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	<title>Carl Patsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T07:17:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Carl_Patsch&amp;diff=1464557&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Klaus Taschwer und Grzegorz Rossoliński-Liebe; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-29T21:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Klaus Taschwer und Grzegorz Rossoliński-Liebe; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Patsch 2015 stamp of Albania.jpg|mini|Carl Patsch auf einer albanischen Briefmarke (2015)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Ludwig Patsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1865]] in [[Kovač]]; † [[21. Februar]] [[1945]] in [[Wien]]) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Slawistik|Slawist]], [[Archäologe]] und [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Carl Patsch wuchs als Sohn des oberfürstlichen Gutsverwalters Ludwig Patsch in Maratschowska und [[Slawuta]] ([[Wolhynien]]) auf. Neben deutsch sprach er schon als Kind tschechisch, polnisch und russisch. Nach dem Besuch des [[Piaristen]]-Gymnasiums in [[Prag]] studierte Patsch ab 1885 Geschichte und Geografie an der [[Karl-Ferdinands-Universität|Prager Universität]]. 1889 wurde er bei [[Julius Jung (Historiker)|Julius Jung]] (1851–1910) mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;[[Strabon|Strabos]] Quellen zur Geschichte seiner Zeit&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Anschließend war er Stipendiat und von 1890 bis 1892 Assistent am Wiener archäologisch-epigrafischen Seminar bei [[Otto Benndorf]] und [[Eugen Bormann]]. 1891 wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Moldavia Wien&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Elsheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1928, S. 378.&amp;lt;/ref&amp;gt; Studienreisen führten ihn nach [[Istrien]] und [[Bosnien]]. Nachdem er das Lehramtsexamen in [[Innsbruck]] abgelegt hatte, bereiste er 1893 [[Italien]]. Im selben Jahr erhielt er eine Anstellung als Gymnasiallehrer in [[Sarajevo]], die ihn verpflichtete, sich um die archäologischen Funde in Bosnien zu kümmern. In den folgenden Jahren machte er bedeutende Entdeckungen. So fand er 1895 das Heiligtum des illyrischen Quellgottes [[Bindus]] an der Privilica-Quelle bei [[Bihać]] und 1897 das [[Mithräum]] von Konjica. 1898 wurde er vom Schuldienst beurlaubt und zum [[Kurator (Museum)|Kustos]] des [[Nationalmuseum von Bosnien und Herzegowina|Bosnisch-Herzegowinischen Landesmuseums]] &amp;#039;&amp;#039;(Zemaljski Muzej Bosne i Hercegovine)&amp;#039;&amp;#039; berufen. Von 1899 bis 1914 führte Patsch umfangreiche Grabungen und Konservierungsarbeiten in [[Mogorjelo]] durch. 1904 begründete er das Bosnisch-Herzegowinische Institut für Balkanforschung, dessen Direktor er bis 1918 war. Infolge des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde das Institut am 27. November 1918 von der Bosnisch-Herzegowinischen Nationalregierung aufgelöst. Patsch kehrte nach Wien zurück und erhielt einen Lehrauftrag an der [[Wirtschaftsuniversität Wien|Hochschule für Welthandel]]. 1921 wurde er in Nachfolge von [[Konstantin Jireček]] zum Ordinarius für slawische Geschichte und Altertumskunde an die [[Universität Wien]] berufen. 1922 richtete Patsch auf Bitte der albanischen Regierung das Nationalmuseum in Tirana ein. Als er 1934 in den Ruhestand trat, war er ein hochangesehener Experte für das Altertum auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]]. Am 21. Februar 1945 wurde er bei einem Bombenangriff auf Wien getötet. Carl Patsch war seit 1894 verheiratet. Er hatte einen Sohn und eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Patsch gehörte in den 1920er Jahren zum [[Antisemitismus|antisemitischen]] Professorennetzwerk „[[Bärenhöhle (Antisemitismus)|Bärenhöhle]]“, dessen geheimes Wirken es jüdischen und linken Wissenschaftlern schwer machte, an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien, die damals sämtliche [[Geisteswissenschaft|Geistes-]] und [[Naturwissenschaft]]en umfasste, habilitiert oder berufen zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Taschwer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geheimsache Bärenhöhle. Wie ein antisemitisches Professorenkartell der Universität Wien nach 1918 jüdische und linke Forscherinnen und Forscher vertrieb&amp;#039;&amp;#039;. In: Regina Fritz, [[Grzegorz Rossoliński-Liebe]], Jana Starek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alma mater antisemitica: Akademisches Milieu, Juden und Antisemitismus an den Universitäten Europas zwischen 1918 und 1939&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, new academic press, Wien 2016, S. 232 ([https://www.academia.edu/4258095/Geheimsache_B%C3%A4renh%C3%B6hle_Wie_eine_antisemitische_Professorenclique_nach_1918_an_der_Universit%C3%A4t_Wien_j%C3%BCdische_Forscherinnen_und_Forscher_vertrieb_2016_ online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Österreichische Akademie der Wissenschaften]] berief Carl Patsch 1924 zum korrespondierenden Mitglied und 1928 zum ordentlichen Mitglied. Er war seit 1902 Mitglied des [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen]] und seit 1905 des [[Österreichisches Archäologisches Institut|Österreichischen Archäologischen Instituts]]. Von 1936 bis 1940 wirkte er als Obmann der antiquarischen Abteilung der [[Balkan-Kommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine aus 1.400 Bänden bestehende Nachlassbibliothek wurde 1956 mit seinem kompletten wissenschaftlichen Nachlass vom Münchner [[Südost-Institut]] erworben. Die Bände sind heute Teil der Bibliothek des [[Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung|Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung]], während der wissenschaftsgeschichtlich wertvolle Nachlass als Teil des Bestandes „Südost-Institut“ im [[Bayerisches Hauptstaatsarchiv|Bayerischen Hauptstaatsarchiv]] (München) für die Forschung zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lika in römischer Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Schriften der Balkankommission, Antiquarische Abteilung, 1. Wien 1900&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Sandschak Berat in Albanien&amp;#039;&amp;#039;, Schriften der Balkankommission, Antiquarische Abteilung, 3. Wien 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte und Topographie von Narona&amp;#039;&amp;#039;, Schriften der Balkankommission, Antiquarische Abteilung, 5 (1907)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Archäologisch-epigraphische Untersuchungen zur Geschichte der römischen Provinz Dalmatien&amp;#039;&amp;#039;, Wiss. Mitt. aus Bosnien und d. Hercegovina, 8 Folgen in 4–12 (1896–1912)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Völkerkunde von Südosteuropa&amp;#039;&amp;#039;, 6 Bände, 1925–1937&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Aus Herzegowinas letzter Feudalzeit |Sammelwerk=Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft in Wien |Ort=Wien |Datum=1921 |Seiten=153–186}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Historische Wanderungen im Karst und an der Adria. I. Teil: Die Herzegowina einst und jetzt&amp;#039;&amp;#039;, 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die einstige Siedlungsdichte des illyrischen Karstes&amp;#039;&amp;#039;, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um den Donauraum unter Domitian und Trajan&amp;#039;&amp;#039;, Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1937&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alois Hajek: &amp;#039;&amp;#039;Carl Patsch (1865–1945)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Südost-Forschungen&amp;#039;&amp;#039;. Band 12 (1953), S.&amp;amp;nbsp;263–269.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|343|344|Patsch Karl|H. Vetters}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Seewann]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1501 Patsch, Carl]&amp;#039;&amp;#039;. In: Mathias Bernath, Felix von Schroeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Oldenbourg, München 1979, ISBN 3-486-48991-7, S. 405 f.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|101|102|Patsch, Carl Ludwig|Hubert Daniel Szemethy|11605882X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11605882X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11605882X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11605882X|LCCN=nr96017843|VIAF=2692209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Patsch, Carl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzialrömischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Österreichischen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Netzwerks Bärenhöhle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Patsch, Carl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Patsch, Carl Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Slawist, Archäologe und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kovač|Kowatsch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Februar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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