrich_Pistor&amp;diff=544751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-25T07:44:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heinrich-Pistor.jpg|mini|Carl Philipp Heinrich Pistor]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Philipp Heinrich Pistor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Januar]] [[1778]] in [[Berlin]]; † [[2. April]] [[1847]] ebenda) war ein deutscher Beamter, Techniker und Unternehmer. Er ist als [[Erfinder]] und Pionier der [[Optische Telegrafie|optischen Telegrafie]] bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beamter im preußischen Postdienst ===&lt;br /&gt;
Pistor trat nach dem Abschluss seiner Schulausbildung 1793 in den preußischen Postdienst ein. Bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1813 nutzte er die im Laufe seiner Tätigkeit erworbenen mathematischen und astronomischen Kenntnisse dazu, eine genaue geografische Bestimmung aller Orte der ihm unterstehenden Postkurse durchzuführen. Im Zuge seiner Karriere erreichte er schließlich das Amt eines [[Geheimer Rat|Geheimen Postrates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Techniker und Unternehmer ===&lt;br /&gt;
Pistor durchlief eine für damalige Zeiten nicht ungewöhnliche Wandlung vom Amateur zum Profi; er entwickelte sich vom Liebhaber wissenschaftlicher Instrumente bis zu deren Hersteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pistor arbeitete jahrelang mit dem Feinmechaniker [[Nathan Mendelssohn (Instrumentenbauer)|Karl Theodor Nathan Mendelssohn]] (1782–1852) zusammen, dessen zwei ältere Brüder später das bekannte Berliner Bankhaus Mendelssohn gründeten. Mendelssohn betrieb eine der ersten Werkstätten für wissenschaftliche Instrumente in Berlin. Er fertigte in seiner mechanischen Werkstatt von 1808 bis 1813 Sextanten, Waagen, Kreisteilmaschinen und viele andere Instrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung seiner eigenen Werkstatt, in der Mauerstraße 34 in Berlin, produzierte Pistor mathematische, optische und physikalische Instrumente.&lt;br /&gt;
Hier wurden u.&amp;amp;nbsp;a. hervorragende Experten wie z.&amp;amp;nbsp;B. der spätere Telegrafentechniker [[Johann Georg Halske]] (1814–1890) herangebildet.&lt;br /&gt;
Pistor selbst nutzte jede Gelegenheit, um seine Kenntnisse zu erweitern. Im Sommer 1798 nahm er auf Einladung [[Franz Xaver von Zach]]s am [[Erster europäischer Astronomenkongress|ersten europäischen Astronomenkongress]] an der [[Seeberg-Sternwarte]] in [[Gotha]] teil. Er reiste z.&amp;amp;nbsp;B. im Jahre 1814 nach England, um bei den bekannten Optikern und Instrumentenbauern Tulley und Hunt seine Methoden bei der Linsenherstellung zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst gründete Pistor noch im Jahre 1813 in Berlin eine [[Feinmechanik|feinmechanische Werkstatt]], die vor allem durch ihre astronomischen Instrumente bei den europäischen [[Sternwarte]]n berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 entstand in seiner Werkstatt, in Zusammenarbeit mit [[Georg Christian Freund (Fabrikant)|Georg Christian Freund]] (1793–1819), die erste in Berlin gebaute funktionstüchtige Dampfmaschine (bis 1902 in Betrieb, heute Deutsches Museum, München).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1824 nahm Pistor [[Friedrich Wilhelm Schiek]] als Werkstattleiter und Teilhaber in den Betrieb auf, nachdem Schiek vermutlich einige Jahre lang als Zulieferer für Pistor fungiert hatte. Das älteste bekannte Stück mit der Signatur „Pistor &amp;amp; Schiek“ ist der Preußische Ur-Maßstab von 1816. Zunächst wurden neben einer Vielzahl verschiedener Instrumente auch 4 Mikroskoptypen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit des mechanischen Künstlers Schiek mit dem kreativen Theoretiker Pistor brachte der Werkstatt etliche Erfolge ein. Man spricht in der zeitgenössischen Literatur lobend von den „Schiek’schen Mikroskopen“, was vermuten lässt, dass Schiek sich federführend für das „Design“ in der Mikroskopherstellung bei &amp;#039;&amp;#039;Pistor &amp;amp; Schiek&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Im Jahre 1836 trennten sich Pistor und Schieck schließlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pistor tat sich anschließend zunächst mit Wilhelm Hirschmann Senior (1777–1847) und später mit seinem Schwiegersohn [[Carl Otto Albrecht Martins|Carl Martins]] (1816–1871) zusammen. Die Firma &amp;#039;&amp;#039;Pistor &amp;amp; Martins&amp;#039;&amp;#039; produzierte auch nach dem Tod von Pistor. Noch bis zum Tode Martins im Jahr 1871 blieb die Firma recht bedeutend, ging jedoch 1873 in Konkurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzeugnisse ===&lt;br /&gt;
In einem Preisverzeichnis Pistors von 1814 finden sich neben astronomischen und geodätischen Instrumenten 3 Mikroskoptypen im Angebot: eine Ausführung eines Mikroskops nach Jones, ein einfaches Mikroskop nach Ellis und ein Solar-Mikroskop.&lt;br /&gt;
Der Anatom [[Jakob Henle]] (1809–1885) konnte 1840 als neuer Ordinarius in Zürich wegen der dürftigen Ausstattung mit Mikroskopen nur auf drei in Privathänden befindliche Mikroskope von Amici, Pistor und Schieck zurückgreifen. Er schrieb in einem Bericht, dass die Mikroskope von Pistor gut, handlich und erschwinglich seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den weiteren berühmtesten Arbeiten Pistors gehören [[Meridiankreis]]e. Sie waren die u.&amp;amp;nbsp;a. wichtigsten Instrumente einer Sternwarte im 19. Jahrhundert, jedoch nur wenige Firmen auf der Welt waren in der Lage, diese empfindlichen Instrumente zu bauen. Pistor konstruierte den 1838 fertiggestellten, ersten Berliner Meridiankreis für die [[Berliner Sternwarte]]. Er lieferte in den folgenden Jahrzehnten noch zahlreiche weitere Meridiankreise für europäische und amerikanische Sternwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optische Telegrafie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Teleskop-prussian-opt-teleg.jpg|mini|Das letzte erhaltene Pistor’sche Teleskop des [[Preußischer optischer Telegraf|preußischen optischen Telegrafen]] ]]Im Dezember 1830 legte Pistor einer Kommission des preußischen Generalstabes eine Denkschrift über den Entwurf zur Errichtung einer Telegraphenlinie in den Königlich Preußischen Staaten vor. Nachdem mit Geheimer Kabinettsorder vom 21. Juli 1832 König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] die Genehmigung zum Bau einer optischen [[Preußischer optischer Telegraf|Telegrafenlinie]] von Berlin bis Koblenz erteilt hatte und die Bauleitung dem Major im Generalstab, [[Franz August O’Etzel]] (1783–1850), übertragen worden war, wählte man Pistors Berliner Werkstätte als Lieferanten der Stationsausrüstungen mit Signalgebern und Fernrohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und gesellschaftlicher Status ===&lt;br /&gt;
Carl Pistor war in Berlin ein aktives Mitglied des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Dies hing nicht zuletzt mit seiner Mitgliedschaft in verschiedenen Berliner Tischgesellschaften zusammen, wie etwa der [[Christlich-deutsche Tischgesellschaft|Christlich-deutschen Tischgesellschaft]] und der [[Gesetzlose Gesellschaft|Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin]].&lt;br /&gt;
Zum Freundeskreis von Pistor zählten neben vielen politisch freiheitlich eingestellten Bürgern u.&amp;amp;nbsp;a. [[Ludwig Achim von Arnim]], [[Clemens Brentano]], [[Heinrich von Kleist]], [[Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher|Daniel Friedrich Schleiermacher]] und [[Karl Friedrich Schinkel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 10. Juli 1803&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die bei [[FamilySearch]] ausgewerteten Einträge der Ehestands-Urkunde ([https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:QPVC-PV4J Web-Ressource], nach Anmeldung entgeltfrei zugänglich).&amp;lt;/ref&amp;gt; war Pistor verheiratet mit Elisabeth Charlotte Pistor, geb. Hensler (* um 1777; † 3. Juli 1858),&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die bei [[FamilySearch]] ausgewerteten Einträge der Sterbeurkunde ([https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:QPKB-YDBT Web-Ressource], nach Anmeldung entgeltfrei zugänglich).&amp;lt;/ref&amp;gt; einer Tochter aus der ersten Ehe von Johanna Dorothea Wilhelmina Alberti (die als Witwe den Kapellmeister [[Johann Friedrich Reichardt]] heiratete) mit dem Schriftsteller und Juristen [[Peter Wilhelm Hensler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ehepaar hatte mehrere Kinder. Pistor konnte einige Töchter an angesehene Mitglieder der Gesellschaft verheiraten. Friederike Dorothea Elisabeth (1808–1887) ging die Verbindung mit [[Adolf August Friedrich Rudorff]] ein, aus der als Sohn der spätere Kunstpädagoge und Begründer des Naturschutzes [[Ernst Rudorff]] hervorging. Die Tochter Cäcilie ehelichte den Königsberger Historiker und Philosophen [[Wilhelm August Friedrich Bechius|Wilhelm Bechius]]. Die jüngste Tochter, Wilhelmine Catharine (* 1817), heiratete Pistors Teilhaber Carl Martins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pistor war überdies ein namhafter Musikliebhaber, der eine Sammlung von Originalmanuskripten bekannter Komponisten pflegte. Hierdurch war er auch mit dem damals noch jungen [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] bekannt, den er engagierte, damit dieser die Sammlung ordnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|26|185|186|Pistor, Karl|[[Siegmund Günther]]|ADB:Pistor, Karl}}&lt;br /&gt;
* Jörg Zaun: &amp;#039;&amp;#039;Pistor &amp;amp; Martins, die Erbauer der Berliner Meridiankreise&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang R. Dick, Klaus Fritze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;300 Jahre Astronomie in Berlin und Potsdam. Eine Sammlung von Aufsätzen aus Anlass des Gründungsjubiläums der Berliner Sternwarte&amp;#039;&amp;#039;. (Acta Historica Astronomiae; 8). Deutsch, Thun und Frankfurt am Main 2000, S. 91–106.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|485|486|Pistor, Karl Philipp Heinrich|Jörg Zaun|104226056}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.musoptin.com/item/grosses-stangenmikroskop-c-h-pistor-um-1840/ Großes Mikroskop von C. P. H. Pistor ] aus den Jahren 1839/1840&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|104226056}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104226056|VIAF=37346790}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pistor, Carl Philipp Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Telegrafie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konstrukteur wissenschaftlicher Instrumente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1778]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pistor, Carl Philipp Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pistor, Carl; Pistor, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Beamter und Erfinder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Januar 1778&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. April 1847&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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