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	<title>Carl Paul Goerz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T02:29:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Stephan Tournay: LCCN ergänzt.</title>
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		<updated>2024-09-10T17:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LCCN ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Paul Goertz 01.png|mini|Carl Paul Goerz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Paul Goerz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juli]] [[1854]] in [[Brandenburg an der Havel]]; † [[14. Januar]] [[1923]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Unternehmer und Gründer der &amp;#039;&amp;#039;[[Optische Anstalt C. P. Goerz|Optischen Anstalt C. P. Goerz]]&amp;#039;&amp;#039;, des seinerzeit größten Berliner Herstellers von Präzisionsoptik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines kleinen Beamten verlor früh die Mutter und wuchs bei seinem Onkel in [[Rathenow]] auf. Er besuchte die Realschule und schloss 1873 eine dreijährige kaufmännische Lehre bei [[Emil Busch]] ab. Nach seiner Militärdienstzeit war Goerz als Handelsreisender für verschiedene feinmechanische und optische Firmen tätig. Von 1883 bis 1886 lebte er in [[Paris]] und war zeitweilig Teilhaber der Firma von [[Eugen Krauss]], die in Lizenz von [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] [[Objektiv (Optik)|Objektive]] und später auch Kameras und [[Fernglas|Ferngläser]] herstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://wabw.uni-hohenheim.de/73218 |wayback=20160305130047 |text=Krauss-Photo |archiv-bot=2023-12-02 16:29:24 InternetArchiveBot }} im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg&amp;lt;/ref&amp;gt; 1886 ließ sich Goerz in Berlin nieder und gründete einen Versandhandel für mathematische Instrumente, [[Reißzeug]]e und [[Winkelmesser]], vornehmlich für Schulen. 1887 begann er mit dem Vertrieb fotografischer Apparate nebst Zubehör, die er nach Übernahme der mechanischen Werkstatt von F. A. Hintze 1888 als &amp;#039;&amp;#039;C. P. Goerz, Spezialfabrik photograph. Amateur-Apparate&amp;#039;&amp;#039; auch selbst produzierte. Um auch die Objektive selbst fertigen zu können, stellte Goerz im September 1888 den Ingenieur Carl Moser (1858–1892) ein, der zuvor schon für [[Carl Bamberg]] gearbeitet hatte und ein Fachmann auf dem Gebiet der Berechnung von Linsensystemen war. Mit der Anstellung des Optikers Karl Hertel im Oktober 1888 begann die Produktion von Objektiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:C.P.Goerz.jpg|miniatur|links|Kamera von C. P. Goerz]]&lt;br /&gt;
Seit Vorstellung des ersten Objektivs 1890 nannte Goerz seine Firma &amp;#039;&amp;#039;Optische Anstalt C. P. Goerz&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr sicherte er sich die Alleinfabrikation des von [[Ottomar Anschütz]] erfundenen [[Schlitzverschluss|Momentverschlusses]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Goerz-Anschütz-Moment-Camera&amp;#039;&amp;#039;, die mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde erstmals die Fotografie bewegter Objekte ermöglichte, wurde ein kommerzieller Erfolg. Ähnlich erfolgreich wurde der &amp;#039;&amp;#039;Goerz Doppel-Anastigmat&amp;#039;&amp;#039;, ein Objektiv, das der für den verstorbenen Moser 1892 eingestellte [[Emil von Höegh]] entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Weitsicht bewies Goerz, indem er sich frühzeitig um militärische Aufträge bewarb. Er machte seine Firma innerhalb weniger Jahre zum weltweit größten Produzenten militärischer Optik. 1903 wandelte er die Optische Anstalt in eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 3,5 Millionen Mark um. 1908 gründete Goerz die von der Optischen Anstalt unabhängige &amp;#039;&amp;#039;[[Goerz Photochemische Werke|Goerz Photochemische Werke G.m.b.H.]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goerz war ein geschickter und erfolgreicher Unternehmer. Durch die schnelle Expansion seines Betriebes bestand in den 1890er Jahren ein schwer zu befriedigender Fachkräftebedarf. Goerz warb deshalb Lehrlinge anderer feinmechanischer und optischer Unternehmen ab und stellte sie bei voller Bezahlung ein. Um die Fachkräfte an seine Firma zu binden, führte Goerz bereits 1894 den achtstündigen Arbeitstag und 1897 einen bezahlten Erholungsurlaub ein. Als Goerz 1923 starb, war die Goerz AG nach [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]] das zweitgrößte deutsche Unternehmen der Feinmechanik und Optik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1921 übernahm sein Sohn [[Paul Goerz]] die Leitung der Goerz&amp;amp;nbsp;AG und war ab 1929 Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten und im „Goerzwerk“ [[Berlin-Zehlendorf]] ansässigen &amp;#039;&amp;#039;Fernseh&amp;amp;nbsp;AG&amp;#039;&amp;#039; (ab Oktober&amp;amp;nbsp;1939 &amp;#039;&amp;#039;Fernseh&amp;amp;nbsp;GmbH&amp;#039;&amp;#039;). Paul Goerz&amp;amp;nbsp;jun. wurde 1932 Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Ideal-Werke&amp;amp;nbsp;AG&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Alt-Hohenschönhausen|Berlin-Hohenschönhausen]] (ab Dezember 1938: [[Blaupunkt]]-Werke GmbH, [[Berlin-Wilmersdorf]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goertz war Mitglied der Berliner [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Zu den drei goldenen Schlüsseln&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Paul Goerz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Anleitung zur Herstellung von Photographien für Liebhaber&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Robert Oppenheim, Berlin, o.&amp;amp;nbsp;J. (1889).&amp;lt;ref&amp;gt;Rezension in: Charles Scolik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Photographische Rundschau&amp;#039;&amp;#039; 3, Wilhelm Knapp, Halle/S., 1890, S. 330–332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Goldene Medaille (C.P. Goerz) in der Kategorie Photographie der [[Weltausstellung Antwerpen 1894|Weltausstellung in Antwerpen]] im Jahr 1894.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Wilhelm Vogel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Photographische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;, 31. Jg., Robert Oppenheim, Berlin, 1895, S. 260, ([https://archive.org/stream/bub_gb_l7gaAAAAYAAJ#page/n351/mode/2up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ehrendiplom auf der Amateur-Photographen-Ausstellung in Salzburg 1893.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Neuhauss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Photographische Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 7. Jg. 1893, S. 351, ([https://archive.org/stream/bub_gb_oLsEAAAAYAAJ#page/n427/mode/2up online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bronzemedaille (4. Abteilung Chemicalien, Apparate etc.) für C.P. Goerz für &amp;#039;&amp;#039;preiswerte und gute Objective&amp;#039;&amp;#039; auf der Photographischen Jubiläumsausstellung 1889 in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Wilhelm Vogel (Hrsg.):  &amp;#039;&amp;#039;Photographische Mittelungen&amp;#039;&amp;#039;, 26. Jg., Robert Oppenheim, Berlin, 1890, S. 164, ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/63226/210/0/ SLUB] Dresden).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2006-07-25 Grab-Carl-Paul-Goerz.jpg|mini|Ehrengrab von Carl Paul Goerz auf dem [[Friedhof Grunewald]]]]&lt;br /&gt;
Carl Paul Goerz wurde am 28. September 1903 zum Kommerzienrat und am 14. Mai 1914 von der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Charlottenburg]] zum [[Ehrendoktor|Dr.&amp;amp;nbsp;Ing.&amp;amp;nbsp;E.&amp;amp;nbsp;h.]] ernannt. In [[Berlin-Zehlendorf]] ist die Goerzallee nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] ist die letzte Ruhestätte von Carl Paul Goerz auf dem [[Friedhof Grunewald]] (Grablage: I&amp;amp;nbsp;a-UW-51) seit 1978 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung wurde zuletzt im Jahr 2021 um die übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: August 2021)&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 2,3&amp;amp;nbsp;MB), S.&amp;amp;nbsp;23. Auf: Webseite der [https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/friedhoefe-und-begraebnisstaetten/ehrengrabstaetten/ Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz]. Abgerufen am 22.&amp;amp;nbsp;Juli 2022. [https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-3959.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vorlage – zur Kenntnisnahme – Anerkennung, Verlängerung und Nichtverlängerung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 195&amp;amp;nbsp;kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;18/3959 vom 4.&amp;amp;nbsp;August 2021, S.&amp;amp;nbsp;2–3. Abgerufen am 22.&amp;amp;nbsp;Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|540|540|Goerz, Carl Paul|Walther Döring|116730706}}&lt;br /&gt;
* Jörg Zaun: &amp;#039;&amp;#039;Instrumente für die Wissenschaft. Innovationen in der Berliner Feinmechanik und Optik 1871–1914&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Wissenschafts- und Regionalgeschichte, Berlin 2002, ISBN 3-929134-39-X&lt;br /&gt;
* [[Conrad Matschoss]]: &amp;#039;&amp;#039;Männer der Technik. Ein biographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben im Auftrage des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereines Deutscher Ingenieure]]. Springer, Berlin 1925, S. 91 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Photohändler&amp;#039;&amp;#039;. Offizielles Verbands-Organ des Deutschen Photo- und Kinohändler Bundes für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet. Juli 1954, S. 595&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116730706|LCCN=n90650248|VIAF=288587964}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Goerz, Carl Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goerz, Carl Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juli 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1923&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Tournay</name></author>
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